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Der Finanzvorstand gibt Einblick in die Realität bei Transfererlösen. Foto: IMAGO / Oliver Ruhnke

Warum von 100 Millionen nicht 100 Millionen bleiben: Zamberk erklärt Eintrachts Transfer-Realität

Wenn Eintracht Frankfurt einen Spieler für eine dreistellige Millionensumme verkauft, klingt das zunächst nach einem gewaltigen Geldregen. Doch die Realität ist deutlich komplexer. Finanzvorstand Julien Zamberk hat im vereinseigenen Vodcast nun detailliert erklärt, warum von großen Transfersummen oft deutlich weniger beim Klub ankommt und weshalb Verkäufe weiterhin ein zentraler Bestandteil der Strategie bleiben.

Dabei machte der 38-Jährige deutlich, dass die Eintracht wirtschaftlich sehr bewusst agiert und Risiken kalkuliert eingeht. „Wir planen immer konservativ, kalkulieren unser Budget ohnehin zunächst einmal ohne Erlöse aus einem etwaigen internationalen Wettbewerb“, erklärte Zamberk. Als großes Mahnmal gelten Vereine wie Hamburg, Schalke oder Gladbach, die in der jüngeren Vereinsgeschichte am gleichen Scheidepunkt eben deutlich risikobereiter am Markt agiert haben, um in die Phalanx der Topklubs reinzukommen oder sich über Jahre hinweg dort zu etablieren. Die Hessen haben aus den Fehlern der Konkurrenz gelernt. Gerade diese vorsichtige Planung sei entscheidend, um langfristig stabil zu bleiben, selbst wenn sportliche Ziele einmal verfehlt werden.

Transfererlöse sind kein Gewinn auf dem Konto – Zamberk über die verklärte Sicht von Transfererlösen

Am Beispiel von Hugo Ekitiké erklärte der Finanzchef, warum die öffentlich genannten Summen oft ein falsches Bild vermitteln. In der öffentlichen Wahrnehmung werde schnell gerechnet: Verkaufssumme minus Einkaufspreis gleich Gewinn. Doch so einfach sei es nicht.
Zamberk betonte, dass viele Kostenblöcke von den Einnahmen abgehen, etwa Beteiligungen früherer Vereine, Beraterhonorare, Bonuszahlungen oder Abschreibungen. Selbst bei einem spektakulären Transfer könne daher nur ein Teil der Summe tatsächlich beim Verein verbleiben: „Wenn man in den Medien von einem 100-Mio.-Transfer liest, kann man davon ausgehen, dass ein gewisser Anteil davon als Bonus verabredet ist. Das kannst du erst mal nicht als garantierte Transfererlöse reinrechnen.“ Bei internationalen Transfers wird automatisch ein Solidaritätsbeitrag fällig, der von der FIFA festgelegt ist. Fünf Prozent der Ablösesumme gehen dabei an die Vereine, die den Spieler ausgebildet haben. Dadurch schrumpft der Betrag, der beim verkaufenden Klub ankommt, spürbar. Im Fall von Ekitiké seien aus einer Ablöse im Bereich von 90 Millionen Euro schnell nur noch etwa 85 Millionen geworden. Zusätzlich verfügt der vorherige Verein (Bei Ekitiké Paris Saint-Germain) häufig über eine Weiterverkaufsbeteiligung. „Das bedeutet, dass bei einem Transfer zwischen 90 und 100 Millionen Euro noch einmal rund zehn Millionen Euro an den ehemaligen Klub fließen können“, so Zamberk. Und dann? „Es ist ja auch kein Geheimnis, dass ein Berater mal 2, 3, 4 oder 5 Millionen mitverdient. Das heißt, du kannst da auch noch mal ein paar Millionen abziehen. Dann bist du von den 90 Millionen relativ schnell bei 70 Millionen. Ohne dass du etwas gemacht hast. Wenn du ihn jetzt verkauft hast, musst du von den 70 Millionen, die wir als Transferüberschuss herausgerechnet haben, für deine GuV-Rechnung noch mal 20 Millionen an Kosten rausrechnen, weil das der Abgang des Restbuchwertes ist, der dann als Aufwand in deiner GuV landet, wenn der Spieler den Verein verlässt.“ Aber auch diese Summe steht dem Verein nicht direkt zur Verfügung: „Du kannst davon ausgehen, dass du diese 70 Millionen über drei Raten bekommst, über drei Jahre vielleicht, und kannst aber auch damit planen. Insofern ist das jetzt auch kein großes Problem. Dann hast du 20, 22, 23, 24 Millionen pro Jahr als Transferforderung auch in deiner Bilanz stehen und kannst halt mit dieser Liquidität planen“ Deshalb warnte der Finanzvorstand vor vereinfachten Rechnungen: „Es ist nicht immer ganz so einfach, eine Milchmädchenrechnung aufzumachen“, erklärte er mit Blick auf Schlagzeilen über angebliche Transfergewinne.

