Nach dem desaströsen 0:6 bei RB Leipzig war Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Köln gefordert. Die heftige Pleite hatte viele Fragen aufgeworfen und den Druck auf die Mannschaft spürbar erhöht. Umso wichtiger war es, im eigenen Stadion eine Reaktion zu zeigen, die richtige Einstellung an den Tag zu legen und sich das Vertrauen der Fans zumindest ein Stück weit zurückzuholen. Mit dem knappen 1:0-Erfolg haben die Adlerträger zumindest ergebnistechnisch die passende Antwort geliefert. Doch nicht alles, was am Ende drei Punkte einbringt, ist automatisch überzeugend. Wie stabil präsentierte sich die Defensive? Wer übernahm Verantwortung, wer setzte offensiv Akzente und bei wem blieb noch Luft nach oben?
Auch personell nahm der Trainer einige Veränderungen vor: Mario Götze, Farès Chaïbi und Younes Ebnoutalib rückten für Noel Aseko, Ansgar Knauff und Can Uzun in die Startelf. Während Aseko und Knauff zunächst auf der Bank Platz nahmen, musste Uzun die kompletten 90 Minuten zuschauen. Auch Robin Koch erhielt das Vertrauen des Trainers und stand gegen Köln auf dem Platz.
An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen 1. FC Köln der elf zensierten Spieler den Wert 2,86. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie.
Die Einzelnoten der über 520 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:
– Spieler des Spiels – Noah Atubolu: Der entscheidende Rückhalt beim Frankfurter Heimsieg. Atubolu war zur Stelle, wenn er gebraucht wurde, und hielt seiner Mannschaft mit wichtigen Paraden, vor allem in Hälfte eins, den Rücken frei. Solch einen Keeper brauchst du, wenn eine verunsicherte Mannschaft auf dem Platz steht. Bei SGE4EVER.de verdiente er sich mit seiner Leistung die Auszeichnung „Spieler des Spiels“.
Robin Koch: Nach den schwierigen vergangenen Wochen war Kochs Auftritt ein wichtiges Signal. Der Abwehrchef übernahm Verantwortung, brachte Stabilität in die Defensive und half dabei, die knappe Führung über die Zeit zu bringen. Eine überzeugende Leistung, die der Mannschaft Sicherheit gab. Der Kapitän gewann 100 Prozent seiner Luftzweikämpfe und brachte starke 87 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler.
Younes Ebnoutalib: Ebnoutalib durfte von Beginn an ran und zahlte das Vertrauen mit einer engagierten Vorstellung zurück. Der Angreifer arbeitete für die Mannschaft, brachte sich in die Offensivaktionen ein und brachte mit seinem entscheidenden Tor die Mannschaft auf die Siegerstraße. Auf den Nationalstürmer ist weiterhin Verlass!
Lilian Brassier: Brassier präsentierte sich in der Defensive aufmerksam und zweikampfstark. Er ließ sich auch in schwierigen Situationen nicht aus der Ruhe bringen und trug seinen Teil dazu bei, dass die Eintracht diesmal ohne Gegentor blieb. Ein solider Auftritt, der nach dem Leipzig-Debakel besonders wichtig war. Bei seinem unnötigen Rempler im Strafraum hätte er sich aber auch nicht über einen Platzverweis beschweren dürfen. Da hatte der Franzose und damit ganz Frankfurt Glück gehabt.
Keita Kosugi: Kosugi zeigte eine ordentliche Leistung und arbeitete defensiv zuverlässig. Er setzte auch offensiv Akzente, ohne dabei die Absicherung aus den Augen zu verlieren. Bei ihm hatte man das Gefühl, dass er wieder einen Schritt nach vorne machen konnte. Es ist zu wünschen, dass diese Entwicklung anhält.
Ritsu Doan: Doan wirkte wieder deutlich spritziger als zuletzt. Hier und da blitzte der Japaner durch, der sich in Freiburg zum Unterschiedsspieler entwickelte. Es gelang immer noch nicht alles, aber insgesamt war das eine Leistung, auf die er aufbauen kann.
Mario Götze: Götze brachte seine Erfahrung und Übersicht ins Frankfurter Spiel ein. Er versuchte, die Angriffe mit klugen Pässen und guten Entscheidungen anzukurbeln, auch wenn er nicht über die komplette Spielzeit Impact auf das Geschehen hatte. Seine Hereinnahme wirkte sich insgesamt aber sehr positiv aus.
Fares Chaibi: Chaibi arbeitete viel und suchte immer wieder den Weg nach vorne. Dabei waren gute Ansätze zu erkennen, auch wenn nicht jede Aktion den gewünschten Ertrag brachte. Vor allem in der ersten Hälfte war er offensiv sicherlich der beste Spieler der Hessen. Vor dem Tor war er dann aber nicht konsequent genug. Leider ist der Algerier kein eiskalter Striker.
Raphael Onyedika: Onyedika erledigte viele Aufgaben im Zentrum und zeigte sich in den Zweikämpfen präsent. Im Spiel mit dem Ball fehlte allerdings stellenweise die nötige Ruhe und Präzision, um die Frankfurter Angriffe sauber aufzubauen. Ist leider noch nicht an dem Punkt, wo er in Brügge zum Dreh- und Angelpunkt des Spiels wurde. Hat aber daher auch noch genügend Luft nach oben.
Jonathan Burkardt: Burkardt hatte es gegen die Kölner Defensive nicht leicht und kam nur begrenzt zur Entfaltung. Im Vergleich zu seinen Offensivkollegen blieb er deutlich zu unauffällig.
Nnamdi Collins: Collins erwischte abermals einen schlechten Tag. Gleich in der ersten Minute ließ er sich von Said El Mala überlaufen, was beinahe zum erneuten Gegentor geführt hätte. Man könnte fast meinen, dass die Gegner ihn gerade beim Anstoß direkt als Schwachpunkt identifizieren. Fiel im Vergleich zu seinem Teamkollegen deutlich ab.






7 Kommentare
Collins 4? Schon lange nicht mehr so gelacht! Wer bewertet das hier? ICH habe ihn mit 6 bewertet und das völlig zu recht! Das sollte eigentlich die (faire) Bewertung des Spiels gegen Köln sein und keine Sympathie- oder Mitleidsbewertung.
4 ist ausreichend! Euch reicht also Collins Leistung gegen Köln aus ja? Für mich war diese ungenügend!
ich auch
Die Noten hier driften immer mehr in eine Traumwelt ab.(ich mach mir die Eintracht Welt wie sie mir gefällt)
Hab gerade mal beim Kicker geschaut das sind Welten
Okay werden die anderen sagen die haben ja sowieso keine Ahnung 555
Ich auch.
Hmmm 🤔🤔🤔 Da haben eventuell einige die Note 2 vergeben. 😁
Ach, ihr habt doch alle keine Ahnung! 😁
Gruß SCOPE
Beitrag zu Krösches-Abschied in der Jahrhunderthalle:
https://www.kicker.de/donnernder-applaus-der-mitglieder-kroesche-emotional-wie-nie-1263053/artikel
Thema Neubau Stadion:
https://www.kicker.de/ablaufdatum-2035-hellmann-forciert-die-stadionplaene-in-frankfurt-1263076/artikel
Hab das Spiel nicht gesehen, aber waren Baum, Knauff und Aseko (also quasi alle Einwechselspieler) wirklich so schlecht, dass sie eine glatte 6 verdient haben?
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