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Burkardt knapp vor Uzun bei der Spielerbenotung. Foto: IMAGO / as-sportfoto

11:0 gegen St. Tönis: Burkardt mit Dreierpack, Uzun glänzt als Vorbereiter

Eintracht Frankfurt hat die Pflichtaufgabe beim Oberligisten FC St. Tönis erwartungsgemäß gelöst und sich mit einem 11:0-Erfolg für die zweite Runde des DFB-Pokals qualifiziert. Bereits zur Halbzeit war die Partie entschieden. Die SGE führte mit 10:0 und stellte damit die höchste Halbzeitführung in der Geschichte des DFB-Pokals auf. Angesichts des Klassenunterschieds war die Partie allerdings nur bedingt ein echter Gradmesser für die Mannschaft von Adi Hütter. Die Eintracht dominierte das Geschehen von Beginn an und nutzte ihre Chancen konsequent. Nach der Pause nahm Frankfurt erwartungsgemäß etwas Tempo aus der Partie, ohne den Gastgebern nochmal die Chance auf den Ehrentreffer zu geben.

Mit Raphael Onyedika und Otavio standen zwei Neuzugänge in der Startelf. Die Außenbahnen wurden wie in der Vorbereitung durch Keita Kosugi und Elias Baum besetzt. Im Tor stand noch Kaua Santos. Niels Nkounkou, Arthur Theate und Elye Wahi standen nicht im Kader.

Wer nutzte die Partie, um Eigenwerbung zu betreiben? Wer konnte überzeugen und bei wem bleibt trotz des klaren Ergebnisses noch Luft nach oben? Wir haben die Leistungen der Eintracht-Spieler unter die Lupe genommen.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen FC St. Tönis der sechzehn zensierten Spieler den Wert 2,70. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie.

Die Einzelnoten der über 260 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

– Spieler des Spiels – Jonathan Burkardt: Drei Tore, zwei Vorlagen und ständig gefährlich. Burkardt eröffnete die Partie per Kopf, legte Amaimouni das 3:0 und Baum das 8:0 auf und traf noch vor der Pause zweimal selbst. Vor allem seine Präsenz im Strafraum und seine Konsequenz vor dem Tor stachen heraus. Gegen einen überforderten Gegner zwar kein ultimativer Gradmesser, aber Burkardt erledigte seine Aufgabe ausgesprochen souverän.

Can Uzun: Nicht weniger spielprägend als Burkardt und am Ende ebenfalls mit fünf Scorerpunkten: Uzun war an nahezu allem beteiligt, was in der ersten Halbzeit nach vorne ging. Zwei Tore erzielte der Offensivmann selbst, dazu kamen drei Vorlagen. Besonders seine Standards waren ein Faktor, denn sowohl Burkardt als auch Koch trafen nach seinen Ecken. Auch nach dem Seitenwechsel blieb er auffällig und legte Chaibi noch das 11:0 auf.

Keita Kosugi: Der Japaner feierte sein erstes Pflichtspiel für die Eintracht und sammelte gleich drei Vorlagen. Kosugi schlug die Flanke zum 4:0, bereitete Uzuns zweiten Treffer vor und war auch beim 7:0 durch Burkardt beteiligt. Dazu schaltete er sich immer wieder nach vorne ein. Für einen ersten Pflichtspieleinsatz war das eine bemerkenswert produktive Vorstellung, wenngleich er aktuell weiter konkurrenzlos auf seiner Seite unterwegs ist. Der Bundesligaauftakt gegen Union wird zeigen, wo er wirklich steht.

Ayoube Amaimouni: Amaimouni war von Beginn an sehr aktiv und belohnte sich mit einem weiteren Pflichtspieltor für die Eintracht. Beim 3:0 nahm er Burkardts Zuspiel auf und schloss sicher ins lange Eck ab. In der ersten Hälfte spulte er zudem starke sieben Kilometer ab und ging in 17 Duelle, von denen er acht gewann.

