35 Millionen Euro Transferplus-Ziel für Krösche? Über die Jahre hinweg ist Eintracht Frankfurt mit den Verkauf gewinnbringender Spieler am Markt gehörig gewachsen. Damit steigt von Jahr zu Jahr aber auch die Anspruchshaltung des Vereins und des Umfelds. Julien Zamberk erklärte unlängst, warum Spielerverkäufe zum Geschäftsmodell der Hessen gehören und welcher Balanceakt zwischen Risiko und sportlichem Erfolg dazu gehört, um weiter zu wachsen. Wie die „Sportbild“ nun vermeldet, gehöre dazu im kommenden Sommer ein Transferplus von rund 35 Millionen Euro, die der Klub erwirtschaften müsse, damit im Geschäftsjahr keine roten Zahlen notiert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, seien allen voran Nathaniel Brown, Nnamdi Collins und Hugo Larsson die Verkaufskandidaten des Vereins.
Schweden-Journalist ordnet mögliches Transferziel von Larsson ein: Erst jüngst machte Hugo Larsson im Umfeld der schwedischen Nationalmannschaft deutlich, dass er sich im Sommer einen Tapetenwechsel vorstellen könne. Im Gespräch mit „AbsolutEintracht“ erklärte der Schweden-Spezialist und Journalist Keven Bader nun, wohin es den Profi ziehen könnte: „Die Premier League ist die Liga, auf die die Menschen in Schweden am meisten schauen, und das Gleiche gilt für die Spieler. Deshalb glaube ich, dass England für Larsson sehr reizvoll ist. Ich hätte ihn gerne weiterhin in Deutschland gesehen. Ansonsten denke ich, dass La Liga oder die Serie A besser zu seinem Spielstil passen würden.“ Auch wenn seine Entwicklung in diesem Jahr stagnierte, sei der Verlauf seiner Karriere alles andere als enttäuschend: „Natürlich hat die aktuelle Saison vielleicht nicht ganz den hohen Erwartungen entsprochen, die im vergangenen Jahr aufgebaut wurden, aber es kann nicht immer nur steil bergauf gehen. Zudem hatte die Eintracht insgesamt mit Schwierigkeiten zu kämpfen, was es für ihn nicht einfacher gemacht hat. Bei Eintracht ging alles sehr schnell für ihn.“
Was passiert mit SGE-Juwel Ilicevic?: In den Kreisen der Frankfurter Eintracht gehört Niko Ilicevic zu den vielversprechendsten Talenten. Kein Wunder also, dass gleich mehrere internationale Top-Klubs den 15-Jährigen bereits unter die Lupe nehmen: Laut der „Bild-Zeitung“ sollen Scouts von Real Madrid, dem FC Chelsea, Tottenham Hotspur, dem AC Mailand und Newcastle United den jungen Offensivspieler beobachten. Trotzdem sei sich SGE-Sportvorstand Markus Krösche sicher, dass Ilicevic vorerst in Frankfurt bleiben wird. Der U16-Nationalspieler Deutschlands soll in der kommenden Saison sogar schon Teil des Profikaders werden. Gerade durch solch ein Versprechen erhoffe sich die Eintracht, eine Verlängerung des 2027 auslaufenden Fördervertrags zu erreichen.
Nationalspielerin vor Wechsel zu den Bayern? Die Frauen von Eintracht Frankfurt stehen im Sommer vor dem nächsten Umbruch. Wie SGE4EVER.de in der vergangenen Woche berichtete, stehen nach dem Aus im DFB-Pokal und Europacup diverse Adlerträgerinnen vor einem Wechsel, so auch Mittelfeldspielerin Elisa Senß. Die 28-Jährige wird laut Informationen der „Sport Bild“ ihre Ausstiegsklausel ziehen und sich im Sommer dem FC Bayern München anschließen. Dort soll sie die Nachfolgerin von Georgia Stanway werden, die zurück in ihre Heimat nach England wechselt. Die 32-fache deutsche Nationalspielerin habe die SGE bereits über ihren Wechsel informiert. Der aktuelle Doublesieger zahle demnach eine geschätzte Ablösesumme von 200.000 Euro.
