Die personellen Veränderungen bei der Frauenmannschaft der Frankfurter Eintracht schreiten weiter voran. Wie der Verein am heutigen Donnerstag bekannt gab, werden auch Ilayda Açıkgöz und Remina Chiba die SGE verlassen. Açıkgöz kam im Sommer 2021 vom FSV Waiblingen über die U20 an den Main. Erst im April 2023 folgte ihr Erstligadebüt. Für die erste und zweite Mannschaft kommt sie auf insgesamt 88 Pflichtspiele mit dem Adler auf der Brust. Die 22-Jährige hatte eigentlich einen noch laufenden Vertrag bis 2027. Sie wird sich nun allerdings vorzeitig dem SC Freiburg anschließen. Anders sieht das bei Chiba aus, deren Vertrag zum 1. Juli hin ausgelaufen ist. Trotz Verhandlungen konnten sich beide Seiten nicht auf einen neuen Vertrag verständigen. Die 27-Jährige wechselte im Januar 2024 von JEF United zur Eintracht. Seitdem absolvierte die Japanerin 72 Pflichtspiele für die Eintracht. Dabei gelangen ihr wettbewerbsübergreifend 20 Tore. Der neue Verein der Mittelstürmerin ist noch nicht bekannt. Sie wird allerdings mit Juventus Turin in Verbindung gebracht. „Mit Ilayda und Remina verabschieden wir zwei Spielerinnen, die ihre Geschichten in Frankfurt geschrieben haben“, wird Sportdirektorin Babett Peter in der Vereinsmeldung zitiert. „Ilayda ist den Weg über den Nachwuchs in die Profimannschaft erfolgreich gegangen und hier zur U23-Nationalspielerin gereift. Remina hat mit ihrer besonderen Art und ihren Jokerqualitäten uns, aber auch die Fans begeistert. Dass beide Spielerinnen in den jeweiligen Phasen ihrer Karrieren den Wunsch nach mehr Spielzeit geäußert und sich in der Folge für eine Veränderung entschieden haben, ist absolut verständlich. Beiden wünschen wir bei ihren neuen Klubs viel Erfolg und nur das Beste. Bei der Eintracht werden Ilayda und Remina immer herzlich willkommen sein.“
Viel Arbeit für die sportliche Führung
Açıkgöz und Chiba sind bereits die Abgänge Nummer sieben und acht in diesem Sommer bei den Damen der SGE. Die beiden waren zwar keine unangefochtenen Stammspielerinnen in der Mannschaft von Niko Arnautis, hatten aber dennoch bedeutende Rollen im Kader. Gerade Chiba hatte immer wieder als Joker wichtige Treffer erzielt. Den Abgängen gegenüber stehen dabei die externen Neuzugänge von Paulina Krumbiegel, Danique Tolhoek und Larissa Mühlhaus. Zudem rücken mit Ela Demirbas und Tessa Zimmermann zwei Talente aus der U20 in den Profikader. Trotzdem dürfte auf die sportliche Führung noch einiges an Arbeit zukommen, um einen schlagkräftigen Kader für die neue Saison aufzustellen. Dazu wird es nach den Wechseln von beispielsweise Nicole Anyomi und Geraldine Reuteler eine neue Führungsachse in der Mannschaft brauchen. Die Frauen-Bundesliga startet am 21. August in die neue Spielzeit.






4 Kommentare
Das nimmt mittlerweile beängstigende Ausmaße an. Bin wirklich gespannt wie das weitergeht.
…wurde mal recherchiert was die Hintergründe für die Auflösungserscheinungen bei den SGE-Frauen sind? Ich würde mal vermuten: hier ist was faul, im Staate Dänemark, gemeint ist natürlich die SGE.
So langsam kann mir keiner mehr erzählen, dass da alles in Ordnung ist. So viele Spielerinnen verlassen den Verein nur, wenn die Umstände nicht mehr erträglich sind. Insbesondere so viele aus dem eigenen Nachwuchs.
Bin gespannt, was da noch kommt. Aber wenn die Saison schlecht läuft, müssen die Verantwortlichen gehen.
Wenn allerdings die Begründung, dass die beiden sich mehr Einsatzzeiten wünschen, stimmt, dann kann das ja nur bedeuten, dass Spielerinnen noch kommen, die besser sind als die beiden Genannten.
Das wäre natürlich etwas Anderes.
Trotzdem ist das alles etwas seltsam im Moment.
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