Der Zusammenhalt im Frankfurter Team könnte im Saisonfinale zum großen Trumpf für die Eintracht werden. (Foto: imago Images/DeFodi)

Die Sperre von Gelson Fernandes hat ihn beim VfL Wolfsburg in die Startelf gespült. Erster Startelfeinsatz für Lucas Torró seit dem 19. Oktober des vergangenen Jahres. Ein halbes Jahr hat der Spanier nach seiner Schambeinentzündung gebraucht, um wieder für die Eintracht aufzulaufen. Nun könnte er im Endspurt der Saison für die Frankfurter zu einem wichtigen Faktor werden.

Schwieriger Switch von Lissabon auf Wolfsburg – Torrós Startelfcomeback

Europa League-Luft schnupperte der 24-jährige Mittelfeldmann bereits vergangenen Donnerstag beim Heimspiel gegen Benfica Lissabon. Ein ganz besonderes, spektakuläres und geschichtsträchtiges Spiel, in dem Torró kurz vor Schluss zur Sicherung des 2:0-Vorsprungs eingewechselt worden war. Entsprechend schwierig aber sollte für ihn und das Team der Switch zum Bundesligaalltag in Wolfsburg werden. „Donnerstag war die ganze Stimmung vorher anders und im Laufe des Spieles hat sie sich potenziert. Der Fußball ist aber ein Tagesgeschäft, Donnerstag ist vorüber, das mussten wir parken und den Betrieb in der Liga aufnehmen. An einem Montagabend. Das waren schwierige Bedingungen.“ Doch das müsse man als Profi „ausblenden. Da muss man drüber stehen und trotzdem seine Leistung bringen.“ Das tat Torró. Vor allem seine Kopfballstärke im Mittelfeld tat der Mannschaft, die kaum ins Spiel fand, sichtlich gut.

Zu drei Punkten reichte seine Leistung am Ende allerdings nicht. „Wir wussten, wie schwer es werden würde. Ein Spiel, wo man in die Falle hätte laufen können. Sie kämpfen auch um Europa.“ Viel Kampf und teilweise auch viel Krampf lautete das Motto. „Wir haben das Ergebnis fast bis zum Ende gehalten. Der Sieg war zum Greifen nahe. Am Ende ist es schade, dass wir das Tor noch kassieren. Ein leistungsgerechtes Ergebnis. Wir haben nicht die drei Punkte eingefahren, aber trotz der vielen Spiele, Belastungen, hat die Mannschaft gezeigt, dass sie bis zum Ende kämpfen kann.“ Ärgerlich vor allem der späte Gegentreffer, der viele Nachlässigkeiten in der Defensive und im Spiel gegen den Ball offenbarte. „Da siehst du blöd aus. So ist das nun mal, das gehört zum Fußball dazu. Das muss man abstellen und verbessern, damit sowas nicht nochmal passiert.“

Weiterhin alles in der eigenen Hand – „Möglichst viel wegkratzen, um die Champions League klarzumachen!“

Will die Eintracht am Ende der Saison tatsächlich den vierten Tabellenplatz erfolgreich verteidigen und sich in der Folge für die Königsklasse qualifizieren, wird sie das auch müssen. „Wir müssen weiter kämpfen. Das ist alternativlos. Es sind noch vier Ligaspiele.“ Gerade die Heimspiele gegen Hertha BSC Berlin am kommenden Samstag (15:30 Uhr) und gegen den FSV Mainz 05 am 12. Mai (18:00 Uhr) müsse man gewinnen. „Aber das Gute ist, dass wir bestimmen, wo es lang geht. Wir versuchen, die zwei Heimspiele für uns zu entscheiden und dann möglichst viel wegkratzen, mitnehmen, was auswärts noch geht, um die Champions League klarzumachen.“ Vor allem das kommende Heimspiel soll dabei als Schlüsselspiel fungieren. Vor eigenem Publikum wolle man auch in der Liga wieder in die Erfolgsspur zurückfinden und weiter Selbstvertrauen tanken für die letzten Aufgaben. Zeit zum Regenerieren hat das Team von Adi Hütter in dieser Woche immerhin ungewohnt viel nach zuletzt zwei englischen Wochen in Folge. „Die Liga, die Plätze sind hart umkämpft. Das wird immer in den letzten vier, fünf Spielen entschieden. Wichtig ist, dass wir uns dort gut präsentieren, mit der nötigen Frische.“

Persönliche Befindlichkeiten müssen hintenanstehen

Die zumindest bringt Torró mit, der klarmacht, dass ihm nach der langen, für ihn sehr schmerzhaften Verletzungspause, noch der Spielrhythmus fehlt. Vor seiner Verletzung hatte sich der Sommerneuzugang ins Team gekämpft und die Europa League-Saison für die Eintracht mit seinem wichtigen Tor in Marseille eröffnet. Doch den Rhythmus, das Leistungsniveau bekommt ein Profi eben nur durch Spiele zurück. Persönliche Befindlichkeiten stellt Torró aber im Saisonendspurt hinten an: „Es sind nur noch wenige Spiele und ich möchte die Zeit nutzen. Aber am Ende zählt nur der mannschaftliche Erfolg. Da gilt: Einer für alle, alle für einen!“ Um am Ende doch den großen Traum von der Champions League zu realisieren. Ob über die Liga oder den Europapokalsieg ist da fast einerlei. „Wir kämpfen, sind dran und versuchen uns in irgendeiner Form zu qualifizieren für die Champions League. Daran arbeiten wir mit Nachdruck.“

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51 Kommentare

  1. Die 4,5 Mio per Anno hat er sich mehr als verdient. Dennoch wette ich keine 20 Euronen darauf, dass er nächste Saison noch bei uns kickt.

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