Fredi Bobic sieht keine Chance bei Max Kruse.

Nach einer spektakulären Saison ist an Urlaub für Fredi Bobic kaum zu denken. Die Kaderplanung muss vor dem Trainingsauftakt Anfang Juli vorangetrieben werden. Im Interview mit dem Podcast „Der Sechzehner“ nahm der Eintracht-Boss zu den Personalien Max Kruse, dem Leih-Trio Rode, Hinteregger und Trapp sowie dem Abgang von Luka Jovic Stellung. Hier die wichtigsten Aussagen im Wortlaut.

Fredi Bobic über…

… Max Kruse: „Ich glaube, dass Max ein super Spieler ist. Ich kenne ihn ja schon ewig, als er noch in St. Pauli gespielt hat und für jeden Verein eine wertvolle Ergänzung, also Verstärkung wäre. Auch mit 31. Natürlich haben wir uns mit ihm beschäftigt. Ist auch ganz normal. Aber es ist eben so, dass Max sehr gefragt ist auf dem Markt und er Angebote hat, wo es für ihn wirtschaftlich aber auch sportlich das richtig gut zu nutzen. Wir haben uns intensiv mit ihm beschäftigt. Aber ich sehe aktuell nicht die reelle Chance, dass wir ihn bekommen. Ist auch nicht so schlimm. Ist halt so.“

…die ausgeliehenen Kevin Trapp, Martin Hinteregger und Sebastian Rode: „Wir können uns natürlich vorstellen, dass die Spieler bei uns bleiben, das ist ganz klar. Es gestaltet sich nicht so einfach, es ist immer ja auch ein abgebender Verein da. Mit den Spielern sind wir von den Gesprächen und auch den Zahlen her sehr positiv. Sie wollen alle bleiben. Aber es ist nicht so einfach. Paris ist momentan ein bisschen anders, ich hab das Gefühl, das liegt auch an der Führungsriege. Da laufen die Verhandlungen noch. Da hoffen wir, dass wir zeitnah zu einem Abschluss kommen. Weil Kevin Trapp steht uns sehr gut zu Gesicht. Er freut sich total, dass er zurückgekehrt ist und wäre auch total happy, wenn er bleiben könnte. […] Bei Martin Hinteregger ist es so, dass man sehen muss, wie Augsburg darüber denkt. Seppl Rode ist ja gerade verletzt, mit ihm sind wir im Kontakt, er macht hier gerade auch seine Reha. Da werden wir schauen und mit Dortmund dann ins Gespräch gehen. Wir wollen alle drei fest verpflichten. Vielleicht gelingt es uns bei allen dreien, vielleicht nur bei zwei oder einem. Das sind Dinge, die normal sind. Auch das es sich ein bisschen hinzieht, weil jeder auch versucht ein bisschen den Markt zu testen.

…über den Abgang von Luka Jovic: „Es gab die Gerüchte und ich wusste auch, dass  sich Real mit ihm beschäftigt. Aber es gab noch keine offizielle Anfrage, deshalb musste ich auch nie lügen. Ich wusste, dass die ganze Barcelona-Riege in Mailand beim Europaleague-Spiel war. Die wollten den Jungen sehen. Wenn so ein Verein kommt, ein Angebot hinlegt. Das es dann schwer wird für uns ihn zu halten, ist doch klar. Ich habe immer gesagt, ich würde den Jungen noch gerne halten. Aber ich bin aus dieser Romantik, aus dieser Träumerei, schon lange raus im modernen Fußball. Es ist eben so, dass wir mit den ganz, ganz Großen nicht mithalten können. Zum einen was das wirtschaftliche, aber auch die sportliche Perspektive angeht, sind die natürlich so was von attraktiv, da kannst du keinen Riegel vorschieben. Aber es ist auch eine Bestätigung, dass wir gute Arbeit leisten. Wir sind ein Ausbildungsverein, aber eben auf einem höheren Niveau. Wenn so Vereine aus der Champions League-Region kommen, kannst du die Spieler nicht halten. Wenn sie größer als der Verein werden, musst du schauen, dass du Profit draus ziehst. Damit hältst du dich auch als Verein am Leben.“

