Brachten es zusammen auf 312 Spiele und 147 Tore für die Eintracht: Anthony Yeboah und Bum Kun Cha (Foto: Heiko Rhode)

Jürgen Grabowski, Bernd Hölzenbein, Charly Körbel: An fantastischen Fußballern mangelt es in der langjährigen Geschichte von Eintracht Frankfurt definitiv nicht. Zu dieser Gruppe gehören auch ein paar Legionäre aus dem Ausland, die mit ihren Leistungen den Fans auf den Rängen oft den Atem verschlagen haben. Tatsächlich haben sich einige davon zu echten Vereinsikonen entwickelt, die auch heutzutage in Frankfurt gefeiert werden oder an die man gern zurück denkt. Wer sind eigentlich die erfolgreichsten ausländischen Fußballer in der Geschichte der SGE? Wir haben uns in den Geschichtsbüchern umgeschaut!

Cha, Yeboah und andere Knipser

Kompakte Defensive, ein hoher Ballbesitz, viele Chancen: Das ist ja alles schön und gut, aber ohne erzielte Tore kann man beim Fußball einfach nicht erfolgreich sein. Was die Torgefährlichkeit betrifft, können sich ausländische Spieler in der SGE-Geschichte auf ganzer Linie sehen lassen. An dieser Stelle gilt es primär den Ghanaer Anthony „Tony“ Yeboah zu erwähnen, der zwischen 1990 und 1995 insgesamt 156 Spiele für die Adler bestritten hat. Der ehemalige Stürmer galt als eine echte Tormaschine, da er während seiner Zeit in Frankfurt 89 Tore erzielte (0,57 pro Spiel; Bestwert in der Vereinsgeschichte). Seine hohe Effizienz vor den gegnerischen Toren brachte ihm zwei Titel des Bundesliga-Torschützenkönigs (1993 und 1994) sowie einige andere prestigevolle individuelle Auszeichnungen.

Die SGE hatte allerdings auch in den Jahren zuvor einen fantastischen ausländischen Stürmer in ihren Reihen. Dabei handelt es sich um den legendären Südkoreaner Bum-Kun Cha, der in seinen vier Jahren als Adler (von 1979 bis 1983) in 156 Pflichtspielen für 58 Tore sorgte. Zusammen mit ein paar anderen Vereinsikonen war Cha Teil des sagenumwobenen Teams der Adler, das sich im Jahr 1980 den Titel im UEFA-Pokal sicherte. Zusätzlich dazu war er auch im Trikot der Nationalmannschaft äußerst torgefährlich. Den besten Beweis dafür liefert die Tatsache, dass er mit 58 Toren noch immer der Rekordtorschütze der Nationalmannschaft Südkoreas ist.

Bezüglich der jüngeren Vergangenheit darf man selbstverständlich auch Ioannis Amanatidis nicht vergessen. Der griechische Torjäger spielte von 2005 bis 2011 fast 160 Mal für die SGE und erzielte dabei 49 Tore in allen Wettbewerben. Für Titel reichte es jedoch nicht, da er das DFB-Pokal-Finale 2006 gegen Bayern München verlor.

Fast 300 Einsätze für Makoto Hasebe

Obwohl Oka Nikolov (415) mehr Spiele für die SGE als Makoto Hasebe machte, haben wir ihn aufgrund seiner doppelten Staatsbürgerschaft in dieser Liste nicht in Erwägung gezogen. Der Japaner ist somit mit fast 300 Einsätzen (aktuell 294) der Rekordspieler in dieser Kategorie. Der defensive Mittelfeldspieler gehört seit 2014 zu den Leistungsträgern der Adler. Wer auf dem Desktop tippen oder unterwegs Wetten festlegen möchte, muss wissen, dass der jetzt 39-jährige Hasebe auch in dieser Saison das Trikot der SGE trägt. Tatsächlich ist der japanische Mittelfeldmotor aktuell der älteste aktive Spieler in der deutschen Fußball-Bundesliga.

Der Titel des ausländischen Rekordspielers in den Reihen der Adler hat zuvor dem Österreicher Wilhelm Huberts gehört. Der Mittelfeldspieler war zwischen 1963 und 1970 Teil der SGE, wobei er 213 Einsätze (67 Tore) verzeichnete und im Jahr 1967 den Titel im UI-Cup gewann. In dieser Liste gilt es außerdem, unbedingt auch Daichi Kamada (179 Spiele) und Filip Kostic (172 Spiele) zu erwähnen. Obwohl beide nicht länger für die SGE spielen, werden sie aufgrund ihrer Leistungen und Erfolge sicherlich für immer einen Platz in den Geschichtsbüchern der Adler haben.

Andere überragende Legionäre

Die oben genannten Spieler sind noch lange nicht die einzigen Legionäre, die tiefe Spuren in der Geschichte der Adler hinterlassen haben. Etwas ältere Fans erinnern sich beispielsweise sicherlich noch immer an den Nigerianer Jay-Jay Okocha, der mit seinen Tricks und zahlreichen Traumtoren eine wahre Fußball-Legende wurde. Zudem gilt es auch Fußballer wie Istvan Sztani (75 Spiele / 31 Tore), Lukas Hradecky (116/0) oder Ante Rebic (100/25) zu erwähnen, die einen großen Teil ihrer Karrieren in den Reihen des Traditionsvereins aus Frankfurt am Main verbracht und dabei dem Verein zu einigen großen Erfolgen verholfen haben.

