Frankfurt schafft es nicht, Führungen zu verteidigen. Kapitän Rode brennt aber bereits vor dem Europa League Halbfinale (Bild: IMAGO images / Thomas Frey)

Schon wieder kein Sieg in der Bundesliga! Eintracht Frankfurt kommt am 31. Spieltag gegen die TSG Hoffenheim nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus und tritt auf der Stelle. Der 7. Tabellenplatz ist theoretisch noch erreichbar, eine Qualifikation für das internationale Geschäft durch den Gewinn der Europa League scheint aber wahrscheinlicher. Mit welchen Gefühlen die Akteure nach dem Remis nach London reisen, haben wir für euch zusammengefasst:

Sebastian Rode (Kapitän): „Es war über 90 Minuten eine anschauliche Bundesliga-Partie. Wir sind unglücklich in Rückstand geraten, aber haben uns stark zurückgekämpft. Das Spiel war typisch für unsere Saison: Wir investieren viel, aber schaffen es nicht, die Führung bis zum Ende zu verteidigen. Insgesamt war es eine ordentliche Leistung, deshalb können wir mit Selbstvertrauen nach London fliegen. Wir brennen auf das Halbfinale! Unsere Reise soll noch nicht zu Ende sein!“

Ansgar Knauff: Es ist ein bisschen ärgerlich für uns alle, dass wir dieses Spiel nicht gewinnen konnten. Wir lagen 0:1 hinten und gehen dann 2:1 in Führung. Dann kriegen wir es aber nicht auf die Reihe, das Ergebnis über die Zeit zu bekommen. Dann fällt unglücklich das 2:2. Ich verliere außen das Kopfballduell, wodurch David Raum unbedrängt flanken kann. Am Ende ist es dann leider nur ein Unentschieden. Wir müssen jetzt versuchen, das schnellstmöglich abzuhaken und uns auf Donnerstag vorbereiten. Das wird ein echtes Highlight. Ein Sieg heute hätte uns natürlich für Donnerstag ein noch besseres Gefühl gegeben, aber ich glaube, für ein Europa League-Halbfinale braucht man keine Zusatzmotivation. Aber auch heute haben wir eigentlich taktisch und vom Plan her ein gutes Spiel abgeliefert. Am Ende ist es ärgerlich, dass es nicht für drei Punkte gereicht hat. Aber jetzt geben wir alles, dass wir Donnerstag ein gutes Ergebnis gegen West Ham erzielen.“

Djibril Sow: „Für mich war der Kurzeinsatz wichtig, weil ich erst ein Mannschaftstraining absolviert hatte. Jede Minute tut gut, auch im Hinblick auf Donnerstag. Schmerzen sind zwar immer noch vorhanden, aber ich glaube, das beste Schmerzmittel ist das Adrenalin, das du während dem Spiel ausschüttest. Wegen Donnerstag mache ich mir von daher keine Sorgen. Wir sind zwar enttäuscht, weil wir das 2:1 hergegeben haben, aber der Blick richtet sich Sonntag dann schon auf das nächste Highlight in London.“

Cheftrainer Oliver Glasner: „Das 2:2 geht in Ordnung. Beide Teams hatten sehr gute Torhüter, beide hatten die Chance auf den Lucky Punch durch Hrustic und Kramaric. Mit der Leistung bin ich zufrieden. Die Fans haben honoriert, dass die Mannschaft nach dem unglücklichen Rückstand zurückkommen wollte und das Spiel nicht abgeschenkt hat. Nach unserer Führung hat sich etwas gezeigt, das uns schon öfter diese Saison passiert ist: Wir sind zu passiv geworden, haben nicht mehr so intensiv attackiert und nicht mehr so oft die Lösung nach vorne gesucht. Dadurch kam die TSG verdient zum Ausgleich.“

Sportvorstand Markus Krösche: „Das Eigentor von Evan Ndicka war unglücklich. Es spricht aber für ihn, dass er im Kopf stark genug ist weiter zu spielen. Er hat ein schönes Tor und ein gutes Spiel gemacht, dazu noch das zweite Tor vorbereitet. Das freut mich für ihn, dass er in diesem Alter schon die Stärke hat, so etwas zu verarbeiten. Kevin Trapp hat zweimal super gehalten und war ein wichtiger Rückhalt.“

