Hauge bisher mit der einzigen guten Chance für die SGE

Halbzeitfazit: Die erste Halbzeit ging klar an die Mannschaft aus Berlin und die SGE hatte Glück, dass es nur bei einem 2:0 blieb. Die erste gefährliche Aktion kam von den Hausherren bzw Haraguchi (12.) der am Aluminium scheiterte. Wenige Minuten später (17.) verlor Hinteregger einen Zweikampf und ebnete Awoniyi den Weg zum 1:0. Auch nach dem frühen Rückstand erwachten die Hessen nicht zum Leben und es schien als würden Abstimmung und Kommunikation besonders im Mittelfeld nicht stimmen. Union machte weiter Druck und das Spiel fand nur vor dem Tor der Eintracht statt. Grischa Prömel baute die Führung noch einmal aus (21.) und erzielte sehenswert das 2:0, in dem er am Sechzehner mit Vollspann ins rechte Eck schoß. Nach einer knappen halben Stunde parierte Grahl einen Schuss von Khedira und verhinderte so das nächste Tor. Die erste und einzige halbwegs gefährliche Aktion der Eintracht war eine gute Chance von Hauge (41.) der allerdings am ehemaligen Frankfurter Rönnow scheiterte.

Ajdin Hrustic bekommt die Chance von Beginn an

Nicht einmal drei Tage nach dem furiosen und denkwürdigen Spiel gegen den FC Barcelona hat die SGE der graue Bundesliga-Alltag wieder eingeholt. Dabei treffen die Hessen auswärts auf den FC Union Berlin und haben in der Hauptstadt wohl auch die letzte Chance auf die Qualifikation zur Europa League über die Bundesliga.

Und dieses Mal hat Trainer Oliver Glasner die Rotationsmaschine mal so richtig angeworfen und verändert seine Mannschaft auf gleich sechs Positionen. Unter anderem steht Jens Grahl für den verletzten Kevin Trapp im Tor. Auch Ajdin Hrustic, Timothy Chandler, Jens-Petter Hauge, Tuta und Gonçalo Paciencia erhalten ihre Chance von Anfang an.

Die Aufstellung der SGE: Grahl – N‘dicka, Hinteregger, Tuta – Kostic, Chandler – Jakic, Hrustic – Hauge, Lindström – Paciencia

Auf der Bank nehmen Platz: Bignetti, Kamada, Rode, Touré, Borré, Hasebe, Ache, Lenz, Knauff.

Union Berlin startet mit folgender Aufstellung: Rönnow, Jaeckel, Becker, Gießelmann, Prömel, Ryerson, Haraguchi, Khedira, Baumgartl, Awoniyi, Knoche.

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70 Kommentare

  1. @47
    Ich nehms der Truppe auch nicht krumm. Gar nicht. Vor allem gibt es kaum ein schlimmeres Spiel als Union nach der Party in Spanien. Im Gegensatz zu Barca ein geiles Heimpublikum, dazu eine Mannschaft die dem Gegner nicht nur keinen Zentimeter schenkt, sondern auch mit Herz und Leidenschaft nach vorne spielt. Geile Noname-Truppe. Was wir in Europa sind, ist Union in der Bundesliga. Davor hab ich echt Respekt!
    (PS Und die Aktion mit dem Geisterspiel vergess ich auch nicht!!)

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  2. @43…verstehe ich auch nicht…muss man mit leben. Nicht aufregen, wir wissen wie es läuft.

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  3. was ich nur nicht verstehe sind die spieler wie chandler, hrustic und auch grahl. die ersten beiden haben heute das „verkauf mich“ shirt getragen und was die verpflichtung von grahl sollte hab ich eh nicht verstanden…..wegen einem anschlussvertrag oder so? aber gerade die beiden erst genannten machen mir nicht den eindruck als würden sie sich aufdrängen wollen. für einen gute laune bär verdient timmy etwas zu viel.