Warum Eintracht weiter verkaufen muss

Ein zentraler Punkt seiner Aussagen: Das Geschäftsmodell der Eintracht basiert bewusst auf Entwicklung und Verkauf von Spielern. Die Einnahmen würden nicht gehortet, sondern wieder investiert. „Große Teile der erzielten Transfererlöse haben wir wieder in den Kader investiert und nicht auf dem Konto geparkt“, stellte Zamberk klar. Das bedeutet im Umkehrschluss auch: Wenn die Eintracht plötzlich keine Spieler mehr verkaufen würde, könnte das wirtschaftlich sogar gefährlich werden. Denn steigende Gehälter und Transferkosten müssten weiterhin finanziert werden. Der Finanzchef formulierte es deutlich: Ein kompletter Verzicht auf Verkäufe wäre „der riskanteste Weg“, weil dann ein zentraler Teil der Refinanzierung fehlen würde.

Balance zwischen Risiko und sportlichem Erfolg

Trotz der wirtschaftlichen Zwänge sieht sich die Eintracht weiterhin auf einem stabilen Kurs. Entscheidend sei die richtige Balance zwischen Investitionen und Einnahmen. „Man achte immer darauf, die richtige Balance zwischen wirtschaftlichem Risiko und sportlichem Erfolg zu finden“, erklärte Zamberk. Das gelte besonders in Zeiten steigender Transferpreise. Junge Spieler seien durch Investorenstrukturen und internationale Konkurrenz deutlich teurer geworden. Vereine ohne dauerhafte externe Geldzufuhr müssten deshalb genau prüfen, wie weit sie finanziell gehen können. Neben Transfers spielte auch die sportliche Perspektive eine wichtige Rolle. Für die wirtschaftliche Entwicklung sei es entscheidend, regelmäßig international vertreten zu sein. „Wir streben immer danach, international zu spielen. Das ist unser Minimalziel“, sagte Zamberk. Und sollte sportlich die Europa League im kommenden Jahr verpasst werden – ausgerechnet in dem Jahr, in dem das Finale des Wettbewerbs im eigenen Wohnzimmer stattfindet? Dann sei auch die Conference League erstrebenswert: „Auch wenn ‚unser‘ Wettbewerb die Europa League ist und das Finale 2027 in Frankfurt stattfindet, was natürlich eine besondere Geschichte für uns wäre.“

16 Kommentare

Fallback Avatar 1. g-block1978 29. März 26, 14:08 Uhr

Verbietet einfach mal die Berater, würde alles wirtschaftlicher machen und diese Zecken würde den Markt nicht ständig aufwirbeln. Die verdienen nämlich nur Geld wenn der Spieler wechselt, also ist es immer ihr bestreben die Spieler ziehen zu sehen, das macht diesen Sport leider kaputt.

