Die U21 von Eintracht Frankfurt ist im Jahr 2026 weiterhin ohne Punktverlust. Dank einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang fuhren die Adlerträger gegen den VfB Marburg ihren 13. Heimsieg in Folge ein. Vor 687 Zuschauern im maxworx Sportpark in Dreieich drehte das Team von Dennis Schmidt einen Halbzeitrückstand in einen 3:1-Erfolg.
SGE gerät durch Elfmeter in Rückstand
Die Eintracht agierte von Beginn an spielbestimmend. Weil im eigenen Ballbesitzspiel aber sowohl Tempo als auch Passschärfe fehlten, gelang es den Adlern selten, die tiefstehenden Marburger aus dem Spiel heraus zu überraschen. Die erste große Chance erhielten die Frankfurter nach einer Ecke von Nico Ochojski, der mit seiner hohen Hereingabe Jeremiaha Maluze fand. Per Kopf leitete der Innenverteidiger auf Rinto Hanashiro weiter, welcher die Kugel aus fünf Metern Entfernung aber übers Tor spitzelte (12.). Mit dem anschließenden Abstoß überspielte der Marburger Torhüter Jacob Samnik die komplette Frankfurter Abwehrreihe. SGE-Schlussmann Amil Siljevic eilte zu spät heraus und traf anstelle des Balles nur den VfB-Stürmer Gentrit Limani. Schiedsrichter Marcel Göttel entschied sofort auf Elfmeter und zeigte dem Keeper zusätzlich die Gelbe Karte. Der Gefoulte trat selber an und verwandelte den Strafstoß mit einem strammen Schuss nach unten links (14.).
Nach dem Rückstand zeigten sich die Adlerträger offensiv weiterhin bemüht, die klaren Abschlüsse fehlten jedoch. Oft versuchten sie es mit langen Bällen, die meistens aber entweder im Seiten- oder Toraus landeten. Erst in der 43. Minute kam die Eintracht zu ihrer ersten klaren Gelegenheit seit der Gästeführung: über Umwege erreichte die Kugel nach einer Ochojski-Flanke Marvin Dills, dessen Abschluss aus kurzer Distanz von einem VfB-Verteidiger abgeblockt wurde. Der Abpraller landete direkt vor den Füßen von Keito Kumarisho, aber auch gegen den Versuch des Japaners bekam ein Marburger noch sein Bein dazwischen. Mit der letzten Aktion vor der Pause musste auf der anderen Seite plötzlich nochmal Siljevic eingreifen. Einen sich gefährlich senkenden Kopfball von Milano Michel lenkte der Torhüter mit den Fingerspitzen über die Latte (45.+2).
In der Halbzeit reagierte Dennis Schmidt auf den bis dato ernüchternden Auftritt seiner Mannschaft und brachte zwei frische Kräfte. Daniel Starodid und Metehan Yildirim sollten für mehr offensive Durchschlagskraft sorgen. Die erste Möglichkeit nach Wiederanpfiff gehörte aber den Gästen: Nachdem Maluze im Spielaufbau ein Fehlpass unterlief, ging es über die Marburger linke Seite ganz schnell. Michel spielte in die Mitte zu Limani, der nur noch Silijevic vor sich hatte, diesen aber anschoss.
Eigentor bringt Eintracht zurück
Während des restlichen zweiten Durchgangs nahm nur noch die Eintracht aktiv an der Partie teil. In ihren Angriffen agierte die SGE nun viel zielstrebiger, als noch in der ersten Hälfte. Auf Steckpass von Yildirim traf Kumashiro aus spitzem Winkel zum vermeintlichen Ausgleich. Wegen eines angeblichen Handspiels bei der Ballannahme, das in der Wiederholung nicht zu belegen war, wurde dieser jedoch zurückgepfiffen (56.). Einen großen Einfluss auf den Spielverlauf hatte diese Entscheidung aber wahrscheinlich nicht, es dauerte nämlich nur eine Minute bis der Ball erneut im Netz zappelte. Eine Flanke Yldirims verlängerte Lukas Sonnenwald per Kopf auf den Marburger Verteidiger Joshua Enobore, der die Kugel ins eigene Tor abfälschte.
Die SGE drängte weiter auf die Führung, mittlerweile fand die Partie fast ausschließlich in der Marburger Hälfte statt. Nur wenige Zentimeter fehlten zum 2:1, als ein Abschluss von Dills aus der zweiten Reihe nur den rechten Pfosten traf (61.). Zwölf Minuten später legte Starodid im Strafraum auf Sonnenwald ab, dessen Schuss aus aussichtsreicher Position Aaron Künkel gerade noch rechtzeitig per Grätsche entschärfte. Für die Erlösung sorgte dann eine Kombination der zur Pause eingewechselten Akteure: Auf Vorlage von Yildirm traf Starodid mit einem platzierten Schuss ins untere rechte Eck für die zu dem Zeitpunkt hochverdiente Führung (77.).
Selbst nach dem 2:1 machten die Gäste keine Anstalten, nochmal offensiver zu werden. Viel Zeit bis zum 2:2 blieb dem VfB aber auch nicht, in der 83. Minute stellte die SGE die Weichen endgültig auf Sieg: Bei einer Ecke von Ochojski schlich sich Kumashiro seinem Gegenspieler im Rückraum unbemerkt davon, bevor er die Kugel per Volley-Direktabnahme unter die Latte knallte. Anschließend ließen es die Adlerträger wieder etwas ruhiger angehen, sodass es bis zum Abpfiff beim 3:1 blieb. Durch den Sieg beträgt der Abstand auf den Tabellenzweiten FC Eddersheim bei einem Spiel mehr nun 18 Punkte Vorsprung. Am kommenden Freitag will die U21 der Eintracht ihre aktuelle Erfolgsserie beim Tabellensiebten Hünfelder SV fortsetzen.






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