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  4. mal sehen, wie lange der Barca-Bonus anhält. Wenigstens heute keine Packung bekommen, die Mannschaft wirkt einfach nur platt.
    Noch kann ich mit allem leben, wir müssen eben nur den Schalter dann umlegen gegen die Hammers.
    Habt noch ein schönes Rest-Oster-Wochenende.

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  5. Adé, Europa.
    Genießen wir die Spiele, die wir noch international haben. Schade. Aber verständlich.

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  6. Das Spiel ist gelaufen. Schwamm drüber.
    EUROPAPOKAL, EUROPAPOKAL…
    Freu mich soooo auf West Ham!!!
    Leute – was wäre ein EUROPA FINALE für ein Traum. Allein der Gedanke macht mich fertig. Bitte liebe Eintracht – zeigt gegen West Ham wieder euer Barcelona Gesicht!!!
    Allerdings ist eindeutig zu sehen das wir qualitativ nicht wirklich nachlegen können. Wir haben unsere 11-13 festen Spieler. So hart es klingt aber der Rest bringt uns aktuell nicht weiter. Von daher hoffe ich das wir in der kommenden Saison in der Breite besser aufgestellt sein werden.

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  7. Nach vier Heimspielen in Folge kommt die Eintracht heute offensichtlich nicht mit dem Auswärtsspiel zurecht … 😀

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  8. Die Saison ist gelaufen, die Konzentration auf die EL die einzige Möglichkeit Europa zu erreichen. Drei Spiele bis zu CL. Hop oder Top. Insofern müssen wir den Weg gehen.

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  9. Kein Beinbruch, verständlich, Bundesligasaison bestenfalls untere Anforderung, Pokalaus grottig, abermals kein Konzept zu erkennen… Nur die EL überstrahlt alles.

    Erkenntnis aus dem heutigen Spiel: Ache, (leider auch einer meiner Lieblingsspieler) Paciencia, Chandler nicht mehr bundesligatauglich – Hauge, Lenz und Hrustic kurz davor ebenfalls da rein zu rutschen.

    Die zweite Garde ist einfach nicht wettbewerbsfähig…

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  10. Verdient verloren aber der Akku war leer,nach der Leistung von Donnerstag kein Wunder.
    Ja West Ham ist die letzte Chance.Englische Kampfkraft gegen deutsche Bissigkeit.Hoffentlich!

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  11. Sollte sie aber…. Sooo toll war Union auch nicht. Schlafmützig in der ersten Halbzeit, unorganisiert, sorry aber das tut nich Not. Defence wäre der Weg zum Punkt oder den Punkten gewesen, diese Cleverness darf man erwarten wenn man es international treiben will. Verschenkte Zähler, mehr nicht

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  12. Unabhängig davon, dass das heut gefühlt hergeschenkt war, hab ich heute mal soweit ich große Teile gesehen habe, endlich Ache mal über längere Zeit beobachten können.
    Wie schon in den Kurzeinsätzen empfinde ich, dass er gefühlte 10kg zu viel Muckies hat. Wenn ich mir den Ache angucke, als er zu uns gewechselt ist, sind das Welten. Konsequenz: wo ist sein Tempo? Seine Sprungkraft? Es sieht optisch aus, als wäre er dauer K.O. Anlaufen? Tempo? Sehe ich das komplett falsch oder warum hat ihm keiner mal gesagt, dass es ggf. reicht mit Muskelaufbau? Oh Mann, schade… 🙁

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  13. Wieder zwei Slapstickgegentore kassiert. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison und die tollen Unioner, denen jeder zweite Ball in der Ballannahme verspringt, werden vom KommentatorInnen-Team hochgejubelt. Eingerahmt wird dieser Sommerkick von einem Spielleiter, der entweder keine Ahnung von dem Spiel hat oder noch Restpromille vom Osterbrunch intus hatte.

    Die Rückrunde in der Liga bereitet mir persönlich mehr und mehr Bauchschmerzen.

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  14. Hätten Awoniyi und Hinti in der einen Szene die Rollen getauscht, hätte Hinti wohl für die zwei Zupfer Rot gesehen. Ansonsten waren wir zur Halbzeit mit dem 0:2 noch gut bedient.