Weitere SGE-Spielerinnen wohl vor Abgang: Laut der „Bild-Zeitung“ sollen auch Nina Lührßen und Lisanne Gräwe die Eintracht im Sommer verlassen wollen. Lührßen könnte demnach in der Bundesliga bleiben: Der VfL Wolfsburg soll an der 26-jährigen Linksverteidigerin interessiert sein. DFB-Nationalspielerin Gräwe strebe einen Transfer zu einem Verein aus der englischen Women’s Super League an. Gleichzeitig führt Wolfsburg wohl auch mit der 23-Jährigen Gespräche, das berichtet „Soccerdonna“.






13 Kommentare
Ein Grund:
Die Ausgaben für den Lizenzspielerkader und das Personal massiv angestiegen sind - von etwa 141 Millionen Euro auf zuletzt gemeldete 177 Millionen Euro.
Diese Steigerung um rund 25 % innerhalb kürzester Zeit verdeutlicht, warum trotz Rekordverkäufen ständig neuer Umsatz generiert werden muss.
Parallel dazu flossen über 34 Millionen Euro in das ProfiCamp, was zwar den Substanzwert erhöht, aber kurzfristig enorme liquide Mittel gebunden hat.
Die Gesamtausgaben sind auf fast 400 Millionen Euro angewachsen.
Es wird deutlich, dass die sportlichen Investitionen der letzten Jahre nicht nur Ablösen, sondern auch enorme laufende Gehaltsverpflichtungen nach sich gezogen haben. Diese treiben die Fixkosten so stark in die Höhe, dass sie nun durch stetige Transferüberschüsse gedeckt werden müssen, um das operative Defizit auszugleichen.
In der Saison 2022/23 betrug der Personalaufwand 119,6 Millionen Euro (Personalaufwandsquote: 41 Prozent). Bereits eine Spielzeit später (2023/24) kletterten die Personalkosten auf 141,4 Millionen Euro. Im jüngsten Geschäftsjahr 2024/25 kulminierte diese Entwicklung in einem historischen Rekordwert von 177,3 Millionen Euro.
In der Summe erzeugen allein der Personalaufwand (177,3 Mio. Euro) und die Abschreibungen auf Spielerwerte (46,0 Mio. Euro) einen direkten Kader-Kostenblock von über 223 Millionen Euro. Rechnet man die betrieblichen Aufwendungen von 155,4 Millionen Euro hinzu, übersteigen die operativen Kosten die ordentlichen Einnahmen (TV, Sponsoring, Ticketing) von rund 265 Millionen Euro massiv. Dies illustriert die strukturelle Unterdeckung, die im Zentrum der Strategie von Eintracht Frankfurt steht.
Quelle Google Gemini Deep Research
Kurzfassung Geschäftsjahr 2024/25:
Einnahmen (Gesamtumsatz: 389,1 Millionen Euro) :
- Transfererlöse: 118,6 Mio. Euro
- Mediale Rechte (TV-Gelder, Prämien): 107,9 Mio. Euro
- Sponsoring & Vermarktung: 75,8 Mio. Euro
- Spieltag (Ticketing, Catering): 57,8 Mio. Euro
- Merchandising: 23,5 Mio. Euro
- Sonstige Einnahmen: 5,4 Mio. Euro
Kosten & Aufwendungen (Gesamtausgaben: 397,5 Millionen Euro) :
- Personalaufwand (Kader, Betreuer, Management): 177,3 Mio. Euro
- Betrieblicher Aufwand (Stadionbetrieb, Logistik, Beratung etc.): 155,4 Mio. Euro
- Abschreibungen (hauptsächlich auf Transferwerte von Spielern): 46,0 Mio. Euro
- Materialaufwand (z. B. für das Merchandising): 13,4 Mio. Euro
- Finanzergebnis (Zinsaufwendungen, z. B. für Kredite und das ProfiCamp): 5,4 Mio. Euro
- Steuern: 0,1 Mio. Euro
Aus dieser Gegenüberstellung von Rekordausgaben und leicht gesunkenen Einnahmen resultiert der operative Verlust von 8,3 Millionen Euro für die Saison 2024/25.
