Marius Wolf ist derzeit ein wichtiger Garant für den Frankfurter Erfolg

Kovac über Wolfs WM-Chancen: Eintracht-Trainer Niko Kovac wurde im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Spiel beim VfB Stuttgart auf seine Meinung zu einer Nationalmannschaftskarriere und WM-Nominierung von Mittelfeldspieler Marius Wolf angesprochen. Kevin-Prince Boateng hatte seinen Kumpel schon mehrfach in die deutsche Auswahl geredet. Kovac allerdings wollte sich zu keiner Aussage hinreißen lassen: „Ich war selbst Nationaltrainer. Ich weiß, bei uns gibt es viereinhalb Millionen in Kroatien, die alles wissen. In Deutschland gibt es 80 Millionen, die alles wissen“, meint der ehemalige kroatische Nationaltrainer mit einem Augenzwinkern. Er habe aber vollstes Vertrauen in die Arbeit von Joachim Löw: „Ich habe gelernt, dass der Nationaltrainer Entscheidungen treffen muss und das überlasse ich Jogi Löw. Ich weiß ganz genau, dass er es am besten kann und werde ihm mit Sicherheit keine Ratschläge geben.“ Vermeintliche Ratschläge habe er in seiner eigenen Laufbahn als Coach einer Auswahl zu Genüge bekommen.

Mutmacher für Haller: Mittelstürmer Sebastien Haller zeigte sich zuletzt im Abschluss oft etwas unglücklich und wartet seit dem 3:1-Auswärtserfolg in Wolfsburg auf einen Treffer in der Bundesliga. Sein Trainer Niko Kovac allerdings definiert den Wert seines Angreifers nicht nur über seine Tore: „Er arbeitet wirklich viel, wenn ich mir die Laufleistungsdaten anschaue ist er der, der die meisten Kilometer macht. Er stellt sich absolut in den Dienst der Mansnchaft.“ Torlose Spiele habe es schon in der Hinserie gegeben. Im Anschluss habe der Franzose aber wieder seine Treffsicherheit unter Beweis gestellt. Deshalb glaubt sein Coach fest daran, dass er dies auch bald wieder tut: „Das hebt er sich hoffentlich für die wichtigen Spiele auf. Und morgen ist vielleicht schon so eins“, machte Kovac mit einem Augenzwinkern auf die Partie beim VfB Stuttgart deutlich.

Boatengs Erfolgsgeheimnis: Mittelfeldspieler Kevin-Prince Boateng äußerte sich zu seiner Vorbildrolle bei der Frankfurter Eintracht. Ein Grund für sein Bestreben, die Mannschaft auf und neben dem Platz zu führen, liegt auch in seinem Privatleben: „Ich will auf jeden Fall ein Vorbild für meinen Sohn sein. Das ist das Größte, was man als Vater tun kann.“ Da liegt es nahe, das auch in seinem Beruf zu tun: „Das probier ich mit dem Fußball auch. Wir sind ja so immer die Superheroes. Er liebt es auch, wenn ich im Fernsehen bin.“ Einen wichtigen Grund für seine mentale Stärke nannte der 30-Jährige auch: „Hinter jedem starken Mann steckt eine starke Frau. Das ist bei mir genauso wie bei jedem anderen„, unterstrich er die Rolle seiner Frau Melissa Satta. „Man braucht den Halt und die Wand hinter einem. Und das sind meistens die Frauen.“

Kalinic im Visier?: Nikola Kalinic vom AC Milan soll ins Blickfeld von Eintracht Frankfurt geraten sein. Das berichten verschiedene Medien und berufen sich auf „Calciomercato.web“. Der kroatische Nationalspieler wurde erst vor der Saison vom AC Florenz an die Rossonieri ausgeliehen. Sie haben offenbar eine Kaufoption für 20 Millionen Euro, sind aber unzufrieden mit dem Angreifer und wollen ihn im Sommer abgeben. Niko Kovac kennt den 40-fachen Nationalstürmer aus seiner Zeit als Coach der Kroaten. Kalinic hat in dieser Saison vier Treffer für die Mailänder erzielt. Neben der Eintracht soll auch Schalke 04 Interesse am 30-Jährigen haben.

