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Mit drei Toren zum Spieler des Spiels gewählt: Younes Ebnoutalib. Foto: IMAGO / Jan Huebner

Dreifach getroffen, klarer Sieger: Ebnoutalib ist Spieler des Spiels

Eintracht Frankfurt ist mit einem Unentschieden in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Bei Union Berlin sah lange Zeit vieles nach einem erfolgreichen Auftakt aus. Nach dem frühen Rückstand drehte die SGE die Partie durch einen Doppelschlag von Younes Ebnoutalib und erhöhte nach der Pause sogar auf 3:1. Am Ende mussten sich die Hessen jedoch mit einem 3:3 begnügen, nachdem Union in der Schlussphase noch zweimal traf. Dabei zeigte die Eintracht über weite Strecken eine ordentliche Leistung und hatte insbesondere vor der Pause mehr vom Spiel. Die junge Defensive, in der mit Keita Kosugi und Jeremiaha Maluze zwei Bundesliga-Debütanten standen, hielt lange gut dagegen. Nach dem 3:1 verlor Frankfurt allerdings zunehmend die Kontrolle und ließ sich immer tiefer in die eigene Hälfte drängen. Besonders bitter: Alle drei Gegentore fielen nach Standardsituationen.

Kaua Santos, Otavio und Mario Götze verloren im Vergleich zum Pokal ihren Startelf-Platz. Dafür standen Neuzugang Noah Atubolu, sowie Jeremiaha Maluze und Fares Chaibi in der ersten Elf.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen Union Berlin der dreizehn zensierten Spieler den Wert 3,00. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie.

Die Einzelnoten der über 540 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

– Spieler des Spiels – Younes Ebnoutalib: Viel besser kann ein Bundesliga-Start kaum laufen. Ebnoutalib drehte die Partie mit zwei Treffern innerhalb von nur rund 50 Sekunden und legte nach der Pause noch seinen dritten Treffer nach. Beim 2:1 setzte er nach dem Anstoß sofort nach und nutzte den Fehler von Querfeld eiskalt aus. Beim dritten Tor reagierte er im Strafraum stark und vollendete wuchtig. Drei Tore bei seinem ersten Saisonspiel, dazu enorm präsent in den entscheidenden Situationen. Nach einer durchwachsenen Vorbereitung kann das den nötigen Boost bei ihm auslösen.

Noah Atubolu: Was für ein Einstand für den erst am Freitag verpflichteten Atubolu. Gerade einmal eine Trainingseinheit hatte der neue Eintracht-Keeper mit seinen Mitspielern absolviert, ehe er direkt in der Startelf stand. Beim frühen Gegentor war er machtlos, anschließend entwickelte er sich allerdings zu einem wichtigen Faktor. Vor allem nach dem 3:1 hielt er Frankfurt mit mehreren starken Paraden lange im Spiel. Die SGE hat offenbar wieder einen Torwart, der Sicherheit ausstrahlt.

Jeremiaha Maluze: Gerade in den Zweikämpfen war er präsent und gewann seine Duelle konsequent. In seinen ersten 45 Bundesligaminuten entschied er laut Eintracht zehn von zehn Zweikämpfen und zehn von zehn Kopfballduellen für sich. Insgesamt aber ein überaus bemerkenswerter Auftritt von Maluze.

Keita Kosugi: Für Kosugi war es ebenfalls der erste Bundesliga-Auftritt und damit eine anspruchsvolle Premiere in der Alten Försterei. Der Japaner hatte auf der linken Seite vor allem defensiv viel Arbeit und konnte sich offensiv deutlich weniger einschalten als noch gegen St. Tönis. Gegen die Köperlichkeit seiner Gegenspieler kam er zeitweise schwer an seine Grenzen.

Ayoube Amaimouni: Amaimouni arbeitete viel und war insbesondere gegen den Ball gefragt. Er half dabei, das Mittelfeld zunächst kompakt zu halten und hatte einige gute Ballgewinne. Offensiv blieb er allerdings weitgehend blass, wenngleich er immer wieder verschiedene Optionen, die ihm zur Verfügung stehen, ausprobierte. Er ist definitiv kein Spieler, der starr seiner Spielidee treu bleibt. Das wird ihm früher oder später Erfolg bringen.

Elias Baum: Baum feierte sein Startelfdebüt in der Bundesliga und zeigte dabei erneut, warum die Eintracht große Stücke auf ihn hält. Defensiv aufmerksam, offensiv mit guten Momenten. Insgesamt ein sehr ordentlicher Auftritt von ihm.