Christoph Lenz (in der Halbzeit): „Mit Alltagsschuhen ist es okay, aber mit Fußballschuhen und Stollen drunter, das ist noch einmal was anderes. Wir werden den Zehn in der nächsten Woche noch einmal einmal betäuben und ruhigstellen. Wenn ich dann keine Schmerzen mehr habe, dann ist das Ziel natürlich Donnerstag, unser großes Spiel gegen West Ham. Zum Eigentor von N’Dicka, denke ich, dass er den Ball einfach zurück oder ins Aus hätten köpfen können. Dass der Ball aber so gut ins eigene Tor geht, damit hätte er wohl auch nicht rechnen können. Vorne wie hinten war er aber der auffälligste Mann.  Kurz vorher hatte er bereits die Chance, die er hätte reinmachen können. Er gibt nie auf, egal wie es steht oder wie es um ihn steht. Zum Ende hin haben wir sehr viel Torgefahr entwickelt über Außen und waren dann sehr gut in der Box. Hoffenheim hat theatralisch versucht das Tempo rauszunehmen. Ich glaube, wir stehen dafür, wenn wir einmal in Lauf kommen, dann wird es sehr schwer. Ich spreche jetzt Vogt nicht persönlich an, aber das sind normale Bewegungen und da musst du nicht ständig am Boden liegen.“

Quellen: Sky, Eintracht Frankfurt

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16 Kommentare

  1. In der Überschrift liegt genau der Fehler ( verteidigen ).Einfach mal aufs nächste Tor gehen und nicht hinten reinstellen und betteln ums Gegentor.

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  2. @1
    Sehe ich auch so. Die zweite Hälfte war wirklich dominant bis zum 2:1. Direkt danach setzen wir schon allein durch die Auswechslungen das Zeichen, dass wir nur noch hinten drin verteidigen und ein paar Konter setzen wollen. Das reicht dann leider in der Regel nicht und es wäre besser gewesen, einfach weiter nach vorn zu spielen.

    Ist aber jetzt auch kein Beinbruch. Klassenerhalt ist letztlich souverän geschafft. Jetzt volle Konzentration auf West Ham, vielleicht können wir Historisches schaffen!

    Und nächstes Jahr in der Bundesliga kann es ganz anders aussehen. Mit Muani werden wir endlich wieder einen Stoßstürmer haben, und ich bin mir sicher, dass Borré und Lindström an dessen Seite viel viel Freude machen werden und ihre Stärken noch viel besser zur Geltung kommen, wenn sie noch sie einen Vollstrecker neben sich haben. Lammers konnte das leider dieses Jahr nicht ansatzweise ausfüllen. Dafür finde ich haben wir es trotzdem ordentlich gemacht – in Europa sogar überragend, und die Reise ist noch nicht zu Ende!

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  3. Mal was zur Entspannung, vom
    „neben dem Platz“.
    In der Sbahn zum Spiel zwei Dänen.
    Sie wurden durch Lindström zu Eintrachfans und waren in Barca dabei.
    Sie sangen uns einige unserer Eintrachtlieder vor, ansatzweise, klasse.

    Entspanntes Unentschieden, keine Verletzten. Die Highlights stehen bevor.
    Rode, er sollte spielen. Er bringt Power, stabilisiert mit seinem Einsatz und den richtigen Entscheidungen. Glasner wird’s gesehen haben und die Mannschaft aufstellen, nach seinen Erkenntnissen und seiner Ausrichtung.

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  4. Eintracht Präsident Fischer jetzt im ZDF Sportstudio. Ich hoffe er macht der Eintracht alle Ehre. Immer die SGE

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  5. Wenn ich die Elfer-Entscheidungen von Gladbach und Freiburg mit denen von Bayern gegen Dortmund vergleiche, frage ich mich, ist das daselbe Regelbuch, dieselbe Liga.

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  6. Das Spiel wie fast immer über den Rechner geschaut. Heute war es mal wieder anstrengend. Nach dem 2:1 schreibe ich meinen Schwager noch so „Hoffentlich machen sie’s sich nicht wieder kaputt“.
    Die BuLi wäre auch mit den drei verdienten Punkten heute gelaufen gewesen. Also jetzt sieben Punkte aus den folgenden Spielen, die Mitte der Woche stattfinden, holen.
    Auf jetzt, in Eintracht!!!

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  7. Das Spiel ist für mich ein Rätsel – eine Mannschaft muss eigentlich gewinnen, um international dran zu bleiben und die andere spielt sich für Donnerstag warm. Diesen Unterschied habe ich nicht sehen können und damit bin ich ehrlich gesagt schon zufrieden.

