Im Rahmen ihrer Japan-Tour traf die SGE auf die Urawa Red Diamonds. (Bild: EFC Calimeros Aschaffenburg)

Neue Freundschaften schließen und Werbung für die Bundesliga machen – das sind die Ziele der SGE auf ihrer Japan-Tour, die sie in dieser Woche angetreten ist. Im Rahmen der Tour bestritt die Eintracht am Mittwochmittag (Frankfurter Zeit) ohne die WM-Fahrer ein Freundschaftsspiel gegen die Urawa Red Diamonds, der ersten Profi-Station von Makoto Hasebe. Vor einem lautstarken Publikum setzte Chef-Trainer Oliver Glasner zunächst auf eine Mischung aus Reservisten und jungen Nachwuchstalenten, die in dieser Konstellation noch nie auf dem Platz standen. Entsprechend war immer wieder zu sehen, dass die Abstimmungen zwischen den Spielern nicht stimmten; außerdem wirkten die Adlerträger müde und zuweilen unkonzentriert. Die Red Diamonds hingegen zeigten ihre gute Form und wollten sich dem Europa-League-Sieger im heimischen Stadion sichtlich beweisen.

Folgerichtig gingen die Japaner in der 19. Spielminute in Führung: Nach einem unglücklichen Ballverlust durch ein Ausrutscher setzten die Red Diamonds zum Konter an und Kasper Aalund Junker zog eiskalt ab – 1:0. Acht Spielminuten später war es erneut Junker, der auf 2:0 für die Gastgeber erhöhte. Ersatztorhüter Diant Ramaj sah beim Gegentreffer alles andere als gut aus. Die Eintracht indes tat sich weiterhin schwer, wenig gelang.

Anschlusstreffer durch den 16-jährigen Alaoui

Für die zweite Hälfte mischte Glasner mächtig durch, brachte unter anderem Jens Grahl im Tor für Ramaj. Aus der Startelf durften lediglich Faride Alidou und Timothy Chandler weiter machen. Und zunächst sah es auch so aus, als würde die SGE besser als der Gegner in die zweite Spielhälfte finden: Nach einer Ecke kam der Ball nach wenigen Spielstationen vor die Füße des erst 16-jährigen Anas Alaoui, der einen Fernschuss wagte – und in der 47. Minute zum 1:2-Anschlusstreffer aus Sicht der Eintracht traf. Doch die Red Diamonds blieben dran und konnten in der 50. Spielminute den alten Abstand wiederherstellen: Im Elfmeter-Raum agierte die Frankfurter Defensive viel zu passiv; Alexander Scholz musste aus kurzer Distanz nur noch den Ball in das Tor schießen. Kurz bevor der Coach Alidou und Chandler nach 64 gespielten Minuten eine Pause gab und Aurelio Buta sowie Christopher Lenz brachte, hatte die SGE Glück im Unglück, da den Red Diamonds nach einem gefährlichen Pass vor den Kasten von Grahl nur wenige Zentimeter zum 4:1 fehlten.

Großer Applaus für die Einwechslung von Hasebe

Insgesamt war in Halbzeit 2 im Frankfurter Spiel mehr Struktur und Zugriff auf das Spiel zu sehen, die Eintracht bot offensiv deutlich mehr an. Ein großer Höhepunkt des Spiels war vor allem aber die Einwechslung von Makoto Hasebe, der in der 74. Spielminute für Noah Fenyö auf das Spielfeld geschickt wurde. Sowohl die zahlreich vor Ort unterstützenden SGE-Fans als auch die Anhänger von Urawa spendeten dem japanischen Nationalidol Standing Ovations. Doch auch „Hase“ konnte den vierten Treffer für seinen Ex-Klub nicht mehr verhindern: Matsui Yusuke nutzte in der 77. Spielminute einen Fehler von Tuta zum 4:1 für die Red Diamonds aus. Eine hochkarätige Chance drei Minuten später konnte die SGE dank einer starken Rettungsaktion des japanischen Torhüters zunächst nicht nutzen. Die SGE setzte jedoch direkt nach und erzielte durch einen Kopfball von Jungprofi Nacho Ferri das 2:4 aus Frankfurter Sicht. Bei diesem Spielstand blieb es auch nach mehr als 90 gespielten Minuten – ein unter dem Strich leistungsgerechtes Ergebnis.

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14 Kommentare

  1. Ich, voller Erwartung eines Barcelonas 2.0 vor der Glotze in voller Montur…. Und was bekomme ich? Nun ja, um es vorsichtig auszudrücken: nicht viel.
    Das war ganz harte Kost und die Eintracht kann froh sein, dass es nur 4 Gegentore gegeben hat und der Artikel oben ist schon sehr positiv geschrieben. Aber wisst ihr was?

    Alles total egal. Mit diesem Eintracht-Jahr hat sogar dieses Spiel Spaß gemacht!
    Also Jungs: ruht euch aus, genießt das Land und das zweite Spiel und gut ist (vielleicht könnt ihr ja einen weiteren Kamada mitbringen?)!

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  2. @2: Wie um alles in der Welt kamst du auf die Idee dass das Barcelona 2.0 und ein ernstzunehmendes Spiel wird

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  3. Ergebnis zweitrangig! Wichtig war und ist mal die jungen Spunde gesehen zu haben und sie näher an die Profis heran zu führen.
    @1… Ja ich muss sagen vielleicht kann man den einen oder anderen von den flinken schnellen Japanern bei uns gebrauchen.
    Wünsche an dieser Stelle allen Usern hier und allen die den Adler im Herzen tragen im Voraus schöne Advents und Weihnachtstage. Auf Wiederlesen dann im Neuen Jahr und bleibt alle gesund!

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  4. Falls ihr was zum lesen braucht:

    Bei der faz gibt’s ein großartiges Interview mit Krösche, samt Fragen zum Binnenverhältnis mit Glasner und Zusammenarbeit mit Manga..

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  5. @2
    Das war doch mit einem Augenzwinkern zu lesen und zu interpretieren… 😉

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  6. Ich war überrascht, wie einzelne der jungen Spieler sich präsentiert haben. Hier kommen interessante Spieler nach. Immer die SGE

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  7. Tja Begoni, das findet jetzt nicht jeder lustig 🙂
    Sorry nächstes mal bin ich wieder ernsthaft

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  8. Gibt vielleicht einen Hinweis auf Mittwoch, wenn die Söhne Nippons unsere Stehgeiger auseinandernehmen.

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  9. Jedenfalls gehen in Japan mehr Leute zu einem Freundschaftsspiel als „Fans“ bei so manchem niedersächsischen Verein zur Championsleague kommen.

    Gruß SCOPE

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  10. An diejenigen die es gucken konnten: Wie war Onguene gestern? Etwas stärker als während der desolaten Auftritte in der Sommervorbereitung?

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