    Ache hat mir gut gefallen. Hrustic hat mich heute enttäuscht, Chandler ist zu limitiert, ich hatte mir Touré gewünscht. Ansonsten waren natürlich alle noch vom Donnerstag müde.

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  15. Am 30. Spieltag 10 Punkte vor der Hertha zu sein – und wir wissen was die für eine bodenlose Saison spielen – sagt leider alles darüber aus, wie die Mannschaft in diesem Wettbewerb performt. Nur mit der EL Brille zu schauen, reicht leider nicht. In der Liga ist es durchaus enttäuschend und nicht genug – auch wenn wir international Großes leisten und dafür zur zeit auch zurecht von allen Seiten mit Lob überschüttet werden.

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  16. Heute Schwamm drüber ! Das war es mit der BuLi Saison. Ich denke nicht, daß da noch irgendwie Bäume ausgerissen werden. Unsere Restgegner können sich freuen.
    Volle Konzentration auf die nächsten beiden Spiele gegen West Ham United.
    Da zählt es wirklich und ich glaube es wird härter als gegen Barca. Die Hammers sind ähnlich hungrig wie die Eintracht und werden alles geben und mehr.
    Dennoch hat die Eintracht die große Chance mit Willen, Konzentration, Leidenschaft und uns Fans den Traum weiterleben zu lassen.
    Ich hoffe gegen Hoffenheim am nächsten Wochenende verletzt sich keiner.
    Ja und dann….

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  17. Das Spiel am Donnerstag war sensationell. Episch. Grandios. Die Mannschaft und die großartigen Fans werden völlig zurecht seit mittlerweile 3 Tagen im ganzen Land und in Europa dafür gefeiert! Gänsehaut. Feiermodus an.

    Und nun: Feiermodus aus.
    Nicht wegen des heutigen Spiels bei Union Berlin. Dass nach einem sooo epischen Spiels wie am Donnerstag die Kraft, die Intensität fehlen, leuchtet mir ein und ist mehr als verstehbar.

    Dass man sich jedoch in diese Situation überhaupt erst gebracht hat, dass man gefühlt seit dem Fürth – Spiel jedes Spiel gewinnen muss, das sollte man doch hinterfragen.

    Die aktuelle Bundesligasaison, die wir spielen ist grottenschlecht.
    Die Rückrunde dieser Bundesligasaison ist ein Desaster.
    Eintracht Frankfurt hat in dieser Rückrunde in 13 Spielen 12 Punkte geholt. Bei allem gebührendem Respekt- das ist eine miese Bilanz und ehrlicherweise die Bilanz eines Absteigers.

    Teure Bobic – Altlasten und das Komplettversagen von Markus Krösche und Ben Manga, zumindest im Winter einen Stürmer zu holen, fliegen uns in dieser Rückrunde um die Ohren. Und bedauerlicherweise war das mit Ansage- war doch schon in der Hinrunde mehr als deutlich, dass wir ohne Stürmer null Effektivität haben.
    Wie sich eine sportliche Führung in zwei Transferperioden sooo unglaublich verschätzen kann, ist mir ein Rätsel. Und nach den Erfahrungen in der Hinrunde hat es schon nichts mehr mit „verschätzen“ zu tun- sondern ist grob fahrlässig.

    Dass es sowohl Bobic als auch Krösche über Jahre nicht vermocht haben, unsere rechte Seite vernünftig zu besetzen, ist eine andere Frage.
    Wir können heilfroh sein, dass Knauff sofort funktioniert hat- auch defensiv.

    Was den so hochgelobten Bobic betrifft, so bleiben die Antworten auf die Fragen, was ihn geritten hat, Leute wie die Bodies Chandler und Paciencia mit Langzeitverträgen zu versehen, einen Christopher ‚der Ball wird nicht mehr mein Freund‘ Lenz zu verpflichten oder einen Kohr oder einen Zuber, für alle Zeiten unbeantwortet.