Bobic-Rückkehr „business as usual“: Von wegen besondere Rückkehr – für Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic ist das Gastspiel in der alten Heimat Stuttgart „business as usual“. „Ich komme zurück und werde mit der Eintracht versuchen, das Spiel zu gewinnen.“ Der Ex-Nationalspieler war in der Jugend und als Profi für den VfB am Ball. „Ich freue mich, meine Familie wiederzusehen. Ansonsten ist es für mich business as ususal. Das denken vielleicht einige nicht so, aber es ist so“, so Bobic gegenüber „hessenschau.de“.

Mathe-Professor glaubt an Europa: Eintracht Frankfurt spielt nächste Saison international – davon ist der Frankfurter Mathematik-Professor von der Frankfurter Goethe-Universität, Matthias Ludwig, überzeugt. Gemeinsam mit seinem Potsdamer Kollegen Ulrich Kortenkamp hat der Frankfurter Professor ein System entwickelt, um Fußballspiele zu berechnen. Seine Prognose: Die Eintracht schafft es unter die Top 6: „Das ist mit über 75 Prozent sehr wahrscheinlich“, so Ludwig in der „FNP“. Da in diesem Jahr auch der siebte mit großer Wahrscheinlichkeit in den Europacup einzieht, erhöht er sogar die Wahrscheinlichkeit auf 90 Prozent. Eine Statistik, die den Eintracht-Fans wohl gefallen dürfte. Besser als die Adler sind laut Ludwigs Meister-Tabelle nur Bayern, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, RB Leipzig und Schalke 04.

Ex-Adler an Krebs erkrankt: Der ehemalige Eintracht-Stürmer Pawel Kryszalowicz ist an Darmkrebs erkrankt. Das hat der Polnische Fußballverband (PZPN) bekannt gegeben. Der 43-Jährige erhielt vor drei Wochen die Diagnose. Einen ersten Eingriff hat der zuletzt als Vorstand eines regionalen Fußballverbandes in Polen tätig gewesene Angreifer schon hinter sich. Der 33-fache polnische Nationalspieler war zweimal hintereinander der torgefährlichste Adler-Spieler. 2000/2001 traf er sieben mal, in der darauffolgenden Spielzeit netzte er 16 Mal.

Eishockey Herren im Olympia Finale: Mit einem beeindruckenden Fight erkämpften die deutschen Eishockey Herren ein 4:3 gegen den amtierenden Olympiasieger Kanada und stehen somit im Finale der Olympischen Spiele in Pyeongchang. Mit Moritz Müller ist ein gebürtiger Frankfurter Teil der Eishockey-Olympiamannschaft. Das Finale am kommenden Sonntag gegen Russland wird um 5:10 Uhr deutscher Zeit übertragen. Die Eintracht gratulierte per Twitter den Eishockey-Herren zum Finaleinzug.

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9 Kommentare

  1. Ich bin da eher egoistisch. Was soll der junge Wolf in der Nationalmannschaft, bzw was hat die Eintracht davon?
    Es gibt keine Not auf seiner Position, daher soll die altgediente Elf den Titel verteidigen. Wolf hat nach dieser tollen Saison eine Regenerationspause verdient. Warum soll er seine Ferien noch mit der Nationalmannschaft verplempern und sich am Ende gar verletzen? Ich weiß noch als Trapp einmal eingeladen wurde! Da hat er sich bei Werbeaufnahmen die Hand gebrochen… Schönen Dank dafür.

    Die EM 2020 wäre ok.

    Gruß SCOPE

  2. Das ist in unserem Interesse, da sich (warum auch immer) der Wert von Wolf verzehnfachen wuerde, wenn er gute Leistungen in der WM fuer Deutschland zeigt. Wenn er so weiterspielt, dann wuerden wir ihn sowieso nicht bis zur EM 2020 halten koennen – dann nehme ich lieber die extra 10-20 Millionen. Wir muessen leider realistisch bleiben, dass wir nicht mehr als die „Durchsart“- Station fuer Spieler sind – so wie es Gladbach vor ein paar Jahren vorgemacht. Jung und guenstig einkaufen, aufbauen und dann teuer verkaufen.

