Für die kommenden beiden Spiele wird die Eintracht erneut auf ein volles Stadion verzichten müssen. (Foto: Heiko Rhode)

Eintracht beantragt Teil-Zulassung für 40.000: Die zuletzt angestiegenen Infektionszahlen mit dem Coronavirus haben jetzt auch Einfluss auf die kommenden beiden Spiele im Frankfurter Waldstadion. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, habe die Eintracht für die Spiele in der Europa League gegen Antwerpen (25. November) und in der Bundesliga gegen Union Berlin (28. November) lediglich die Zulassung von 40.000 Zuschauern beantragt – und das unter 3G-Plus-Bedingungen. Unter dem „3G-Plus“-Modell können Geimpfte, Genesene und maximal zehn Prozent der Gesamtzuschauer als Getestete ins Stadion. Während Kinder und Jugendliche Antigen-Schnelltests oder das Schultest-Heft vorzeigen dürfen, benötigen alle erwachsenen Stadionbesucher ab 18 Jahren einen PCR-Test. Wie die „Bild“ weiter berichtet, plane die Eintracht für das Spiel gegen Berlin mit Stehplätzen – ob das Frankfurter Gesundheitsamt jedoch das enge Zusammenstehen in der Nordwestkurve genehmigt, bleibe abzuwarten. Zuletzt hatte die SGE wieder alle Plätze im Stadion anbieten dürfen, blieb jedoch auf einigen Karten sitzen. 

„Fußballgott“ als Aushängeschild: Für Frankfurts Ikone Alexander Meier, liebevoll von den Fans als „Fußballgott“ verehrt, hat der Vereine eine neue Aufgabe gefunden. Zukünftig soll er als Markenbotschafter agieren und den Klub nach außen vertreten. Er steht damit in einer Reihe unter anderem mit Jürgen Grabowski, Karl-Heinz „Charly“ Körbel oder Uli Stein. Meier freut sich über die Ehre, die ihm zuteil wurde: „Als die Anfrage des Vorstands kam, ob ich mir diese Funktion vorstellen könne, musste ich nicht zweimal überlegen, zumal ich die Eintracht ohnehin leidenschaftlich gerne in jedem Bereich unterstütze. Es macht mich stolz, dass mich so viele Menschen als Gesicht und Person mit Eintracht Frankfurt in Verbindung bringen.“ Der 38-jährige ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig spielte 14 Jahre für die SGE und unterstützt außerdem als Co-Trainer die U17 im Nachwuchsleistungszentrum.

Köpke glaubt an Trapp und die SGE: Andreas Köple, ehemaliger Nationaltorhüter und Torwarttrainer der deutschen Nationalmannschaft, glaubt trotz des eher schwachen Saisonstarts an die Frankfurter Eintracht. Das sagte er der „Bild“. Dies liege auch an den zuletzt starken Leistungen von Kevin Trapp: „Ich glaube nicht, dass Eintracht dauerhaft gegen den Abstieg spielt, wenn Kevin weiterhin so gut hält. Die Eintracht hat auch zu gute Spieler. Mit dem neuen Trainer muss sich das erst mal finden. Sie sind jetzt wieder gefestigter. Sie werden frühzeitig da unten rauskommen und vielleicht noch die Euro-League-Plätze angreifen.“ Auch Trapp selbst sieht er im Kampf um Platz drei im deutschen Tor in guter Position und gegen Arsenal-Keeper Bernd Leno nicht chancenlos: „Es geht nur um Nuancen, manchmal auch um das Bauchgefühl. Bernd spielt im Moment nicht, was für ihn ein Nachteil ist. Aber das ist alles bei den beiden ein Niveau. Es ist immer bitter gewesen, einem zu sagen, dass er nicht nominiert ist.“

Kritik an Touré: Eintracht-Coach Oliver Glasner hat die Auswechselung von Almamy Touré in der Schlussphase des Spiels in Fürth erklärt. Der Franzose wurde erst zur Halbzeit eingewechselt, musste in der 89. Minute aber wieder Platz machen, für ihn kam Timothy Chandler in die Partie. Glasner erklärte, dass der Wechsel keine Verletzungsgründe gehabt habe: „Ich erwarte von ihm ein Stück weit mehr in der Defensive als er es hier gezeigt hat.“ Die Fürther kamen immer wieder über die rechte Seite der SGE durch, daher habe er den US-Amerikaner Chandler eingewechselt.