    Die Antwort auf die Frage, warum unsere Bank ab Spieler 14 so gut wie überhaupt keine Qualität hat, wird wohl auch nie beantwortet werden.

    Wir alle schwelgen in den Erinnerungen der Highlight – Spiele im Europapokal.
    Wir sollten jedoch bedenken, dass diese Europapokalspiele auf unbestimmte Zeit in Frankfurt nicht mehr stattfinden werden, wenn unsere Mannschaft nicht die Europaleague in diesem Jahr gewinnt. Denn dazu ist sie fast jetzt schon gezwungen, wenn die Barcelona – Spiele einen wirklichen Wert und nicht nur den Weg der Erinnerung haben sollen.
    Denn, und ich muss das leider so schreiben, in der Liga hat Eintracht Frankfurt in dieser Saison versagt.

    Dieses Versagen hängt mit der Transferpolitik zusammen. Wir haben die Qualifikation für Europa nicht heute verdaddelt, sondern mit dem schlechten Auftakt zu Saisonbeginn und mit der bisher ganz miesen Rückrunde.
    Dass wir Punkte liegenlassen, wenn wir alle drei Tage spielen, sei geschenkt.
    Aber die Mannschaft hat in den ersten sechs oder sieben Spielen der Rückrunde, wo sie noch gar nicht europäisch gespielt hat, extrem viel liegengelassen und so gut wie nicht gepunktet.

    Ein wichtiger dieser Gründe dafür ist, dass die Mannschaft in etlichen dieser Spiele um den Erfolg gebracht wurde, weil wir keinen Stürmer haben. Mit Ansage.
    Markus Krösche (den ich persönlich sehr sympathisch finde), hat an dieser Stelle versagt. Man wollte Geld sparen, hat aber am Ende ungleich mehr Geld verloren, wenn man sich dadurch nicht für Europa qualifiziert.
    Dass ein Silva nicht 1 zu 1 zu ersetzen ist, weiß ich auch. Aber ein einigermaßen vernünftiger Stürmer hätte in dem ein oder anderen engen Spiel den Unterschied gemacht und uns in etwa mindestens oder 7 Punkte mehr gebracht. Dann wären wir jetzt mehr als drin im Kampf um die europäischen Plätze.

    Dass wir nicht zwangsläufig damit rechnen können, uns jede Saison für Europa zu qualifizieren, wenn außer Bayern und Dortmund auch Leverkusen, Leipzig, Wolfsburg, Hoffenheim eine normale Saison haben, dürfte jedem klar sein. Es sind allesamt Mannschaft mit viel mehr Geld, Möglichkeiten und zum Teil mit Konzernen im Rücken. Dass da bei uns alles perfekt laufen muss, um da oben mitzumischen, versteht sich von selbst.

    Diese Saison jedoch stehen wir am Ende des 30. Spieltages auf Platz 10. Wenn es so weiterläuft, dann sind wir übernächste Woche auf Platz 12 und am Ende der Saison auf Platz 13.

    Vor uns befinden sich zur Zeit Freiburg, Köln, Union Berlin und Mainz. Allesamt Vereine und Mannschaften mit weniger Geld und Mitteln.
    Wem das keine Sorgen macht, ganz ehrlich- den verstehe ich nicht.

    Wenn am Ende der Saison Köln, Freiburg und Union Berlin die Qualifikation für Europa geschafft haben sollten und wir nicht, dann hat Eintracht Frankfurt einen strategischen Feldvorteil, den man vor diesen Vereinen hatte und diese Saison hätte ausbauen müssen, leichtfertig verspielt- durch eine verfehlte Transferpolitik an mehreren Stellen, vor allem jedoch in der Offensive.
    Der Erfolg in Barcelona verklärt den Blick auf die die gesamte Saison existenten Kaderprobleme. Dass Krösche und Manga im Winter nicht nachgelegt haben, obwohl die Probleme auf der Hand lagen, steigert leider nicht gerade mein Vertrauen in beide. Genauso wie etliche Bobic – Transfers der Vergangenheit einen schalen Nachgeschmack hinterlassen.

