Gegen den VfL Wolfsburg erzielte er sein erstes Saisontor und belohnte sich damit für die guten Leistungen der letzten Wochen. Die Rede ist von Oscar Höjlund. Der 21-jährige Däne ist unter Trainer Albert Riera mehr oder weniger gesetzt. Seit das Vertrauen in ihn gesetzt wird, beginnt der Mittelfeldspieler aufzublühen.
Höjlund profitiert von Skhiris durchwachsenen Leistungen
Ex-Adlertrainer Dino Toppmöller vertraute jahrelang auf die Mittelfeldachse bestehend aus Ellyes Skhiri und Hugo Larsson. Was auch einige Zeit mehr oder weniger gut funktionierte, versagte aber in der laufenden Saison zunehmend. Dass Toppmöller schlussendlich beurlaubt wurde hat viele Faktoren und Gründe. Nichts ist alleine schuld an der Entlassung, aber viele Dinge spielten eine Rolle.
So auch, dass Toppmöller zu lange auf Skhiri baute. Der Tunesier kam in Frankfurt nie vollständig an. Zwar machte er einige gute Spiele für die Hessen und leistete seinen Anteil an den Erfolgen der letzten Jahre, aber schon seit Monaten – wenn nicht Jahren – ist zu erkennen, dass er sein volles Potenzial nicht abrufen kann. Die Passschärfe seiner Zuspiele stimmt oft nicht. Viel zu lasch kullern seine Pässe oft über das Grün. Ein leichtes für Gegner, diese abzufangen. Ähnlich sieht es bei den Abschlüssen aus. War Skhiri beim 1. FC Köln noch bekannt und beliebt dafür, dass er oft den Abschluss suchte, ist ihm das in Frankfurt völlig abhanden gekommen. In 133 Spielen für den „Effzeh“ traf er 20 Mal ins Tor. In Frankfurt hat er mittlerweile 112 Partien absolviert und damit annähernd die Marke aus Köln wieder erreicht. Tore hat er allerdings nur sieben geschossen. Auch hier kommen seine Abschlüsse einfach qualitativ nicht an das benötigte Niveau heran. Auch hier fehlt Druck, Geschwindigkeit oder „Bumms“. Bezeichnend war seine Doppelchance gegen Wolfsburg kurz vor Ende der Partie. Zweimal kam Skhiri in eine aussichtsreiche Schussposition. Sein erster, zu schwach geschossener Abschluss wurde geblockt. Er kam erneut an den Ball und der Abschluss kullerte in Richtung Tor. Das ist einfach zu wenig. Generell muss man Skhiri ankreiden, dass der Zug in die Offensive bei ihm lahmt. Zu oft wird der Ball von rechts nach links, von links nach rechts und dann doch wieder nach hinten gespielt.
Auch verliert er zusätzlich viele Bälle – auf seiner Position im defensiven Mittelfeld ist das nicht selten fatal. Kurzum: Auf Skhiri kann Riera derzeit nicht wirklich bauen.
Ein Lichtblick im tristen Mittelfeld
Diese Problematiken hat Riera erkannt. Seit dem Trainerwechsel ist die Spielzeit von Skhiri signifikant zurückgegangen. Seinen sicheren Startelfplatz unter Toppmöller hat er unter Riera eingebüßt. Für ihn startet der quirlige Höjlund. Während die Frankfurter sich unter Riera zwar in der Defensive deutlich verbessert haben, ist die Offensive ins Stocken geraten. Häufig gibt es wenig Dynamik, wenig Feuer. Höjlund ist ein Lichtblick in dieser Phase. Er bewegt sich klug zwischen den Ketten, traut sich auch mal zu, an einem Gegenspieler mit Antrittsgeschwindigkeit vorbeizugehen. Dadurch schafft er Räume und die Möglichkeit, dass sich die schnellen Außenbahnspieler der Eintracht in Position begeben können. Er verschiebt gut und sein Offensivdrang ist in fast allen Phasen des Spiels zu erkennen. Natürlich ist er längst nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen. Seine Zweikampquote von 37% ist ausbaufähig. Dafür ist seine Passquote von 90% schon im Bereich der ganz Großen. Auch ein Joshua Kimmich vom FC Bayern München kommt auf nicht viel mehr. Und das ist daher eine so gute Quote für Höjlund, weil er eben nicht nur den Sicherheitspass nach hinten oder zur Seite wählt, sondern durchaus auch vertikal arbeitet.
