Luka Jovic (r.) gegen Mats Hummels. Der Serbe ist im Vorfeld des Spiels bereits das große Thema. Knipst er auch gegen seinen Ex-Trainer? (Foto: imago/HMB-Media)

Eintracht Frankfurt gegen den FC Bayern München. Ein Duell, das am Samstagabend Erinnerungen wecken dürfte. Ein Duell, das den Pokalsiegertrainer der Hessen wieder zurück nach Frankfurt führt. Diesmal aber unter anderen Vorzeichen als noch im Sommer beim Supercup. Und Niko Kovac hat beim Rekordmeister mittlerweile gelernt, wie man kleine Störfeuer legen kann. Das Thema dabei: Eintrachts Knipser Luka Jovic.

Ligaduell mit Supercup nicht zu vergleichen

Die Frankfurter hatten es in dieser Saison bereits mit dem FC Bayern zu tun. Im Supercup, vor den Beginn der Bundesligarunde, setzte es vor heimischen Publikum eine 0:5-Klatsche. Der Wachrüttler vor dem Saisonstart. Und irgendwie auch der Startschuss für eine grandiose Entwicklung. „Ich musste erst alles kennenlernen. Das Erfreuliche ist, dass wir uns richtig gut entwickelt haben“, so Eintracht-Trainer Adi Hütter vor dem Topspiel. Eine klare Angelegenheit dürfte es im Optimalfall am Samstagabend nicht werden. Die Vorzeichen haben sich geändert: „Ich gehe mit einem besseren Gefühl in das Spiel als im Sommer. Man kann uns nicht mehr vergleichen.“ Auch Niko Kovac erwartet ein anderes Spiel als noch im Sommer: „Das Spiel ist mit dem Supercup nicht vergleichbar.“

Topoffensive trifft auf Topoffensive – Balance gefragt

Zwei Topoffensiven treffen im letzten Spiel des Jahres für die Hessen aufeinander. Die Eintracht hat dabei sogar einen kleinen Vorteil, sowohl in der Liga als auch auf europäischer Ebene mehr Tore erzielt als der FCB. „Dass wir so viele Tore erzielt haben, ist sehr erfreulich. Dass wir mehr als Bayern München erzielt haben, ist überraschend.“ Man verfüge über Offensivspieler, „die jederzeit in der Lage dazu sind, Tore zu erzielen, Spiele zu entscheiden.“ Das ist der Gegner auch. „Es könnte es ein sehr, sehr interessantes Duell werden zwischen zwei Mannschaften, die tendenziell nach vorne spielen.“ Dabei komme es für die Eintracht vor allem darauf an, den richtigen Mittelweg zu finden und nicht ins offene Messer zu laufen: „Wir müssen eine gute Balance finden zwischen einer sehr, sehr guten Defensive und der Offensive, weil die Bayern richtig Qualität nach vorne haben. Aber wir haben da auch Power.“

Kovac schürt Gerüchte um Jovic – Hütter blockt ab

Ein gutes Beispiel für die Offensivpower der Adler ist Luka Jovic, der aktuell die Torschützenliste der Bundesliga gemeinsam mit Paco Alcacer aus Dortmund anführt. Entsprechend groß sind die Begehrlichkeiten, die der Serbe in der großen Fußballwelt weckt. Auch beim FC Bayern? Sein Name wird an der Säbener Straße immer wieder intensiv gehandelt und auch Niko Kovac äußerte sich am Freitagmittag vor dem Duell mit seinem Ex-Klub vielsagend zur Personalie: „Wenn Luka auf dem Dampfer bleibt, gesund und im Kopf klar bleibt, wird er irgendwann mal in einem ganz großen Klub Fußball spielen.“ Um dann nachzuschieben: „Wir sind auch ein Weltklasseklub.“ Ein kleines Störfeuer aus München also. Ein Zeichen dafür, dass die Eintracht auch dort mittlerweile aus Konkurrenz angesehen wird. Ein Wechsel im Winter dürfte aber alleine schon daran scheitern, dass der 20-Jährige Stürmer aktuell noch bei Benfica Lissabon unter Vertrag steht und die Eintracht sich hüten wird noch in der kommenden Transferperiode die Option zu ziehen. Adi Hütter machte klar, dass Frankfurt zwar ein gutes Becken zum Fischen biete, „aber ich gehe davon aus, dass sich im Winter nicht viel tut. Die Spieler sind gerne hier und wollen den Weg weiter bestreiten.“ Auch Kovac weiß, dass ein Wechsel eher schwer zu realisieren sein dürfte: „Die SGE will dieses Jahr erfolgreich sein. Ich weiß, dass der Fredi (Anm. d. Red.: Bobic) Pläne hat und da kann man keinen abgeben.“ Wohlwissend, dass das Thema spätestens im Sommer wieder auf den Tisch kommen dürfte.

Favorit Bayern hat „Lunte gerochen“ – Hütter rechnet sich Chancen aus

Mit einer guten Leistung und Toren könnte Jovic im Hinrundenfinale nochmal auf sich aufmerksam machen. Gegen die wiedererstarkten Bayern sind die Rollen vorab zwar klar verteilt, aber die eigene Stärke ist mittlerweile ebenso verinnerlicht: „Sie sind der Favorit. Aber wir haben unsere Außenseiterchancen.“ Man müsse für dieses eine Spiel nochmal an die Grenzen gehen, „oder gar darüber hinaus.“ Schließlich habe der Gegner wieder „Lunte gerochen“ nach dem Ausrutscher Dortmunds unter der Woche. „Ich freue mich, dass das letzte Spiel ein Highlight hier in Frankfurt ist, ein Duell gegen die beste Mannschaft Deutschlands. Und ich möchte, dass die Mannschaft nochmal alles reinhaut, um ein gutes Spiel abzuliefern.“ Eine klare Vorstellung vom Spiel seines Teams habe er bereits, verraten wollte er davon natürlich nichts. „Das sieht man dann hoffentlich auf dem Platz.“ Ein Übergewicht an Ballbesitz werde man dabei wohl ziemlich sicher nicht haben, „aber wir werden unsere Möglichkeiten vorfinden.“ Und die darf dann gerne einer nutzen, der in jedem Fall bis zum Sommer das Trikot mit dem Adler auf der Brust tragen dürfte.

