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In Wolfsburg schoss Arnaud Kalimuendo das vorübergehende 2:0 nach einer einstudierten Standardvariante. Foto: IMAGO / Jan Huebner

Kalimuendo: Erfolgreicher Baustein der SGE-Offensive

SGE4EVER.de berichtete erstmals im Januar 2024 von dem Interesse der Frankfurter Eintracht an Stürmer Arnaud Kalimuendo. Damals spielte der Franzose noch für Stade Rennes. Trotz seines Wechsels im Transfersommer 2025 zu Nottingham Forest beobachtete die SGE die Entwicklung des Spielers offensichtlich weiterhin, denn die Frankfurter liehen Kalimuendo bekanntlich für die laufende Rückrunde aus.

Durchbruch in der Premier League blieb aus

In England gelang ihm der Durchbruch nicht: Nur 14-mal stand er für Nottingham Forest wettbewerbsübergreifend auf dem Platz. Zwar traf Kalimuendo zweimal in der Europa League, im englischen Oberhaus aber war der 24-Jährige nicht in der Lage, zu treffen. Zudem setzte der Premier-League-Klub auf der Mittelstürmerposition in dieser Spielzeit vor allem auf den Brasilianer Igor Jesus. Deshalb suchten die „Tricky Trees“ im vergangenen Januar einen Abnehmer für Kalimuendo, mit der Eintracht fanden sie zumindest einen temporären.

Seither fand der Ex-Jugendnationalspieler Frankreichs in Deutschland wieder zu alter Stärke zurück: Während seines ersten Auftritts mit dem Adler auf der Brust gelang ihm gegen Borussia Dortmund (3:3) gleich seine erste Vorlage. Mittlerweile kann Kalimuendo zudem sechs eigene Treffer aus 14 Spielen vorweisen. Dabei überzeugt er mit hohem Tempo und seinem starken Abschluss. Obwohl der Franzose schon drei Trainerteams in Frankfurt erlebte, setzte jedes einzelne in einer wichtigen Rolle auf den gelernten Stürmer. Auch während schwächerer Phasen der Mannschaft in dieser Saison überzeugte Kalimuendo oftmals: Gegen die TSG Hoffenheim (1:3) traf er beispielsweise zum zwischenzeitlichen 1:0, obwohl die SGE seit Kalimuendos Ankunft bis dato noch kein Spiel gewann. Sein erster Eintracht-Sieg gelang erst am 22. Bundesliga-Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach (3:0).

Flexibler Angreifer

Einen Spieltag zuvor übernahm Neu-Trainer Albert Riera. Allein unter der Führung des Spaniers traf Kalimuendo viermal, zuletzt gegen den 1. FC Köln (2:2) und in Wolfsburg (2:1). Riera experimentierte seitdem viel mit seinem Schützling, dieser spielte nämlich bereits in vier verschiedenen Rollen: Als Einzelspitze, im Doppelsturm neben Jonathan Burkardt, auf dem rechten Flügel und als linker Außenstürmer. In fast allen dieser Rollen überzeugte Kalimuendo. Lediglich auf dem rechten Flügel konnte der 24-Jährige seine Qualitäten nicht vollumfänglich vorzeigen. Trotzdem macht die Zeit unter Riera deutlich, dass die SGE mit Kalimuendo eine flexible Waffe im Angriff in den eigenen Reihen und zumindest noch bis zum Ende der Saison im Kader hat.

Kein Wunder also, dass man liest, dass die Frankfurter Eintracht ihren derzeitigen Stammstürmer auch über den Sommer hinaus halten will. Doch trotz der festgeschriebenen Kaufoption von rund 27 Millionen Euro im Leihvertrag zwischen der Eintracht und Nottingham wirkt eine Festverpflichtung derzeit aufgrund der hohen Ablösesumme unrealistisch. Die „Bild-Zeitung“ berichtet sogar, dass diese Kaufoption auf keinen Fall aktiviert werden soll. Außerdem sprach Owen Coyle Jr., der Leih-Manager von Nottingham Forest, erst kürzlich darüber, dass die Engländer die sportliche Situation des Stürmers genau beobachten und diese im Sommer gerne noch einmal neu beurteilen würden. „Er ist dorthin (Frankfurt, Anm. d. Red.) gegangen, er zeigt gute Leistungen, er schießt Tore. Aber er steht seiner Beziehung zu Forest weiterhin sehr positiv gegenüber. Er spricht regelmäßig mit den anderen Spielern“, sagte Coyle Jr. über Kalimuendo.

Gerüchten zufolge soll Sportvorstand Markus Krösche dann auch noch im Sommer ein Transferplus von mindestens 35 Millionen Euro erwirtschaften. Ob die SGE genug einnehmen kann, um dieses Ziel trotz einer teuren Verpflichtung von Kalimuendo zu erreichen, bleibt abzuwarten. Daher gab es bereits Berichte, dass die SGE noch einmal nachverhandeln wolle. Laut der „Bild-Zeitung“ möchte Krösche wohl im Sommer um die Dienste des Stürmers wahrhaftig kämpfen. Im besten Fall soll die SGE dann einen festen Transfer aushandeln wollen. Profitieren könnten die Hessen von einem möglichen Abstieg der Engländer, die sich momentan nämlich auf dem 16. Tabellenplatz der Premier League mit nur drei Punkten Vorsprung auf Tottenham Hotspur befinden. Die Londoner stehen momentan in der Abstiegszone. Sollte Nottingham in der kommenden Saison tatsächlich in der zweiten Liga spielen, würde das den Preis des SGE-Wunschstürmers voraussichtlich um einige Millionen drücken. Sollte es klappen und der Franzose auch über den Sommer hinaus bei den Hessen bleiben, würde sich Cheftrainer Riera sicherlich nicht beschweren.

6 Kommentare

Avatar 1. vinniejones 14. April 26, 14:27 Uhr

Sicherlich jemand, bei dem man sich 2x überlegen sollte, ob man ihn wieder ziehen lässt. Und wenn die Ablöse doch zum Problem wird, warum nicht aus der Not eine Tugend machen: Es haben schon schlechtere Spieler für mehr Geld den Verein gewechselt und warum nicht die Kaufoption ziehen und für teurer weiterverkaufen?

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Fallback Avatar 2. Werner 14. April 26, 15:52 Uhr

Ich sehe bei Kali noch Potenzial nach oben.
Wenn er bleiben darf wird er uns noch viel Freude machen.

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Fallback Avatar 3. deraldesack 14. April 26, 16:12 Uhr

Wenn er mit ca. 4-5 Millionen Gehalt einverstanden ist, und bei uns bleiben will, auf jeden Fall kaufen.
Der Junge wird bestimmt noch besser.
Und ist jetzt schon ein absoluter Gewinn für uns.

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Fallback Avatar 4. frankfurter jung 14. April 26, 16:35 Uhr

Kalimuendo, ein echt toller Kicker.
Auch stark in der Ballbehauptung, holt sich auch mal tiefer Bälle und erarbeitet sich selbst Chancen. Ich bring's jetzt mal auf eine ganz einfache Argumentationsebene, aber wenn Eintracht einen solchen Spieler trotz vieler, ganz dicker Transfers nicht halten kann, wäre das sehr schade.

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Fallback Avatar 5. yoda 14. April 26, 16:39 Uhr

Kali muss bleiben wenn es irgendwie geht.
Er ist unser bester und komplettester Kicker!

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Fallback Avatar 6. adelaar 14. April 26, 17:00 Uhr

Das Halten von Platz 7, der dann möglichst für die EL reichen sollte, würde die Entscheidung zumindest für Kali & Co deutlich leichter machen.

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