Sébastien Haller will am 25. März das erste Fußballtor in der Schwerelosigkeit erzielen.

Bobic und Haller heben ab: Die sportlichen Erfolge der Frankfurter Eintracht lassen die Fans derzeit auf Wolke Sieben schweben. Die sportliche Führung mahnt jedoch unermüdlich, dennoch auf dem Boden zu bleiben. Sportvorstand Fredi Bobic und Top-Scorer Sébastien Haller heben jetzt aber doch ab – sogar so richtig. Am 25. März sind sie Teil des „BigCityBeats WORLD CLUB DOME Zero Gravity“ – eine Mini-Ausgabe des BigCityBeats WORLD CLUB DOME, des riesigen Electronicmusic-Festivals, das jedes Jahr im Sommer im Waldstadion stattfindet. Dafür wurde ein Airbus A310 umgebaut, der normalerweise von der ESA für Astronautentraining und wissenschaftliche Experimente genutzt wird. DJs der elektronischen Musikszene verwandeln das Flugzeug während eines Parabelfluges, bei dem etwa sechs Minuten lang Schwerelosigkeit herrscht, in einen Spaceclub. Bobic und Haller wollen dabei das erste Tor der Geschichte in der Schwerelosigkeit erzielen. „Das wird ein ganz besonderes Erlebnis werden. Es ist eine wirklich tolle Möglichkeit, unseren Klub weltweit zu repräsentieren. Natürlich freue ich mich, wenn ich Sébastien in Szene setzen darf und er das erste Tor in der Schwerelosigkeit erzielen wird“, wird Bobic auf der Website der Eintracht zitiert.

Achtung bei Tickets für Mailand: Frankfurter Anhänger, die bei der Ticketvergabe für das Spiel bei Inter Mailand über die Eintracht leer ausgegangen sind, versuchen nun, Karten über den Ticketshop von Inter zu bekommen – im neutralen Bereich. Doch als deutscher Staatsbürger hat man keinen Zutritt zu diesem Bereich, wie die VRM berichtet. Darauf wird man bereits beim Online-Kauf hingewiesen. Heißt: Vorsicht beim Kauf dieser Karten! Diese werden höchstwahrscheinlich gesperrt oder man wird am Stadioneingang nach dem Ausweis gefragt und kommt dann nicht rein – weil man Deutscher ist. Dieses Vorgehen des italienischen Klubs, der sich auf Nachfrage auf eine Vorgabe der UEFA beruft, ist rechtlich mehr als fragwürdig. 13.500 Frankfurter Fans werden die SGE am Donnerstagabend beim Achtelfinal-Rückspiel der Europa League in San Siro gegen Inter Mailand lautstark im Gäste-Block unterstützen.

Hasebe glaubt fest ans Weiterkommen: Gonçalo Paciencia erzielte bei seinem Startelf-Debüt sein 2. Bundesliga-Tor in Folge, worüber sich der Portugiese sehr zu freuen scheint: „Ich verspüre dieselbe Euphorie wie vor einer Woche gegen Hoffenheim. Ich konnte dem Team helfen, das Team hilft mir. Wir mussten wieder hart arbeiten und konnten uns am Ende dafür belohnen. Jetzt blicken wir auf das nächste schwere Spiel.“ Damit meint er das Achtelfinal-Rückspiel in Mailand. Sein Trainer Adi Hütter hat vor dem berühmten San Siro Respekt, zählt aber auch auf die Qualität seiner Mannschaft und deren Fans. „Uns erwartet eine Top-Mannschaft und viele Zuschauer, sowohl von der gegnerischen als auch von unserer Seiten, in einem zweifelsfrei besonderen Stadion. Leider kann ich nicht auf der Trainerbank Platz nehmen, bin aber zuversichtlich, dass uns ein besonderer Abend bevorstehen kann. Dafür benötigen wir aber eine absolute Topleistung und Tore“, betont Hütter. Das sieht Makoto Hasebe genau so, hat der erfahrene Führungsspieler der Hessen doch schon viele wichtige Spiele in seiner Karriere bestritten. Dennoch glaubt er fest an den Einzug in die Runde der letzten Acht: „Wir werden von vielen Fans begleitet, deswegen rechne ich mit einer super Atmosphäre. Wir treffen auf eine Topmannschaft, darauf freue ich mich. Ich hoffe, nein ich glaube fest daran, dass wir weiterkommen!“

