Kapitän David Abraham verletzte sich gegen die Augsburger bereits in der zweiten Spielminute.

Pause für Abraham: Der Kapitän der Frankfurter Eintracht, David Abraham, wird dem Team von Trainer Adi Hütter „bis auf Weiteres“ fehlen. Das teilte der Verein am Montagmorgen mit. Der Agentinier habe sich beim Spiel in Augsburg am Sasmtag eine Wadenverletzung zugezogen. Die genaue Diagnose ist nicht bekannt. Die „Bild“ berichtet etwas konkreter von einer zweiwöchigen Pause des Abwehrchefs. Abraham musste in Augsburg bereits in der dritten Minute ausgewechselt werden. Für ihn sprang Marco Russ ein. Aber auch Simon Falette wäre für die nächsten Spiele eine Alternative in der Innenverteidigung.

Fischer bezieht erneut Stellung: Eintracht-Präsident Peter Fischer hat am 25. November 2018 auf dem Deutschen Israel-Kongress in Frankfurt den Arno-Lustiger-Ehrenpreis für seinen Kampf gegen Antisemitismus und die AfD erhalten. Wie schon Anfang des Jahres, als er in einem Interview anmerkte, dass die Satzung des Frankfurter Traditionsvereins Antisemitismus und Rassismus und damit AfD-Wähler ausschließen würde. In seiner Dankesrede betonte Fischer: „Ich halte es für normal, dass ich heute hier als Vertreter eines Vereins stehe, der klare Kante zeigt. Und ich stehe hier für etwas, das in unserer DNA, in dieser Eintracht-Familie selbstverständlich ist. Nämlich die Erinnerungskultur, die Stolpersteine, der Juden-Klub. Wir haben uns mit der Erinnerungskultur, der Aufarbeitung der schrecklichen Jahre, gegen diese perversen Massenmörder, diese dreckige Nazibrut gestellt.“ Der 62-jährige beendete seine Rede mit einer klaren Botschaft: „Wer Hass in diese Gesellschaft, in dieses Europa bringt – der hat bei uns keine Chance.“

Paciencia zurück im Training: Es gab am Montag aber auch gute Nachrichten aus dem Lazarett. Goncalo Paciencia konnte das erste Mal seit seinem Meniskusriss im September eine Laufeinheit absolvieren. Das teilte die Eintracht via Twitter mit. Wann der portugiesische Stürmer wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen kann, ist noch nicht bekannt.

Bobic unterstützt Kovac: Für den ehemaligen SGE-Coach Niko Kovac läuft es bei seinem neuen Verein derzeit alles andere als rund. Spätestens nach dem 3:3 im Heimspiel gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf scheinen die Tage des Trainers beim FC Bayern München gezählt. FCB-Präsident Uli Hoeneß ließ nach der Partie zwar verlauten, dass Kovac beim Championsleague-Spiel gegen Benfica Lissabon am Dienstagabend auf jeden Fall auf der Bank sitze. Aber es müsse in den nächsten Tagen beim deutschen Rekrodmeister „alles hinterfragt“ werden. Das klingt also nicht gut für Coach Kovac. Der Kroate erhält dafür aber Rückendeckung aus Frankfurt: „Ihn als einziges Problem hinzustellen, das sehe ich komplett anders. Ein neuer Trainer hin oder her: Was soll der erstmal besser machen?“, stellte SGE-Sportvorstand Fredi Bobic am Sonntag im „Sport1-Doppelpass“ eine berechtigte Frage. „Die Tore, die sie bekommen, da kann kein Trainer was dafür“, so Bobic weiter.

Eintracht sorgt für Doppelpass-Saisonbestwert: Am Sonntag war der Höhenflug der Frankfurter Eintracht das Top-Thema im Sport1-Doppelpass. Fredi Bobic, Gast der Talkrunde, durfte sich Lob für den aktuellen Erfolgsrausch abholen und nutzte die Gelegenheit um die Verpflichtung von Adi Hütter zu erläutern und Stellung zu Vertragskonstellationen der Büffelherde und weiterer Adlerträger zu nehmen. Das sorgte für einen neuen Saisonbestwert der Gesprächsrunde. So verfolgten im Schnitt rund 1,18 Millionen Zuschauer die Sendung, in der Spitze schalteten sogar 1,37 Millionen Zuschauer ein. In der abgelaufenden Saison schalteten im Schnitt rund eine Million Zuschauer den Doppelpass ein.

