Hart im Nehmen: Frankfurts Martin Hinteregger kann austeilen und einstecken.

Wer Martin Hinteregger kennt, weiß ganz genau, dass der österreichische Innenverteidiger in Diensten von Eintracht Frankfurt keine Gefangenen macht. Der 26-Jährige ist hart im Nehmen, kann Einteilen und auch Einstecken. Dass er am Samstagnachmittag beim 2:1-Sieg auf Schalke nach 37 Minuten bereits ausgewechselt wurde, war vor allem der harten Gangart der Schalker zu verdanken. Entwarnung gab es nun aber zum Glück für die Hessen vom Defensivspieler selbst.

Mittelhandfraktur bei Hinteregger – Entwarnung für Donnerstag

Es lief die 25. Minute in der Veltins Arena, als Schalkes Suat Serdar beim Stand von 1:1 einen hohen Ball in Richtung Hinteregger von Weitem sah und mit vollem Anlauf, ohne jegliche Chance auf den Ball, in den Mann ging und diesen brutal umcheckte. Frankfurts Abwehrspieler rang nach Luft, ließ sich behandeln, biss auf die Zähne und musste zwölf Minuten Später dennoch vom Platz. „Es war ein hartes Foul an ihm“, analysierte Adi Hütter nach dem Spiel. Serdar war mit der gelben Karte gut bedient. Schwindelanfälle und Atemnot waren allerdings bei Hinteregger die Folge. Entsprechend musste Hütter reagieren und brachte Evan N’Dicka. „Ich wusste, dass wir mit Evan einen mindestens gleichwertigen Ersatz auf der Bank hatten. Deswegen musste ich raus“, so Hinteregger am Sonntagmittag auf „EintrachtTV“

Kehren auch Rode, Haller und Gacinovic zurück?

Neben einer Kehlkopf- und Brustkorbprellung aus dem Zweikampf mit Serdar zog sich der Winterneuzugang allerdings auch in der 20. Minute in einem Zweikampf mit Breel Embolo einen Bruch des Mittelhandknochens zu. „So richtig gemerkt habe ich das gar nicht“, musste der robuste Defensivmann schmunzeln. Hart im Nehmen ist er eben. Entwarnung gab es aber trotz der Fraktur im Hinblick auf das Europa League-Viertelfinale am Donnerstagabend (21 Uhr) bei Benfica Lissabon: „Heute geht es mir aber wieder gut und ich denke, dass bis Donnerstag alles wieder in Ordnung ist.“ So leicht bringt einen Hinteregger eben nichts aus der Spur. Und auch sein Trainer sieht die aktuell angespannte Personalsituation entspannt: „Ich bin nicht der, der jammert. Ich konzentriere mich auf die, die da sind, fit sind und spielen müssen.“ Hoffnung habe er dennoch, dass neben Hinteregger auch Sebastian Rode, Sébastien Haller und Mijat Gacinovic beim Kracher in Portugal wieder mit an Bord sein können.

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25 Kommentare

  1. Serdar hätte meiner Meinung nach schon nach dem asozialen Foul an Hinti vom Platz gehört. Ganz schlechte Leistung vom Schiedsrichtergespann. Das kann auch der berechtigte Elfer in der 99. Minute nicht beschönigen.

  2. MH ein fanatastischer kompletter Spieler. Timing, Konzentration, Auge, Technik, Ruhe, Fairness vor allem, sensationell dass er in unserer Mannschaft spielt. Ich bin richtig Fan von MH. Klasse auch sein 50 m Versuch. Nuebel beinahe auf falschem Fuss erwischt. Und was der Serdar gemacht hat ist fuer mich dunkelgelb wenn nicht gar glattes Rot gewesen. Allein deshalb haben sie das spaete Gegentor verdient gehabt. Der Stevens haette besser mal dazu was sagen sollen, anstatt ueber den klaren Elfmeter noch zu motzen. Unten durch bei mir, der ganze Haufen, eine Schande dieses Einsteigen in mehreren Situationen. Ich will hier mal was sagen! Es gibt einige Spieler, die dreistellig in der Bundesliga oder z. B. Serie A aufgelaufen sind, beeindruckende Erfolge errungen haben, aber nie eine rote Karte gesehen haben. Weil sie KLASSE mitgebracht haben. Davon ist diese blau weisse Truppe ganz weit entfernt inkl. ihres Trainers. Und unser Adi, der hat KLASSE und das uebertraegt er auch auf unser Team. Gute Besserung MH!