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19 Kommentare

  1. Vlt ein alternativer Weg an die Kohle für den Relaunch zu kommen, weil die Spendenaktion nicht so gut läuft.

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  2. Freunde, wie kann man nur Bruno Pezzey nicht erwähnen ?
    Der beste Verteidiger den die Eintracht je hatte.
    Nur die Gnade der zu späten Geburt der Redakteure kann das etwas entschuldigen.

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  3. Jürgen Grabowski und doppelte Staatsbürgerschaft ?????
    Seit wann denn !!!
    Liebe Redaktion was soll das ?
    Bitte recherchieren und die Quelle angeben !
    Grabi war Wiesbadener, ein Hessen Bub durch und durch.
    Welche doppelte Staatsbürgerschaft hatte er denn. Oka Nikolov ja, aber Grabi…..

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  4. @Redaktion:
    Was soll diese Text-Link-Werbung in die Schweiz? (Link-Bulding für Google-Rankings oder allgemeine Werbung?!)
    Plumper geht es ja gar nicht, der Zusammenhang absoluter NonSense.
    Wenn man schon auf so etwas zurückgreifen möchte, neben der ganzen anderen überfrachteten Werbung, dann doch bitte mit Sinn und Verstand. Andernfalls wird das ein krasser Qualitätsverlust dieser Seite.

    Würde schon fast sagen, dass das ein Hacker war, so amateurhaft wie dieser gesetzt wurde 😉 Sorry, aber das musste ich in dieser Form einmal loswerden…

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  5. @8 MotorcityAdler

    Es tut uns leid, dass du dich von der „ganzen überfrachteten Werbung“ gestört fühlst. Dass dich dann ein solcher Link so dermaßen in Rage bringt, ist absolut bedauerlich. Erst recht, wenn der Rest des Artikels sich eben doch komplett um die Eintracht dreht. Ja, verdammt, das war echt amateurhaft von uns.

    Wir hoffen, dass dich dieser „NonSense“ nicht weiterhin davon abhält, jegliche kostenlose Inhalte sowas von dermaßen kostenfrei weiterhin zu nutzen.

    Ich könnte es wirklich verstehen. Wenn hier jeder Artikel mit Werbelinks und Unterverlinkungen zugeknallt wäre, zusätzlich Click-Bait-Artikel als Topmeldungen zwischen den eigentlichen Meldungen eingebaut werden würden und man obendrein dafür noch Geld bezahlt. ABER: Das ist nicht der Fall.

    Die Erwartungshaltung für kostenlose redaktionelle Inhalte ist teilweise wirklich erschreckend und bringt uns in der kompletten Redaktion nur zum Kopfschütteln. Was meinst du, wie sich der ganze Kram hier finanziert? Die Kosten für Personal, Berater, Server, Webseite, Weiterentwicklung etc. werden leider nicht durch die Luft ausgeglichen – die Leser müssen ja nix dafür bezahlen. Sorry, aber das musste ich jetzt mal in der Form loswerden.

    BTW: Bist du denn schon bei den Unterstützern dabei? Aus Datenschutzgründen überlasse ich dir die Antwort.

    Danke und Grüße
    André

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  6. Also der link ist klar als Werbung erkennbar. Ich klicke sowas einfach nicht an. Find ich nicht nötig, gibt es doch sonst hier bislang auch nicht? Aber gut…
    Der Grabi mit doppelter Staatsbürgerschaft interessiert mich mehr. Wie viele Spiele hatte Abraham? Es fallen einem bestimmt noch mehr ein….

    Anmerkung der Redaktion:
    Uns ist natürlich bekannt, dass Grabowski in Wiesbaden geboren und deutscher A-Nationalspieler war. Es lag jedoch wohl eine doppelte Staatsbürgerschaft vor. Dies gibt bspw. auch transfermarkt.de an. Sollte diese Info falsch sein, würden wir es natürlich korrigieren.

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  7. @9. André Eichhorn, ok der Kommentar von @8. MotorcityAdler liest sich schon ziemlich scharf, ich teile aber seine Ansicht, dass dass mindestens sehr komisch rüber kommt. Bin beim lesen auch voll dran hängen geblieben. Klar kann ich das ignorieren und mich auch dran gewöhnen, aber inhaltlich passt das halt überhaupt nicht. Muss das echt so mitten da rein? Ist das neu, kommt das jetzt überall? Mir gefällt das auch überhaupt nicht. Werbung an anderen Stellen ist doch schon da und nur dass es woanders noch schlimmer ist, macht das nicht besser. Muss mich darüber jetzt ja nicht echauffieren aber fragwürdig finde ich Platzierung und Stil schon. Zum Kopfschütteln ist der Kommentar von @8. MotorcityAdler nun auch wieder nicht. Dieses neue Phänomen taucht hier durchaus unvermittelt auf und hat sofort mehrere Fragen in der Leserschaft aufgeworfen. Deine Reaktion ist auch etwas dünnhäutig. Nun ja, aber wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es auch heraus. Das überlasse ich mal euch 😉

    Hat nichts mit meinen sonstigen Besuchen dieser Seite zu tun und ich bin immernoch Fan von euch und habe mit einer Spende bereits unterstützt. Und wie es aussieht werde ich meinen Beitrag auch nochmal verdoppeln, wenn die Tage keine neue Fahrt in die Spendenaktion kommt.