    Auch ich feiere die Auftritte unserer Mannschaft in der Europaleague. 10 Spiele- keines verloren. 5 Siege. 5 Unentschieden. Stark.
    Der Sieg bei Betis. Groß! Das Last – Minute – Tor gegen Betis zuhause. Toll! Das 1:1 gegen Barcelona zuhause. Was für ein Abend! Was für eine Atmosphäre! Zwick mich einer! Der vergangene Donnerstag in Barcelona. Episch! Gigantisch! Mir fehlen die Superlative. Ich habe am Donnerstag vor Freude geweint. Ich bin seit 1974 Fan unserer SGE. Was für ein Spiel. Der wird immer in meinem Herzen bleiben…

    Jedoch wird er trotz aller Rührung, Glückseligkeit und dem Eintrag im Geschichtsbuch eine tolle Erinnerung ohne wirklich zählbaren Wert bleiben, wenn wir nicht die Europaleague gewinnen oder gegen West Ham ausscheiden.
    Denn das Ergebnis wäre dann, dass wir trotz dieses grandiosen Abends nächste Saison nicht in der Europaleague spielen.
    Der Zweite ist halt immer auch der erste Verlierer!

    Und das würde ich so nicht schreiben, wenn Eintracht Frankfurt in Sachen Transfers und in Sachen Bundesliga ihre Hausaufgaben gemacht hätte. Hat sie aber nicht, unsere Eintracht.

    Sollten wir die Europaleague gewinnen, dann wäre es eine insgesamt durchwachsene Saison mit einem grandiosen Abschluss nach tollen Europaleague – Auftritten.
    Scheiden wir jedoch gegen West Ham aus oder verlieren das Endspiel ( was beides im Bereich des möglichen ist, ohne dass man dafür der Mannschaft einen Vorwurf machen könnte), dann wäre die Saison 2021/22 eine schlechte Saison mit Highlights in der Europaleague und einem epischen Spiel in Barcelona.
    Was jedoch dann bliebe, wäre ein einziges blamables Spiel im DFB – Pokal, eine miese Bundesligasaison mit einer katastrophalen, fast schon an die Rückrunde der Schande erinnernde Rückrunde und Europaleague – Highlightspiele ohne Happy End.

    Das Resultat aus dieser Saison, nach der sich die Kölns, Freiburgs, Unions und Mainzes dieser Welt vor uns geschoben haben, wäre dann ein Aderlass genau der Spieler, die solche Highlight – Auftritte erst möglich gemacht haben.
    Oder glaubt hier irgendjemand, dass ein Kostic, N’dicka oder ein Sow nächste Saison allen Ernstes hier bleiben, wenn wir nicht mehr international spielen? Wer weiß, wo dann ein Lindström hingeht. Toll. Herzlich Willkommen Kuolo – Muani. Danm haben wir zwar wieder einen Stürmer, aber keinen mehr, der ihn füttert. Und Oli Glasner darf wieder von ganz vorne beginnen, sein Sytem einzuüben und Laufwege.
    Herzlich Willkommen zurück im grauen Mittelmaß der Bundesliga. Aber wir haben ja die Erinnerung an zwei tolle Europaleaguesaisons.

    Kein Verein nimmt die Europaleague so sehr an, wie wir. Eintracht Frankfurt ist, sowohl mit diesen Fans, als auch mit den Auftritten der Mannschaft ein absolutes Aushängeschild für die Europaleague und wäre es auch für die Conference League und die Championsleague.
    Dafür werden wir zurecht gefeiert.
    Aber um dieses tolle Aushängeschild zu sein, muss sich die Eintracht qualifizieren. Über die nationale Liga. Wieder und wieder.
    Wer wird nächste Saison oder übernächste Saison noch über Eintracht Frankfurt reden, wenn wir im Mittelfeld der Bundesliga stehen oder darunter? Welcher gute Spieler wird dann Lust auf Eintracht Frankfurt haben, wenn ihnen andere Vereine entweder den internationalen Wettbewerb oder viel Geld bieten können?
    Welchen Wert hätte ein episches Viertelfinale im Camp Nou, wenn daraus nichts folgt?