Auch wenn seine Offensivbemühungen lobenswert sind, vergisst er ab und an, welche Räume dadurch nach hinten entstehen. Er ist aber ein junger Spieler, der nun zum ersten Mal regelmäßig auf viel Spielzeit auf hohem Niveau kommt. Bezeichnend ist, dass er auch seinen Mittelfeldkollegen Hugo Larsson in den Schatten stellt. War Larsson noch in den vergangenen Jahren ein heller Stern am Firmament der Talente, so ist sein Licht etwas verblasst in der laufenden Spielzeit. Er drückt dem Spiel nicht mehr so seinen Stempel auf, wie er es in seiner Anfangszeit tat. Er ist dadurch kein schlechter Spieler, aber eben auch kein so heißes Eisen mehr, wie vor einigen Monaten.
Aus der gesamten Tristesse des Mittelfelds sticht Höjlund derzeit heraus. Nun hat er sich mit einem sehr sehenswerten Treffer gegen Wolfsburg zusätzlich ins Rampenlicht gespielt. Seinen Stammplatz verdient er sich von Woche zu Woche mehr – nicht nur, aber auch aufgrund fehlender Konkurrenz. Es ist gut möglich, dass Höjlund eine wesentliche Rolle in der Mannschaft der Eintracht in der neuen Saison spielen könnte. Wer weiß wo seine Entwicklung noch hingeht?






24 Kommentare
Der neue Seppl Rode
Gleiches gilt für amenda der total aufblüht. Fragt man sich schon warum er vorher nie ne ordentliche chance bekommen hat
Sehe ich auch so. Höjlund und Amenda sind zwei Spieler, die aktuell berechtigterweise absolut gesetzt sind. Mittlerweile finde ich sogar, dass Amenda der bessere Verteidiger verglichen mit Koch und Theate ist, und gleichauf mit Kristensen (sofern ein korrekter Vergleich nicht ganz möglich, da nicht alle die gleiche Position spielen). Aus diesem Grund sollte man Amenda und Oskar unbedingt über diese Saison hinaus behalten.
Ein Arbeiter mit 90% Passquote ist schon ordentlich. Die ZK-Werte habe ich nie ganz verstanden, wenn man vor dem Gegner am Kopfball ist und der Ball landet im hohen Bogen beim Torwart, ist das dann gewonnen oder verloren?
Egal, es sieht ja so aus, als ob man leicht an Oscar vorbeikäme aber das sehe ich nicht so. Wenn man sich aussuchen könnte, gegen wen man nicht in den Zweikampf muss bei uns, dürfte er weit oben sein.
Insgesamt sehe ich eine sehr gute Entwicklung und sehr jung ist er immer noch. Einstellung wohl Meilen besser als z. B. Uzun, nie gemeckert, immer bereit. Unbedingt halten.
Die momentane Phase zeigt, wie sehr Shkiri Höjlunds Entwicklung behindert hat.
Klar hatte Oskar auch mit Verletzungen zu kämpfen, aber er ist zur Zeit das, was ich mir von Larsson in diesem Stadium gewünscht hätte. Unser bester Mittelfeldmann.
Er ist stets nach vorne orientiert, geht zwischen die Linien, hat extrem gute Täuschungen mit und ohne Ball, wodurch er für sich Räume schafft und das Spiel öffnen kann, seine Torgefährlichkeit entdeckt er auch immer mehr.
Abwarten, vielleicht wird er unser kommendes Tafelsilber, aber erst Mal konstant über eine Saison Leistung zeigen.
Ich find's toll, dass er sich so mausert ..
