Wasser statt Champagner: Die Eintracht steht nach dem Sieg über den VfB Stuttgart auf einem Champions League-Rang.

Im Stile einer Spitzenmannschaft. So lässt sich die Leistung der Frankfurter Eintracht beim 3:0-Heimerfolg gegen den VfB Stuttgart zusammenfassen. Mit dem Sieg stehen die Hessen nun auf dem vierten Tabellenplatz. Die Champions League ist sieben Spieltage vor Schluss zum Greifen nah. Die Chance auf den ganz großen Coup wohl einmalig. Entsprechend glücklich waren Spieler und Verantwortliche der SGE nach der Partie. Wir haben für euch die Stimmen zum Spiel zusammengetragen.

Sebastian Rode: „Nach einer Länderspielpause ist es immer schwierig, wenn man in ein Spiel als Favorit geht. Deswegen hatten auch wir heute am Anfang unsere Probleme. Aber je länger das Spiel ging, desto besser sind wir reingekommen und haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Die Stuttgarter haben für ihren Tabellenplatz erstaunlich gut gespielt. Sie wollten sich über viel Ballbesitz nach vorne kombinieren. Man muss dem VfB für seine Leistung Respekt zollen. Wir sind jetzt auf dem vierten Rang. Den wollen wir nicht mehr hergeben. Wir haben Blut geleckt und haben noch geile Spiele gegen Lissabon und in der Liga vor uns. Mal sehen, wie weit es uns trägt. Die Eintracht würde mit der Truppe, der Euphorie und den Fans im Rücken auf jeden Fall in die Champions League passen. Sie wäre auf alle Fälle eine Bereicherung. Aber bis dahin liegt noch viel harte Arbeit vor uns.“

Filip Kostic: „Es ist ein besonderer Tag für mich. Ich habe gegen meinen Ex-Verein zwei Tore gemacht. Es tut mir Leid, dass der VfB verloren hat. Aber für uns war es ein wichtiger Sieg. Das ist bisher die beste Phase in meiner Karriere. Diese Saison läuft es sehr gut. Wir sind ein starkes Team und haben viel Selbstbewusstsein. Der Trainer hat uns alle an der richtigen Stelle platziert. In Stuttgart hatte ich auch eine sehr gute Zeit. Der Klub verdient es, auch weiterhin in der Bundesliga zu bleiben.“

Gelson Fernandes: „Wir waren das ganze Spiel über besser, haben wieder zu null gespielt und verdient gewonnen. Stuttgart hat das gut gemacht, bei dem Lattentreffer haben wir Glück gehabt. Wenn Luka Jovic nach drei Minuten das 1:0 macht, hilft uns das natürlich. Wir waren sehr kompakt, haben taktisch besser gestanden und in der zweiten Halbzeit noch zwei Tore gemacht. Es ist schwer, nach einer Länderspielpause wieder ins Spiel reinzukommen, aber ich denke, der Sieg ist am Ende verdient. Wir haben jetzt 49 Punkte, genau so viele wie letztes Jahr. Jetzt müssen wir noch mehr Punkte holen weiter und Gas geben.“

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): „Stuttgart hat es uns in der ersten Hälfte sehr schwer gemacht. Unser Motor hat gestottert. Das 1:0 hat dann das Spiel auf den Kopf gestellt. In der zweiten Hälfte habe ich eine klar bessere Mannschaft gesehen. Vielleicht geht der Sieg etwas zu hoch aus. Aber wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, wieder zu Null gespielt. Ich bin sehr glücklich über diesen schweren Sieg heute. Jetzt ist jedes Spiel schwer. Es geht um die Platzierungen. Für uns war es wichtig, nachdem Gladbach uns die Tür aufgemacht hat, dass wir selbst zupacken. Die restlichen sieben Spiele werden aber keine einfachen. Träumen darf man immer, wir müssen versuchen jedes Spiel aktiv zu sein. Es war das 14. Spiel ohne Niederlage. Das freut mich sehr. Bis zum Schluss werden wir alles versuchen. Die Träumerei geht sicherlich weiter.

… zur Leistung von Filip Kostic: „Mich freut es, dass er mit den beiden Toren der Matchwinner war. Bis zum 1:0 war ich nicht sehr zufrieden mit ihm. Da habe ich wenig gesehen. Grundsätzlich ist er ein Spieler, der uns die ganze Saison über unglaublich viel Freude bereitet. Ich habe vom ersten Tag einen Superspieler gesehen mit einer Topeinstellung, sehr bescheiden. Er gibt seit Monaten alles für den Verein, reibt sich für das Team auf. Der Applaus bei seiner Auswechslung spricht Bände.“

… zur Auswechslung von Sebastién Haller: „Er musste auch aufgrund von Beschweren im Bauchmuskelbereich raus. Er hat damit schon länger zu kämpfen. Wenn er selbst sagt, dass er mal rausmöchte, dann ist was. Aber ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist.“

Markus Weinzierl (Trainer VfB Stuttgart): Wir haben eine gute erste Hälfte gespielt. Es gab einen Knackpunkt: Die 45. Minute. Da müssen wir mit 0:0 in die Halbzeit gehen. Es war von uns ein gutes engagiertes Spiel bis dahin. Die Eintracht ist aber im Kontern stark und genauso kam es dann. Wir waren im Rückstand und wurden ausgekontert. Da haben sie ihre ganze Klasse gezeigt. Wir haben uns viel vorgenommen, aber mit 0:3 ein Ergebnis erzielt, mit dem wir nicht zufrieden sind.“

Die Leistung der Spieler könnt ihr wie immer hier bewerten.

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2 Kommentare

  1. Ja, aber das glaube ich erst, wenn es so weit ist.

    Letztes Jahr waren wir an diesem Spieltag auch vierter und hatten auf den zweiten nur ein Spiel Abstand. Am Ende stand der 8. Platz in den Büchern. Also.. es ist nett. Aber mehr bisher auch nicht.

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