    Dass wir diese Mannschaft fuer mehrere Jahre halten koennen ist leider ein utopischer Gedanke. Wir werden wahrscheinlich jedes Jahr einen komplett neuen Kader aufbauen muessen. Immerhin werden wir am Ende dieser Saison bestimmt gut Geld fuer diese Spieler bekommen; dieses Geld muss dann wieder in junge, etwas teurere Spieler (mit hoeherer Chance dass sie wie eine Bombe einschlagen) investieren, die wir dann fuer noch mehr verkaufen koennen. Solange, bis wir uns hochgearbeitet haben auf ein Level wie Dortmund, dass wir uns Top Spieler leisten koennen und diese auch zu uns kommen wollen um zu bleiben.

  3. Mehrere Jahre können wir die Mannschaft vermutlich nicht halten, aber an einen Umbruch in diesem Sommer glaube ich nicht. Wir sitzen nach der Saison aus mehreren Gründen am längeren Hebel.
    Wir sind finanziell absolut solide aufgestellt, müssen also keinen Spieler verkaufen. Unsere wichtigen Spieler haben alle noch bis 2020 oder 2021 Vertrag. Wenn wir europäisch spielen, wonach es zurzeit ja definitiv aussieht, dann gibt es vielerlei Gründe, dass die Spieler bleiben. 1. Für die meisten ist das Erreichen der EL oder CL der bis dato größte Erfolg, den wollen sie dann auch genießen. Wieso sollte ein Wolf bspw. die Eintracht verlassen, wenn er weiß, dass er hier diese tolle Entwicklung durchgemacht hat, unumstrittener Stammspieler ist und damit sicher sein kann, hier auch internationale Erfahrung zu sammeln. Selbst wenn einer der Top-Vereine bei ihm anfragt und viel Geld bietet – dort müsste er sich erstmal einen Stammplatz erarbeiten und wenn es schlecht läuft, fällt er hinten runter und macht kaum Spiele. In seinem Alter ist es für ihn selbst viel wichtiger sicher zu spielen und wenn er das bei uns sogar auf dem internationalen Parkett machen kann, gibt es keinen Grund zu wechseln. 2. Wir brauchen unsere Stützen, um im nächsten Jahr die Dreifachbelastung wegzustecken und international einigermaßen Konkurrenzfähig zu sein. Selbst, wenn wir für Wolf, Rebic oder Haller viel Gelb bekommen und das sinnvoll einsetzen, kann es etwas dauern, bis sich die Neuen eingespielt haben. Ich habe wenig Lust darauf, direkt in der Quali auszuscheiden, weil wir noch Zeit brauchen. 3. Finanziell bringt es eher keinen Nutzen, Spieler vor der EL-/CL-Saison zu verkaufen. Spielen sie international etwa auf gleichem Niveau, wird es mehrere Vereine geben, für die die Spieler interessant sind und auch die Angebote werden höher. Quasi der gleiche Effekt, der eintritt, wenn Spieler bei einer EM oder WM eine gute Figur machen.

    Ich denke aber durchaus, dass Haller und Wolf, wenn sie ihr Niveau mindestens halten, nach der nächsten Saison weg sind. Aber auch wenn es mir an sich missfällt, ist das eine Folge davon, dass unser neu eingeschlagener Weg zu funktionieren scheint. Junge, hungrige Spieler (vergleichsweise) günstig holen und teuer weiterverkaufen.

  4. Dergleichen Headlines bewirken allenfalls: Dass dem Jungen der Kopf verdreht wird oder/und dass er von seinen Kollegen und Gegenspielern – nicht zu unrecht – gnadenlos aufgezogen wird. Zudem macht man den Klub und sein Umfeld restlos lächerlich, wenn man den Anschein erweckt, derartige Ansprüche oder auch nur ein Ansinnen würden dort ernsthaft gehegt.
    Lasst den Jungen jetzt doch einfach mal in Ruhe !!!
    Demnach, was hier immer wieder zu lesen ist, ist der wahre SGE-Fan doch ohnehin zutiefst davon überzeugt, dass Trainer Löw aus konfessionellen Gründen niemals einen Spieler berufen würde, der mit Eintracht Frankfurt in Verbindung steht oder vor nicht ausreichend langer Zeit noch stand.

