Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Doan machte ein starkes Spiel gegen den 1. FC Köln. Foto: IMAGO / HMB-Media

Im Fokus: Doan mit stark verbesserter Leistung gegen Köln

Gegen einen tiefstehenden Block vom 1. FC Köln tat sich die Frankfurter Eintracht über die vollen 90 Minuten schwer. Sehr kompakt und griffig verteidigten die „Geißböcke“ fast alles weg, was in die Richtung ihres Kastens kam. Gerade im zweiten Durchgang rannte die SGE dann fast pausenlos an und wollte den Sieg vor heimischer Kulisse erzwingen. Dass es letztlich gelang und Younes Ebnoutalib sehenswert zum 1:0-Endstand einschob, bescherte der Eintracht das Happy End. Dabei war das Spiel wahrlich highlightarm. Sehr selten konnten die Jungs von Cheftrainer Adi Hütter wirklich zwingend werden. Einer der Eintracht-Spieler fiel aber besonders positiv auf in der Offensive und das war Ritsu Doan.

Zwei Gesichter

Der Japaner wird derzeit durchaus ambivalent betrachtet bei den Fans der Hessen. Fünf Spiele, null Tore und ein Assist sind nicht die Werte, die man sich von einem Spieler seines Kalibers erwartet. Und tatsächlich ist viel Licht aber eben auch viel Schatten dabei im Spiel des quirligen Rechtsaußen. Gegen RB Leipzig noch musste er sich viel öffentlicher Kritik stellen. Zwar brachte er 88 Prozent seiner Zuspiele an den Mann, aber er blieb viel zu häufig hängen an der Leipziger Hintermannschaft. Ballverluste, die dann schnell nach hinten losgingen. In Leipzig sogar richtig schnell. Ab der 77. Spielminute hatte Hütter dann genug gesehen und wechselte Doan aus.

Offensiver Lichtblick gegen Köln

Gegen Köln zeigte er dann aber ein ganz anderes Spiel. Wie eingangs erwähnt tat sich die Frankfurter Offensive sehr schwer. Wenn aber etwas Dynamik aufkam, dann über den 28-Jährigen. Er war stets anspielbar und vermochte auch lange Bälle mit sehr guten ersten Kontakten anzunehmen und weiterzuverarbeiten. Immer wieder trat er Läufe zwischen die Ketten der Kölner an und so riss er Räume für seine Mitspieler. Etliche seiner Zuspiele im letzten Drittel fanden Abnehmer. Dennoch blieb der Japaner wieder ohne eigenen Scorer. Dabei bereitete er insgesamt drei Torschüsse vor. Und das waren zum Teil richtige Hochkaräter. So zum Beispiel in der Mitte der zweiten Halbzeit, als seine Flanke mustergültig auf der Stirn von Fares Chaibi landete. Der Algerier konnte völlig frei per Kopf abschließen, brachte dann aber keine Wucht hinter den Ball, sodass Marvin Schwäbe im Kölner Tor keinerlei Probleme mit der Abwehr hatte. Das lag aber an dem schlechten Abschluss – nicht an der Vorlage. Und noch etwas war gegen Köln zu erkennen. Doan dirigierte die Spieler um sich herum. Gerade gegen den Ball gab er lautstarke Anweisungen an seine Mitspieler und war ständig mit Handzeichen beschäftigt, um die Leute hinter sich anzuweisen. Er scheint immer mehr in die Rolle des Führungsspielers hineinzuwachsen.

Gegen den „Effzeh“ wirkte es teilweise so, als kämpfe Doan alleine auf weiter Flur. Während die Hessen phasenweise statisch wirkten, nahm Doan immer wieder Fahrt auf und trieb den Ball unaufhörlich in die Spitze. Mal kippte er dann ab und zog selbst in die Mitte, mal wählte er die Option des Abspiels. Spieler wie Doan profitieren sehr davon, wenn sie aktive Mitspieler um sich herum haben. Das war gegen Köln nicht der Fall und dennoch war er mit Sicherheit einer der besten, wenn nicht gar der beste Offensivmann der Eintracht am vergangenen Freitagabend. Ein Doan wie dieser wird der Eintracht noch einige Punkte bescheren. Der Frankfurter Anhang tut derweil aber gut daran, den Spieler nicht nur an nackten Scorerzahlen zu bewerten. Bereits neun Torschussvorlagen hat Doan in dieser Saison. Nur Uzun hat mehr (15). Kein anderer Adlerträger kreierte zudem so viele Großchancen wie Doan. In sechs Spielen sind es bereits drei Großchancen. Da kommt nicht einmal Uzun heran. Aber klar ist auch: Doan muss mehr Konstanz in sein Spiel bringen.