  3. Bremen liegt 0:1 zurueck. Gladbach muss verlieren. Waere optimal. Ich hoff Bremen biegt das noch um. Waere fuer uns top.

  4. unentschieden ist das Top Ergebnis für uns in allen Belangen. Sieht man sich die folgenden und letzten 6 Spiele an, so ist die Chance und das aktuelle Polster so gross wie nie zuvor . Gladbach spielt gegen die Pillen , wenn wir in Wolfsburg spielen und am letzten Spieltag gegen Dortmund wenn wir nach München müssen . Wenn wir in Leverkusen spielen muss Gladbach gegen Hoffe ran. Sofern wir nächste Woche die durchaus realistischen 3 Punkte gegen Augsburg holen und selbiges gegen Hertha und Mainz ist uns eigentlich die CL fast nicht mehr zu nehmen. ……Kühlen Kopf bewahren, konstant so weiter machen und wir krönen diese überragende Saison.

  5. Mein wunschergebnis Gladbach-Werder.
    Nun könnten wir auch mal zur Not eins verlieren, was ich mir natürlich nicht wünsche. In der Bl nun Augsburg schlagen.,und dann einen Punkt
    bei den Pillen.
    Aber vorher in Lissabon eine Glanzleistung bringen,damit wir weiterhin die glücklichsten Menschen auf Erden sind.

  6. 1. Schon richtig, dass mehrere Schalker Aktionen absolut überhart waren. Aber ich finde, man sollte jetzt auch nicht zu sehr ins Lamentieren geraten. Die sind akut abstiegsgefährdet und derzeit spielerisch limitiert. Wenn die Fans in dieser Situation etwas erwarten können, dann beinharten Einsatz – kennen wir glaube ich auch aus der Vergangenheit. Am Ende gab es ja dann auch noch den berechtigten Platzverweis.

    2. Die Hoffnungen In Bezug auf das Spiel Gladbach gegen Bremen heute geben für mich Aufschluss darüber, welche Erwartungen man mittlerweile hegt. Lieber ein Sieg des potentiellen Champions League-Konkurrenten (Gladbach) oder des Euro-League-Konkurrenten (Bremen)? Über das Ergebnis kann man so oder so froh sein!

    Für mich ist – bei aller Magie, die natürlich von der Champions League ausgeht – die Frage keineswegs 100 % eindeutig, denn ich sehe auch viele Risiken in Bezug auf eine Champions League Teilnahme. Würde ich es trotzdem vorziehen und feiern? Klar. Wichtig ist nur, dass sich nicht langsam eine Erwartungshaltung einschleicht, die dann für Enttäuschung sorgt, wenn es nicht ganz klappt. Europa-League in der nächsten Saison müsste genauso euphorisch gefeiert werden wie dieses! Eine gewisse Demut und Bescheidenheit in dieser Frage sind doch erst Voraussetzungen dafür, dass die Europa-League in diesem Jahr so gefeiert wird und deswegen auch so erfolgreich verläuft. Das darf man sich nicht kaputt machen durch zu viel Träumerei.

    3. Die unter dem letzten Artikel anklingende Diskussion um den Vergleich Hinteregger und N’Dicka finde ich durchaus interessant. Beide sind wirklich extrem starke Spieler und ich freue mich, dass wir beide in unseren Reihen haben. Man kann sie unter Umständen nur begrenzt miteinander vergleichen, weil sie eben tatsächlich auch unterschiedliche Spielertypen sind. Fest steht, dass Hinteregger sicher der auffälligere der beiden ist. Vieles löst er spektakulärer, er spielt auch mit mehr Risiko und schaltet sich nach vorne ein. Gerade bei Letzterem würde ich mir von N’Dicka manchmal schon etwas mehr wünschen, ich glaube nämlich, dass er die Anlagen dazu absolut hat. Er hat auch ein wahnsinnig feines Füßchen. Dass N’Dicka manchmal etwas unauffälliger daher kommt, ist aber die eigentliche Überraschung. Denn trotz seines so jungen Alters ist er vielfach schon so abgeklärt, zB mit seinem Stellungsspiel, dass er gefährliche Situationen quasi vor Entstehung verhindert.