Can Uzun: Uzun war bemüht, fand aber nicht dieselbe Durchschlagskraft wie noch im Pokal. Seine beste Szene hatte er im ersten Durchgang, als er nach Baums Heber am langen Pfosten zum Abschluss kam, den schwierigen Ball aber knapp über das Tor setzte. Die Gastgeber hatten aber insbesondere auf ihn gesondert ein Auge geworfen.

Jonathan Burkardt: Burkardt blieb diesmal ohne eigenen Treffer, war aber in der Offensive immer wieder anspielbar und beschäftigte die Berliner Innenverteidigung. Nach seinem Dreierpack im Pokal konnte er allerdings nicht erneut für die großen Schlagzeilen sorgen. Das lag auch daran, dass die Eintracht nach dem 3:1 zunehmend den Zugriff auf das Spiel verlor. Unter der Woche war der Stürmer allerdings auch gesundheitlich angeschlagen, was ihm sicherlich die letzten paar nötigen Prozent kostete.

Raphael Onyedika: Onyedika hatte im Mittelfeld den defensiven Part inne und war lange Zeit einer der Gründe dafür, dass die Eintracht das Zentrum kontrollierte. Der Nigerianer ging konsequent in die Zweikämpfe und half dabei, Union vom eigenen Strafraum fernzuhalten. Später verlor er aber auch immer mehr die Spielübersicht und konnte die Abwehr nicht mehr stabilisieren.

Malik Pimpong: Pimpong kam als Einwechselspieler rein und er setzte direkt einen kleinen Akzent: Seine Kopfballablage bereitete über Umwege Ebnoutalibs 3:1 vor. Danach konnte er allerdings kaum noch für Entlastung sorgen, was angesichts des Spielverlaufs auch nicht einfach war. Für sein Bundesliga-Debüt war das dennoch ordentlich.

Fares Chaibi: Chaibi zeigte eine insgesamt ordentliche Leistung und war gerade im ersten Durchgang immer wieder am Frankfurter Spielaufbau beteiligt. Seine Ecke führte zum 1:1, als Union den Ball nicht entscheidend klären konnte. In der Unioner Sturm- und Drangphase kam von ihm dann viel zu wenig Entlastung.

Robin Koch: Der Kapitän ist der erfahrenste Spieler in der Abwehr und dennoch konnte er seinen Teamkollegen keinen Halt in der Schlussphase bieten. Stattdessen wirkte er in der Defensive teilweise arg überfordert. Schwacher Auftritt von ihm.

Otavio: Otavio kam erst kurz vor Schluss für Ebnoutalib und sollte dabei helfen, die knappe Führung über die Zeit zu bringen. Viel konnte er in den wenigen Minuten nicht mehr bewirken. Statt für Entlastung zu sorgen, musste auch er vor allem gegen den immer stärker werdenden Union-Druck verteidigen. Beim späten Ausgleich konnte er das Unheil nicht mehr verhindern.

Tor: N. Atubolu1
∅ 1,5
Abwehr: K. Kosugi26
∅ 3,0
Abwehr: R. Koch4
∅ 3,5
Abwehr: E. Baum2
∅ 3,0
Mittelfeld: C. Uzun42
∅ 3,0
Mittelfeld: R. Onyedika25
∅ 3,5
Mittelfeld: F. Chaibi8
∅ 3,5
Mittelfeld: A. Amaimouni29
∅ 3,0
Sturm: Y. Ebnoutalib11
∅ 1,5
Sturm: J. Burkardt9
∅ 3,5
BANK
: K. Santos40
: G. Otavio5
∅ 3,5
: O. Hojlund6
: N. Aseko15
: J. Bahoya19
: T. Chandler22
: M. Götze27
: L. Arrhov31
: M. Pimpong35
∅ 3,5
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8 Kommentare

Avatar 1. sge gunni 31. August 26, 18:29 Uhr

OT
Angeblich soll Doan Wechsel geplatzt sein.

5
Avatar 2. braumerganedruebberedde 31. August 26, 19:24 Uhr Zitat - sge gunni OT Angeblich soll Doan Wechsel geplatzt sein. Path

Yup, angeblich hat er ihn platzen lassen.
Wenn das so ist: Welcome back Doan :)
Rein wirtschaftlich ist das ne Hiobsbotschaft, rein sportlich wahrscheinlich frohe Kunde.
Wenn er bleiben will(!), dann freut mich das definitiv! Wenn er gegangen wäre bei nem 9 Mio (Gehalt) Angebot, hätt ichs ihm auch nicht verübelt.
Hoffentlich finden wir dann andere Lösungen.