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Avatar 2. uwebindewald 29. März 26, 14:32 Uhr

Was für ein frommer Wunsch @g-block.
Die Kehrseite wäre jedoch, dass es ohne Berater garnicht diese astronomischen Summen geben würde, von denen die Eintracht in den letzten Jahren stark profitiert hat ;)

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Fallback Avatar 3. stadtwaldadler528 29. März 26, 14:44 Uhr Zitat - g-block1978 Verbietet einfach mal die Berater, würde alles wirtschaftlicher machen und diese Zecken würde den Markt nicht ständig aufwirbeln. Die verdienen nämlich nur Geld wenn der Spieler wechselt, also ist es immer ihr bestreben die Spieler ziehen zu sehen, das macht diesen Sport leider kaputt. Path

Jein, Berater sind ja keine Entscheider, sondern eben nur Berater, wenn der Spieler klar im Kopf ist und die Familie die hinten dran steht klar im Kopf ist und es einen Karriereplan gibt dann sind Berater nicht das Problem, siehe Haaland als Beispiel, da wurde die Karriere behutsam aufgebaut von Salzburg über Dortmund nach ManCity, er hätte auch direkt von Salzburg zu einem größeren Verein als Dortmund gehen können, hat er aber nicht, weil es vermutlich nicht gut gegangen wäre, bei Wirtz scheint es ähnlich zu sein.

Problematisch ist es, wenn sich der Spieler gegen seinen Berater nicht durchsetzen und behaupten kann oder so tut als hätte er kein Mitspracherecht, das zeugt dann aber von schwachen Charakter und dann wird’s gefährlich, oftmals sind diese Spieler nach der Karriere auch relativ schnell wieder pleite im Verhältnis zu dem was sie über Jahre hinweg verdient haben, weil sie es eben nie gelernt haben (Bezug zu Geld, Umgang damit, Entscheidungen treffen) und blind dem Beratern vertrauen, sicher ein sehr komplexes Thema, aber alles nur auf die bösen Berater zu schieben ist zu einfach…

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Avatar 4. windstorm 29. März 26, 15:18 Uhr

Da mag unser Finanzguru ja recht haben. Jedoch ist die Rechnung doch genauso einfach. Wir verkaufen jedes Jahr 1-2 Hochkaräter und noch 2 kleinere Kaliber. Und wenn man dann eben alle Zahlungen in Raten erhält und dies über Jahre rechnet bekommt man eben genau diese, ich sag jetzt mal 60-70 Millionen, jährlich.
Natürlich sind diese zusammengesetztt aus mehreren Einnahmen der Transfers .

Genau das war ja auch damals ein Problem der Haller Millionen. Da dies einer unserer ersten großen Transfers war und der kalkulierte Cashflow unterbrochen wurde. Danke nochmal Westham

Und genau das erklärt eben dieses ewige "wir müssen aber Spieler verkaufen" Geschwafel (nicht böse gemeint)

Andersrum kaufen wir unsere Spieler bei erhöten Preisen ja eben auch auf pump.
Von daher ist diese Rechnung von ihm viel dramatischer dargestellt als sie ist. Ich finde sein Statement nicht so gut, um erlich zu sein.
Sieht ja fast schon nach einer Rechtfertigung aus warum uns der Schuh drückt. 🤔

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Fallback Avatar 5. einesgehtnochrein 29. März 26, 15:32 Uhr

Ob wirklich so konservativ geplant und gehandelt wurde (langfristige Verträge, Gehaltserhöhungen, Boni, Projekte in Beton, Vorbereitung in Übersee), wird man erst in der Zukunft rausfinden. Vielleicht schon in diesem Sommer. So klingt es schon etwas nach einer Rechtfertigung für die Berichte der letzten Wochen.

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Fallback Avatar 6. Tony Yutani 29. März 26, 15:45 Uhr

Ich kann dir irgendwie nicht ganz folgen.

Klar wird von Vereinsseite aus eher positiv über die Finanzen und Strategie berichtet. Gerade deswegen verstehe ich aber nicht ganz, auf welche (dramatische) Rechnung du dich beziehst oder wo sich rechtfertigt wird, dass uns der Schuh drücken würde?

Abgesehen davon, dass es mal interessant war, die wirtschaftliche Herangehensweise der SGE genauer erklärt zu bekommen, sind mir nur Aussagen wie: das ist alles kein Problem…wir planen jede Saison konservativ…die Liquidität muss auch ohne das internationale Geschäft gesichert sein…in Erinnerung geblieben.

