Heute Abend ist es soweit: Die Europameisterschaft im eigenen Land startet. Deutschland trifft in München auf Schottland und mittendrin statt nur dabei ist der Frankfurter Abwehrchef Robin Koch. Nach einer starken ersten Saison im Trikot der SGE, wurde der 27-Jährige von Bundestrainer Julian Nagelsmann in den Kader berufen, im Gegensatz zu Kochs Teamkollege Kevin Trapp. Mit Antonio Rüdiger, Jonathan Tah, Waldemar Anton und Nico Schlotterbeck hat der gebürtige Lauterer allerdings große Konkurrenz auf seiner Position in der Innenverteidigung. Koch ist trotzdem stolz: „Es ist immer eine große Ehre, für Deutschland zu spielen und bei den Länderspielen dabei zu sein“, sagt er im Interview mit der Eintracht.

„Mehr geht nicht!“

Koch ist der einzige Adler der an der Endrunde in Deutschland teilnehmen wird. Allerdings sind viele ehemalige Adlerträger wie Filip Kostic oder Randal Kolo Muani dabei. Koch blickt dem Turnier mit großer Freude entgegen: „Wir sind nun schon eine Zeit zusammen und man freut sich, dass es endlich losgeht. Die Spannung muss hochgehen und geht auch hoch, um so näher das Spiel rückt, aber aktuell überwiegt noch die Freude auf das Turnier und den Startschuss“. Für ihn ist es nach neun Länderspielen das erste Turnier, dass er für sein Heimatland bestreiten wird. „Der Erfolg der Mannschaft steht ganz klar im Vordergrund.“ Beim torlosen Testspiel gegen die Ukraine durfte Koch Einsatzminuten im Nationaldress sammeln, fiel allerdings mit einem missglückten Rückpass auf, der beinahe zu einem Gegentor führte. Ein Kindheitstraum geht mit der Nominierung verständlicherweise für ihn in Erfüllung: „Mehr geht nicht. Davon träumt jedes Kind, davon habe ich früher geträumt. Was auch immer kommt: Ich bin bereit, ich will der Mannschaft auf dem Platz helfen“, zeigt sich Frankfurts möglicher neuer Kapitän optimistisch. Das „Gemeinsam“ bleibt für Koch dennoch das Wichtigste.

Doppeltes Heimspiel gegen die Schweiz

Nach den Gruppenspielen gegen Schottland und Ungarn, trifft die deutsche Nationalmannschaft am dritten Gruppenspieltag auf die Schweiz. Für Koch ist dieses sowieso besondere Spiel noch ein Stück besonderer als für den Rest der Mannschaft, denn es geht im „Frankfurt Stadion“ zur Sache. Ein doppeltes Heimspiel also sozusagen für die Nummer Vier der SGE. „Das Testspiel gegen die Niederlande in Frankfurt war schon besonders. Bei der Europameisterschaft ist es noch einmal ein Stück spezieller, weil es richtig um etwas geht. Für mich ist es natürlich schön, dass es in meinem Wohnzimmer stattfindet“. Ob Koch seine Minuten von Nagelsmann bekommt, bleibt abzuwarten. Sollte er allerdings eingesetzt werden, hat Koch sich das nach einer starken Bundesliga-Saison durchaus verdient.

 

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13 Kommentare

  1. Freue mich auf das Turnier, es sind viele gute und interessante Mannschaften dabei. Es wird auf Kleinigkeiten ankommen.

    Auf gehts Deutschland.

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  2. Wäre etwas seltsam, wenn Koch oder ein anderer sagen würde, ich bin nicht bereit. Immer dieses blöde Geschwätz…

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  3. @2 für den einen ist das Glas halb voll und für den anderen halb leer.
    Ich will keine miesepeter mehr lesen.
    Gute, korrekte Kritik gerne.

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  4. Es ist vollkommen wurscht, was du willst. Solche Sprüche sind einfach bescheuert. Es ist zwar schwierig, was vernünftiges zu sagen auf solche Fragen zu antworten, aber wenn er das nicht sein Zustand ist, hat er dort auch nix zu suchen.

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  5. Ich muss sagen ich freue mich auch .
    Beier und Musiala machen mir endlich wieder Spaß auf das dfb Team .
    Die Jungs kommen sympathisch rüber – viel hängt auch davon ab was vom Spirit rüber kommt .. und die enttäuschenden Turniere in Russland und Katar waren halt völlig emotionsloses gekauftes Umfeld . Unsere guten Turniere waren in Brasilien Afrika und Deutschland – wo halt einfach auch Fußball gelebt wurde und die Stimmung ehrlich ist !

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  6. dribbelgnom da bin ich vollkommen bei dir.
    Ich hoffe auf die jungen wilden.
    Zwar bin ich nicht für neuer, aber ich wünsche ihm eine klasse EM.
    Wie auch allen anderen.
    Und wenn wir ausscheiden dann bitte weil der Gegner stärker ist.
    Bloß nicht wegen dem var und einer ermessens Sache vom schiri.

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  7. Robin, du rockst das. Bleib gesund und viel Spaß!

    Es hat schon andere Spieler gegeben, die mit 0 Minuten Einsatzzeit Welt- bzw. Europameister geworden sind, siehe Durm etc.

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  8. Wir haben zwar fast alle Spieler komplett in der Vorbereitung zusammen, aber es fehlt fast die komplette Abwehr bis Anfang / Mitte August. Koch, Pacho und Amenda. Ist jetzt bestimmt nicht so sexy.

    Na ja, aber was will man da machen.
    Hoffen wir mal das Beste

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  9. @Oakstarr[8] : Paul Steiner wurde ohne Einsatz und generell nur 45 Minuten als deutscher Nationalspieler (2. Hz. im Vorbereitungsspiel gegen Dänemark) sogar 1990 Weltmeister.

    Dass er so wenig Einsätze hatte, lag vielleicht auch daran, dass die Nationalmannschaft immer mittwochs spielte, und „da habe ich keine Zeit“, so Steiner damals.

    Das Problem hat unser Robin Koch gottlob nicht.

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  10. @strolch:

    „Immer dieses blöde Geschwätz… Es ist zwar schwierig, was vernünftiges zu sagen auf solche Fragen zu antworten…“

    Du sagst doch selbst, dass man nicht wirklich viel sinnvolles sagen kann. Soll er einfach wortlos weitergehen und nichts sagen?
    Oder was meinst du, wir es rüberkommt, wenn er sagt, ich freue mich dabei zu sein, aber mal im Ernst, ich werde doch sowieso nicht spielen, daher mache ich mir da auch keine Hoffnungen.
    Wäre ehrlich, aber dann würde er vermutlich nicht wieder eingeladen.

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  11. Ich finde es sowieso absurd. Sagen die Spieler mit Floskeln, wird ihnen vorgeworfen nicht authentisch zu sein. Aber wehe sie sagen was falsches, stehen neben der falschen Person, lachen im falschen Moment essen was falsches oder singen nicht die Nationalhymne mit Inbrunst.
    Dann kommt ein Shitstorm und sie sind gleich rechts, unpatriotisch, Hells Angels Sympathisanten, Islamisten oder arrogante Arschlöcher.
    Irgendwer hat immer was zu meckern. Bevor man Spieler, Politiker oder allgemein Prominente dafür kritisiert, dass sie nicht Klartext reden, sollte man mal hinterfragen, warum sie das in unserer Gesellschaft anscheinend tun müssen, um nicht zerrissen zu werden.

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