Ich finde wir haben potentiell sehr viel Silber. Wir sollten versuchen unsere Bronze abzugeben und mit dem Silber eine tolle Mannschaft entwickeln. Bronze = Skhiri, Batsman, Dahoud, Leihspieler, beim Götze Lohn sparen wir auch etwas….dadurch werden auch Mittel frei (ich habe aber grundsätzlich nichts gegen einen dieser Spieler). Ich würde nicht viel investieren (können wir wahrscheinlich auch gar nicht), die Mannschaft wird nur besser.
Auch für mich aktuell bester Mittelfeldspieler, er hat einen guten Antritt und ist auch relativ schnell. Larsson wir aber auch wieder kommen, der ist aktuell in einem Tief wo er auch wieder rauskommen wird.
Was ich nicht verstehe ist warum Dahoud gehen muß und Skhiri bleiben darf. Kann mir das jemand erklären? Dahoud ist meiner Meinung nach zehnmal besser als Skhiri.
Ganz einfach. Dahouds Vertrag läuft aus, der von Skhiri eben nicht. Wäre es umgekehrt, würde Skhiris Vertrag nicht verlängert und er müsste anstatt Dahoud gehen. Da bin ich mir sicher. Und sollte ein Angebot für Skhiri kommen, wird man sich auch von ihm trennen um Gelder für Neuausrichtung im Mittelfeld zu generieren. Ich denke in diesem Bereich werden wir der größten Relaunch sehen.
Es wäre schön, sich in diesem Forum mehr mit den positiven Seiten unserer Spieler zu beschäftigen. Unabhängig von diesem Artikel gibt es mir zu viel hate hier.
Und gerade mit solchen Sätzen wie in diesem Artikel über Skhiri heizt man die Kleingeister noch mehr an. Ich finde es völlig überflüssig von F. Müller, zu dieser Zeit Skhiri so abzukanzeln, weil er gefühlt ein halbes Jahr nicht mehr gespielt hat. In der Sache teilweise richtig, zeitlich völlig unpassend.
Es passt dazu, dass manche User, die ausschließlich hier sind um zu stänkern oder zu beleidigen nie ermahnt oder gesperrt werden. Ein Schelm, wer ein Muster dabei erkennt ✌️
Ich freue mich für Hojlund und das Team, aber er hat, wenn überhaupt, bisher eine handvoll guter Spiele bestritten. Skhiri hat uns trotz offensichtlicher Schwächen durch 2,3 herausragende Saisons getragen.
Sehr guter Beitrag.
Schwarz malen ist anscheinend schon immer das Schönere gewesen.
Was wurden hier schon die Okas und Alex Meier Fussballgott durchs Dorf getrieben, Heribert, Trappo, Friedhelm, und wie sie alle heißen... echt schade!
Skhiri hat sicher schon länger nicht mehr gut gespielt, aber die Einstellung hat immer gepasst, er wurde von verschiedenen Trainern aufgestellt, dafür gab es Gründe!
'Nichts ist alleine schuld an der Entlassung, aber viele Dinge spielten eine Rolle.
So auch, dass Toppmöller zu lange auf Skhiri baute.'
Diese These darf man anzweifeln, rein faktisch.
In der letzten Saison kam Skhiri auf 3.208 Minuten. Meistens war er in der Startelf.
In dieser Saison kommt er auf ungefähr 2.000 Minuten, wenn er ab jetzt jedes Spiel 90 Minuten spielt.
Derzeit sind es 1.504 Minuten, also nicht mal die Hälfte der Minuten der vergangenen Saison.
Bei transfermarkt steht die Startelfquote.
Da ist er in der BL bei 41%, bei 42% der möglichen Minuten.
CL 50%, 51% der mögl. Minuten.
Pokal 0%, 22% der mögl. Minuten.
Skhiri wurde in dieser Saison zum Rotationsspieler degradiert, schon vor Riera.
Ich weiß, es wird stets gerne auf Skhiri rumgehackt, das war bei Gelson Fernandes ganz genauso. Mal gerechtfertigt, mal net.
Anfangs spielten meist Larsson und Chaïbi, später dann vermehrt Høylund.