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Fallback Avatar 7. ruffkick 29. März 26, 16:22 Uhr

Fand ich gut von J. Zamberk, dass er das mal etwas aufgeschlüsselt hat. Danke auch an die Redaktion, dass ihr sowas mal bringt. Ist ja eher selten was aus dem Nähkästchen im Bereich der Finanzen zu erfahren.

Forza SGE

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Avatar 8. windstorm 29. März 26, 17:29 Uhr Zitat - Tony Yutani Ich kann dir irgendwie nicht ganz folgen. Klar wird von Vereinsseite aus eher positiv über die Finanzen und Strategie berichtet. Gerade deswegen verstehe ich aber nicht ganz, auf welche (dramatische) Rechnung du dich beziehst oder wo sich rechtfertigt wird, dass uns der Schuh drücken würde? Abgesehen davon, dass es mal interessant war, die wirtschaftliche Herangehensweise der SGE genauer erklärt zu bekommen, sind mir nur Aussagen wie: das ist alles kein Problem…wir planen jede Saison konservativ…die Liquidität muss auch ohne das internationale Geschäft gesichert sein…in Erinnerung geblieben. Path

Genau deswegen ja. Es wird hier so dargestellt als würden wir von unseren Transfers fast nichts mehr haben und gefühlt noch Minus machen. Aber die von ihm aufgeführten Ratenzahlungen und Weiterverkaufs Beteiligungen usw. stellt er so dar als wären wir da in einer Zwickmühle, welche nur unsere Ausgaben erhöhen und wir keinen Nutzen bzw Vorteil daraus ziehen.
Quasi wie eine Rechtfertigung ala "Ey Leute ihr fragt immer, wo sind die ganzen Mios hin."

Aber genau oben aufgeführte "Schmälerung" der Millionen finde ich eben (ich drücke es jetzt mal sehr grob aus) Bullshit, weil wir eben auch unsere neuen Spieler in Raten zahlen, von Weiterverkaufsbeteiligungen partizipieren, Ausbildungsentschädigungen erhalten, usw. Rechnet sich also alles auch ein bisschen gegen.

Von daher spricht er aus unserer Sicht nur die negativen Aspekte an. Welche unumstritten stimmen.... aber lässt er eben jene selbe Punkte, welche uns genauso zum Vorteil helfen, außen vor. 🤷🏽‍♂️

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Fallback Avatar 9. einesgehtnochrein 29. März 26, 20:48 Uhr

Zamberk beschreibt einen Transfer in Bezug auf die Bilanz und ggf. Anhang Angaben. Wenn ich einen Spieler „kaufe“ erhöht sich mein Anlagevermögen (grob Wert des Spielers). Gleichzeitig erhöhen sich meine Verbindlichkeiten (ggü. dem alten Verein). Der Wert des Anlagevermögens erhöht sich um 100%, ich kaufe ja keinen halben Spieler. Die Verbindlichkeiten erhöhen sich ebenfalls um den kompletten zu zahlenden Betrag inkl. Berazegebühren, Steuern etc. Wenn ich die Raten über mehrere Jahre zahle, macht man unter den Verbindlichkeiten einen davon Vermerk: z.B. fällig in 2 Jahren.
Wenn er davon spricht, dass die Eintracht bei einem. Spielerverkauf von sagen wir 10 Mio. Linear über 5 Jahre nur 2 Mio. Jährlich bekommt, dann meint er die Liquiditätssicht. Das heißt, die Eintracht hat dann nur 2 Mio. In der Kasse, die Forderung ist aber dennoch 10. Mio. Ich hoffe, dass ist verständlich.

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Fallback Avatar 10. frankfurter jung 29. März 26, 21:54 Uhr

Eintracht liegt in der "Transfererlöse Tabelle" der letzten Jahre ziemlich weit vorne. Dass diese Einnahmen nicht brutto für netto sind, ist nichts neues, aber kein Frankfurter, sondern ein generelles Phänomen. Man sollte also schon relativieren, Eintracht hat schon außergewöhnlich gut kassiert. Was davon dann noch "hängen bleibt", liegt allerdings am Klub selbst.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 11. Boris 29. März 26, 22:28 Uhr Zitat - ruffkick Fand ich gut von J. Zamberk, dass er das mal etwas aufgeschlüsselt hat. Danke auch an die Redaktion, dass ihr sowas mal bringt. Ist ja eher selten was aus dem Nähkästchen im Bereich der Finanzen zu erfahren. Forza SGE Path