    Es wäre diese Saison mehr als machbar gewesen, sich über die Bundesliga für Europa zu qualifizieren. Die Bundesliga ist DAS Tagesgeschäft. Damit steht und damit fällt alles. Und in diesem Punkt hat Eintracht Frankfurt in dieser Saison, vor allem in der Rückrunde, leider komplett versagt. I’m sorry.

    Dass das Spiel heute verloren wurde, werfe ich, wie oben bereits beschrieben, niemandem vor. Es sind alles nur Menschen und nach einem intensiven Spiel wie am Donnerstag heute gut zu performen- man zeige mir die Sportler, die das einfach so hinkriegen. Dazu kommt, dass wir nicht rotieren können, weil die zweite Garde alles in allem zu schlecht ist.

    Doch dass wir in dieser Situation sind, dass wir spätestens seit heute, eigentlich aber bereits seit dem schlechten Auftritt gegen Fürth, durch die desaströse Rückrunde all unsere Chancen auf die europäische Qualifikation über die Liga für nächstes Jahr verspielt haben, das muss! hinterfragt und aufgearbeitet werden. Denn diese Transferpolitik und diese Rückrunde machen Sorgen. Die teilweise fantastischen Auftritte in der Europaleague dürfen diese eklatanten Schwächen und Fehler nicht überdecken. Genauso wie dringend aufgearbeitet werden muss, warum manche Spieler, allen voran Kamada, eigentlich ausschließlich in Highlightspielen funktionieren, aber nicht im Alltag. Und eigentlich muss man sich knallhart von Spielern trennen, die auf den Ligaalltag nicht so richtig Bock haben. Denn Spieler, die nur für die Highlights bezahlt werden, kann sich Eintracht Frankfurt nicht leisten. Wie bereits oben geschrieben- die Bundesliga ist das Kerngeschäft, das Highlightspiele erst ermöglicht.

    Ich kann es auch nicht mehr hören, man müsste immer sehen, wo man herkommt. Was nimmt man denn da als Referenz? Manche nehmen die Zweitligazeiten als Referenz. Ich nicht. Ich bin 1974 beim DFB – Pokalsieg Eintracht Frankfurt Fan geworden. Damals, in den 70- er und 80- er Jahren hat sich die Eintracht in schöner Regelmäßigkeit für europäische Wettbewerbe qualifiziert. Das ging so. Bis in die 90-er Jahre. Da will ich wieder hin. Das ist meine Referenz.
    Dann haben Fehlleistung und Fehleinschätzungen einiger unserer Sportfunktionäre unsere Eintracht in sportliche und finanzielle Not gebracht. Es folgten Abstiege, Wiederaufstiege, wieder Abstiege.
    Ich freue mich immer noch über den DFB – Pokalgewinn 2018. Aber das sind 4 Jahre her. Wird Zeit für mal wieder einen großen Erfolg. Und damit meine ich kein gewonnenes Viertelfinale. Ich kann auch nicht voller Freude immer wieder abfeiern, dass wir ja seit unserem Wiederaufstieg 2012 ein ganzes Jahrzehnt nicht mehr abgestiegen sind. Für Eintracht Frankfurt ist ein Muss, in der Bundesliga zu spielen und kein Ritterschlag.
    Ich war nie ein Eventfan. Ich habe diese Eintracht auch in der zweiten Liga unterstützt und habe mir bei miesem Dreckwetter noch schlechtere Zweitligaspiele angesehen und meine Eintracht mit brennendem Herzen zum Sieg gebrüllt. Und wäre es 2002 tatsächlich zum Lizenzentzug gekommen, natürlich hätte ich die Eintracht auch in der Regionalliga unterstützt.
    Aber ganz ehrlich- ich fand 2. Liga beschissen. Und ich möchte da nie wieder hin. Ich fand die Fehler, die damals zu den Negativjahren führten, drastisch und schlimm.

