Seine Rückkehr hat sich für die Eintracht mehr als gelohnt: Kevin Trapp ist seit Saisonbeginn Leistungsträger bei den Hessen.

Seine Verpflichtung kurz vor Transferschluss im vergangenen Sommer kann im Nachgang getrost als echter Coup gewertet werden. Die Rückkehr von Kevin Trapp nach Frankfurt ist bist dato eine einzige Erfolgsgeschichte. Eine, die er Donnerstagabend und darüber hinaus gerne weiterschreiben würde. Und möglicherweise gar auch über den Sommer bei der Eintracht.

Zurück in der Spur – Trapp nimmt Sturmtrio in Schutz

Das Gefühl einer weißen Weste, eines zu-Null-Spieles hat Kevin Trapp bei der SGE in dieser Saison noch nicht allzu oft erlebt. Umso erfreulicher, dass ein solches beim Tabellenvierten in Leipzig gelang, wie er selbst befindet: „Das 0:0 ist ein gutes Gefühl. Wir haben viel gearbeitet und wie schon gegen Dortmund das gezeigt, was wir die Spiele davor vermissen haben lassen. Es ging viel um Einsatz, um Leidenschaft, dass wir die Schritte, die wehtun machen müssen und wollen.“ Gegen Bremen, Dortmund und Leipzig sei man nun ungeschlagen. „Wir können mithalten und stehen nach 21 Spieltagen zurecht dort oben. Wir sind schon richtig gut unterwegs.“ Dass die Offensive und das berühmtberüchtigte Trio Sebastién Haller, Luka Jovic und Ante Rebic bei den Sachsen nicht allzu sehr glänzte? Schwamm drüber. „Jetzt haben sie einmal nicht getroffen. Das wird auch wieder vorkommen. Leipzig müssen wir vergessen, weil es ein komplett anderes Spiel war als das was wir sonst spielen.“ Die Gegner stellen sich mittlerweile auch deutlich besser auf die Hessen ein, finden Mittel. Überbewerten will Trapp das aber nicht. „Die Drei da vorne haben uns schon viel gerettet und viel Freude bereitet.“

„Jetzt geht es in die heiße Phase“ – Trapp warnt vor Donezk

Das sollen sie möglichst auch am Donnerstagabend in Charkiw tun, wenn die Eintracht im Sechzehntelfinale der Europa League auswärts gegen Shaktar Donezk antreten muss. Doch was erwartet die Frankfurter dort? „Erstmal wird es kalt“, muss Trapp lachen. Aber nicht nur dahingehend wird es ein ganz anderes Spiel: „Euro League ist immer anders. Wir spielen gegen eine Mannschaft, die unheimlich viel Qualität hat, technisch sehr stark ist.“ Die Auftritte gegen Dortmund und in Leipzig seien da ein guter Maßstab gewesen. „Das sind Champions League-Spiele, ähnliche Kaliber wie Donezk.“ Der Nationaltorhüter muss es wissen, hat er doch 2015/16 in der Champions League zwei Siege gegen die Ukrainer feiern können. Zusätzliche Motivation brauche es da keine. „Wer sich da nicht motivieren kann, da weiß ich dann auch nicht, was falsch läuft. Heiß sind wir schon seit der Auslosung.“ In der anstehenden K.O.-Phase zähle jedes noch so kleine Detail. Jeder Fehler werde bestraft, jedes einzelne Tor könne entscheidend sein. Trapp selbst will mit seiner internationalen Erfahrung seinen Teil zum Erfolg beitragen. „Jetzt geht es in die heiße Phase. Jetzt gilts, jetzt werden die Dinge gewonnen. Wir müssen die Leidenschaft der letzten zwei Spiele am Donnerstag wieder zeigen und ans Limit gehen, wenn wir weiterkommen wollen.“ Und dann im Rückspiel am 21. Februar vor eigener Kulisse möglichst den Einzug in die nächste Runde perfekt machen. „Es gibt doch nichts Tolleres als sich zuhause für das Achtelfinale zu qualifizieren und die Story, die wir gerade schreiben, weiterzuschreiben.“

Eintracht-Verbleib: Trapp hat letztes Wort

Ob Frankfurts Schlussmann die Geschichte des Vereins auch über diese Saison hinaus weiterschreibt, lässt er hingegen aktuell noch offen. „Es ist noch zu früh, um etwas zu sagen. Was im Sommer passiert, wird man zu gegebener Zeit sehen.“ Die aktuelle Entwicklung hingegen spricht zumindest dafür: „Ich habe gesagt, dass ich mich hier super wohlfühle. Dieses Jahr ist alles auf dem richtigen Weg. Hier entwickelt sich etwas. Das ist für mich wichtig zu sehen.“ Auch das Trainerteam habe Ambitionen, der Verein an sich ohnehin. „Das sind schon mal sehr positive Dinge.“ Doch viele Komponenten müssen bei einem Verbleib stimmen: „Am Ende muss Eintracht Frankfurt wollen, Paris spielt auch eine Rolle. Mein Wort ist am Ende das entscheidende. Am Ende entscheide ich. Ohne mein Ja oder mein Nein passiert gar nichts“, zeigt der 28-Jährige klare Kante. Wohlwissend, dass er selbst auch die Hand im Spiel hat, wenn es darum geht, auch nächstes Jahr mit der Eintracht international vertreten zu sein.

- Werbung -

5 Kommentare

  1. Er sagt wie es ist und so ist es halt. Und jetzt wiessen wir wie es ist, wenn wir es nicht schon vorher wussten. Drum brauchen wir da bis Sommer auch nicht mehr weiter spekulieren :-).

  2. So ein bisserl spekulieren möchte ich schon gerne. Wenn sich bei PSG Keeper 1 oder 2 langfristig verletzt, hat es Trapp tatsächlich in der Hand? Ich dachte er hat Vertrag bis 2020.

  3. @ 2 Ja, er hat einen Vertrag bis 2020.
    Aber du kennst doch das Spiel. Wenn er nicht verlängert,
    geht er 2020 ablösefrei. Das wird PSG nicht gefallen.

  4. Bin mir ziemlich sicher, dass Trapp nicht mehr zu PSG zurück geht. Entweder will er hier bleiben, dann werden sich die Vereine schon irgendwie einigen oder er wechselt woanders hin.
    PSG hat doch schon einmal entschieden, dass er ihren Ansprüchen nicht genügt. Warum sollte das jetzt anders sein?

Keine Kommentare mehr möglich.

- Werbung -