Überforderte Augsburg-Abwehr: Der Innenverteidiger des FCA, Martin Hinteregger, hatte beim Spiel gegen die Frankfurter Eintracht alle Hände voll zu tun. Doch auch der 26-jährige konnte die erste Heim-Niederlage gegen die Hessen nicht verhindern. Im Anschluss, erklärte der Österreicher gegen über der Bild, warum es so schwer ist, die Adler-Offensive um Ante Rebic, Luka Jovic und Sebastien Haller, in den Griff zu bekommen: „Alle drei sind schnell. Alle drei sind robust. Und alle drei können auch noch was am Ball. Dazu sind sie flexibel, alle drei können auf allen Positionen spielen. Du weiß nie, wer gerade wo ist.“

Eintracht Frankfurter international: Die Hessen treiben die Internationalisierung weiter voran. Am Montag verkündeten die Frankfurter die Gründung einer Tochtergesellschaft in China, die am 1. Dezember 2018 ihre Tätigkeit aufnehmen soll. Die Büroräume in Peking sind bereits bezogen. Markus Weidner, Bereichsleiter Internationale Beziehungen und Sportkooperationen und Geschäftsführer der Tochtergesellschaft, wird auf der Eintracht-Homepage wie folgt zitiert: „Der offizielle Markteintritt in China ist der nächste Schritt im Rahmen unserer Internationalisierungsstrategie. Wir bündeln damit unsere verschiedenen Aktivitäten in China und schaffen administrative Erleichterungen, um unsere Projekte weiter auszudehnen. Die Gründung der Gesellschaft hilft uns, unsere Ziele in China zu erreichen.“

Kamada dreht auf: Auch abseits der umjubelten „Büffelherde“ kann ein Adler strahlen. Der aktuell an den belgischen Club VV St. Truiden ausgeliehene Japaner, traf gestern in den belgischen Europa League Playoffs gegen den RSC Anderlecht zum zwischenzeitlichen 3:2. Der 22-jährige erzielte in der belgischen Jupiler Pro League bereits neun Tore und ist maßgeblich am Erfolg seines Clubs beteiligt. Sogar Ballermann Jovic macht der Japaner Konkurrenz – aktuell trifft er alle 75 Minuten ins Tor.

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6 Kommentare

  1. Stand jetzt ist Kovac Trainer in München.

    Sorry, der musste sein.

    Den Bayern gönne ich das. Für Kovac tut es mir allerdings leid.

  2. Die Eintracht hat sich verbessert, das sieht man nicht nur am Main so
    https://www.nzz.ch/sport/bundesliga-eintracht-frankfurt-ist-ein-team-im-rausch-ld.1439597

    besserer Trainer, verbessertes Trainerteam, verbesserte Mannschaft
    ´´ wenn die Großen schwächeln, müssen wir bereit sein..´´ _ so oder so ähnlich O-Ton Fredi Bobic_
    recht so!
    unbeirrt die nächste Entwicklungsstufe angehen,
    die Nachzügler an die Mannschaft heranführen, schlummerndes Potenzial_chico, willems, paciencia_ entfalten und die Breite ausbauen.
    Und ganz besonders den Nachwuchs fördern, Knothe und Beyreuther auch mal Europa schnuppern lassen.
    Die Eintracht findet immer mehr Beachtung, weckt Begehrlichkeiten und Hoffnungen, denn manch schwieriger Charakter oder 2.LigaSpieler kann sich am Main zum Überflieger entwickeln

  3. Bis auf unseren Capitano insgesamt positive Nachrichten. Glückwunsch an den Präsi, tolle Auszeichnung, da ist man als Fan stolz drauf. Auch freut es mich für Goncalo, ich denke in unserer Büffelherde wäre noch Platz für einen weiteren Stürmer.

  4. @Abraham: Vielleicht kann Salcedo auch ein paar Minuten sammeln (außer eben in der EL).

    @Doppelpass: Sie könnten daraus lernen, dass man nicht immer hauptsächlich über den FCBääh reden muss… 😉

  5. Bei VV St. Truiden stehen insg. 5 Japaner im Kader! Ob das den Höhenflug von unserem Kamada erklärt… Aber schön dass es läuft bei ihm und er mit Selbstbewusstsein zurück kommt (?)

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