Die EIntracht macht sich Sorgen um Jesús Vallejo.
Die Eintracht macht sich Sorgen um Jesús Vallejo.

Beobachter des heutigen Trainings konnten sich davon überzeugen, dass die zuletzt so anspruchsvollen Übungseinheiten von den Spielern ganz unterschiedlich verarbeitet werden. Während Akteure wie Alexander Meier, Stefan Aigner und auch Mijat Gacinovic die Strapazen überraschend gut wegzustecken scheinen, gehen einige, vor allem jüngere Spieler, derzeit auf dem Zahnfleisch. Nachdem Neuzugang Taleb Tawatha sich bereits seit seinem Wechsel zur SGE mit Waden- und muskulären Problemen herumschlagen muss, hat es nun auch Jesús Vallejo erwischt. Der 19-jährige Innenverteidiger verletzte sich am Oberschenkel und musste das Training abbrechen.

Eintracht-Trainer Niko Kovac hatte am Rande der Übungseinheit eine Erklärung für den Ausfall des jungen Iberers: „Jesus hat noch eine alte Verletzung aus Spanien mitgebracht, und die brach nun wieder auf. Wichtig ist, dass nichts kaputt gegangen ist. Wahrscheinlich ist es nicht richtig verheilt, das ist ärgerlich. Er hat ein gutes Gefühl gehabt, mit den Ärzten gesprochen, und es sei auch alles okay gewesen. Eventuell war es etwas leichtsinnig von ihm, was ich aber auch verstehen kann, er ist neu hier und wollte sich beweisen. Ich hoffe einfach, dass es nicht länger dauert, als es sein muss.

Auch die Verletzungsanfälligkeit und Umstellungsprobleme von Tawatha kamen für Kovac offenbar nicht überraschend: „Es ist alles neu hier, kulturell, essenstechnisch. Das kann man nun auch nicht erwarten, dass das so schnell geht.

Der Coach gab auch einen Einblick in seine Trainingssteuerung und -dosierung: „Die Woche war jetzt nicht so intensiv, wie in den zwei Wochen davor. Die Pausen in den Einheiten waren auch länger, damit die Spieler wirklich runterkommen.“ Interessant sind Hinweise von Kovac, mit welchen methodischen Überlegungen er und sein Team die Spieler für die neue Spielzeit vorbereiten wollen: „Das ist wie im Spiel, immer wieder mit kurzen Intervallen. Denn es gibt ja die Brutto- und Netto-Spielzeit bei einem Bundesligaspiel. So liegt die Netto-Spielzeit bei 50-55 Minuten, bei Borussia Dortmund oder Bayern München sogar bei 60 Minuten.“ Auch im heutigen Training wurde wieder deutlich, dass die Spieler unter ständiger wissenschaftlicher Beobachtung stehen. Vor und nach intensiven Läufen werden Blutproben entnommen, um den individuellen Fitnesszustand ermitteln zu können. Spürbar mit den Belastungen der Übungseinheiten und den Folgen seines verletzungsbedingten Trainingsrückstands zu kämpfen hat Johannes Flum, der sich erst mühsam an die Mannschaft heranarbeiten muss.

Das Ende des Freitagtrainings bedeutet für die Spieler aber kein Wochenende, da am Samstag das Testspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden auf dem Programm steht. Große Belastungen werden auf das Team aber nicht zukommen, so Kovac: „Morgen früh ist nur Taktik und Vorbereitung aufs Spiel im Training angesagt. Es wird morgen Vormittag relativ geschmeidig. Wir werden in Wiesbaden mit zwei verschiedenen Mannschaften pro Halbzeit spielen und etwas durchprobieren.“

Eine gute Nachricht gibt es hingegen aus England. Der Wechsel von Guillermo Varela von Manchester United zu Eintracht Frankfurt scheint in trockenen Tüchern zu sein. Der Uruguayer soll für ein Jahr ausgeliehen werden; die SGE habe sich – so der „kicker“ – zudem eine Kaufoption gesichert. Der Transfer wurde bislang zwar weder von Seiten der Eintracht noch von „ManU“ bestätigt, allerdings präsentierte sich der Abwehrspieler auf seiner Facebook-Seite bereits mit einem SGE-Trikot in der Hand, sodass davon auszugehen ist, dass alsbald Vollzug gemeldet werden kann.

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5 Kommentare

  1. Schade , dass Halilovic nicht zu uns kommt. Die 5 mio die der HIV gezahlt hat sind schon ein Schnäppchen…(ohne genaue Vertragsdetails zu kennen) Finde ihn von den Anlagen im direkten Vergleich zu Fabian wesentlich attraktiver. Aber was solls, bisher bin ich mit den Transfers zufrieden.

  2. Wie konnte er den Medizin Check schaffen? Wird da nicht nach „alten“ Verletzungen gefragt?

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