Weitere Artikel

4 Kommentare

Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. Ob Stehblock, VIP-Loge, Currywurst oder Handkäs-Häppchen - Hauptsache SGE4EVER.de! Denn der User unterstützt das Onlinemagazin mit einem monatlichen oder jährlichen Betrag und genießt zudem besondere Vorteile: Werbefreiheit, Gewinnspiele etc. 1. Block42 18. Oktober 26, 09:56 Uhr

Doan ist ein guter Fußballer und hat ein super Spiel gemacht. Leider funktioniert er bei uns bisher nicht so gut, wie man es sich bei einem 20 (!) Millionen Transfer erhofft hat. Wahrscheinlich liegt es auch am Zusammenspiel mit den Mitspielern, die ihm gedanklich oft nicht so schnell folgen können. Aber vielleicht wird das im Laufe der nächsten Spiele stabiler und wir werden noch viel Freude an ihm haben.

2
Avatar 2. vinniejones 18. Oktober 26, 11:28 Uhr

OT: Die Bild arbeitet wieder vor. Von angeblichen Insider wisse man, das Beck „zwischen den Zeilen“ die Zeitenwende (Zeit nach Krösche) einläuten wird. Wohl gemerkt „zwischen den Zeilen“… Also hat die Bild auf jeden Fall recht im Nachgang, da es so viel Interpretationensspielraum geben wird, dass schon irgendwas passen wird. Die ersten Online Portal springen schon auf - I love it . Qualitätsjournalismus at its best

10
Fallback Avatar 3. g-block1978 18. Oktober 26, 12:27 Uhr Zitat - vinniejones OT: Die Bild arbeitet wieder vor. Von angeblichen Insider wisse man, das Beck „zwischen den Zeilen“ die Zeitenwende (Zeit nach Krösche) einläuten wird. Wohl gemerkt „zwischen den Zeilen“… Also hat die Bild auf jeden Fall recht im Nachgang, da es so viel Interpretationensspielraum geben wird, dass schon irgendwas passen wird. Die ersten Online Portal springen schon auf - I love it . Qualitätsjournalismus at its best Path

soetwas will man hier nicht lesen, du musst loben, die Eintracht in den Himmel loben, weil sie Köln geschlagen hat und das alle im Verbund stark zusammen gehalten haben und und und, alles was nett zu lesen ist.
Ich freue mich auch darüber, denn jetzt sind es nur noch fehlende 30 Punkte zum Nichtabstieg.
Man will nicht hören, wäre Köln in der ertsen Minute 1:0 in Führung gegangen oder kurz vor der Pause durch El Mala. Das Spiel wäre ein anderes geworden und Eintracht hätte gegen eine Wand gespielt, kann sie ja sooo gut.
Man will auch nicht hören das Leipzig 6:0 gegen Frankfurt gewonnen hat, gestern aber 6:1 in München abgeklatscht worden ist, was wäre da nur mit Eintracht letzte Woche in München passiert ?
Man will auch nicht hören das Younes verliehen werden sollte, wenn Kalimuendo gekommen wäre. Habe nie verstanden warum man noch einen Stürmer holen wollte, wenn die Abwehr dringend Bedarf hatte, aber das ist Managment.
Ich habe keine Ahnung wie viel die Führung der Eintracht bei der Personalplanung bei Krösche eingreift. Krösche hat einge Fehler zuletzt gemacht, ob die alle auf seinem Mist gewachsen sind, wissen wir alle nicht. Auf jeden Fall war abzusehen, das dieser Kader nichts großes reißen wird. Warum man so verfahren hat, werden wir nie erfahren.
Hätten wir einen guten Kader, so wäre Köln 3:1 abgespeißt worden, so war es ein Spiel auf Augenhöhe und 3 wichtige Punkte gegen den Abstieg.
Dank an den gut spielenden Younes und Atubolu und der zündenden Idee von Adi Collins endlich raus zu nehmen und Aseko zu bringen.
Die einzige Hoffnung die bleibt ist der Winterwechsel, da das Glück zu haben bei den second Hand Spielern, ein paar echte Zünder zu finden, die der Mannschaft helfen.

41
Fallback Avatar 4. adelaar 18. Oktober 26, 14:28 Uhr

Nachdem ich den Treffer mittlerweise sehen konnte, leiste ich bereitwilligst Abbitte:
Noels und Younes' Kabinettstückchen der gehobenen Extraklasse hätten mich gewiss für das einschläfernde Gerumpel insb. der 1.HZ entschädigt, wenn ich nach der Pause noch wach gewesen wäre. Werde mir die 2. Hälfte wohl nochmal anschauen.
Und oft genug waren solche 1:0-Siege für uns letztlich die nachhaltigeren.

0

Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.