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  8. Und täglich grüsst das Murmeltier…
    Frühes Gegentor wenn auch ein eigenes…
    Mit Riesenaufwand auf den Ausgleich..
    Sogar dann Führung..
    Dann durch Auswechslung nur noch verwalten.
    Hoffenheim war dem Siegtreffer näher…
    West Ham wird das gesehen haben die spielen englischen Druckfussball,90 Minuten volle Power aufs Tor.
    Da war Hoffenheim gestern Kindergarten gegen.
    Das wird deutlich schwerer als gegen Barca.

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  9. @2..im Prinzip dürfen wir nicht (aus-) wechseln, weil wir sonst den Schwung, Esprit, Tempo und die spielerische Klasse verlieren. Dafür reicht die Bank einfach nicht aus. Mit den Wechseln können wir nur Ergebnisse verwalten und die Ergebnisse zeigen, das selbst dafür die Qualität zu begrenzt sind.

    Insofern wundert es mich nicht, das wir gestern nur Remis gespielt haben. Ich denke schon, das OG und sein Team sich auf die richtige erste Elf festgelegt haben und eben nur drei weitere Spieler im Kader haben, die uns noch weiterhelfen. Vor allem haben wir nur diese 14 Spieler, die OG Spielweise und die Spielweise von Eintracht Frankfurt umsetzen können. Diese 14 Spiele sind über 34 Spieltagen eben doch zu wenig.
    Das wird sich zumindest ändern: Mit Barkok, Ilse und da Costa werden schon mal drei Spieler gehen. Ich hoffe es kommen noch Toure, Durm und Paciencia dazu. Kohr und Zuber dürfen auch in ihren Leihvereinen bleiben. Alles Spieler, die sicherlich Ihre Daseins-Berechtigung hatten, aber uns heute sportlich nicht mehr helfen, auf die nächste Stufe zu kommen. Mit Ihnen ist das Spiel mit dem Ball begrenzt und damit eben nicht für den OG-Fußball geeignet.

    Onguene und RKM verstärken die Spitze, Wenig und Alidou die Breite. Rückkehrer Akman verstärkt meiner Meinung nach ebenfalls die Breite. Ich gehe davon aus, das sich hier noch was tun wird.

    Ob Tuta, N´dicka, Kostic, Kamada oder eben Hinteregger wechseln, wird sich nach dem 05.05.22 oder nach dem 18.05.22 entscheiden. Ich denke, die Aussage von Hinteregger ist da eindeutig, das vor diesen wichtigen Spielen nicht über personelle Entscheidungen gesprochen wird. Aber daraus kann man ableiten, das es bereits Entscheidungen gibt und die tatsächlich erstmal nach Europa bekanntgegeben wird.

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  10. Es ist tatsächlich die 100% Schablone.
    Falls wir mal in Führung gehen, kommt pünktlich danach das Zeichen vom Trainer:
    Jetzt hinten rein stellen und beten bis zum Gegentor. Der einzige Unterschied. Der Trainer hats nach 25 Spielen selbst gemerkt. Krass. Immerhin.
    Und sonst so:
    Arsenal hat gewonnen. Ist jetzt 4.

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  11. 40 Punkte drei Spieltage vor Schluss. Das von mir ausgerufene Ziel ist erreicht.

    On Top noch Halbfinale in der EL. “ Derfs noch ebbes mehr sei? “ JA

    @ 11 Wen interessiert Arsenal …?

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  12. @11
    Völlige Zustimmung
    Angsthasen Heimfussball und Sturheit von Glaner bis zuletzt. Fehleinschätzung nach den Glücks- und Duselspielen im Dezember, auch in der Euro Liga viel Glück beim Weiterkommen gehabt (nicht In Barcelona)
    Beide Glasner und Krösche müssen deutlichsten hinterfragt werden
    Ein einfaches weiter so darf es nicht geben

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  13. 11. manu69: Oh man…Ich hoffe inständig du denkst nicht wirklich, dass wir gegen Arsenal spielen!?

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  14. @ 9 11 und 13: Vollkommen bei euch.

    Org.-Ton Glasner: „Das 2:2 geht in Ordnung“

    Man mag solche Aussagen kaum glauben.

    Aber geht schon o.k. bei dem Hampelmann.

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