Die Eintracht sucht nach einem Platz für ihr neues Geschäftsgebäude. Die Stadt will nun helfen.
Die Eintracht sucht nach einem Platz für ihr neues Geschäftsgebäude. Die Stadt will nun helfen.

Stadt will Eintracht helfen: Die Stadt Frankfurt hat der SGE bei der Suche nach einer Fläche für eine neue Geschäftsstelle ihre Hilfe zugesichert. Der Sportdezernent der Stadt, Markus Frank, bestätigte dem „hr-sport“, dass bereits ein Architekturbüro mit diesem Sachverhalt beauftragt wurde. Nach dem Gegenwind von Ex-Tennisprofi Alex Waske, der auf dem von der Eintracht favorisierten Tennisgelände einen Elite-Tennisstützpunkt aufbauen will, betonte Frank, dass es das Ziel der Stadt sei, sowohl Tennis als auch die Eintracht am Stadion unterzubringen. Eine Entscheidung über mögliche Bauplätze soll schon im Dezember fallen. Für den CDU-Politiker ist die Hilfe für die Eintracht eine Selbstverständlichkeit, schließlich habe die SGE eine besondere Stellung in Frankfurt: „Die Eintracht ist unter den ersten drei, wenn es ums Image der Stadt geht.“

Tawatha nachnominiert: Eintracht-Linksverteidiger Taleb Tawatha wurde nachträglich zur israelischen Nationalmannschaft eingeladen. Der Israeli reiste heute ins Teamhotel des Nationalteams nach. Der Weltranglisten-79. spielt am Samstag in Elbasan gegen Albanien. Der 24-Jährige Abwehrmann bestritt bisher fünf Länderspiele, in denen er ein Tor vorbereiten konnte. Die Nominierung stieß bei Eintracht Coach Niko Kovac laut „kicker“ auf wenig Begeisterung: „Ich hätte ihn schon gerne hier gehabt, damit er mal 90 Minuten spielt.“ Auf der Reise soll Tawatha auch die Einreise in die Vereinigten Arabischen Emirate klären. Die SGE wird dort wieder ihr Wintertrainingslager antreten, die Einreise des Israeli ist aufgrund der Einreisebeamten allerdings oft schwierig. Lizenzspielleiter Rainer Falkenhain sieht der Problematik gegenüber der „Bild“ aber gelassen entgegen: „Taleb ist jetzt zum Länderspiel in Israel, um das zu klären. Nächste Woche besprechen wir alles. Ich bin da entspannt.“

Diack und Zorba unterstützen die „Bolzplatzliga“: Die beiden U19-Spieler Ahmed Diack (17) und Furkan Zorba (18) sind Paten der Frankfurter „Bolzplatzliga“ geworden, die vom Sportkreis Frankfurt ins Leben gerufen wurde. In einem Interview mit der „FNP“ äußert sich Zorba, der vor kurzem einen Profivertrag bei der SGE unterschrieben hat, begeistert von seiner neuen Aufgabe: „Jeder fängt mal klein an. Auch ich habe früher auf der Straße und auf Bolzplätzen gekickt. Das ist bei den Jungs jetzt auch so. Ich finde es super, dass sie mit der Bolzplatzliga eben eine eigene Liga haben, um gegeneinander spielen zu können. Beeindruckt hat mich auch, dass da Schiedsrichter aus den eigenen Reihen im Einsatz sind und für Fairness sorgen.“ Auch Diack musste nicht lange überredet werden, um sich zu engagieren: „Mir ist das ganz leicht gefallen. Ich habe ja in Afrika selbst auf der Straße gespielt. Wenn ich Vorbild für die Jungs sein kann, tue ich das sehr gerne.“

Vorverkauf für Rückrunde startet: Am 22. November startet der Vorverkauf für die Eintracht-Heimspiele der Rückrunde. Wie immer haben Mitglieder der SGE für alle Spiele ein Vorkaufsrecht. Am besagten 22. November startet der Vorverkauf für das Spiel gegen den SV Darmstadt, am 6. und 13. Dezember dann für weitere Spiele, zum Beispiel für die Partien gegen Borussia Mönchengladbach und den Hamburger SV. Genaue Informationen findet ihr hier.