Hütter hofft auf Rebic: Eine Woche lang ließ sich Ante Rebic, der sich im Spiel gegen die TSG Hoffenheim das Knie verdreht hat, bei einem Facharzt in Serbien behandeln. Am heutigen Dienstag kehrter der Kroate nach Frankfurt zurück. Rechtzeitig fürs Rückspiel bei Inter Mailand (Do., 21 Uhr/RTL)? Das ist noch nicht ganz sicher, sein Trainer Adi Hütter hofft aber natürlich, dass der Stürmer fürs Achtelfinale der Europa League fit ist. „Vielleicht ist er eine Option“, sagte Hütter am Montagabend in Düsseldorf.

Trapp strahlt Sicherheit aus: Uli Stein lobte am Montagabend SGE-Keeper Kevin Trapp. „Wir haben gegen Düsseldorf gesehen, wie wichtig es ist, wenn Kevin Trapp so eine souveräne Leistung abliefert und der Mannschaft Sicherheit gibt. Er gibt der Offensive das Gefühl, dass wenn sie mal vierzig Minuten nicht treffen, hinten nichts passiert, weil da einer steht, der auch mal einen Ball hält“, analysierte Stein im „hr-Heimspiel“. Die Eintracht-Legende hütete von 1987 bis 1994 das Tor der Hessen. „Das ist der Grund dafür, dass die Eintracht zu jedem Zeitpunkt in der Lage ist, Tore zu machen“, meinte Stein. Das habe man in den letzten beiden Spielen gegen Hoffenheim und in Düsseldorf gesehen, als die Adlerträger jeweils in der Nachspielzeit trafen. „Das spricht für die Arbeit des Trainers, der die Mannschaft mental und körperlich auf dem höchsten Niveau hält“, lobte Stein auch Eintracht-Cheftrainer Adi Hütter.

Zahlreiche Nominierungen für Adlerträger: Nach dem überzeugenden Auftritt in Düsseldorf am vergangenen Montagabend zeichneten mehrere Medien etliche Spieler der Frankfurter Eintracht aus. Makoto Hasebe und Almany Touré stehen in der Elf des Tages von „Spiegel Online“, während der „kicker“ die Leistungen von Torhüter Kevin Trapp und Martin Hinteregger auszeichnete. Auch für „transfermakt.de“ zählt der Österreicher neben Sébastien Haller zu den besten Elf Akteuren der Woche. Bei seinem Kurzeinsatz im Rheinland erzielte der Franzose einem Doppelpack in der Nachspielzeit.

N`Dicka ist Rookie des Monats Februar: Eintracht Frankfurts Evan N`Dicka gewinnt den „Bundesliga Rookie Award by Tag Heuer“ des Monats Februar. Der 19-jährige Verteidiger setzte sich im Voting gegen Tyler Adams (RB Leipzig) und Marko Grujic (Hertha BSC Berlin) durch. Bei 23 von 25 Bundesligaspielen stand N`Dicka für die SGE auf dem Platz und kann beeindruckende Zahlen vorweisen. Der junge Franzose gewann im Februar 61 Prozent seiner Zweikämpfe und entschied 77 Prozent seiner Kopfballduelle für sich, außerdem kamen 86 Prozent seiner Pässe beim Mitspieler an. Der Teenager spielt auch für die französische U20-Nationalmannschaft und hat in der Europa League schon internationale Erfahrung gesammelt.

Wer wird bester Mittelfeldspieler? Noch neun Spiele dann verabschiedet sich die Bundesliga auch schon wieder in die Sommerpause. Der „kicker“ bewertet nach jedem Spiel jeden eingesetzten Bundesliga-Profi mit einer Schulnote, wodurch sich für jeden Spieler logischerweise eine Durchschnittsnote errechnen lässt. Bei den Feldspielern gibt es nach 25 Spieltagen ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen – unter den besten fünf Spielern sind sogar zwei Adlerträger. Sébastien Haller liegt derzeit mit einem Notenschnitt von 2,83 auf Rang Fünf der besten Feldspieler der Liga. Nur ein Frankfurter ist laut dem Sportmagazin besser als der Franzose: Makoto Hasebe. Der Japaner teilt sich mit Marco Reus von Borussia Dortmund den zweiten Platz. Beide Profis haben eine Note von 2,79 und müssen sich nur Thiago von Bayern München geschlagen geben, mit einer Note von 2,78.

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