Eintracht Frankfurt hat im Rhein-Main-Duell beim FSV Mainz 05 mit 3:1 gewonnen und damit die richtige Antwort auf den enttäuschenden Saisonstart gegeben. Adi Hütter reagierte mit einer Systemumstellung auf die bisherigen Defensivprobleme und stellte auf eine Dreierkette um. Die Maßnahme ging auf: Frankfurt verteidigte kompakter, gewann zahlreiche Zweikämpfe und ließ Mainz nur selten gefährlich werden.
Auch offensiv wusste die Eintracht zu überzeugen. Can Uzun traf doppelt, Jonathan Burkardt steuerte ein Tor bei und die Mannschaft zeigte sich bei ihren Umschaltmomenten eiskalt. Dazu hielt Noah Atubolu kurz vor der Pause einen Elfmeter und bewahrte die SGE damit vor dem Ausgleichstreffer. Besonders wichtig war aber, dass Frankfurt nach dem 3:0 nicht mehr in alte Muster verfiel und den Sieg trotz des späten Mainzer Treffers über die Zeit brachte.
Durch die Systemumstellung musste Younes Ebnoutalib geopfert werden. Der Stürmer verlor seinen Platz in der Startelf an Jeremiaha Maluze. Zudem feierte Noel Aseko sein Bundesliga-Debüt und verdrängte Mario Götze auf die Bank. Fares Chaibi und Oscar Hojlund fehlten verletzungsbedingt im Kader der Hessen.
An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen FSV Mainz 05 der zwölf zensierten Spieler den Wert 2,16. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie.
Die Einzelnoten der über 520 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:
– Spieler des Spiels – Noah Atubolu: Elfmeter gehalten, mittlerweile sein sechster hintereinander, eine absolut außergewöhnliche Serie. Ansonsten dieses Mal sehr sicher. Genau der Moment, für den man einen Torwart braucht. Seine Ruhe und Präsenz werden immer besser. Und das alles unter den Augen von Nationalcoach Jürgen Klopp.
Can Uzun: Letzte Woche wirkte Uzun noch extrem enttäuscht. Gegen Mainz: Doppelpack, beide Tore sauber herausgespielt beziehungsweise vollendet. Dazu deutlich konsequenter gegen den Ball. Das war seine bislang stärkste Leistung in diesem Jahr. So schnell kann es dann doch manchmal gehen.
Jonathan Burkardt: Tor und Assist, enorm wichtig für die Offensive. Gerade beim 1:0 mit der Übersicht vor Uzuns Abschluss und beim eigenen Treffer stark. Dazu viel Laufarbeit an alter Wirkungsstätte. Es war ihm anzumerken, dass er dort noch eine Schippe mehr drauflegen wollte.
Noel Aseko: Überraschend souverän bei seinem Bundesliga-Debüt. Körperlich noch nicht für die vollen 90 Minuten bereit, aber zusammen mit Onyedika enorm wichtig für die Stabilität im Zentrum. Ein Start, der in jedem Fall Lust auf mehr macht.
Jeremiaha Maluze: Erneut eine sehr ordentliche Vorstellung. Zweikampfstark, aufmerksam und mit dem wichtigen Kopfball vor dem 2:0. Gerade angesichts seines Alters ein bemerkenswerter Auftritt.
Keita Kosugi: Die neue Rolle als Schienenspieler scheint ihm deutlich besser zu liegen. Viel unterwegs, offensiv mutiger und defensiv trotzdem konzentriert. Genau die Partie, die er nach den ersten Einsätzen gebraucht hat. Mit seiner Spielart könnte er sich mittelfristig auf jeden Fall zum Publikumsliebling entwickeln.
Lilian Brassier: Bildete mit Maluze und Koch eine insgesamt sehr sichere Dreierkette. Er wird sicher noch Zeit brauchen, um sich mit dem Teamkollegen einzugrooven. Seine Ansätze sind in jedem Fall deutlich zu erkennen: Da hat Frankfurt einen sehr soliden und stabilen Verteidiger.
Mario Götze: Kam von der Bank und brauchte nicht lange, um seine Qualität zu zeigen. Leitete das 3:0 mit einem starken Zusammenspiel mit Doan ein und brachte mehr Ruhe und Kreativität für folgende Umschaltmomente. Wenn er diese Rolle zukünftig so weiter behält und ausfüllt, ist er ein Gewinn für die Mannschaft.
Elias Baum: Die Systemumstellung kam auch ihm sichtbar entgegen. Auch gegen Mainz waren die beiden Außenverteidiger noch nicht komplett sattelfest. Aber fortwährende Spielerfahrung wird den beiden am Ende zugutekommen.
Ritsu Doan: Sehr fleißiger Auftritt. Leitete mit seinem Ballgewinn das 1:0 ein und war auch beim 3:0 beteiligt. Nicht immer auffällig, aber enorm wichtig für die Dynamik und Arbeit gegen den Ball. Nachdem er zuletzt auch in vielen Spielen mit dem Fußball in Frankfurt fremdelte, war das ein Schritt nach vorne.
Raphael Onyedika: Räumte im Mittelfeld viel ab, verursachte aber den Elfmeter mit seinem Foul an Sheraldo Becker. Da konnte er sich bei Atubolu bedanken.
Robin Koch: Als zentraler Mann der Dreierkette sehr souverän. Führte die Abwehr, gewann wichtige Duelle und strahlte genau die Stabilität aus, die der Mannschaft zuletzt gefehlt hatte. In der 26. Minute spielte er aber einer haarsträubenden Pass nach hinten. Auch er konnte sich bei Atubolu bedanken, dass daraus kein Profit geschlagen wurde.






3 Kommentare
Er ist unter kuriosen Umständen bei uns gelandet. Aber ich finde ihn mega und er passt zur SGE wie Faust aufs Auge.
Nur traue ich mich fast nicht daran zu glauben, dass er bei entsprechender Leistung länger bei uns bleibt, was traurig wäre.
Aber egal. Jetzt ist er erstmal da und gibt uns eine verloren gegangen zu scheinende Sicherheit im Tor!
Aber jetzt nochmal: Wieso kann man das gezeigte gelbe Trikot nirgends kaufen??
Wie er sich nach dem gehaltenen Elfmeter gefreut hat, war das Schönste am ganzen Spiel, ach was, vom ganzen Wochenende.
Das ist mir auch aufgefallen, fast schon ein rührend schöner Moment. Ich denke wir alle lechzen nach dieser (Spiel-) Freude und positiven Emotionen unserer Mannschaft
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