Larsson kommt in der BL auf ne Startelfquote von 61% bei 60% der Minuten (CL 75%, 72%..Pokal 100% 69%).
DAS sind die Zahlen eines Stammspielers.
Also: Dass es einer der Hauptfehler gewesen sein soll, dass Skhiri sooo viel spielte, ist m.E. schon sehr weit hergeholt.
Man braucht jetzt nach einem Tor auch nicht Høylund in den Himmel heben. Er spielte meistens schwach in dieser Saison, hat nen kicker-Notenschnitt von 4,04.
Er hat schon viel mehr Minuten gesammelt als in der letzten Saison und auch Fortschritte gemacht. Gerade bei der Entscheidungsfindung und dem Spiel ohne Ball. Früher lief der teilweise irgendwo rum.
Ich will ja gar nicht abstreiten, dass Skhiri eine schwache Saison spielt. Es ist auch sehr fraglich, ob der nochmal zu alter Stärke zurückfindet. Doch meistens spielte er halt nur dann, wenn Larsson verletzt war. Und dass ein Bankspieler nun der Sündenbock sein soll, da mach ich nicht mit.
Høylund hat doch auf der 6 nur Sch.. gebaut, bekam das Zentrum nicht dicht. Keiner der drei Trainer stellte den da regelmäßig freiwillig auf.
Da standen genug Andere auf dem Platz, die es in aller Regelmäßigkeit verkackt haben.
Nehmen wir Theate (kickernote 3,79). Darüber könnte man tatsächlich diskutieren.
Hier haben wir ne Startelfquote von
BL 76%, 76% der Min.
CL 100%, 100% der Min.
Pokal 50%, 57% der Min.
Vergleicht man das mit Amenda. Der kommt erstens auf nen besseren Notenschnitt (BL 3,54).
Und zweitens steht da
BL: 45% Startelf, 47% der Minuten.
CL: 25% 31%
Pokal 0% 0%
Bei der These 'Dino ist über Theate gestolpert' wär ich dabei!
Doch Skhiri? Ne, der war schon unter Dino meist auf der Bank.
Ich mach mal ne Gegenthese:
'Dino hätte auf Skhiri statt auf Larsson setzen sollen'
Rein leistungstechnisch mag das seltsam klingen. Doch Skhiri ist fit, sehr fit, einer unserer fittesten Spieler..nur selten verletzt. Ich würde behaupten: ein Skhiri verkraftet eher 3 Spiele die Woche 90 Minuten als ein Larsson.
Am Ende hatten wir nur noch mūde Kicker auf dem Platz. Larsson wurde überlastet und viel dann vermehrt verletzt aus. Wobei Dino da ja noch rotierte. Und trotzdem denke ich, dass es für Larsson ein bißchen zuviel war.
Und daher stell ich diese These mal auf, denn wir hatten zu viele 'Stammspieler', die diesem Status mit ihrem Fitnesslevel nicht gerecht wurden.
Seien es Uzun, Burkhard, Collins oder Kristensen. Diese Spieler sind nicht so fit, um alle drei Tage ein Spiel zu machen. Das ist offensichtlich. Wahrscheinlich werden sie es auch nie. Müssen sie ja auch nicht. Nur wirds bei ner europäisch spielenden Mannschaft dann schwer mit nem Stammplatz. Am Ehesten packt das noch Larsson, der war in den vergangenen Saisons nicht soo oft verletzt.
Uzun wird wohl Bankspieler bei nem Topclub, dafür reichts an Fitness. Und da kann er dann auch glänzen.
Und dann frag ich mich, ob diese Spieler dann diesen Stammspielerstatus im Team bekommen sollten. Oder vielleicht nicht ein Anderer, der zwar weniger Qualität hat, aber in der Lage ist, diese Belastungen auch zu fahren.
Und damit zu Burkhard. Ich denke, das es ein Fehler war, mit ihm als Stammspieler zu planen. Erstens ist er verletzungsanfällig, zweitens den 3-Tage-Rhythmus nicht gewohnt und drittens misst er 1,81m Körpergröße. Wir alle sahen, wie das dann gegen so PL-Kanten wie Tottenham aussieht. Burkhard prallt da einfach ab.