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  8. @11 rob:
    Kritik ist absolut in Ordnung und darf auch vorgetragen werden. Wir haben schon oft bewiesen, dass wir damit umgehen können und eigentlich auch in der passenden Weise darauf reagieren.

    Aber du hast es richtig geschrieben: Auf die Art kommt es an. Und aus dem Grund ist meine Antwort absichtlich mal dunnhäutig mit der entsprechenden Ironie ausgefallen. Denn irgendwann haben ich/wir dann auch mal genug und müssen uns nicht alles gefallen lassen – gerade, ja gerade, wenn hier alles kostenlos konsumiert wird. Dann hat eben auch mal die Diplomatie ein Ende – und es ist nicht das erste Mal, dass er entsprechende Forderungen spitzfindig in Bezug auf die Werbung gestellt hat. Insofern ist nicht nur die Art, sondern damit einhergehend auch der Inhalt auf Grund dieser Historie zum Kopfschütteln. 😉

    Es wird auf keinen Fall hier Dauerzustand werden, das kann ich auf jeden Fall sagen. Daher kein Grund zur Sorge. 🙂

    Wir sind daher mega dankbar über jeden, der sich an der Crowdfunding-Kampagne beteiligt und auf diese Weise etwas für (jahre-)langes kostenfreies Lesen zurückgibt. Wie schon mehrere geschrieben haben: Sei es im Stadion, wo oft sehr viel Geld gelassen wird oder für die verschiedenen Pay-TV-Angebote. Ja auch für lebensnotwendige Dinge, wie Strom, Gas, Wasser muss bezahlt werden. Aber für Texte im Internet gilt dies aus Sicht vieler leider nicht – doch irgendwer muss diese auch verfassen und am Ende seine lebensnotwendigen Dinge bezahlen können. Dies sollten viele andere, die sich leider noch nicht zu den Unterstützern zählen, mal reflektieren.

    Wenn ich mir ein Buch kaufe und darin steht Mist, kann ich es entsprechend rezensieren. Wenn ich im Restaurant fürs Essen bezahle, das mir überhaupt nicht geschmeckt hat, kann ich mich darüber beklagen. Wenn ich ein Fernseher kaufe, bei dem mir mehr Funktionen versprochen wurden, als er am Ende hat, kann ich es reklamieren. Wenn ich etwas geschenkt bekomme, bin ich dankbar und kann ggf. konstruktive Kritik dazu abgeben – aber keinesfalls fordernd oder gar ausfallend werden. Denn auch hier gilt irgendwie das Prinzip „einem geschenkten Gaul…“ – nicht wahr? Und genau das ist der Grund, weshalb wir dann auch mit dem Kopf schütteln, um es an der Stelle noch mal abzuschließen. 😉

    Und falls es noch nicht geschehen ist: Danke dir für die bisherige Unterstützung und dass du weitere angekündigt hast! 😀

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  9. @9 und @12
    Ich kann im post von @8 nichts beleidigendes oder überzogenes erkennen, was
    DEINE mehr als dünnhäutige Reaktion rechtfertigt.
    Ausserdem habt ihr echte Legenden unterschlagen wie z. B.:
    Jusufi, Detari, Steppi und auch die Büffelherde bestand nicht nur
    aus Rebic, auch Haller und Jovic gehörten dazu und nicht zu vergessen
    Gacinovic der Held 2018 In Berlin…
    Noch eine paar gefällig? Silva, Zambrano…usw.

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  10. In dem Artikel wurde im Wesentlichen die Stürmer genannt. Leider sind da einige Nichtstürmer nicht erwähnt worden. Insgesamt wäre die Liste wohl ziemlich lang.

    Aber wenn man hier die erfolgreichsten Stürmer aufführt gehört auf jeden Fall auch Jörg Andersen dazu. Er war der erste Torschützenkönig der Eintracht in der Bundesliga und der erste ausländische Torschützenkönig der Bundesliga überhaupt.

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  11. @ Redaktion
    Das meint ihr aber nicht ernst, daß transfermarkt.de euere Quelle für Grabowskis angebliche doppelte Staatsbürgerschaft ist.
    Lächerlich, Leute !
    Grabowski hatte keine doppelte Staatsbürgerschaft, wie Podolski oder Klose.
    Dann fragt beim DFB nach oder bei der Eintracht.

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  12. 1944 in Wiesbaden geboren, da zweifele ich ein doppelte Staatsbürgerschaft aber auch mal an….

    Hinweis der Redaktion (auch an 17):
    Entschuldigt bitte, auch uns passiert mal ein Fehler. Wir haben es nun entsprechend korrigiert. Danke.

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