Ich hab’s in einem anderen Beitrag schon mal in den Raum geworfen, die Teilnahme an de CL in dieser Saison hat uns zwar gute Einnahmen erbracht, allerdings dürften auch auf der Ausgabenseite ordentlich Bonis gezahlt worden sein, was den doch hohen Anstieg der Personalkosten auf 177 Mio. Erklären dürfte ohne es zu wissen schätze ich mal das zwischen 15-20 Mio. an Boni in Summe an Spieler und Staff gezahlt werden musste.
Auch die Siegprämien nach dem EL-Erfolg waren sicher nicht wenig.
Ich kann mir vorstellen das die Personalkostwn aufgrund der durchwachsenen Saison im Nächsten Bericht geringer ausfallen werden. Conference Leauge wäre nicht ganz unwichtig.., auch da kann man sich in den Fokus spielen um Marktwerte zu steigern.
Wenn der ein oder andere Leihspieler (Wahi, Ebimbe) weiterhin so gut performen kann man mit den beiden vielleicht 20-25 Mio. einnehmen. Brown muss man eigentlich halten.., Collins, Larsson sind evt. Verkraftbar. Skihri, sollte auch gehen. Der kostet uns nur Geld und Punkte.
Kalimuendo versuchen zu halten, im Mittelfeld noch nachlegen und dann schauen wir mal.
Na ja, es kommen ja noch die 200.000 € vom glorreichen FCB für Elisa Senß hinzu.
Man möchte brechen.
Was man so hört, ist die Real Madrid Geschichte sehr heiss.. hoffentlich überzeugt man Ilicevic zu einem Verbleib
Die Abschreibungen sind aber nicht Cash-Flow relevant.
Wir müssen trotzdem viel mehr auf die Kosten schauen, sonst geht die Aufwärtsspirale irgendwann in die Hose. Kali kaufen, eigentlich sehr sehr gerne. Aber wollen wir wirklich Transfers in dieser Grössenordnung weiterhin tätigen ? Wir müssen hoffen Wahi schiesst noch ein paar Tore, dann kann man sie finanziell eintauschen. Und Uzun muss spielen und wenns nur für den Marktwert ist und dann im Sommer tschüss (leider, vielleicht kein guter Team-Player)
Abschreibungen auf spieler sind ja on dem Geschäft eine sehr fragile Größe.
Interessant wäre eine Aufschlüsselung der Personalkosten. Also wie viel von den 177 Millionen auf den Profikader entfällt. Ich kann zum Beispiel überhaupt nicht einschätzen wie viel zum Beispiel in die U21 geht. Oder in den ganzen staff incl. Masseure und so.
Die Ablösesumme bei einem Kauf wird aktiviert und über die Vertragslaufzeit linear abgeschrieben. Ganz klassisch, nach HGB. Wird der Vertrag verlängert, passiert bilanziell nichts.
Bei nem Verkauf: Ablösesumme abzüglich Restbuchwert = Gewinn.
Es gilt ausserdem das Vorsichtsprinzip, der aktuelle Marktwert wird nicht aktiviert.
35 Mio Überschuss... Sollte gehen.
Kaua (20 Mio)
Bahoya (20 Mio)
Collins (25 Mio)
Theate (15 Mio)
Brown (40 Mio)
Uzun (15 Mio)
Wahi (15 Mio)
Larsson (25 Mio)
Doan (20 Mio)
....pessimistisch gerechnet....!
Das sind knapp 200 Mio....
Ein paar Jugendspieler integrieren und 50 Mio reinvestieren, dann haben wir die gleiche oder bessere Performance wie gerade...
Fände es total schön, endlich mal wieder emotionalen, geilen Eintracht - Fußball zu sehen, der einen mitnimmt , unabhängig vom Tabellenplatz, statt diesem Managerspiel, bei dem es nur noch um Kauf, Verkauf , Transfererlöse geht. Mir gefällt der Weg nicht, liegt wohl am Alter.
Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.