Halbzeitfazit: Die Eintracht brauchte etwas, um in der Partie anzukommen. So gehörte die Anfangsphase der TSG. Früh in der Partie wurde Hoffenheims Matchplan deutlich: Mit Tiefenläufen und Bällen hinter die Kette, sollte die Eintracht überrannt werden. Und Hoffenheim präsentierte sich dadurch zielstrebig in Richtung Frankfurter Kasten. Auch der erste Torabschluss gehörte den Hausherren, Zetterer packte sicher zu (14.). Der erste Abschluss der Eintracht besorgte ihr auch die Führung. Und was für ein Treffer: Ritsu Doan bekam den Ball von Hugo Larsson in die Füße gespielt, drehte sich kurz um die eigene Achse und schlenzte das Ding sehenswert in den Knick. Somit durfte die Frankfurter „Kurve“ nach 16 Minuten jubeln. Dann kam der doppelte Doan! Ein schöner Seitenwechsel auf Jean-Mattéo Bahoya, der den heranstürmenden Arthur Theate im Vollsprint mitnahm. Theate trieb den Ball nach vorne und spielte erneut auf Bahoya. Der Winkel zu spitz für einen Abschluss? Dann eben durch die Mitte auf die andere Seite, wo Doan von allen alleine gelassen nur noch einschieben musste (27.). Nach 35 Minuten hatte Elye Wahi das 3:0 auf dem Fuß. Farès Chaibi setzte sich links im Strafraum durch, spitzelte den Ball zum Mittelstürmer. Der bekam das Leder an den Oberschenkel und in letzter Sekunde rettete Robin Hranac auf der Linie. Unglücklich für die Eintracht, die hier auf das 3:0 drückte. Kurz vor der Halbzeit durften die Gastgeber jubeln, jedoch nicht lange. Vor dem Treffer lag eine Abseitsposition vor. So ging die Partie mit einem 2:0 aus Frankfurter Sicht in die Pause.
Die Vorzeichen lassen alles auf ein gutes Duell in Sinsheim hindeuten: Sowohl die Frankfurter Eintracht als auch die TSG Hoffenheim befinden sich momentan in bestechender Form. Während die SGE zum Bundesliga-Auftakt Werder Bremen mit 4:1 besiegte und im DFB-Pokal den FV Engers überwand (5:0), gewann Hoffenheim gegen Vize-Meister Leverkusen mit 2:1 und schlug Hansa Rostock 4:0 im Pokal. Folgerichtig wissen beide Coaches, was jetzt auf sie zukommt. „Sie waren nicht umsonst bei der Auslosung der Champions League dabei. Frankfurt ist ein Top-Gegner. Die jüngste Entwicklung der Eintracht zeigt, dass dort ein hervorragender Job gemacht wird. Das wird eine große Herausforderung, auf die wir uns freuen“, sagte TSG-Trainer Christian Ilzer vor der Partie über die Eintracht.
Auch Dino Toppmöller warnt vor der guten Form der Hoffenheimer, sieht sein Team aber gut gerüstet, um etwas Zählbares mitzunehmen: „Wir sollten uns auf ein intensives Fußballspiel vorbereiten. Wir haben Hoffenheim genaustens analysiert. Es ist schon beeindruckend, was die für eine Vorbereitung gespielt haben. Jetzt haben sie auch im Pokal und in Leverkusen gewonnen. Das ist schon ein Brett, was da auf uns zukommt! Wir fühlen uns aber gut vorbereitet. Und auch mit dem Selbstvertrauen, das wir jetzt am Samstag gegen Bremen getankt haben, sind wir bereit für ein gutes Fußballspiel.“ Bei den Gastgebern fallen Adam Hlozek, Koki Machida und Ozan Kabak aus. Auch Valentin Gendrey fehlt im Ilzer-Kader. Einen besonderen Blick muss die Eintracht auf Fisink Asllani werfen, der in den ersten zwei Pflichtspielen zwei Treffer und zwei Vorlagen beisteuerte. Eintracht-Flirt Bernardo verteidigt auf der linken Seite und Neuzugang Tim Lemperle kam gegen Leverkusen zu seinem Debüt-Tor.
Skhiri wieder im Kader: Toppmöller verändert nur auf einer Position
Die Eintracht muss weiterhin auf Kaua Santos verzichten, hat mit der Neuverpflichtung Michael Zetterer aber kein Torwart-Problem. Ein Einsatz von Ellyes Skhiri sollte sich nach dem Abschlusstraining entscheiden. Jetzt ist klar: Für die Startelf hat es nicht gereicht, aber der Tunesier kehrt in den Kader der SGE zurück. Auch gegen die TSG verzichtet Toppmöller von Beginn an auf Nathaniel Brown und lässt nicht nur die Defensive, sondern die beinahe gesamte Mannschaft unverändert. Farés Chaibi und Hugo Larsson besetzen das Zentrum, Jean-Mattéo Bahoya und Ritsu Doan stürmen über die Außen. Auch der Man-of-the-Match der letzten Bundesliga-Partie, Can Uzun, bleibt in der Startformation der Hessen.
Eine wichtige Änderung musste Toppmöller vornehmen: Jonathan steht nicht im Kader! Rückenbeschwerden zwingen ihn kurzfristig abzusagen, für ihn rutscht Elye Wahi in die Startformation der Eintracht. Auch Mario Götze fehlt, ihn plagen muskuläre Probleme. Toppmöller schickt somit eine eingespielte Mannschaft ins Auswärtsspiel bei der TSG. Kann die Eintracht so die nächsten drei Zähler mit nach Hause nehmen?
So geht die TSG Hoffenheim ins Spiel: Baumann – Bernardo, Hranac, Chaves, Coufal – Toure, Tohumcu, Avdullahu, Kramaric – Asllani, Lemperle
Auf der Bank sitzen: Philipp (TW), Kabak, Prömel, Damar, Hajdari, Prass, Mokwa, Akpoguma, Moerstedt






45 Kommentare
Das bestätigt was ich vor Wochen schon mal erwähnt habe, wir brauchen dringend noch einen Stürmer…für heute geht das mal gut, aber wenn Jonny über Wochen ausfallen sollte, oder ein anderer, dann stehen wir ziemlich blank da, Wahi ist ne Wundertüte, hoffen wir das er durch die Decke geht und Batsman ist reiner Strafraumstürmer, weniger mitspielender Stürmer…hoffentlich passiert da noch was…
Ich freue mich riesig auf das Spiel. Egal wer ran darf wird ran gehen.
Um mich etwas unbeliebt zu machen
->ich mag Johnny als Typ und Spieler. Aber allen Optimisten zum Trotz werden wir uns an Verletzungen gewöhnen müssen.
1:3 Wahi, Uzun, Koch