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11 Kommentare

  1. „Die Eintracht ist unter den ersten drei, wenn es ums Image der Stadt geht.“

    Und die Nummer 1 in Sachen Stadionmiete…

    Heuchelei!

  2. Ja, angeblich soll die Angelegenheit bis Ende Dezember entschieden sein.
    Ich frage mich nur welchen Dezember vielleicht 2017-2018.
    Wenn sich das alles so hin zieht wie bei der Rennbahn ( die wurde auch Jahre nicht mehr genutzt ) und dann kamen sie alle aus den Löchern um quer zu schießen.
    Dann kann ich nur sagen gute Nacht.

  3. Wie soll denn die Hilfe konkret aussehen? Für Denkmodelle bin ich eher zu haben als für populistisches Geschwätz.

  4. Eine erste entscheidente Hilfe könnte die Reduzierung der Stadionmiete um min. die Hälfte sein. Damit wir mehr Geld zur Verfügung haben um in den Kader zu investieren. Das ist eine konkrete Maßnahme die sehr schnell durch einen vorzeitigen Anschlußvertrag verhandelt und umgesetzt werden kann.

  5. Elite-Tennisstützpunkt. Wozu braucht man den? Hat Tennis in Frankfurt Tradition, oder ist da eine neue Sportbewegung im Aufmarsch? Ich kann mich nur an gut besuchte Turniere in der Festhalle erinnern. Und das ist lange her. Das war´s, oder?
    Was macht die Stadt Frankfurt, wenn ein Murmelverein (z.B. MV Glasperlenspiel) einen Elite-Murmelstützpunkt in Frankfurt gründen will??? Eintracht Frankfurt Fußball first!!!

  6. So sehr der Fußball und bewegt, finde ich einen Ausgleich beider Interessen wichtig. Auch wenn es nur als eine Randsport erscheinen mag, sollte eine Lösung gefunden werden, die beiden Seiten nützt.

  7. @Hooliganverachter
    Auf den Tennisplätzen neben dem Waldstadion wurde früher (Jahre 92, 93 und 94) der Fed(eration) Cup gespielt. Schon ein eher großes Event.
    Das waren die Damen-Nationalmannschaften .. Praktisch der Davis-Cup für Frauen, allerdings waren da die 32 besten Nationalmannschaften, die sich teilweise vorher erstmal in Afrika, Europa, Asien etc qualifizieren mussten, vor Ort und spielten dann innerhalb ner Woche den Sieger aus. Inkl. Abstiegsspiele aus der ‚Weltgruppe‘ für die, die in der erste Runde scheiterten. Die anderen qualifizierten sich nach einem Sieg soweit ich weiß automatisch fürs nächste Jahr.
    Da waren alle Tennis-Größen bei den Damen am Start und das Event dauerte ne Woche, stets im Sommer, gut besucht. Geht dann praktisch los mit dem Kampf ums Achtelfinale, und wird dann tgl. bis zum Finale gespielt. Beim Endspiel (Deutschland-Spanien) 4000-5000 Zuschauer. Keine Ahnung wieviel es über die ganze Woche verteilt waren. Schätze 20-30.000, vielleicht auch mehr, Tennis boomte ja damals richtig.
    1992 gewannen den Titel bspw Steffi Graf und Anke Huber, falls dir die Namen was sagen. Die waren damals recht trendy 😉
    Fanden dementsprechend mehrere Spiele tgl. statt, für die man sich dann einzeln Karten besorgen musste. Das hat sich sicherlich gelohnt, so günstig waren die Karten nicht.