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Ziel Champions League: Trotz des jüngsten Rückschlags gegen den VfL Wolfsburg haben Eintracht Frankfurts Frauen-Bundesligateam weiter hohe Ambitionen. „Wir haben ein junges Team, einen guten Trainer. Wir wollen schon sehen, dass wir in Richtung Champions League kommen“, sagte Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche im Sport1-Doppelpass. „Frauenfußball ist für uns extrem wichtig. Wir haben viel vor“, erwiderte er auf die Frage von Almuth Schult, Nationaltorhüterin und Aushängeschild beim Ligarivalen VfL Wolfsburg.

14 Nationalspieler unterwegs: Gleich 14 Nationalspieler sind nach dem Duell mit Greuther Fürth auf Länderspielreise. Martin Hinteregger und Stefan Ilsanker (Österreich), Rafael Santos Borré (Kolumbien), Kristijan Jakic (Kroatien), Daichi Kamada (Japan), Aymen Barkok (Marokko), Jens Petter Hauge (Norwegen), Ajdin Hrustic (Australien), Djibril Sow (Schweiz), Filip Kostic (Serbien) und Kevin Trapp (Deutschland) absolvieren A-Länderspiele. Für Jesper Lindström geht es zu Dänemarks U21, Diant Ramaj reist zur deutschen U20-Auswahl, Fabio Blanco zu Spaniens U19.

Hasebe und Rode im Training geschont: Während viele Adlerträger mit ihren Nationalmannschaften unterwegs sind (siehe vorheriger Absatz), kann Trainer Oliver Glasner immerhin mit einem Dutzend Spielern in Frankfurt üben. Mit dabei waren auch wieder die beiden Nachwuchsspieler Fabio Blanco und Enrique Herrero García. Hingegen wurden Makoto Hasebe und Sebastian Rode geschont – beide absolvierten ein individuelles Programm im Kraftraum. Während für Mittwoch und Donnerstag Einheiten vorgesehen sind, hat Glasner den Spielern von Freitag bis Montag freigegeben.

Frauen-Bundesliga terminiert: Zwei weitere Flutlichtspiele dürfen die Eintracht Frankfurt Frauen bis zum Jahresende austragen. Das ergab die exakte Terminierung der Spieltage zehn bis zwölf durch den Deutschen Fußball-Bund. Das letzte Heimspiel in 2021 bestreiten die Hessinnen am Freitag, den 3. Dezember, um 18 Uhr gegen Turbine Potsdam. Eine Woche später gastiert die SGE sonntags zum Hinrundenabschluss ebenfalls um 18 Uhr bei Werder Bremen. Noch vor Weihnachten beginnt für die Frauen die Rückrunde: am Sonntag, den 19. Dezember, um 13 Uhr beim SC Sand. Danach ist bis Anfang Februar Winterpause. Hier findet ihr den kompletten Spielplan der Adlerträgerinnen.

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24 Kommentare

  1. Vielleicht sollte noch ergänzt werden, dass linkstragende Rechtshänder mit vor 2004 erworbenem Angelschein und Geschichte-Leistungskurs nicht auf die 10 Prozent der Gesamtzuschauer angerechnet werden. Dafür genügt eine Kopie des Schulzeugnisses und eine schriftliche Bestätigung der unteren Wasserbehörde.

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  2. Besser wäre es bei den nächsten Heimspielen die 3 Punkte Regel einzuführen

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  3. Trotz einer Vollauslastungserlaubnis waren zuletzt gegen Leipzig nur 41000 da. Was ändert sich denn? Wenn die wieder alle kommen, dürfte ein psychologisches „und damit ausverkauft“ nachgeschoben werden.

    Gruß SCOPE

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  4. @SCOPE: Gegen Leipzig waren es nicht 41000 sondern nur 31000 Zuschauer, da gab es leider große Lücken im Waldstadion.

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  5. Bei mir würde er so gut wie nie spielen, aber einem Sensibelchen wie Tourè die Höchststrafe zu erteilen, halte ich nicht für richtig, dass kann man mit gestandenen Männern machen. OG hätte ihn nach dem Spiel zusammenfalten können ohne ihn pressewirksam in der Öffentlichkeit brandmarken zu müssen. Übrigens würden wir über diese Auswechslung(en) ganz anders diskutieren, wenn es beim 1:1 geblieben wäre (ja, ja Fahrradkette).

