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Laura Freigang und Hayley Raso zelebrieren den Einzug in die Playoffs. Foto: Imago / HMB-Media

„Ich bin einfach stolz“ – Kapitänin Freigang mit Eintracht auf Champions-League-Kurs

Besser hätten die Frauen von Eintracht Frankfurt in die Saison 2026/27 nicht starten können. Der 8:0-Gala gegen Außenseiter AC Omonia Nikosia ließ die Mannschaft von Niko Arnautis ein souveränes 2:0 gegen Malmö FF im Finale des Miniturniers zur Champions League-Qualifikation folgen.

Dank eines Doppelpacks von Laura Freigang, die bereits zuvor gegen Nikosia mit zwei Torbeteiligungen glänzte, steht die Kapitänin mit ihrem Team in den Playoffs. Der Einzug in die Ligaphase ist zum Greifen nah, nur noch zwei Spiele sind die SGE-Kickerinnen vom großen Traum entfernt. „Es war schön heute vor heimischem Publikum. Ich habe schon einige Miniturniere gespielt und musste oft danach kritische Worte lassen. Das ist heute nicht angebracht“, resümierte Freigang im Anschluss an den Sieg im Interview mit „EintrachtTV“, die ihre Zufriedenheit über die gesamte Mannschaftsleistung zum Ausdruck brachte. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Wir waren aggressiv, präsent vor dem Tor, hinten präsent. Insofern bin ich für die frühe Phase der Saison stolz auf die Mannschaft und einfach glücklich, weiter zu sein“, lobte die Torjägerin und hob den Teamspirit hervor. „Wir arbeiten alle zusammen. Ich habe das Gefühl, das Team stimmt. Wir kämpfen füreinander. Das hat man heute gesehen. Klar waren auch Phasen dabei, wo man zwischendurch nachlässig wird, aber am Ende des Tages zählt das Ergebnis. Die Null steht. Das ist ganz ganz wichtig.“

„Hut ab an die Mannschaft“

Das war in der Vorsaison nicht immer so, Freigang sieht diesbezüglich Fortschritte. „Gerade letzte Saison hatten wir am Anfang Schwierigkeiten, die Bude dicht zu kriegen.“ Der Traum von der Königsklasse lebt. „Ich bin einfach stolz auf die Mannschaft. Ich freue mich, dass wir eine Runde weiter sind und ich freue mich für die Fans. Wir haben auch heute Riesenunterstützung gehabt. Es macht einfach Spaß und ich bin glücklich, dass die internationale Reise noch weitergeht.“ Das Erfolgsrezept: „Was wir von Anfang an gesagt haben, war, dass wir aggressiv und präsent sein müssen. Wir wussten, dass wir spielerisch die Nase vorn haben werden. Wenn man dann die Zweikämpfe gewinnt, macht man es dem Gegner ganz schwer.“ Dadurch gelang es dem Favoriten, defensiv kaum etwas zuzulassen. „Ich glaube, bis auf die Ecken hatten sie echt gar keine Situationen. Ich fand das Gegenpressing sehr sehr gut. Wir waren hinten in den Zweikämpfen präsent. Insofern hatte ich nie das Gefühl, dass das Spiel in Gefahr ist.“ Hinten stabil, vorne eiskalt: „Wenn man dann vorne genug Tore schießt, wir haben nach dem 1:0 gesagt, das reicht nicht. Wir haben das zweite gemacht.“ Freigangs Conclusio lautet deshalb: „Im Großen und Ganzen war es souverän. Wie gesagt, für die frühe Phase der Saison muss ich sagen: Hut ab an die Mannschaft.“ 

Doping-Ermittlungen gegen Freigang: SGE-Kapitänin hofft auf Freispruch

Der Weg in die Ligaphase der Champions League ist nicht mehr weit. Nur noch einen letzten Gegner müssen die Hessinnen in der Playoff-Runde schlagen. Wie dieser heißen wird, entscheidet sich erst am 11. August um 13 Uhr. Die Stürmerin hofft auf die Unterstützung der Fortuna. „Wir haben schon alles erlebt. Jetzt hoffen wir auf ein bisschen Losglück. Letztes Jahr hatten wir Real Madrid. Das war natürlich nicht einfach, aber auch ein tolles Match-up.“ Aber kleiner muss sich die SGE auf keinen Fall machen. „Es ist alles möglich. Es gibt zwei internationale Wettbewerbe. Wir wollen bis in die Champions League. Aber jetzt gucken wir erstmal. Auslosung ist am Dienstag und dann werden wir sehen.“

Großes Thema bleibt weiterhin die Ermittlungen vonseiten des DFB seit Anfang Juni. Der Vorwurf: Die Frankfurter Angreiferin soll innerhalb von zwölf Monaten gleich drei Dopingtests verpasst haben. Gegenüber dem „Hessischen Rundfunk“ äußerte sich die gebürtige Kielerin erstmals zu den Ermittlungen. „Das ist alles noch nicht abgeschlossen. Es ist noch nicht bestätigt. Deswegen ist es eine offene Situation.“ Freigang bleibt zuversichtlich. „Natürlich nicht einfach, aber mir geht es gut. Ich bin hier, ich spiele Fußball. Ich habe ein gutes Umfeld. Heute geht es mir sowieso gut. Ich bin großer Hoffnung und guter Dinge, dass alles gut ausgeht. Ich bin einfach nur dankbar für die ganze Unterstützung. Ich kriege sehr viel positiven Zuspruch“, so die deutlichen Worte der deutschen Nationalspielerin.

