Danny da Costa freut sich über seinen Treffer zum 1:0 gegen Mönchengladbach.

Erneut erkämpft sich Eintracht Frankfurt ein Unentschieden. Nach der Doppelbelastung mit dem Auswärtsspiel gegen Schachtar Donezk, ist die SGE mit dem Punktgewinn gegen Borussia Mönchengladbach nicht unglücklich – obwohl alle wussten, dass der Sieg denkbar knapp verpasst wurde und gut getan hätte – und blickt nun auf das entscheidende Rückspiel in der Europa League. Wir haben für Euch die Stimmen zum Spiel gesammelt:

Adi Hütter: „Es war das erwartet schwere Heimspiel gegen eine Top-Mannschaft. Speziell in der ersten Halbzeit hat die Borussia gezeigt, dass sie unheimlich gut nach vorne spielen kann. Das 1:0 war natürlich sehr wichtig für uns. Hinten heraus haben wir dann Tribut zahlen müssen, was unsere Kräfte anbelangt. Gladbach hat mit Alassane Plea noch einmal einen torgefährlichen Stürmer gewechselt. Schade, dass mein Ex-Spieler Denis Zakaria den Ausgleich erzielt hat. Wir sind trotz allem seit sechs Spielen in der Liga ungeschlagen. Natürlich kommt man mit Unentschieden nicht weiter aber man muss auch einmal die Gegner sehen gegen die wir gespielt haben.“

..zur Doppelbelastung: „Ich habe immer wieder betont, dass wir die Doppelbelastung sehr gerne annehmen. Auch im vergangenen Herbst haben wir nach den Auftritten in der Europa League gute Spiele gezeigt. Wir haben heute gegen den Tabellendritten 1:1 gespielt, deshalb will ich nicht sagen, dass wir mental nicht frisch waren. Es ist schwer, wenn du am Donnerstag bei zehn Grad Minus spielst und dann noch zurück musst. Gladbach gehört zu den besten Mannschaften der Bundesliga und sie konnten sich eine Woche auf uns vorbereiten. Trotz allem haben wir nicht verloren. In einer Phase der zweiten Halbzeit hatte ich sogar das Gefühl, dass wir ein zweites Tor schießen können. Mit der Chance von Josip Drmic hätten wir es dann noch verlieren können. Von daher: alles gut.“

Gelson Fernandes: „Gladbach hat es verdient hier heute ein Tor zu schießen. Vor allem in den ersten 30 Minuten waren sie frisch und spritzig. Sie sind spielerisch sehr gut, aber wir haben gekämpft. Wir werden weiter machen. Aber es ist einfach auch schwer gegen die Spitzenmannschaften zu gewinnen. Natürlich wäre ein Sieg gut gewesen, das wissen wir alle. In der Hinrunde haben wir diese Spiele fast alle verloren. Wir nehmen diesen Punkt hier heute mit. Mit der Doppelbelastung ist das nicht einfach, aber wir gehen an unsere Grenzen. Vor allem in Hinblick auf den Donnerstag werden wir alles geben.“

..zu seiner Verletzung: „Ich musste ausgewechselt werden, weil ich hinten am Oberschenkel etwas gespürt habe. Wir müssen jetzt das MRT abwarten und dann wissen wir, was es genau ist. Ich kenne meinen Körper und habe kein gutes Gefühl. Ich hatte den gleichen Schmerz schon einmal.“

Danny da Costa: „Wir haben lange geführt und leider kurz vor Schluss noch den Ausgleich gefangen. Das ist im ersten Moment ein bisschen bitter. Es hätte uns gut getan, das 1:0 mal über die Bühne zu bringen und einen dreckigen Sieg einzufahren. Wir haben insgesamt nämlich auch gar nicht so viel zugelassen. Dennoch haben wir gegen eine Top-Mannschaft unentschieden gespielt. Da gibt es Schlimmeres. Wir haben jetzt schon deutlich mehr Punkte geholt als zum gleich Zeitpunkt in der Hinrunde. Da haben wir gegen Dortmund verloren und sind in Gladbach ziemlich untergegangen. Daran sieht man jetzt schon, dass eine Entwicklung erkennbar ist. Wir machen es aktuell bis zum letzten Pass sehr gut, reagieren dann aber etwas zu überhastet. Wenn wir das wieder besser hinbekommen, dann werden wir auch wieder gewinnen.“