…über Neuzugang Dejan Joveljic: „Wir sind natürlich attraktiv geworden, für die Agenturen, die Spieler. Sie sehen, wir können Spieler auf die nächste Stufe bringen, daran arbeiten wir. Es ist eine Win-Win-Situation für alle Seiten, die Agentur, den Spieler, den aufnehmenden und den abgebenden Verein. Wir versuchen Spieler besser machen, das muss immer unser Ziel sein. Uns werden durch die Paradebeispiele natürlich auch Spieler angeboten, die wir für drei Jahren nicht gekriegt hätten. […] Ich gehe nicht davon aus, dass er von heute auf morgen die Bundesliga zusammenschießt. Aber er hat die Qualität und er hat das Potenzial. Da wollen wir ihn hinführen. Dann haben wir alles richtig gemacht. Ob das im zweiten oder dritten Jahr sein wird, diese Zeit müssen wir dem jungen Burschen geben. Er muss Zeit bekommen, sich die Hörner abzustoßen in der Bundesliga. Da musst du dich komplett frei machen von dem öffentlichen Druck der Medien, der Fans. Da musst du sagen: wir haben eine klaren Plan mit dem Jungen und hoffen, dass der Plan aufgeht. Da musst du ihm die Zeit geben. Ihm habe ich gesagt: ‚Ich gehe nicht davon aus, dass du gleich in der Startelf bist, du musst erstmal hier reinkommen.‘ Er nimmt das voll mit. ‚Du musst lernen, Vertrauen zu haben, vor allem in den Trainer. Er wird dich dann schon bringen zum richtigen Zeitpunkt.‘ Das musst du von Anfang an machen.“

…über mögliche Transfers: „Es ist schon so, dass ich jeden Tag 30 bis 50 Anfragen habe für Spieler, die kann ich gar nicht alle lesen. Die schaue ich mir alle an, wenn ich abends Ruhe habe, sehe wo ich antworte, wo nicht. Da sind auch viele 08/15-Sachen, wo es nicht mal der Berater des Spielers ist. […] Fünf oder sechs Neue können noch kommen. Aber wir wollen auch einige abgeben. Wir haben einen bisschen größeren Kader gehabt, auch Leihspieler, von denen wir schon den ein oder anderen wieder in den Markt oder zu anderen Vereinen gebracht haben. So werden wir gucken, dass wir eine gute Balance finden. Aber es werden noch einige Personalien passieren. Bis zum 2. September ist noch viel Zeit. […] Einen Transfer im hohen zweistelligen Bereich werden wir nicht machen, weil es keinen Sinn macht. Du musst gut haushalten. Wir haben nicht nur im Sportlichen viel Nachholbedarf, brauchen Investitionsvolumen für Stadionübernahme, Geschäftsstelle, Profitrakt, weil wir immer noch so ein bisschen im Stadion in den Räumen dahinsiechen. Das müssen wir nebenbei auch stemmen. Aber wir werden auch in die Mannschaft investieren, in normalem Verhältnis, aber höherem als es vor drei Jahren war. Damals waren es 2,7 Millionen für den ganzen Kader. Jetzt sprechen wir von 20-30 Millionen, wir werden auf jeden Fall reinvestieren. Vernünftig. Wir können nicht von heute auf morgen große Gehaltssprünge machen.“

…über die Möglichkeit mit dem Jovic-Geld Sebastien Haller zu halten: „Du kannst das machen, die Frage ist, ob es sinnvoll ist. Aktuell ist es so, dass er sehr happy und glücklich ist und auch hier blieben will. Aber natürlich, wenn etwas ganz Großes um die Ecke kommt, kann doch immer die Situation entstehen, dass du ihn abgibst. Obwohl wir jetzt nicht mal ansatzweise dran denken ihn abzugeben. Aber es kann die Situation entstehen. Das Beträge entstehen, für den Spieler, den Verein, aber auch die sportliche Perspektive. Das selbe gilt auch für Ante Rebic oder andere Spieler mit Qualität bei uns im Kader.“

…über das Geschäftsmodell mit Leihspielern: „Was mir Sorge macht, ist das unglaublich viele Spieler, talentierte Spieler, vom Markt weggekauft werden von den ganz großen Klubs, ständig verliehen werden und sich irgendwann verlieren dadurch. Das ist etwas, wo sich die FIFA irgendwann mal überlegen muss, die Kader zu reduzieren. Die Leihspieler begrenzt. Ich glaube Chelsea hat 50 Leihspieler, bei Juventus ist das ein Geschäftsmodell. Wir in der Bundesliga arbeiten da ja sehr sorgfältig, wir haben keine 20 Leihspieler rumrennen. Wir leihen auch, verpflichten Jungs und geben sie in die zweite Liga, damit sie sich entwickeln. Das ist normal, aber alles in einer gesunden Art und Weise. Wenn ich überlege, wenn ich alles geholt habe, in Spanien, das sind immer Spieler, die in einem Vertragsverhältnis mit einem ganz großen Klub stehen. Die sind da nur hingeliehen. Aber sie werden für den großen Klub nie spielen.“

Adi Hütter entpuppte sich als Glücksgriff von Fredi Bobic.