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  6. Das mit toure finde ich auch bitter, ich habe ihn besser als durm gesehen, was in dem Spiel nichts heisst.
    Der junge hat fehlende spielpraxis bitte etwas Rücksicht.
    OGs Stil ist allerdings auch Kante zu zeigen….

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  7. Ich vermute mal gegen Antwerpen kommen ggfs. die 40.000 gegen Union dann nur 25.000.
    Würden unsere Selbstdarsteller mal wieder ins Stadion kommen sähe es diesbezüglich sicher besser aus.

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  8. @7
    Du hast irgendwie immer eine, na wie formuliere ich es jetzt, (sagen wir mal) sehr spezielle Sicht auf die Dinge.
    Warst du in deinem vorherigen Leben vielleicht der ominöse NRW-Adler?
    Von dem habe ich hier schon länger nichts gelesen.

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  9. @8
    Du hast Toure besser als Durm gesehen, weil Toure eine schöne Technik hat und nach vorne gute Aktionen hat – aber der Typ macht nach hinten seine Scheiß Arbeit nicht. Und zwar schon immer. Mir geht das Messer in der Tasche auf, wenn ich sehe, in welchem Tempo Toure nach Ballverlusten nach hinten nachsetzt. Das kann und darf sich (nach Hintis Aussage) ein Kostic ab und zu Mal leisten, aber dass über unsere rechte Abwehrseite durch Fürth eine Angriff nach dem anderen lief, geht gar nicht. Zumal Tuta Hilfe braucht und noch nicht so Sattelfest wir Evan und Hinti ist.
    Durm ist halt klassischer Außenverteidiger. Von ihm sind gelungene Flankenläufe nur selten zu erwarten – da ist Toure sicherlich besser veranlagt. Bringt nur nix, wenn die Balance nicht stimmt.

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  10. @dr.Hammer,
    Gegen Leipzig sind 20.000 Dauerkarten Besitzer nicht ins Waldstadion gekommen. Über welche Selbstdarsteller spricht Du?
    Ich habe keine Lust bei diesen Zahlen wieder nur über die Ultras zu reden.
    20.000 von 31.000 Dauerkarten Besitzer. Ist das Liebe zum Verein, egal welche Liga? Oder Eventpublikum? Wo ist da der 12.Mann?
    Forza SGE!

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  11. Toure war schon gegen Leipzig eine Zumutung. Durm dagegen ist mit Leidenschaft in die 2 Kämpfe gegangen. Toure´s Einstellung ist eine Frechheit

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  12. Glaser hat aber selbst eingeschränkt und mildernde Umstände für Toure angeführt. Er war 2021 für sieben Monate verletzt, wie KANN der dann Konstanz anmelden ? Das geht nicht. Und rausgenommen habe ich ihn, weil ich mir defensiv mehr erwartet habe, daher den alten Haudegen Chandler.

    Das ist keine Schelle für Toure, vielleicht nicht mal ein Klaps. Wir betrachten das ein wenig anders, weil wir Toure schon länger kennen. Wir wissen, dass er ein Kopfproblem hat, das nichts mit 7 Monaten Verletzung zu tun hat. Es gibt viele Spieler, die viel können, aber der Kopf nicht mitkommt, so wie Mijat damals.

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  13. Dieter gibt es dafür belegbare Fakten? Ich „kenne“ diese Zahlen nur aus der Bild. Tatsächlich glaube ich keinesfalls daran, dass von 31.000 DK nur 11.000 im Stadion waren. Aber sei es drum, ich weiss du versuchst Eintracht unter den Fans zu verbreiten und damit hast du ja auch recht. Ich verstehe jeden, der derzeit vielleicht nicht ins Stadion gehen will aus Respekt vor Corona. Ich weiss auch, der mäßige Besuch war sicher auch den mittelmäßigen (hüstel) Leistungen der Mannschaft geschuldet. Den Rest verstehe ich nicht und werde ich auch nicht akzeptieren. Das die Eintracht als AG und Verein alles versucht, Vollauslastung und unpersonalisierte Blanco Tickets (für die Blockkontrolle), und trotzdem die Mannschaft hängen gelassen wird verzeihe ich den einschlägigen Fangruppen keinesfalls. Für mich derzeit nur noch Selbstdarsteller.