Mario Götze: Götze musste nicht übermäßig viel investieren, war aber gerade in der ersten Halbzeit sehr präsent. Der Weltmeister leitete viele Angriffe mit ein und erzielte kurz vor dem Pausenpfiff mit einem Distanzschuss das 10:0. Besonders auffällig: Laut Datenerhebung auf „eintracht.de“ zufolge sammelte Götze die meisten Ballgewinne aller Frankfurter, die Hälfte davon sogar im Angriffsdrittel.

Raphael Onyedika: Bei seinem Pflichtspieldebüt hatte Onyedika naturgemäß weniger Möglichkeiten, sich spektakulär in Szene zu setzen. Der Nigerianer hielt gemeinsam mit Götze das Zentrum zusammen und musste gegen einen tief stehenden Oberligisten vor allem für Ordnung sorgen. Nach dem Seitenwechsel, als die Eintracht deutlich weniger Druck entwickelte, blieb er unauffällig. Eine solide Premiere, mehr aber auch nicht.

Robin Koch: Der Kapitän hatte hinten einen ausgesprochen ruhigen Abend und durfte sich zusätzlich über ein eigenes Tor freuen. Nach Uzuns Ecke stieg Koch am höchsten und köpfte zum 2:0 ein. Defensiv war er kaum gefordert, was bei diesem Spielverlauf allerdings nicht seine Schuld war. Nach 68 Minuten war für ihn Feierabend und er machte Platz für Maluze, der sein Pflichtspieldebüt feierte.

Younes Ebnoutalib: Ebnoutalib hatte zunächst Pech, als er nach einem starken Solo an St. Tönis-Keeper Sell scheiterte. Kurz vor der Pause belohnte er sich dann doch und staubte nach einer Ecke zum 9:0 ab. Gerade seine Bewegungen im Angriff sorgten immer wieder für Unruhe. Allerdings merkte man ihm auch an, dass er noch nicht bei 100 Prozent ist.

Fares Chaibi: Chaibi kam erst nach rund 70 Minuten ins Spiel, als die Partie längst entschieden war. Entsprechend schwierig war es für ihn, noch nachhaltig aufzufallen. Immerhin blieb er geduldig und setzte mit einem trockenen Abschluss aus der Distanz den Schlusspunkt zum 11:0. Dazu brachte er nach seiner Einwechslung noch einmal etwas Bewegung in die Offensive.

Elias Baum: Baum nutzte seinen offensiven Freiraum und durfte sich über sein erstes Pflichtspieltor für die Eintracht freuen. Nach Burkardts Zuspiel blieb er vor dem Tor cool und erhöhte auf 8:0. Ansonsten hatte der Rechtsverteidiger defensiv kaum Arbeit und konnte sich immer wieder in die Offensive einschalten. Nach 45 Minuten war sein Arbeitstag beendet.

Love Arrhov: Arrhov bekam erst in der 84. Minute seine Chance und hatte damit kaum Zeit, sich noch nachhaltig einzubringen. Die Partie war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden. Seine Hereinnahme war aber ein deutliches Zeichen, dass er in diesem Jahr weiter herangeführt werden soll. Sein Teamkollege Jean-Matteo Bahoya blieb derweil außen vor.

Otavio: Sein Pflichtspieldebüt verlief unspektakulär, was für einen Innenverteidiger in diesem Spiel allerdings durchaus als Kompliment gemeint ist. Otavio musste kaum einmal ernsthaft eingreifen und hielt die Defensive gemeinsam mit Koch problemlos sauber. Der Gegner kam zu keinem einzigen Schuss auf das Frankfurter Tor. Für eine wirklich aussagekräftige Bewertung fehlte ihm allerdings die Gegenwehr – genauso wie bei Onyedika.

Jeremiah Maluze: Für Maluze war es ein besonderer Abend: Der Youngster feierte nach seiner Einwechslung in der 68. Minute sein Pflichtspieldebüt für die Eintracht. Viel zu tun bekam er nicht mehr, da St. Tönis zu diesem Zeitpunkt kaum noch aus der eigenen Hälfte kam.