Raso selbstkritisch: „Hatte schwieriges Jahr“

Auch Stürmerin Hayley Raso konnte ihr Glück nach dem gelungenen Finale kaum fassen. „Es fühlt sich richtig gut an. das ist ein gutes Ergebnis für uns. Wir haben die Aufgabe in der ersten Runde erledigt und wir wollten sicherstellen, dass wir das heute Abend wieder tun. Wir sind also alle wirklich zufrieden und wir freuen uns über das Ergebnis für die nächste Runde.“ Die australische Nationalspielerin hat kein einfaches Jahr hinter sich, doch in den ersten beiden Spielen der neuen Spielzeit konnte sie überzeugen. „Ich hatte ein schwieriges Jahr“, blickte sie selbstkritisch zurück. „Es ist schön, einfach auf dem Platz zu stehen. Das ist etwas, was ich unbedingt tun möchte. Ich möchte die ganze Zeit spielen und dem Tempo so viel wie möglich helfen, also bin ich froh, dass ich das in den letzten beiden Spielen tun konnte“, zeigte sich die Mittelstürmerin ambitioniert.

Australierin sieht sich reif für Führungsrolle

Ihr Ziel für die nächsten Wochen ist es, „einfach weiterhin gut zu spielen, auf den Leistungen aufzubauen, die wir gezeigt haben.“ Für den kommenden Dienstag lässt sich die 31-Jährige überraschen. „Wir werden sehen, wen wir am Dienstag in der Auslosung ziehen, und wir werden uns damit beschäftigen.“ Bereits in den ersten beiden Partien konnte man sehen, wie eingespielt die neu formierte Mannschaft ist. Auch in diesem Sommer ließ sich ein großer Kaderumbruch nicht vermeiden, zahlreiche Abgänge auf der einen und viele Neuverpflichtungen auf der anderen Seite. „Das Team ist ein wenig anders, also bauen wir wir darauf auf. Wir fangen an, zusammenzuarbeiten und uns kennenzulernen.“ Raso ist von der Kaderqualität überzeugt. „Wir haben dieses Jahr ein wirklich gutes und starkes Team.“ Sie ist bereit, Verantwortung zu übernehmen. „Ich habe das Gefühl, dass ich nach einem Jahr hier und auch als erfahrene Spielerin eine Führungsrolle übernehmen und so viel wie möglich helfen kann. Und auf jede erdenkliche Weise möchte ich dem Team helfen. Ich freue mich also auf das Jahr und hoffe, dass es ein wirklich gutes wird.“ Für die Australierin war das Duell mit Malmö von großer Besonderheit, denn beim Gegner stehen drei Landsfrauen unter Vertrag. „Ich warte jetzt eigentlich darauf, sie zu begrüßen. Es ist schön, gegen sie zu spielen. Es ist schön, einige bekannte Gesichter zu sehen, also werde ich warten und sie jetzt begrüßen.“

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3 Kommentare

Avatar 1. SGE-SCOPE 09. August 26, 21:33 Uhr

Wie 2022, als wir als Gruppensieger der Euroleague-Vorrunde in den Lostopf mit u.a. Champignonsleague-Absteiger Barcelona kamen, riecht es wieder nach Beschissmodus der UEFA. Egal wer kommt- Haut sie weg. Am liebsten erst ein Auswärtsspiel mit Unentschieden und dann daheim alles klarmachen.

Gruß SCOPE

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Fallback Avatar 2. RP-Adler 10. August 26, 08:48 Uhr Zitat - SGE-SCOPE Wie 2022, als wir als Gruppensieger der Euroleague-Vorrunde in den Lostopf mit u.a. Champignonsleague-Absteiger Barcelona kamen, riecht es wieder nach Beschissmodus der UEFA. Egal wer kommt- Haut sie weg. Am liebsten erst ein Auswärtsspiel mit Unentschieden und dann daheim alles klarmachen. Gruß SCOPE Path

Stimmt, wer erinnert sich nicht an sie, die krachenden Niederlagen 2022, wegen des UEFA-Beschissmodus...? ;)

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Avatar 3. SGE-SCOPE 10. August 26, 10:01 Uhr

Darum, was wir daraus gemacht haben, geht es doch gar nicht. Es geht darum, dass man es den großen Mannschaften durch die Lostöpfe (gesetzt und nicht gesetzt) leichter macht, weit zu kommen, weil sie nicht oder erst viel später aufeinander treffen.

Gruß SCOPE

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