    In diesem Zusammenhang: Findet sich denn hier jemand mit medizinischem Sachverstand, der einzuschätzen vermag, inwiefern Hintereggers Blessuren ihn im Falle eines Einsatzes beeinträchtigen werden?

    4. Ich wahr sehr überrascht, dass Jovic den Elfmeter als Stellvertreter Hallers schoss. Nach der Winterpause dachte ich, dass Rebic dieses Job übernimmt. Bei einem der Testspiele hat er ja geschossen und verwandelt – ich weiß allerdings nicht, ob Jovic da gerade auf dem Platz stand. So oder so wären die drei dann schon mal Schützen bei einem Elfmeterschießen, was uns ja durchaus auch noch blühen könnte. Schön, dass sie alle so einen guten Job machen 🙂

  7. das Gladbach gegen Bremen Federn gelassen hat war nun obendrein die Kirsche auf der Sahnetorte!

  8. Was bei Hinti besonders bemerkenswert ist, er kann auch mit rechts ganz gut passen und schiessen. Oczipka damals musste immer wieder abdrehen, weil sein rechter Fuss wohl nur zum Stehen geeignet ist. Hinti kann links, rechts oder zentral eingesetzt werden – ihn unbedingt fest verpflichten! Jovic ist gestern im Spiel ziemlich angehaucht, man sieht, dass Haller ihm sonst mehr Freiräume schafft, alleine durchs Ball halten.

    Noch was lustiges aus der FR (Ballhorn):

    31. Minute:

    Köln: „Klarer Elfer, Sascha.“

    Stegemann: „Sehe ich auch.“

    Köln: „Dann pfeif halt.“

    Stegemann: „Wer schießt denn bei Frankfurt die Elfer?“

    Köln: „Haller.“

    Stegemann: „Hm. Der fehlt doch.“

    Köln: „Stimmt.“

    Stegemann: „Doof. Was sollen wir denn jetzt machen?“

    Köln: „Äh … Elfmeter pfeifen, Sascha?!“

    Stegemann: „Aber wenn die keinen haben, der ihn schießt?“

    Köln: „Äh, Moment, die haben doch noch … hallo?“

    Stegemann: „Kann man nix machen. Over and out.“

    Köln: „Halt! Sascha? Sascha? Hörst du?“

    97. Minute:

    Stegemann: „Ja? Hier Stegemann“

    „Gibt Elfer, Sascha. Und hör genau zu: JEMAND ANDERES SCHIESST. Es geht auch ohne Haller!“

    „Ach so.“

  9. @12. hessecgn

    Respekt. Da gehört schon einiges dazu in der aktuellen Situation noch ein Haar in der Suppe zu finden.

    Ich genieße einfach die verbleibenden 11 Spiele:-)

    Zu Hinterergger – Top-Mann und Top-Verpflichtung. Unbedingt fest verpflichten!

  10. Ihrgenwie läuft’s. Jetzt freue ich mich auf Donnerstag. Könnt ruhig so weiter gehen.

  11. eben im Heimspiel das Interview mit Adi geschaut? Der hat Klasse, mein lieber Mann. Einfach stark, realistisch sachlich kritisch und ebenso positiv und entgegensehend. Das kommt nicht von ungefaehr wie sich die Mannschaft von Spiel zu Spiel praesentiert. Allein diese Serie nun. Unfassbar geil fuer alle, die die Eintracht durch alle Taeler hindurch begleitet haben und die die vielen schwierigen Phasen mitgelitten haben. Sollte es gelingen Platz vier zu halten waere es fuer mich mehr als nur eine Sensation.