    Den unbedingten Erfolg von Eintracht Frankfurt zu wollen, heißt nicht, dass man Eventfan ist.
    Ich möchte einfach, dass aus meiner, aus unserer Eintracht das bestmöglichste herausgeholt wird. Das ist in dieser Saison nicht gelungen. Und letzte Saison haben ein Lügner und ein selbstwahrnehmungsgestörter Egoist als 2 Ich – AG’s einen historischen Erfolg der Eintracht durch ihr Verschulden in die Tonne gekloppt. Seit den Gladbach – Spiel der vergangenen Saison spielt Eintracht Frankfurt in der Bundesliga, man muss das leider so deutlich sagen, bis auf wenige Spiele einen ziemlichen Mist. In der letzten Saison täuschte ein überragender Silva über die vorhandenen Problemstellen hinweg.

    Ehrlich gesagt, für Eintracht Frankfurt ist es nicht genug, sich jedes Jahr über die 40 Punkte zu freuen, die zum Klassenerhalt reichen (Funfact: Diese 40 Punkte haben wir mit Ende des 30. Spieltages dieser Saison immer noch nicht geschafft.)
    Fazit: Bis auf die Highlightspiele in Europa hat Eintracht Frankfurt diese Saison einfach nicht angeliefert. Und da stinkt der Fisch halt…

    Nee komm…

    Da ich zu den Menschen gehöre, deren Glas normalerweise eher halbvoll, als halbleer ist und ich eher zur Spezies der Optimisten gehöre, glaube ich jetzt einfach mal daran, dass wir am 18. Mai in Sevilla den Europaleague – Titel gewinnen. Dann spielen wir nächste Saison Championsleague.
    Meinen Sohn nerve ich schon seit Beginn der Saison mit der Aussage „wir gewinnen die Europaleague“. Der kann das schon nicht mehr hören und rollt mit den Augen, wenn ich das immer wieder wiederhole. Recht hat er.

    Aber ich glaube trotzdem daran.
    Erstens ist der 18. Mai mein Geburtstag.
    Zweitens haben wir 1980 den UEFA CUP gewonnen. Das war 21 Jahre nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft.
    Dieses Jahr sind es 63 Jahre (also 3 × 21 Jahre) nach der deutschen Meisterschaft. Und 42 Jahre (also 2×21 Jahre) nach dem letzten UEFA CUP Sieg. 21- Jahre Schritte.
    Drittens hat die Eintracht in der Saison 1979/80 eine ebenso beschissene Bundesligasaison gespielt, wie diese Saison. Wir beendeten damals die Saison auf Platz 9. Bei allen Minderleistungen in dieser Saison- einen schlechten Platz 9 halte ich auch diese Saison noch für möglich.
    Viertens haben wir am 18. Mai 2014 mit einem 2:2 zuhause gegen Wolfsburg die Europaleague erreicht, 5 Jahre später, am 18. Mai 2019 durch eine Niederlage in München und einem gleichzeitigen Sieg von Mainz gegen Hoffenheim erneut die Europaleague. Darum wäre es dieses Jahr, 3 Jahre später, am 18. Mai nur logisch, wenn wir die Championsleague erreichen. (2014 + 5 + +3, die jeweils möglichen 18. Mai Termine).
    Fünftens war ich 1980 14 Jahre alt. Jetzt, 2022, bin ich 56 Jahre alt. Das ist 4 × 14.
    Sechstens, das wusste ich aber natürlich vor ser Saison noch nicht, aber es würde passen: musi 1980 musste Grabi während dieser Saison vor dem UEFA Cup Finale seine Karriere beenden, um dann bei den Endspielen Glück zu bringen.
    Dieses Jahr hat Grabi sein Dasein auf der Erde beenden müssen, um jetzt von da oben Glück zu bringen und um am Ende geistig, als ewiger Mannschaftskapitän, den Pokal hochzuhalten.