Martin Hinteregger:In der ersten Halbzeit waren wir nicht so präsent wie Gladbach. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir sehr beherzt verteidigt. Man hatte eigentlich da nicht mehr das Gefühl, dass Gladbach nochmal gefährlich vor das Tor kommen kann und deswegen war das Tor auch für mich aus dem Nichts. Jetzt nehmen wir den Punkt mit, der eben besser als keiner ist, aber es war klar, dass wir heute gewinnen wollten. Letztendlich kann man damit dann auch noch zufrieden sein, weil sie ja sogar noch den Siegtreffer erzielen hätten können. Zakaria kommt beim Gegentreffer einfach zu frei zum Schuss, das darf nicht passieren. Wir müssen das so hinnehmen. Unsere Fitness ist super und das Tor hat uns auch in die Karten gespielt. Unsere zwei Stürmer haben das nach der Führung dann richtig gut gemacht. Am Donnerstag spielen wir dann vor ausverkauftem Haus im Europacup und da wird es sicher wieder ein anderes Spiel. Wenn wir die heutige zweite Hälfte dort so umsetzen, noch entscheidender unsere Kontersituationen nutzen, dann bin ich zufrieden.“

Dieter Hecking (Cheftrainer Borussia M’Gladbach): „Wenn man so hinten heraus so spät im Spielverlauf den Ausgleich erzielt, dann überkommt einen Zufriedenheit. Unzufrieden war ich mit dem Ergebnis zur Halbzeit. Ich glaube, dass wir selten so eine gute erste halbe Stunde auswärts gespielt haben, wie heute. In dieser Phase muss man sich dann aber auch belohnen. Aus den Möglichkeiten, die wir hatten, musst du ein Tor machen. Es fehlte dort zu oft der letzte Pass. Und dann hast du das Gefühl, dass man alles im Griff hat und dann bekommst du mit dem Halbzeitpfiff den Gegentreffer. Das hat der Eintracht in die Karten gespielt. Ohne die Leistung schmälern zu wollen, aber man hat schon gemerkt, dass die Eintracht am Donnerstag ein Spiel hatte. Ich weiß aber auch, wie schwer das ist dann wieder in den Liga-Alltag umzuschalten. In der zweiten Halbzeit haben sie dadurch dann wieder die Kraft bekommen, die sie gebraucht haben und das haben wir dann gespürt. Wir haben dann zehn bis zwölf Minuten gebraucht, um unser Spiel umzustellen, immer mit der Angst, dass du einen langen Ball bekommst, der zum 2:0 führt. Am Ende haben wir uns dann aber belohnt für ein gutes Auswärtsspiel und nehmen den Punkt gerne mit.“

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5 Kommentare

  1. An beiden Traineranalysen gibt es nichts auszusetzen. Der Punkt gegen eine sehr starke Gladbacher Mannschaft ist ok. Man hat aber auch gesehen das einige am Pusten waren nach Donnerstag.
    Jetzt die Köpfe freibekommen und ausgeruht ins Spiel gegen Donezk gehen.Da nochmal alles raushauen was geht.

  2. Na vor dem Spiel hat Adi noch anders geklungen ( 3 Punkte und so)…Klar steckte das Spiel von Donnerstag noch in den Knochen, aber was ich nicht verstehe ist, dass Adi im Mittelfeld wieder auf de Guzman und am Ende auch Willems zurückgegriffen hat. Ich denke auch, dass mit Russ für Fernandes wir das Ding ggf. über die Zeit bringen. Es wurde versäumt im Winter im Mittelfeld nachzulegen. Vor allem weil Torro doch länger braucht als gedacht. Zudem haben uns drei Mittelfeldspieler verlassen, geholt wurde nur einer : Rode. Dann lieber alle drei Büffel spielen lassen, klingt zwar erstmal nach mehr Risiko, dadurch stehen wir aber auch höher und pressen früher. De Guzman und Willems kann nicht die Lösung sein. Das muss Adi doch auch endlich mal auffallen. Gacinovic bemüht, aber er ist auch kein Spielgestalter. Hoffentlich wird Rode schnell wieder fit. Hinten stehen wir eigentlich ganz gut , aber durch die Mitte kommt viel zu viel durch und nach vorne zu wenig Power. Einzig da Costa und Kostic machen Dampf über die Seiten, wurden aber heute auch mehrmals gedoppelt.

  3. Real Madrid Style durch Rode und Torro 😉 Ball flach halten, Leute. Die Liga ist so eng wie nie (3-11) . Jetzt gilt es, gegen vermeintlich schwache Gegner zu punkten, währenddessen spielen die anderen mehr oder weniger gegeneinander.
    3er machen PUNKT

  4. Ich kann kaum ausdrücken wie froh ich bin, dass dieser Herr Hinteregger dazugestoßen ist. Nicht nur auf dem Platz. Seine Worte machen auch Mut.

    Wobei das jetzt natürlich richtig düster aussieht ohne Sebbl und Gelson. Gerade letzterer ist eigentlich unersetzlich. Ich sehe schon kommen, wie Willems seine 40min als 6er abspult, sofern die zweite Gelbe nicht schon früher kommt. Am Donnerstag würde ich gnadenlos ein 5-4-1 (3-4-3) spielen. Mit Ante auf der falschen neun. Und wenn er nicht mehr kann, dann Gaci. Die brauchen gar nichts weiter machen, ausser die Null halten.

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