Kaua Santos: Santos erlebte nach dem Brentford-Debakel einen deutlich ruhigeren Abend. Der Brasilianer musste keinen einzigen Schuss auf sein Tor abwehren und blieb entsprechend weitgehend beschäftigungslos. Positiv ist das zu null, als echter Leistungstest taugt die Partie allerdings kaum. Für seine aktuelle Situation im Konkurrenzkampf um die Nummer eins dürfte das Spiel deshalb wenig verändert haben.

Ansgar Knauff: Knauff kam zur Halbzeit für Baum und hatte damit eine komplette Hälfte Zeit, sich zu zeigen. Wirklich auffällig wurde er allerdings nicht. Die Eintracht dominierte zwar weiterhin den Ball, spielte nach der Pause aber längst nicht mehr mit der Zielstrebigkeit der ersten 45 Minuten.

Malik Pimpong: Pimpong feierte in der 68. Minute sein Profidebüt und erfüllte sich damit einen besonderen Moment. Viel mehr lässt sich über seinen Auftritt allerdings kaum sagen. Bei seiner Einwechslung stand es bereits 10:0, die Partie war entschieden und die Eintracht schaltete anschließend deutlich zurück.

Tor: K. Santos40
∅ 3,0
Abwehr: K. Kosugi26
∅ 2,0
Abwehr: R. Koch4
∅ 2,5
Abwehr: E. Baum2
∅ 2,5
Mittelfeld: C. Uzun42
∅ 1,5
Mittelfeld: R. Onyedika25
∅ 2,5
Mittelfeld: M. Götze27
∅ 2,5
Mittelfeld: A. Amaimouni29
∅ 2,5
Sturm: J. Burkardt9
∅ 1,5
Sturm: Y. Ebnoutalib11
∅ 2,5
BANK
: M. Zetterer23
: L. Arrhov31
∅ 3,0
: J. Bahoya19
: F. Chaibi8
∅ 2,5
: O. Hojlund6
: A. Knauff7
∅ 3,0
: M. Pimpong35
∅ 3,0
: J. Maluze37
∅ 3,0
: J. Etse53
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DFB-Pokal 2026/27 - 1. Runde

SC St. Tönis – Eintracht Frankfurt 0:11 (0:10)
264 Teilnehmende
ToreEigentorVorlagenGelbGelb-RotRotEin-/Auswechslung
Santos, Kaua∅ 3,0
123456-
Kosugi, Keita∅ 2,0
3x
123456-
Otavio, Galdino Fernandes∅ 3,0
123456-
Koch, Robin∅ 2,5
68. 1x
123456-
Baum, Elias∅ 2,5
46. 1x
123456-
Uzun, Can∅ 1,5
2x 3x
123456-
Onyedika, Raphael∅ 2,5
123456-
Götze, Mario∅ 2,5
69. 1x
123456-
Amaimouni, Ayoube∅ 2,5
84. 1x
123456-
Burkardt, Jonathan ∅ 1,5
68. 3x 2x
123456-
Ebnoutalib, Younes∅ 2,5
1x 1x
123456-
Knauff, Ansgar∅ 3,0
46.
123456-
Maluze, Jeremiah∅ 3,0
68.
123456-
Pimpong, Malik∅ 3,0
68.
123456-
Chaibi, Fares∅ 2,5
69. 1x
123456-
Arrhov, Love∅ 3,0
84.
123456-

Ein Kommentar

Fallback Avatar 1. mainesge 24. August 26, 18:37 Uhr

Ebnoutalib sollte doch körperlich so langsam fitt sein, oder ? Die Verletzung ist schon länger her und er soll ja angeblich voll durchtrainiert sein (6% Körperfett hiess es, nach seinen Extraschichten in Sommerurlaub). Vielleicht war auch gemeint dass ihm noch Spielpraxis fehlt, das ist klar.
Ich denke es ist einfach wichtig, dass er fürs Team arbeitet und wir ihm Zeit geben. Tore kommen dann bestimmt zwangsläufig.
In den Umstand, dass Bahoya nicht eingewechselt wurde, würde ich derzeit nicht zu viel hineininterpretieren/spekulieren. Hat er die Vorbereitung nicht grösstenteils verpasst ? Und Arrhov steht wahrscheinlich voll im Saft und hat deshalb den Vorzug erhalten.

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