    Außerdem glaube ich an die Mentalität der Mannschaft und den unbedingten Ehrgeiz von Oliver Glasner, der bei aller Freude weiß, dass die Mannschaft und er bis jetzt noch überhaupt nichts erreicht haben, sondern dass sie erst mit dem Finalsieg wirklich etwas erreicht haben.

    Für mich sind das alles Gründe, weshalb ich an den Sieg in der Europaleague glaube.
    Auch wenn meine Berechnungen natürlich etwas hergeholt scheinen und mein persönliches Leben, Alter, etc. natürlich keine Wechselwirkungen auf den Erfolg der Eintracht haben.
    Das weiß ich auch. Und in der Tat sind die Berechnungen von mir auch ziemlich schräg.
    Aber an irgendetwas muss sich meine Hoffnung und mein Glaube ja hochziehen.
    Ich habe mich im Familienkreis und Freundeskreis sehr aus dem Fenster gelehnt, in dem ich jedem, der es nicht hören wollte, erzählt habe, dass wir die Europaleague gewinnen.
    Und mir ist jetzt schon klar, dass ich im Falle einer Finalniederlage oder gar eines Halbfinalausscheidens verbal auf die Fresse bekomme. Und das ist dann völlig okay. Bin dann selbst schuld.

    Aber eines ist klar.
    Der Gewinn der Europaleague würde mich mit dieser Saison sehr versöhnen.
    Gewinnen wir diese nicht, dann hinterließe die Saison 2021/22 einen ziemlich schalen Nachgeschmack bei mir, verbunden mit teilweisem Unverständnis und durchaus auch Ärger. Und das läge dann nicht an den europäischen Auftritten.

    Ich habe seit fast eineinhalb Jahren nichts mehr geschrieben und klinke mich auch jetzt wieder aus, was eigene Statements betrifft.
    Aber heute musste ich einfach etwas schreiben, weil diese gesamte Saison bei mir von Ratlosigkeit, teilweise auch von Fassungslosigkeit und Kopfschütteln geprägt ist, bisweilen unterbrochen von großer Freude über die Auftritte in der Europaleague oder wenige Sahnetage wie dem 5:2 gegen Leverkusen, dem 4:1 bei Hertha BSC oder der Defensivschlacht beim 1:0 in Bayern.

    Die Liga ist für mich diese Saison komplett abgehakt. Leider.
    Ich freue mich jetzt nur noch auf das Halbfinale gegen West Ham und (hoffentlich!) das Finale in Sevilla. Das sind noch 3 Spiele. Ich hoffe, die Jungs holen in diesen 3 Spielen nochmal alles aus sich heraus. Für sich. Für Grabi. Für die Eintracht Frankfurt – Familie. Mit einem hoffentlich glorreichen Ende. In Europa ist dieser Mannschaft alles zuzutrauen. Auf jetzt, Eintracht!

    Über den Rest dieser Saison legen wir den Schleier des Vergessens. Dieser Rest wird weitgehend nicht als etwas bleiben, was der Erinnerung wert wäre, wird aber in den Gremien hoffentlich akribisch erörtert und aufgearbeitet.

    18. Mai 2022. Sevilla.
    Forza SGE

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  18. @67
    Was Sie geschrieben haben, kann ich nur unterschreiben.
    Liegt vielleicht daran, daß wir die Eintracht gleich lange emotional begleiten. Ich seit 1970 und Jürgen Grabowski der Held meiner Kindheit und Idol meiner Jugendzeit war.
    Es wäre wirklich schön, wenn sich die Eintracht den EL Pokal holen würde, auch in memoriam für Grabi.

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  19. @eaglecologne74: Großes Kino. Lese im Forum regelmäßig mit, schreibe ca. 2 x pro Saison, weil ich ohnehin nichts beizutragen hätte, was nicht vorher aus allen Blickwinkeln beschrieben wurde. Aber Deine Mühe, DAS alles auf den Punkt zu bringen … chapeau! Du triffst den Nagel (mehrmals und leider) auf den Kopf.

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