Ist ein Eintracht TV Beitrag, da gibt's auch ein Forum übrigens, top organisiert. Da gibt es eh noch viel mehr Eintracht Content und auf HR einiges.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 12. Boris 29. März 26, 23:22 Uhr Zitat - windstorm Genau deswegen ja. Es wird hier so dargestellt als würden wir von unseren Transfers fast nichts mehr haben und gefühlt noch Minus machen. Aber die von ihm aufgeführten Ratenzahlungen und Weiterverkaufs Beteiligungen usw. stellt er so dar als wären wir da in einer Zwickmühle, welche nur unsere Ausgaben erhöhen und wir keinen Nutzen bzw Vorteil daraus ziehen. Quasi wie eine Rechtfertigung ala "Ey Leute ihr fragt immer, wo sind die ganzen Mios hin." Aber genau oben aufgeführte "Schmälerung" der Millionen finde ich eben (ich drücke es jetzt mal sehr grob aus) Bullshit, weil wir eben auch unsere neuen Spieler in Raten zahlen, von Weiterverkaufsbeteiligungen partizipieren, Ausbildungsentschädigungen erhalten, usw. Rechnet sich also alles auch ein bisschen gegen. Von daher spricht er aus unserer Sicht nur die negativen Aspekte an. Welche unumstritten stimmen.... aber lässt er eben jene selbe Punkte, welche uns genauso zum Vorteil helfen, außen vor. 🤷🏽‍♂️ Path

Er spricht einfach nur nüchtern und transparent über die Zahlen, wie überall gefordert, dabei widerlegt er natürlich die Gerüchte der letzten Wochen und Monate. Im Endeffekt viel Lärm um Nichts.

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Fallback Avatar 13. ruffkick 30. März 26, 00:37 Uhr Zitat - Boris Ist ein Eintracht TV Beitrag, da gibt's auch ein Forum übrigens, top organisiert. Da gibt es eh noch viel mehr Eintracht Content und auf HR einiges. Path

Danke!
Forza SGE

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Fallback Avatar 14. deraldesack 30. März 26, 13:56 Uhr

Ich kaufe einen Polo. Lackiere in neu. Verpasse im paar Spoiler, breite Schlappen drauf. Verkaufe in für das vierfache.
Muss aber die Arbeit, Spoiler und Schlappen abziehen. Darauf kaufe Ich einen Golf, teurer als der Polo und besser in Schuss. Usw. Usw. Nach nur gewissen Zeit hab Ich in meiner Garage ein paar Autos, guter Qualität, die Ich länger behalte und Fahre. Ich will aber Irgendwann 11 dicke Sportwagen. Darum kaufe Ich und verkaufe immer weiter, bis ich die dicken Brummer hab. Unterdessen muss die Garage vergrößert werden, ne bessere Werkstatt muss es auch sein. Das streckt natürlich die Zeit bis zu den Sportwagen.
Aber wenn alles gut läuft sind wir bald am Ziel.

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Fallback Avatar 15. JayJayDany 30. März 26, 14:07 Uhr