…über die Verpflichtung von Adi Hütter: „Es ist ja meine Hauptaufgabe nach Trainern zu schauen, die auf dem Markt sind. Wir hatten drei hervorragende Fußballlehrer, davon hat sich Adi Hütter abgehoben, auch im persönlichen Gespräch. Ich hab ein kleines Team umgebaut, von analytischer Seite, von Scoutingseite, mit Sportdirektor Bruno Hübner und seiner Erfahrung. Dann hab ich die Namen reingeworfen und wollte ihre Meinung wissen. Dann kamen die persönlichen Gespräche, die ganz wichtig sind. Wir waren sehr glücklich, dass Adi Hütter uns zu verstehen gegeben hat, er würde das gerne machen. Das ist auch nicht selbstverständlich, wenn du so einen großen Erfolg mit Young Boys Bern hattest. Nach 32 Jahren Meister geworden bist, Champions League vor der Brust hast. Aber natürlich hat die Bundesliga immer einen Reiz auf die Trainer.“

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10 Kommentare

  1. Wie immer, super klare und nachvollziehbare Aussagen von FB. Ich wüsste wirklich nicht, worüber ich da meckern sollte. Auch die Aussagen zu noch bevorstehenden Abgängen und Zugängen, hört sich alles sehr überlegt an.
    Er sagt mit seinen Worten, wir sind Eintracht Frankfurt und wir haben in 3 Jahren eine weit überdurchschnittliche Entwicklung hingelegt, wissen aber wer wir sind und wo wir her kommen, also keine dummen und unrealistischen Sache. Sehr beruhigend.
    Forza SGE!

  2. Begrüße die mal relativ klaren Worte von Bobic. Das Joveljic Zeit bekommt ist okay, andere wie zB Cavar bekamen diese nicht. Die Frage ist dann nur, kommt dann noch ein Ersatz für Jovic oder wie ist es gedacht?
    Schade das sich FB nicht zum Nachwuchs bzw. zur Localplayer-Regelung geäußert hat.
    Hier mal ein passender Kommentar dazu
    https://www.90min.de/posts/6397293-uefa-und-frankfurt-im-clinch-das-frankfurter-transfer-system-in-der-kritik?utm_source=facebook.com&utm_medium=fan_pages&team=eintracht&utm_campaign=Eintracht&ref=1.html&fbclid=IwAR2L24POEswV6HHU7rNlgUCaN12JiJYyFqfwaAQfrPHcB7GpxWviIu9rpCg

  3. DAs Interview stellt mich voll und ganz zufrieden mit den Punkten, die angesprochen wurden. Was mir ebenfalls fehlt ist die Thematik Jugendarbeit. Klar, ein nach dem anderen, aber Jugendarbeit möchte ich hier einfach immer und immer wieder als Thema einwerfen. Aber da sag ich ja nichts neues. Beim nächsten Interview bei wem auch immer mal ganz speziell dieses Thema aufmachen.

  4. AM Thema Jugend sind sie ja dran. Aber bis das Früchte trägt dauert es sicher noch etwas. Auch für Bobic ist das ja ein Ziel das er im Blick hat.