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  14. @11 Durm hat mindestens 2 oder 3 eklatante Fehlpässe aus dem letzten Drittel in die Mitte gespielt. Das war extremst grausam.

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  15. Wir haben halt seit 3 Jahren ein Problem auf rechts. Durm ist ja auch nicht ohne Grund ausgewechselt worden. Jeder Pass nach vorne war ein Fehlpass. Da Costas Vertrag läuft aus. Chandler weiß das er nur 3. Mann ist auf rechts. Bleiben Durm und Toure. Wenn man einen neuen holen will wird man erst einen von beiden abgeben. Durm wird keinen besseren Vertrag bekommen, deshalb denke ich das Toure verkauft wird. Aber kauft den auch einer? Wenn nicht werden wir auch keinen neuen holen

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  16. @Dr. Hammer,
    Die ^Zahlen sind höchst persönlich von Axel Hellmann im Interview mit Bild Tv nach dem Leipzig Spiel .

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  17. @17
    hast Du evtl. die Spielminuten zu Durms Fehlpässen ? Ich würde mir das gerne mal ansehen, wie seine Nebenleute agiert haben und wie seine Optionen waren

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  18. Almamy Toure ist in Wirklichkeit Oliver Occean.
    Beide etwa gleich stark.
    Wie schrieb ich schon des öfteren :Jedes Spiel wo Toure rumirrt,gibt es ein durch ihn verschuldetes Gegentor !
    Besserung schon seit Jahren nicht in Sicht!

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  19. @21
    Ist natürlich nicht belegbar, aber man könnte auch sagen, dass immer wenn Durm mitspielt wir ein Tor weniger machen weil unsere Rechte Seite tot ist. 🙂

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  20. @22
    Und genau diesen Entscheidungskonflikt sieht man Woche für Woche bei Glasner. Und mir geht es ähnlich. Stellt man Barkok, Kamada, Borre oder Toure auf rechts, hat man eine gewisse Torgefahr nach vorne, aber dann ist hinten offen wie ein Scheunentor (kein Problem, wenn ein Silva 3 Tore pro Spiel macht). Stellt man Durm auf, ist man rechts dicht, aber nach vorne geht so gut wie gar nix, wenn die Außenbahn einfach besetzt ist (in der Viererkette sehe ich Durm auch offensiv besser, da hat er gewisse Abläufe besser verinnerlicht). Bei Chandler und Danny greift man aktuell völlig in die Wundertüte, meistens aber auch im Stellungsspiel und in der Rückwärtsbewegung überfordert = Scheunentor + Abspielfehler. Von den genannten Alternativen hat mir bisher Borre am besten rechts gefallen. Der hat zwar auch gewisse Schwächen nach hinten und man beraubt ihn gewisser Stärken nach vorne, aber da passiert wenigsten ein bisschen was. Alles in allem scheint das 343 (oder wegen mir 3421) im Moment das passende System mit dem Pferdefuß, dass die rechte Seite so gaaaanz schwach besetzt ist. Und wenn dann Kamada noch seinen Lalelu-Tag hat …

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  21. Spannende Diskussionen über unsere Rechte Seite. Im System mit der 3/5 er Kette ist die Balance zwischen Defensive und Offensive immer eine Herausforderung. Das können auch einfach nicht viele Spieler. Dazu braucht man einen sehr sicheren IV dahinter. Mit Abraham ging das. Vorallem sein Tempo war hier auch entscheidend. Tuta fehlt es (noch?) an Erfahrung und Geschwindigkeit um große Schnitzer vor ihm zu retten.

    Links ist Kostic so gut, dass jeder gerne akzeptiert, dass mal was durchkommt. Rechts sind wir das nicht gewöhnt und es fehlt natürlich auch die Offensivleistung um das zu kompensieren.

    Im Endeffekt habe ich zwei Thesen:

    1. Gegen gewisse Gegner bietet sich einfach ein 4-2-3-1 mehr an. Dann haben unsere Außenspieler eine Absicherung. Personell ist das System natürlich aktuell schwierig, ohne Lenz gar unmöglich.

    2. Wir brauchen einen qualitativen Rechtsverteidiger. Blöd wenn man 4 Spieler auf der Position hat und dann noch Sympathieträger wie Chandler und Da Costa, aber das ändert nichts an den Sachverhalt, dass hier die Leistung nicht stimmt.

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