Gude,
ich finde das was Zamberk beschreibt schon nachvollziehbar. Und wir als EF haben jetzt auch nicht unbedingt die "Marktmacht" bestimmte Konditionen bei solch großen Transfers vorzugeben oder zu bestimmen. Da muss man manche bittere Pille eben schlucken.
Das Problem liegt für mich an dem grundsätzlichen System im gesamten Profifußball. So lange nicht endlich mal gewisse Grenzen gesetzt werden, wird doch versucht die Preisspirale, von allen die daran verdienen, weiter nach oben zu drehen.
Meiner Ansicht nach, müssen Obergrenzen bei Transfers, Gehältern, Provisionen, etc. gesetzt werden. Ebenfalls bin ich für eine gerechte Verteilung der TV-Gelder und für eine Anpassung der Prämien zwischen CL und den anderen Wettbewerben.
Ja, mag ein klein wenig nach Utopie klingen, aber das wäre in meinen Augen ein Anfang für mehr Fairness und Chancengleichheit. Da spielen die großen Teams natürlich nicht mit, denn dann könnte ja die eigene Vormachtstellung in Gefahr geraten. Aber 200 Mio. + X für einen Spieler, oder 20 Mio. Gehalt pro Jahr, ist definitiv Abseits jeder Vernunft und das manche Vereine noch einen weiteren Wettbewerb (Super League,...) in Kauf nehmen, zeigt doch auch nur, dass sie ihre Kader bereits jetzt schon kaum bezahlt bekommen. Selbst der Krösus FCB würde sich lieber von 50+1 verabschieden, damit man mit England und Co. mithalten kann.
Ich hoffe das sich in den genannten Bereichen kurz- oder langfristig wirklich mal was bzgl. Obergrenzen tut, aber bis dahin muss EF eben weiter gut wirtschaften, ein gutes Händchen bei Transfers haben und (leider) Top-Spieler weiterverkaufen.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 16. Boris 31. März 26, 10:09 Uhr

Also die größten Vereine, die Spielern 20 Mio. und mehr ohne(!) Prämien bezahlen, die haben keine ernsthaften Finanzierungsprobleme, außer wenn die sich irrsinnig verschulden wie Barca zwischendurch, das hat sie aber auch nicht ernsthaft gefährdet. Barca konnte es sich jahrelang leisten, UNICEF kostenlos als Trikotsponsor zu nehmen, trotz irrwitziger Anteile an den Trikotverkäufen, die die Superstars kassieren. Für jemanden wie Messi kriegt man 200 Mio. nur für Trikots und Merch. Die Stars lassen sich das bezahlen, vermutlich gingen deswegen auch für Haaland ~45 Mio. Gehalt durch die Medien. Bei Barca waren aber eher diese regelmäßigen Einkäufe der Spitzenstars anderer Teams von 80-140 Mio., die das Problem waren, dabei war ihre Jugendakademie ja immer Grundlage der größten Erfolge. Die waren einfach zu sehr abgehoben.

Generell bin ich bei dir, dass man die Gelder fairer verteilen sollte, Bayern ist nicht die Liga, sondern alle Vereine zusammen, die Bundesliga ist das Produkt und sie bringt immer mehr ein, je spannender es ist. Das ist ja selbst in der Premier League besser angeordnet, in Deutschland ist die Verteilung der Gelder "the winner takes it all", noch schlimmer in Frankreich, in England ist es für den Meister maximal 20% Prämie und dann abgestuft. So können die kleineren Vereine besser investieren und das macht die Liga im Endeffekt viiiel attraktiver, dadurch steigen die Medien- und Merch-Einnahmen für alle und so haben am Ende tatsächlich alle viel mehr davon. Selbstbereicherung, Klientelpolitik und Vetternwirtschaft ist eben niemals patriotisch, sondern genau das Gegenteil.

Tatsächlich ist es ja in den ansonsten superkapitalistischen USA in allen großen Ligen geradezu "kommunistisch" organisiert, dass in allen großen Ligen immer der Letzte des letzten Jahres den ersten Spieler aus der Nachwuchsliga verpflichten darf. Eventuell schenken die dann natürlich mal das letzte Spiel her, generell sorgt das aber schon für viel Spannung. Den ersten Pick, die erste Wahl, können sie aber auch verkaufen und dafür 5 Neue holen. Das wurde in den 60ern gezielt eingeführt, um eine "Bayernisierung" der Liga zu verhindern. Das wurde von oben herab entschieden, da haben irgendwelche schlauen Manager erkannt, dass wenn das erfolgreichste und somit auch finanzstärkste Team immer die besten Spieler verpflichtet, es zu einer Monopolisierung kommt und die Liga so langweilig wird, deswegen würde da gezielt gegengesteuert. Indem alle ähnlich viel Geld kriegen und die größten Talente immer bei den schwächeren Teams der letzten Saison landen, ist die Spannung und der finanzielle Ausgleich gewahrt.

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