    Bei Kruse haben wir “ aktuell keine reele Chance “ . Heißt für mich aber nicht, dass das Thema erledigt ist

  5. @euroadler
    Danke erst mal für das Einstellen des Artikels. Bei mehrmaligen Lesen des von einem Leverkusener Fan geschriebenen Artikels bin ich immer noch nicht ganz sicher ob es ihm wirklich nur um die Vernachlässigung des Nachwuchs geht oder ob da nicht doch ( wenn man zwischen den Zeilen liest ) eine gehörige Portion Neid,über dieses wohl doch Erfolgsmodell ,dahintersteckt.
    Mitleid bekommst du geschenkt , Neid musst du dir erarbeiten
    FORZA SGE

  6. Der Artikel von diesem Pillen Fan ist schon sehr einseitig. Auch sollte er mal bei Tante Käthe nachfragen, ob es im Sinne des deutschen Fussballs ist, gute Hoffnungsvolle Spieler nur auf die Bank zu setzten, aber beim Wechselwunsch zu einem deutschen Verein gleich mal Mondpreise als Ablöse zu verlangen.
    Nicht zu vergessen, dieser mit Chemie Millionen gepämperte Club kauft seit Jahren anderen deutschen Vereinen die guten Spieler weg, sollen sie doch mal vormachen, dass es auch anders geht.
    Jedem seine Meinung, doch zuviel chemisches Pulver sollte dabei nicht im Spiel sein.
    Forza SGE!

  7. Zu @3
    Eigentlich hat der Artikel, wenn man ihn überfliegt, keine schlechte Linie … wird aber durch Details total verkackt & unglaubwürdig.

    ‚Die deutschen Vereine stehen in der Pflicht, der Jugend in Deutschland die Chance zu geben, sich zu etablieren. Nur so kann langfristig auch das Nationalteam wettbewerbsfähig bleiben…Man soll mich nicht falsch verstehen, denn ich stehe weder für Nationalismus noch für Protektionismus.‘
    Ähh, what??
    Haben die Vereine der Bundesliga die Pflicht für die heimische Nationalmannschaft auszubilden? Wenn ja (Regularien Kaderzusammenstellung), dann darf man dieses Prinzip durchaus in Frage stellen. Was bringt mir das, wenn ich dadurch gezwungen bin stets um den Klassenerhalt zu kämpfen? Ein professioneller Verein versucht im Rahmen der Regularien so erfolgreich wie möglich zu spielen.

    ‚Teil dieser Bestimmung ist auch, dass allerhöchstens 17 der 25 Spieler im Ausland ausgebildet sein dürfen. Für Frankfurt ein Problem…‘
    Ich hab noch von keinem Vertreter von EF gehört, dass das ein Problem sein soll.
    Wenn es ein Problem ist, dann will ich es lieber als Probleme von Hannover, Schalke & Stuttgart.

    ‚Damals erwies sich die Verletzung Salcedos als Lösung..‘ sagt wer?

    ‚Zur Rückrunde der Saison 18/19 durfte dann neu nominiert werden und die deutschen Spieler Rode und Trapp lockerte die Situation noch weiter für die Eintracht auf.‘
    Trapp war schon vorher im Kader.

    ‚Die Gefahr besteht, dass die deutsche Talentschmiede bei einer weiteren Konzentration auf den ausländischen Spielermarkt zu sehr in den Hintergrund gerät.‘
    Keine Gefahr, denn dann werden deutsche Spieler wieder billiger. Das beste Beispiel kommt im folgenden Abschnitt.

    ‚wie man die beispielsweise in England sieht. Dort setzten die Top-Klubs jahrelang kaum auf einheimische Spieler. Die Auswirkungen? Englands Klubs spielten zwar auf Topniveau, die Nationalmannschaft allerdings keine Rolle mehr.‘
    Was will der denn stets mit seiner Nationalmannschaft & den Ligen? Der soll sich lieber mal den Kader & die ind. Laufbahnen der Kroaten anschauen. Auch so geht Erfolg.

    ‚Erst in den vergangenen Jahren kam die Talentförderung wieder ins Rollen und prompt gehören die Three Lions wieder zu den Besten der Welt.‘
    Wo spielen denn die Spieler der U21 Englands?
    Mal den Kader der U21-EM durchgehen:

    Analyse:
    In dem 23-Mann-Kader hatten in der letzten Saison…
    – 6 (!) Spieler 20 oder mehr Einsätze in der Premier League. 1-2 sind Stammspieler bzw regelmäßig in der ersten Elf.
    – 5 Spieler weniger als 14 Einsätze in der PL
    – ein Spieler (Foden) internationale Einsätze mit seinem englischen Verein (Man City)
    – 2 Spieler spielten im Ausland und dort auch international
    – 5 Spieler hatten (wenige) Einsätze in der U23-Liga der PL-Vereine
    – 9 Spieler spielten in der 2. Liga

    Sprich: Ja, die Talentförderung wurde verbessert. Das lag aber nicht an der heimischen ersten Liga. Wer international spielen will muss ins Ausland wechseln. Im Normalfall obliegt in England die Talentförderung den 2. Ligisten.
    Der Aufschwung der Engländer hat somit nichts mit den erstklassigen Vereinen zu tun & damit ist seine Aussage (das System Eintracht schadet der Nationalmannschaft) komplett entkräftet.
    Der Unterschied: In England gibt es eine eigene U23-Liga & 3 Pokalwettbewerbe.