Und damit zum letzten Punkt:
Riera sagte nicht ganz zu Unrecht nach dem Spiel, dass wir ne vglw kleine Mannschaft haben. Und sie daher flache Standards einstudierten.
Fast alle Mannschaften agieren gegen uns im 'low block', sprich: sie stehen tief und lassen uns flanken. Da jeder Abwehrspieler unserer Gegner größer ist als unser Stürmer, machen die das Zentrum dicht und wollen, das wir reinflanken. Alle unsere Gegner verteidigen uns so!
Ausnahme nur Bayern.
Uns fehlt ein 1,92m Stürmer wie damals Haller oder Dost. Dann überlegt sich der Gegner zweimal, ob er uns reinflanken lassen will, oder uns nicht vielleicht lieber andere Räume gibt.
Von daher: wir sind rein physisch gesehen relativ leicht zu verteidigen. Und müssen daher alles kleinklein spielen, um irgendwie gefährlich vors Tor des Gegners zu kommen. Und das ist eigentlich die Königsdisziplin.
Einfach reinflanken mit nem 1,90m-Mann vorne (El Mala), das können Alle. Kontern mit ein paar schnellen Stürmern, das kriegen auch Alle hin.
Aber nen tiefstehenden Gegner mit Flachpässen auszuspielen? Das können nur ne Handvoll Teams in der BL.
Dafür brauchts dann gute Techniker!
Haben wir die? Wenn ich an Høylund, Knauff, Burkhard oder Collins (oder natürlich auch Skhiri!!) denke: schwierig!!!
Also ne einfache Aufgabe ist das nicht!
Würd mich nicht wundern, wenn alle aufschreien, weil Riera irgendwann Ebnoutalib (1,87m) den Vorzug vor Burkhard (1,81m) gibt.
Mit Ekitiké (1,90m) war das in der letzten Saison wesentlich einfacher.
Das ist schon ein Dilemma in dieser Saison, dass wir keinen großen Stürmer hatten. Auch Batshuayi ist nicht der Größte (1,85m). Wahi ist auch nicht groß.
Wir sind hier in einem monothematischem Forum und du kommst mit Fakten. Wie soll man denn dagegen argumentieren?
Schäm dich! 😁
Gruß SCOPE
Ich habe das schon mal geschrieben, aber will das nochmal dick und fett unterstreichen:
Die Zweikampfquote sagt überhaupt nichts aus bei Mannschaften die hoch pressen.
Unserer Spieler gehen in Zweikämpfe aus verschiedenen Gründen:
1. Ball gewinnen (nur da macht die Quote Sinn)
aber nicht bei:
2. Gegner zu Fehler zwingen
3. Passwege schließen
4. Ballführenden Spieler in ungefährliche Position schieben
Du kannst den Zweikampf unter Punkt 1 verlieren, hast aber trotzdem die Punkte 2-4 erreicht. Ist der Zweikampf dann verloren? Alles bullshit.
Will meinen:
Die Zweikampfquote ist eine quantitative Erhebung, keine qualitative.
Ein 6er der in einer defensiv orientierten Mannschaft spielt, wartet auf den Gegner. Wenn er den Zweikampf führt, ist er vorbereitet und fokussiert sich nur darauf, dass er den Ball gewinnt.
In unserem System verteilen sich die Spieler im Raum, sie gehen auf den Spieler zu um ihn oder den Passweg zu blocken.
Es gibt qualitative Erhebungsinstrumente im scouting, die eben genau das analysieren können und es wäre schön, wenn diese Sachen auch mal irgendwann in der Berichterstattung Einzug finden. Bis dahin macht es leider überhaupt keinen Sinn auf diese Quote besonderes Augenmerk zu legen.
Volltreffer auf meine Lachmuskeln. Danke, das verbessert den Start in die Woche enorm. Insbesondere, da ich es gestern gar nicht lustig fand, dass die Meenzer sich vom SC drei Punkte haben klauen lassen. Mist.
spannender Gedankengang.