    Und dieses auch noch zu der obigen Schlagzeile, die erneut, diesmal jedoch ganz besonders wenig mit der Quintessenz des Statements zu tun hat, um das es im Beitrag geht – indem eine im Grunde zutiefst integre Verlautbarung (Kovacs) missbraucht wird, um einen wohlfeilen Aufreißer zu produzieren: Wer meint, auf diese Weise ins engere Bewerberfeld bei BILD vorstoßen zu können, dem sei garantiert – das läuft dort nur mit besten Beziehungen.

  5. @zizou:

    „indem eine im Grunde zutiefst integre Verlautbarung (Kovacs) missbraucht wird, um einen wohlfeilen Aufreißer zu produzieren“

    Ich suche immer noch nach dem wohlfeilen Aufreißer. „Wolf für die Nationalelf?“, „Kovac über Wolfs WM-Chancen“, „Kovac allerdings wollte sich zu keiner Aussage hinreißen lassen“

    Stimmt, du hast recht – völlig reißerische Sätze. Mal ein Vorschlag: Wenn du mit der Qualität dieser Seite so unglaublich unzufrieden bist, dann besuche sie einfach nicht mehr.
    Viel schlimmer als alle Rechtschreibfehler zusammen, die hier in den letzten 10 Jahren produziert wurden, finde ich deine unaufhörliche Kritik an den Redakteuren, die für kein oder sehr wenig Geld hier Zeit und Arbeit investieren, um uns über alles was mit der Eintracht zu tun hat auf dem Laufenden zu halten.

    Echt, so was undankbares hab ich selten erlebt.

  6. Was hatte ich meinen Spaß mit Kryszałowicz. Wenig Meter, aber gekonntes Auge für entscheidende Situationen. Als dann die Mannschaft den Knick bekam, wurde seine Form voll in Mitleidenschaft gezogen und in der Bundesliga sah man ihn nie wieder. Hätte ich damals so nicht vermutet.

    Ihm alles Gute und seiner Familie viel Kraft.

  7. @2 ‚Wir werden wahrscheinlich jedes Jahr einen komplett neuen Kader aufbauen muessen.‘
    Das seh ich nicht so.
    Gerade das Beispiel Gladbach zeigt ja was anderes.
    Sie verkauften nach der ersten guten Saison 11/12 Reus für 17 Mio und Dante für 4,5 Mio.
    In der 2. passierte bzgl Abgängen praktisch nix.
    Dann Ter Stegen für 12 Mio und De Jong für 5,5 Mio.
    Dann Kruse für 12 Mio und Younes für 2,5 Mio.
    Dann Xhaka für 45 Mio.
    Erst letzte Saison nahmen sie die halbe Mannschaft auseinander und man sieht wohin das (erstmal) führt:
    Dahoud 12 Mio, Hahn 6 Mio, Kolodziejczak 5 Mio, Korb 3 Mio, Schulz 3 Mio, Sow 2 Mio.
    So wie in der letzten Saison macht das eigentlich keinen Sinn. Aber gut, war halt auch n neuer Trainer und der will sich gern was eigenes zusammenbasteln.
    Ich würde mal behaupten, die Fluktuation auf der Trainer-Position war Gladbachs Hauptproblem (Favre, Schubert, Hecking).
    Das ist einerseits ein Spiel mit dem Feuer, andererseits kommt bei Gladbach stets was nach .. weil sie kluge Transfers tätigen und die Spieler langfristige Verträge haben (nur bei Oxford läuft der Vertrag aus). Und das beruhigt mich auch bei uns für den Fall, dass Kovac irgendwann gehen sollte. Denn auch wir haben inzwischen hinter Kovac Stabilität.

    Bei uns werden es maximal 3-4 größere Transfers (ab 2 Mio Verkaufswert) sein, der Rest des mhmm 23er-Kaders bleibt zusammen. Auch weil der Trainer bleibt.
    Sehe dbzgl überhaupt kein Problem, egal was am End fürn Platz rauskommt.

  8. Habe ja erfolgreich meine Wette verloren, dass Haller keine 8 Tore in der Saison macht, aber ich hätte besser gewettet, dass er keine 20 macht, denn jetzt bleibt er wohl auf 8 hängen 😉 . Nein, nein heute knipst er wieder, falls er von Anfang an spielt.

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