    Nicht vergessen: Bayer Leverkusen hat die U23 (wie wir) abgemeldet.
    Der Unterschied: Sie können sich Talentförderung (talentierte, junge dt Spieler) durch externe Hilfe von Bayer leisten.

    ‚In Deutschland stand man zwischen 2010 und 2014 auf der Spitze der nationalen Förderung. Darauf ruhte man sich jedoch aus, mit der Konsequenz, dass bei der WM 2018 das deutsche Team irgendwie altbacken erschien.‘
    Belege?
    Der Bundestrainer hat im Vgl zu England erfahrenen Spielern vertraut. Dass es nicht an den mangelnden Talenten lag konnte man im Jahr zuvor beim Gewinn des Confed-Cups erkennen.

    ‚Sportlich und finanziell lohnt sich die eigene Förderung kaum noch für die Topvereine. Große und deutsche Talente sind bei den Vereinen immer seltener zu sehen.‘
    Das lass ich mal dahingestellt.
    Aber: Entweder international mithalten oder Talente spielen lassen. Für beides fehlt im Normalfall das Geld.

    ‚Frankfurt reizt aktuell das eine Prinzip bis ins Extremste aus, sodass man schon mit den Regularien in Konflikt kommt. Sportlich gesehen gibt ihnen ihr Weg Recht, im Gesamtkomplex ist ihr Transferprinzip allerdings aufs Schärfste zu beobachten. Ich hoffe, dass nicht irgendwann alle deutschen Vereine auf ein ähnliches Prinzip setzen, denn das würde der deutschen Fußballkultur auf Dauer extrem schaden.‘

    Wann fangen Kinder an Tennis zu spielen? Wenn es einen Boris Becker oder eine Steffi Graf gibt. Vielleicht schafft es ja Zverev mal soweit.
    Wann fangen Kinder in Frankfurt an zu kicken? Wenn es eine Topmannschaft mit Stars gibt auf die man aufschaut.
    Ob die Yeboah, Okocha oder Möller heißen ist m.E. erstmal zweitrangig.
    Viele derzeitige Spieler sprechen, wenn es um ihre Vorbilder als Kinder geht, von ausländischen Spielern (Ronaldo, Zidane, Roberto Carlos etc). Weniger haben das Kicken wegen Jeremies begonnen.

    Dementsprechend halte ich von dem Artikel: gar nichts!
    Und ich sehe durch das System der Eintracht ganz sicher nicht den deutschen Fußball in Gefahr.
    Bobic hat zu dem Thema schon alles gesagt:
    Deutsche Talente sind grundlegendst zu teuer für das, was man am Ende (im internationalen Vergleich) bekommt.
    Wenn dadurch die besten deutschen Spieler in einer anderen Liga spielen (wie schon beim WM-Gewinn 1990): so what?
    Dann lernen die sich durchzusetzen & bekommen weniger den Po gepudert. So wie das Ausländern in Deutschland auch geht.
    Alles ist gut!

    Wobei ich mich natürlich freue, wenn es ein junger, deutscher Spieler bei uns packt. Aber verdienen muss er es sich.
    Ansonsten wird der Kader halt mit den besten Jugendspielern an Position 21-25 aufgefüllt um den Regularien gerecht zu werden.

  8. @9
    Meiner Meinung nach werden die deutschen Talente zu wenig gefördert. Ausnahmen sind da Freiburg und Hoffenheim. Die größten Talente werden von den Topvereinen oftmals gekauft und versauern dann. Wo sind denn z. B. die U21 Europameister von 2017? Und wenn ich mir die aktuelle U21 anschaue, die sind im Halbfinale. Aber in zwei Jahren wird dann kaum einer Stammspieler in der BL sein. Ob die deutschen Spieler wirklich teuerer sind, da sollte man mal in Freiburg nachfragen, wie die sich das leisten können.

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