Das geht in die Richtung einer für mich noch offenen Frage. Es wurde hier in Form kürzlich mal gefragt aber es kam glaub ich keine Antwort:
Ab wann zählt ein Zweikampf als gewonnen (unter dieser Rubrik)?
Gilt dieser zum Beispiel auch als erfolgreich, wenn lediglich der Ball dem direkten Gegenspieler weggenommen wurde, auch wenn er danach zum anderen Gegenspieler springt oder gelangt? Je nach Spielsituation wäre das ja trotzdem dann positiv oder erfolgreich, wenn ich beispielsweise als Abwehrspieler den Spielfluss beim Gegner derart störe oder verzögere, dass zum Beispiel ein Konter durch den Zweikampf derart verzögert wird, dass andere Abwehrspieler meiner Mannschaft hinter dem Ball kommen.
Weiß jemand, wie die Statistik zustande kommt, beziehungsweise wie die Technik da programmiert ist?
@hadabambata, danke dafür. Für mich sagt das auch gar nichts aus. Dazu kommt noch, dass es komplett unklar ist, was überhaupt ein Zweikampf ist. Der Kicker schreibt, dass z. B. Larsson nur 3,7 pro Spiel führt, wenn er also nur einen gewinnt, ist die Quote katastrophal, bei nur einem mehr also passabel...wenn also ein Trainer nach ZK-Quote aufstellen würde ohne die genannten qualitativen Werte zu berücksichtigen, wäre er ja komplett ahnungslos. Mir ein Rätsel, wie die Presse da irgendwas draus ableiten will. Zumal man einem Zweikampf ja durch einen Rückpass ja quasi fast immer ausweichen kann. Oder halt nur nebenherlaufen... Macht das dann einen besseren Spieler aus?
Guter Punkt und nur ein kleiner Einwand wegen Deinem Fokus auf die Größe.
Mit Marmoush (1,83) waren wir sehr erfolgreich, auch schon als Ekitiké noch nicht in Fahrt war. Und ein Blick auf die Tore von unserem Traumgespann (Marmoush/Ekitiké) zeigt: sehr wenig Tore durch / nach Flanken. Viele Tore aber nach recht früh gestarteteten Sololäufen. Das Problem mit der Technik der Mittelfeldspieler, was Du treffenderweise ansprichst, gab es nämlich meiner Meinung nach schon vorher. Es waren ja die selben Leute im Mittelfeld.
Was ich sagen will: Größe scheint für mich eher wenig ausschaggebend Schnelligkeit könnte ein wichtiger Punkt sein. Die hat Jonathan (1,81) allerdings tatsächlich nicht so arg (34,59 km/h = Platz 75 in der Liga), machte aber trotzdem einige Tore für uns (und das auch noch trotz massiger Abwesenheitszeiten).
Übrigens: Wahi ist mit 34,89 km/h auf Platz 50 in der Bundesliga. Marmoush mit 35,29 km/h auf Platz 38 und Ekitiké mit 35,53 km/h auf Platz 30. Und auf Platz 1 thront Bahoya ...
Was mich zu einem für mich ausschlaggebenden Punkt führt, der wohl nicht in Größe oder Breite oder sonstwas zu messen ist. Ich nenne es mal Druchsetzungsfähigeit. Ich hab mich immer gewundert, wie Ekitiké und Marmoush obwohl sie doch sehr schmal waren eine wahnsinnige Durchsetzungsfähigkeit hatten. Bei dem Betrachten der Highlights fallen mir ganz oft Situationen auf, da Hugo und Omar ihren Körper geschickt zwischen Ball und Gegenspieler bringen. Selbst wenn es nicht direkt danach zum Abschluss führt, ist die Möglichkeit groß, dass es zu einem Foulspiel kommt. Und das ist ja auch schon mal nicht schlecht.
Und das ist eine Disziplin, die Burkardt meiner Meinung nach sehr gut beherrscht (was durch seine Tore bestätigt wird).
