Fünf Titel bei acht Final-Teilnahmen. Frankfurt ist eine Pokal-Mannschaft

Nach einer überragenden Vorstellung und einem 3:1-Sieg über RB Leipzig steht Eintracht Frankfurt im Viertelfinale des DFB-Pokals. Zwei Runden müssten die Adlerträger also nich überstehen um erneut die Endspiel-Luft in Berlin riechen zu dürfen. In der nächsten Runde warten die krisengebeutelten Bremer. Nicht unrealistisch also, dass Frankfurt nach 2017 und 2018 auch in 2020 wieder das nationale Pokal-Endspiel bestreiten darf, sofern es der Fußballgott will.

Nicht zu bestreiten ist auch die Tatsache, dass die Hessen diesem Wettbewerb eine besondere Bedeutung beimessen. In acht Finalteilnahmen konnte man sich insgesamt fünf Mal den begehrten Pokal sichern. Nur Werder Bremen (sechs Mal) und Bayern München (19-Mal) waren in der Vergangenheit erfolgreicher. Kein Wunder also, dass die SGE im DFB-Pokal eine lange und äußerst erfolgreiche Zeit vorzuweisen hat.

In der Ewigen Tabelle des DFB-Pokals kann man die Erfolgs-Bilanz und die gesteigerte Wichtigkeit des Wettbewerbs ebenfalls erkennen. So liegt die Eintracht im nationalen Vergleich auf Platz 6. Wenn man für jeden Sieg wie in der Meisterschaft drei Punkte und für jedes Spiel, das mindestens in die Verlängerung ging einen Punkt notieren würde, dann hätte der Klub aktuell 380 Punkte gesammelt. Und damit liegt man einen Platz vor Borussia Dortmund, die in der Ewigen Tabelle bei 368 Punkten stehen. Doch Obacht: Auch wenn in der Hansestadt Bremen der Motor aktuell stottert, auch an der Weser wird dem Pokal eine besondere Wichtigkeit zugeschrieben. Platz 3 und 485 Punkten stehen aktuell zu Buche. Auf Platz 1 steht selbstverständlich Rekord-Pokalsieger Bayern München mit 610 Punkten und auf Platz 2 Schalke 04 mit 507 Punkten.

Verein Spiele S U V Punkte
1. Bayern München 258 195 25 38 610
2. Schalke 04 247 161 24 62 507
3. Werder Bremen 235 153 26 56 485
4. VfB Stuttgart 205 127 18 60 399
5. 1. FC Köln 201 124 24 53 396
6. Eintracht Frankfurt 196 121 17 58 380
7. Borussia Dortmund 189 116 20 53 368
8. Borussia M’Gladbach
180 112 23 45 359
12. Hertha BSC 175 96 21 58 309
13. Fortuna Düsseldorf 159 97 15 47 306
14. Bayer Leverkusen 144 89 16 39 283
21. VfL Wolfsburg 108 57 15 36 186
24. SC Freiburg 106 57 9 40 180
31. FSV Mainz 05 87 38 11 38 125
34. FC Augsburg 66 34 5 27 107
40. TSG Hoffenheim 45 27 1 17 82
56. Union Berlin 35 17 3 15 54
62. SC Paderborn 38 13 5 20 44
65. RB Leipzig 20 12 2 6 38
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8 Kommentare

  1. In der BuLi finde ich das mit der ewigen Tabelle interessante und schätze es wert, das öfter mal zu beleuchten und sich auch daran zu erfreuen. Im Pokal sehe ich das irgendwie nicht so. Das sind KO-Spiele. Da kommt es auf das Jahr und den Tag. Mir ist es jedenfalls egal, ganz im Gegensatz zur ewigen BuLi-Tabelle, die wirklich was über Tradition aussagt.

    Klar jetzt erstmal auf Dortmund schauen. Aber dann gegen Bremen wird das auf keinen Fall ein Selbstläufer, auch wenn wir in der Tabelle vor denen stehen. Vielleicht gerade deswegen nicht…

  2. Zu 1:
    Eintracht hat Hausrecht. Die WLAN-Entscheidung kann ich nachvollziehen. Meine Kinder haben während des Fernsehens auch Handy-Verbot…

    Zum Thema Umbau: gab es oder gibt es bis jetzt irgendwelche belastbaren Aussagen darüber, was aus den DK-Inhabern im Oberrang (z. B. ich) wird? Nur Angebot über Tausch (Sitzer/Steher)? Oder Sitzer, aber woanders (z. B Gegentribüne)?

  3. Ich finde Statistiken alles andere als uninteressant – weswegen ich hier auch am liebsten die posts von braumer lese… 😉 Jedenfalls belastbarer als 90 % der Transfer-Fakews. Auf geht’s, Platz vier ist in Reichweite: Mit dem Pokalsieg haben wir K und S in Schlagdistanz!

  4. @3. sge1899:
    „Belastbare Aussagen“ liegen dazu konkret noch keine vor, gleichwohl liegen hierzu schon Pläne und Entwürfe in den Schubladen der Fachbereiche.
    Erfahre ich hierzu mehr, was noch nicht der breiten Öffentlichkeit zugänglich ist, werde ich gegebenenfalls darüber informieren.

  5. Es wäre vertraglich interessant, ob man überhaupt einen Anspruch hat. Die „Enteignung“ wäre hart, aber wenn der Platz nicht mehr zur Verfügung steht hat man rein rechtlich vermutlich Pech. Er gilt ja immer nur für eine Saison und so wie man selbst die DK kündigen kann, könnte es vermutlich auch Eintracht Frankfurt?
    Dennoch wird sicherlich an einer vertretbaren Lösung gearbeitet, auch wenn dem höheren Ziel (Kapazität erhöhen und mehr Tickets zu sozial verträglichen Preisen) persönliche Schicksale unterzuordnen sind.

    Gruß SCOPE

  6. Eins ist klar: Kostic kann man sich abschminken. Der ist nicht haltbar und mich freut es für ihn, dass seine Karriere nochmal richtig Fahrt aufnimmt. Früher war Effizienz ja ein Fremdwort. Jetzt stehen für ihn auch gute Zahlen auf dem Zettel. 30 Mio. sind gemessen an den Europapreisen ein Witz! Klar, 100 Mio kann man nicht erwarten, aber durchaus soviel wie für Jovic (also ca. 60 Mio). Beschriebene Pedraza ist für mich keine Option. Ein bißchen U21 gekicke für Spanien und Bankdrückeramt… Kommt nicht in Frage. Klar ist ohnehin: Man muss einen Spieler finden, der ähnliche Eigenschaften mitbringt, wie Kostic. Der also auch mal den Ball im Konter halten kann und starke Flanken schlägt. Viel Spaß beim Suchen, Fredi und Bruno. Wir werden unser Spiel leider wieder komplett neu erfinden müssen. Ache, der neue Stürmer hat uns ja schon 6 Monate vor seiner Vereinszugehörigkeit als „Durchgangsstation“ bezeichnet. Ist leider der Fall und so bibbert man jede Saison.

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