  12. Nicht erst seit heute spielen andere für uns. Das geht doch die ganze Zeit schon so, aber gewinnen sollte man trotzdem weiter wenn es geht. Nicht schlampig werden. Wie eng es werden kann hat man bei Schalke schon gesehen, es reichen keine 20 Minuten guter Fussball, bzw. nicht immer!

    So jetzt das Augenmerk auf die nächste grosse Aufgabe mindestens 1 Tor, damit wir uns auf ein super Heimspiel freuen können.

  13. Ein weiterer Pluspunkt ist auch, dass Gladbach sich intern nicht grün ist, der Trainer nur noch bis Sommer da ist und von der Führung keine Rückendeckung hat. Also konzentriert bleiben und die Punkte einsammeln, dann kommen die nicht mehr ran.

    Gruß SCOPE

  14. Puh, jetzt fängt das große Rechnen an. Das ist mir eigentlich zuwider, aber ich kann mich dem auch schwer entziehen. Die CL wäre schon super wichtig, jetzt, da sich die Gelegenheit bietet. Dabei geht es in erster Linie um Geld. Geld, mit dem man die Leihspieler halten könnte. Das sind ja bereits über 20 Mio Startgeld. Fakt ist aber auch, dass es wirklich knapp werden wird in Bezug auf Verletzungen. Die Gegner spielen schon extrem hart gegen unsere Leute, einige sind angeknockt und jetzt kommen dicke 10 Tage. Das wird noch dramatisch werden.

  15. So viel i h weiß sind es 15,3 mille Startgeld Plus 20 Millionen Tv Gelder.Ist aber auch schon ein dicker Brocken. Nicht zu vergessen das wir in der laufenden EL auch schon 27 Millionen eingenommen haben.
    Einfach nur weiter siegen bei unseren Lauf.
    Ich hoffe das in den nächsten zwei Spielen gegen Benfica unser Ex Spieler
    Seferovic seinen Spitznamen..Chancentot..alle Ehren macht.Er hat ja dort einen guten Lauf. Hoffe das sein Eintrachttrauma wieder da ist wenn er gegen uns spielt.

  16. 1. Hinti Army 4ever!!

    2. Die Rechnereien finde ich müßig – auch wenn ich in Mathe besser war als in Sport. Da es bei den Eintracht-Spielern umgekehrt sein sollte, mache ich mir aber keine Sorgen 😉
    Wenn’s am Ende doch nicht mit der CL klappt, müsste eigentlich jeder Eintrachtler enttäuscht sein, was in meinen Augen nicht nur normal sondern auch angemessen ist. Denn wegen des potenziellen Gefühls des enttäuscht Seins aktuell nicht auf die wirklich mögliche CL-Teilnahme zu hoffen, das kann’s doch auch nicht sein – nur um dann vielleicht sagen zu können „Ich hab’s ja gleich gesagt“.
    Die Chancen stehen so gut, dass es dumm wäre, nicht alles dafür zu geben, sie zu nutzen.

  17. Ja, die Spieler und Trainer etc. sollten dann erst mal enttäuscht sein, falls es mit CL nicht klappt. Unter den jetzigen Umständen denke ich, darf man das so sagen. Insgesamt aber sollten die Spieler etc. nach 1-2 Wochen nach Saisonende auch mal einen Moment Leerlauf einschalten, reflektieren und dann realisieren, was sie trotzdem erreicht haben, und das dann mitnehmen in die nächste Saison.

    Wir Fans sollten maximal 1-2 Tage enttäuscht sein!! Unser Zeithorizont mit der Eintracht umfasst Jahrzehnte, und da bin ich höchst zufrieden.

  18. Es geht um Angst, und die ist menschlich. Wie die Angst der Braut/des Bräutigams am Tag der Hochzeit. Nicht die Angst, ermordet zu werden, sondern die Angst, dass der Tag nicht 100% perfekt wird.

    Und diese Angst ist positiv, um Steven Pressfield (The War Of Art) heranzuziehen. „Je mehr Angst Du vor etwas hast, desto mehr willst Du es. Und desto konsequenter musst Du darauf zulaufen“.

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