Vielleicht ist Fußball mehr als Statistik und Zahlen. So leid es uns tut, können wir vielleicht nicht alles erklären und mit/in Modellen abbilden ;o)
Ich denke die Kombi von Burkardt mit Younes könnte super sein. Das ist nämlich auch so ein Typ, der sich "einfach mal" den Ball schnappt und aufs Tor zurennt (leider ist er da gegen Stuttgart an den Falschen geraten), zumindest war das in 2. Liga Zeiten so.
Moin allerseits,
zuallererst freue ich mich, dass wir trotz schwacher zweiter Halbzeit diesmal als Sieger vom Platz gegangen sind! Und die unsympathischen Wolfsburgern ein Stück näher zur zweiten Liga gekickt haben!
Aber kann mir mal jemand erklären, warum wir (fast) jede Ecke kurz ausführen, aber dann nicht flanken? Es mag ja Statistiken geben, nach denen "normale" Ecken zu weniger Erfolg führen als kurz ausgeführte. Aber Samstag wurde teilweise der Ball weitergepasst, bis hin und wieder zum eigenen Torwart. Chance verpufft...
Wir haben doch mit Amenda und Koch auch immer kopfballstarke Männer im Strafraum, von den offensiven Spielern mal abgesehen.
Ich würde mir jedenfalls wünschen, öfter mal eine scharf hereingebrachte direkte Ecke zu sehen!
friesisch herbe Grüße
Zu deiner Frage: wann zählt ein Zweikampf als gewonnen.
In der Bundesliga wird ein Zweikampf laut dem offiziellen Definitionskatalog der DFL statistisch als gewonnen gewertet, wenn ein Spieler aus einer direkten 1-gegen-1-Konfrontation als derjenige hervorgeht, der anschließend den Ball kontrolliert oder diesen erfolgreich zu einem Mitspieler spielt.
Die statistische Erfassung (oft durch Dienstleister wie Opta) unterscheidet dabei primär zwischen zwei Kategorien:
## 1. Bodenduelle (Asymmetrische Ereignisse)
Hier befindet sich ein Spieler bereits im Ballbesitz, während der Gegner versucht, diesen zu erobern.
* Für den Defensivspieler gewonnen: Wenn er den Ball durch ein Tackling oder Fairplay erobert oder den Angreifer so stört, dass dieser die Ballkontrolle verliert.
* Für den Offensivspieler gewonnen: Wenn er am Gegner vorbeidribbelt und den Ball behauptet.
## 2. Luftduelle (Symmetrische Ereignisse)
Da zu Beginn keiner der Spieler Ballbesitz hat, kämpfen beide in der Luft um den freien Ball.
* Gewonnen: Derjenige, der den Ball mit dem Kopf oder Körper berührt und ihn so kontrolliert oder gezielt weiterleitet, dass das eigene Team (wieder) in Ballbesitz gelangt.
## Wichtige Besonderheiten
* Kein Unentschieden: Statistisch gibt es in der Regel für jeden gewonnenen Zweikampf genau einen entsprechenden verlorenen Zweikampf beim Gegner.
* Fouls: Verursacht ein Spieler ein Foul, gilt der Zweikampf für ihn als verloren und für den gefoulten Spieler als gewonnen.
* Klärungsaktionen: Ein bloßes Wegschlagen des Balls („Clearing“) ohne gezielte Ballkontrolle oder Zuspiel wird oft separat gewertet und fließt nicht immer klassisch in die Zweikampfquote ein.
Wenn Rasmus und Shkiri nicht spielen, kannst du die Kopfballtore nach Ecke/ Freistoß an der Hand eines einarmigen, blinden Tischlers zählen. Nämlich 3 Tore.
Kopfballtreffer insgesamt 6.
Die gegnerische Abwehr braucht nur Robin
Koch zuzustellen. Amenda und Theate sind offensiv keine Gefahr. Und rausköpfen ist einfacher, als in reinzuköpfen. Wenn wir die Ecken ausspielen, bringen wir den Abwehrverbund in Bewegung. Und wir verändern die Winkel der Herreingaben.
Ob es was bringen wird, wird die Zeit zeigen.
Danke vielmals!
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