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16 Kommentare

  1. Ich loch auch gleich die Runte :-), genau so machen wir es auch am Samstag mit dem FCB. Ansonsten soll der Nico mal schön demütig bleiben und den Lewandowski trainern, der Luka ist ein Adler.
    Forza SGE

  2. Es wird der Tag kommen, an dem der Junge wechseln wird. Und er ist ein robuster, kräftiger Kerl, dazu ein guter Techniker. Er kann sich überall durchsetzen und ich wünsche mir für ihn, wenn der Wechsel letztlich ansteht, dass es ein großer Club in England oder Spanien wird. Vielleicht ja Real Madrid. Das würde ich feiern. Er kann es gleich ganz nach oben schaffen.

  3. Ich will mit der Truppe ( und ein paar Verstärkungen ) nächstes Jahr CL-Spiele sehen. Und dann bleibt Luca nach eigenen Worten auch hier…… ja ich träume gern 🙂

    Bin auf Samstag gespannt. Könnte uns helfen, dass sie das Spiel machen werden.

  4. Ich hoffe, wir halten ihn noch mindestens 2 Jahre. Warum denken alle immer, dass die Spieler irgendwann wechseln müssen. So gewinnt man keinen Blumentopf. Es sollte das Ziel sein, gerade solche Leute, die uns weiterbringen, zu halten.
    Bin froh, dass Bobic dieses Kleinclubdenken nicht mitgebracht hat, sondern größer denkt.

  5. Ich durchschaue diese Leihgeschäfte nicht; wenn die Eintracht jetzt die Option zieht, tritt doch trotzdem erst im Sommer 2019 der Vertrag von Jovic mit der Eintracht in Kraft…? Oder sehe ich das falsch?

  6. @Dr. Hammer
    Ich muss zugeben: Ein Verschreiber, über den ich gerade herzhaft lachen musste. Auch wenn er in dem Artikel nicht mehr vorzufinden ist, in meinen Gedanken wird er wohl noch eine Weile verbleiben.
    Grüße aus den Katakomben des Waldstadions

  7. Ich freue mich schon auf die Stimmung morgen im Stadion .
    Das lächerliche Störfeuer wird unser Team hoffentlich aufnehmen und in eine brennende Bayern Hütte umwandeln.

  8. Ein Sieg gegen die wiedererstarkten Bayern würde mich wundern, aber natürlich sehr freuen. Denke das geht nur über volle Offensiv-Power, da wir wegen unserer verletzungsbedingten geschwächten Defensive das ein oder andere Tor einfangen werden. Wir müssen halt nur mehr Tore machen-)

  9. @6:
    Nicht zwingend notwendig. Kommt halt auf die genaue Formuierung drauf an: hat die Eintracht NACH 2 Jahren oder INNERHALB zwei Jahren die Option? Den genauen Wortlaut kennt ja keiner.
    Das wäre zumindest die langersehnte Antwort auf die Frage, warum man die Option nicht gezogen hat…

  10. Ich höre nur darauf was der Brazzo sagt, der ist der starke Mann beim FC Bayern! 🙂
    Der Nico soll sich doch die Schetismus-Schwalbe von Red Bull holen, die will doch dringend dahin. Hoffentlich kommt unsere Antwort auf dieses Störfeuer morgen auf dem Platz.

    Gruß SCOPE

  11. Selten so auf einen Kick gefreut wie morgen. Egal wie es ausgeht, 2018 ist/war/wird sein in vielerlei Hinsicht ein erfolgreiches und erinnerungsreiches Jahr: grandios!

  12. @12
    volle Zustimmung – das wird so oder so ein Feiertag für uns. Proooost.
    @4
    genau so ist es. Der Freddi hat einen ausgesprochenen Weitblick, und wenn ich mal Revue passieren lasse, was hier alles aufgebaut wurde innerhalb von 2 Jahren und wo wir sportlich inzwischen stehen, da kann man einfach nur den Hut (Bandana) ziehen und voller Vorfreude nach vorne schauen.
    Und wenn dann wirklich mal einer von der großen, weiten Welt gelockt wird, dann hat dies nicht im o.a Kleinclub(bürger)denken zu geschehen, wo ja 30 Mio für einen der drei Büffel schon viel Geld darstellen.
    Nein!!! Dann hat ein entsprechender Klub auch mal sowas von richtig in die Tasche zu greifen – oder sie bleiben eben hier, die Jungs. Basta
    Die Ausgangslage hat sich jedenfalls gewaltig verbessert, und das Ziel auszugeben, international zu spielen, ist längst nicht mehr vermessen oder wie viele immer noch meinen, in grenzenloser Demut versinken zu müssen.
    Nur wer groß denkt, vermag auch Großes zu erreichen.

  13. Es wird Zeit unsere Büffel wieder in voller Herde raus zu schicken !
    Alle 3 in die Startelf.
    Auf gehts Jungs !

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