Mit einem beeindruckenden 8:0-Kantersieg gegen AC Omonia Nikosia haben die Frauen von Eintracht Frankfurt ihre Pflichtaufgabe in der Qualifikation zur Women’s Champions League souverän gelöst. Doch trotz der Tor-Gala wollten weder Dilara Acikgöz noch Larissa Mühlhaus den Erfolg überbewerten. Beide richteten den Fokus unmittelbar nach dem Schlusspfiff auf das entscheidende Finale gegen Malmö FF am Samstag. Mit einem weiteren Sieg würden die Adlerträgerinnen die nächste Qualifikationsrunde zur Champions League erreichen.
Für Dilara Acikgöz war der Abend auch persönlich ein besonderer. Die Offensivspielerin erzielte mit einem sehenswerten Distanzschuss das zwischenzeitliche 7:0 und setzt damit ihre starke Form aus der Vorbereitung fort. Selbst wollte sie ihren Lauf allerdings nicht zu hoch hängen: „Ich glaube, ich habe gerade einen Lauf (lacht). Ich freue mich sehr darüber und solange ich dem Team helfen kann, ist alles gut.“ Viel wichtiger sei ohnehin die richtige Einstellung: „Nur wer aufs Tor schießt, kann Tore schießen. Heute war es ein etwas leichterer Gegner, wo man einfach ein bisschen Selbstvertrauen tanken kann.“
Auch über ihren ersten Pflichtspieleinsatz von Beginn an zeigte sich die 22-Jährige glücklich: „Am Ende ist ein Tor schön, aber es gehört viel mehr dazu. Ich bin sehr glücklich, dass ich die Chance bekommen habe und freue mich einfach auf die kommende Saison.“ Dass sie dabei auf ihrer Lieblingsposition zum Einsatz kam, machte den Abend umso schöner. Die neue Spielweise unter Trainer Niko Arnautis komme ihr entgegen: „Wir spielen definitiv mehr über die Außen. Ich liebe es, auf Außen zu spielen, aber ich kann auch gerne nach innen ziehen. Ich bin da ganz variabel, aber ich glaube, wir haben uns bestärkt auf Außen. Wenn wir dann durch die Mitte durchbrechen können, passt es perfekt zu unserem Spiel. Das denke ich hat man heute auch schon gesehen.“
Während Acikgöz mit ihrem Treffer glänzte, feierte auch Neuzugang Larissa Mühlhaus einen perfekten Pflichtspiel-Einstand. Die Angreiferin schnürte direkt einen Doppelpack und genoss ihr Debüt vor heimischer Kulisse sichtlich. „Es hat sehr Spaß gemacht, hier im Stadion zu spielen. Viele Fans waren da, haben uns angefeuert. Mit dem Team hat es auch unglaublich viel Spaß gemacht auf dem Feld. Ich würde gerne mehr davon sehen“, so die ehemalige Bremerin. Besonders gut funktionierte das Zusammenspiel mit Paulina Krumbiegel, die beide Treffer der Nationalspielerin vorbereitete. Mühlhaus verriet, dass sich die Verbindung zwischen den beiden schon in den vergangenen Wochen entwickelt habe: „Ich habe schon im Training gemerkt, es ist eine gute Connection zwischen uns. Sie sieht mich immer und ich sehe ihre Blicke, wenn sie einmal hochguckt. Ich weiß, dass sie die Bälle auch blind spielen kann, deshalb laufe ich einfach in die Räume rein. Heute hat es ganz gut funktioniert, glaube ich.“
„Finalspiele sind immer schwierig“
Trotz des deutlichen Erfolgs wollte sich bei den Frankfurterinnen niemand von der Euphorie blenden lassen. Bereits am Samstag wartet mit Malmö FF eine deutlich größere Herausforderung im Kampf um den Einzug in die nächste Qualifikationsrunde der Women’s Champions League. Acikgöz zeigte sich dennoch selbstbewusst: „Ich glaube, wenn wir unsere Aufgabe machen und uns auf uns konzentrieren, liegt alles in unserer Hand. Ich denke, wir können jetzt erstmal den Abend entspannt ausklingen lassen und ab morgen geht es dann zu regenerieren und den Fokus auf Samstag zu setzen.“ Ähnlich blickte auch Mühlhaus auf das Endspiel voraus. Die Stürmerin erwartet einen deutlich schwierigeren Gegner, sieht ihre Mannschaft nach dem überzeugenden Auftakt aber auf einem guten Weg: „Ich glaube, es wird ein schwieriges Spiel. Ich glaube, Finalspiele sind immer schwierig. Wir müssen jetzt nochmal die Trainingseinheiten gut nutzen. Viel Zeit bleibt uns nicht und als Team zusammen wachsen. Ich glaube, heute war ein guter Start und das wollen wir dann am Samstag vollenden.“
Nach dem souveränen 8:0 gegen Nikosia lebt der Traum von der Champions League also weiter. Der erste Schritt ist gemacht – nun fehlt den Frankfurterinnen gegen Malmö nur noch ein weiterer Erfolg, um der Königsklasse wieder ein großes Stück näherzukommen.




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