    Kann mich noch gut dran erinnern, weil ich da als Knirps Balljunge war.
    War gut bezahlt und die Klamotten und Gadgets konnte man auch behalten, war top!

    Damals war es besonders toll, dass man beim Stand von NEC Fotos machen konnte und das Foto dann direkt (nat. kostenlos) auf nem Schwarz-Weiss-Drucker in die Hand gedrückt bekam 😀 Ich hab das Foto, bzw den Labbe, noch hier rumhängen 🙂

    Ich muss schon sagen, dass die Anlage für dieses Event perfekt war. Aber keine Ahnung, wie die Nutzung im Rest des Jahres aussah. Aber damals war Tennis schon noch ein Massensport in Deutschland, war wegen Boris Becker, Michael Stich, Steffi Graf und Anke Huber ziemlich angesagt und hat auch Zuschauer gezogen. Das ist jetzt schon etwas anderes, zuschauertechn. ist das vglw. inzw. ziemlich low.

    Ich weiß, dass die Halle nebendran noch (zumindest Ende der 90er bis Mitte 2000) von Privatleuten zum Spielen benutzt wurde.

    Das ist eigentlich schon nen schickes Tennisgelände und ich muss sagen, dass es grundstzl. schwachsinnig ist alles einfach einzustampfen. Das eine muss das andere nicht ausschließen.
    Aber da brauchst du m.E. als Stadt und als Betreiber schon nen Masterplan mit mindestens einem fetten Profi-Turnier im Jahr, zstzl. noch mind. ein Jugendturnier o.ä.
    Genau sowas hat Waske ja im Sinn und seine Akademie hat auch international Ansehen.
    Der Stadt passte es ja auch nicht, dass das Gelände die ganze Zeit brach liegt und jetzt, wo das Angebot von Waske da ist, mit dem Vorstoß zu kommen, ist auch reichlich spät. Gelegenheit verpasst, würde ich sagen.
    Für die Stadt aber eine Top-Möglichkeit von Waske ordentlich was einzufordern .. das Konzept muss schon soo gut sein, dass sie nicht nein sagen können .. und der wird jetzt unter Druck sein, schnellstmöglich Nägel mit Köpfen zu machen.

    ‚Problem bei P9: Auf dieser Fläche parken bei Heimspielen die Gästefans, die von dort aufgrund der günstigen Lage zügig und ohne direkten Kontakt zu den heimischen Anhängern in den Block geleitet werden können. „Das ist für die Polizei sehr wichtig“, so Hellmann‘

    Das ist wohl das kleinere Problem, würde ich sagen. Ein neues Konzept für die Gästefans wird man wohl hinbekommen dürfen .. und wenn sie etwas weiter laufen müssen.

  8. @7 braumergarnetdrübberredde
    Du hast schon die richtigen Worte benutzt in deinem Statement für den Tennissport in Frankfurt wie waren, gewonnen, Damals. Das ist alles Vergangenheit und sollte der Zukunft der SGE nicht im Wege stehen. Anscheinend entscheidet die Stadt Frankfurt wie ein Unternehmen zu 100% provitorientiert und das ganze Geschwafel über Image der Stadt hat bei der Entscheidungsfindung kein Gewicht.

  9. @10
    „Anscheinend entscheidet die Stadt Frankfurt wie ein Unternehmen zu 100% profitorientiert“
    Da gebe ich dir teils recht:
    Markus Frank (CDU) seit 17.06.2011 Stadtrat, Dezernent für Wirtschaft, Sport, Sicherheit und Feuerwehr
    Der hat zuviele Jobs! Mit Wirtschaft alleine ist der in Frankfurt ausgelastet..oder er macht keinen guten Job.
    Sprich: Er muss Prioritäten setzen, und das kann nur 1. Wirtschaft 2. Sicherheit 3. Feuerwehr und Sport sein.
    Und das als gelernter KfZ-Meister omfg

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