Bei der Frankfurter Eintracht dreht sich derzeit fast alles nur um ein Thema: Cheftrainer Albert Riera. Der Spanier, der auf Dino Toppmöller folgte, konnte in Frankfurt bisher noch nicht wirklich Eindruck hinterlassen – nachdem zu Beginn eine gewisse Aufbruchsstimmung vorhanden war und auch die Ergebnisse passten, kippte die Stimmung in der Mainmetropole nach den zuletzt schwachen Spieler der SGE und den zumindest fragwürdigen Auftritten des Chefcoaches auf Pressekonferenzen und in Interviews bedenklich. Bei der SGE entschied man sich aber gegen eine Trennung von Riera, laut Medienberichten ist das Spiel am Freitagabend bei Borussia Dortmund aber so etwas wie ein Endspiel für den 44-Jährigen.
Nun hat sich mit Dragoslav „Stepi“ Stepanovic eine echte Trainer-Legende der SGE in der „Bild“ zum Spanier geäußert und dabei betont, dass er es gut findet, dass Riera noch eine weitere Chance bei der SGE erhält. „Ihn jetzt zu entlassen, wäre nicht gut. Es ist eine unfassbar schwere Aufgabe, in der Kürze der Zeit etwas zu verändern, so etwas musst du können. So wie früher Jörg Berger. Doch aktuell gibt es einfach nicht mehr diesen typischen Retter-Trainer, der in den letzten Spielen noch mal für einen Umschwung sorgen könnte“, so „Stepi“.
Kritik an den Profis
In den letzten Tagen wurden in Frankfurt bereits mögliche Nachfolger oder „Feuerwehrmänner“ gehandelt, einer davon war Alex Meier, langjähriger „Fußballgott“ bei der Eintracht und derzeit Cheftrainer der U19. Von dieser Idee hält Stepanovic aber nicht viel: „Da würde ihm keiner einen Gefallen tun. Bei so einer Aktion bist du nur vom Glück abhängig.“ Dabei erinnerte er auch daran, dass Meier bereits im Januar, in der Übergangszeit von Toppmöller zu Riera als Co-Trainer unter Dennis Schmitt aktiv war: „Wenn es also schiefgeht, wäre Alex beschädigt, weil er als Co-Trainer schon bei dem Intermezzo im Januar dabei war.“ Unter dem Trainerduo Schmitt/Meier hatte die SGE vier Niederlagen in vier Spielen kassiert.
Stepanovic sieht bezüglich eines Umschwungs aber auch nicht Riera selbst oder gar Meier in der Pflicht, sondern die Akteure auf dem Platz: „In dieser Situation kann kein Trainer helfen, das können nur die Spieler selbst.“ Dabei übte er durchaus Kritik an den Profis der SGE: „Doch was mir gegen den HSV aufgefallen ist: Keiner ärgert sich, keiner bäumt sich auf dem Platz auf, wehrt sich gegen die Niederlage. Dafür habe ich null Verständnis. Mir scheint, die sind alle viel zu zahm und zu weich.“
Was in der aktuell schlechten Stimmung oft vergessen wird: Die SGE kämpft noch immer um Platz sieben und damit den Einzug in den Europapokal. Derzeit sind die Hessen einen Punkt hinter dem SC Freiburg. Für „Stepi“ aber wäre die Qualifikation für den Europapokal ein „Riesen-Erfolg“, wie er erklärte: „Wenn wir am Ende doch noch Platz 7 erreichen sollten, wäre das ein Riesen-Erfolg und fast ein Wunder.“






15 Kommentare
Lebbe ged waider
Kann mir den Satz mal jemand erklären?
„Bei der SGE entschied man sich aber gegen eine Trennung von Riera, laut Medienberichten ist das Spiel am Freitagabend bei Borussia Dortmund aber so etwas wie ein Endspiel für den 44-Jährigen.“
Richtig Steppi, wenn die Pferde nicht wollen hilft der beste Kutscher nichts!!!
Nee, ist paradox, passt zum aktuellen Chaos. Jetzt, zwei Spiele vor Schluss, wieder den Trainer zu wechseln, das ginge nur mit einem Wunderheiler und nach denen suchten schon die Abstiegskandidaten.
Wer in aller Welt „handelt“ Alex Meier?
Wir wissen doch alle dass er das nicht kann.
Was kommt als nächstes? Armin Laschet, Jean Pütz oder Neidi Reichenschreck?
Verstehe die Diskussion auch nicht. Ist doch vollkommen Wurst, wer beim Spiel gegen Stuttgart auf der Bank sitzt.
Außer natürlich, Riera hat eine Klausel im Vertrag, die irgendwas triggert, wenn er bis Saisonende bleibt. Ansonsten....egal.
So, hat jetzt jeder Ex-Trainer, jeder Ex-Spieler und jeder, der sich berufen fühlt, seine Meinung abgegeben?
Das nimmt langsam Formen an. Echt krass.
Der Trainer hat lediglich die Aufgabe, die Mannschaft besser zu machen.
Ob Albert das hinbekommen hat, kann sich jeder selbst beantworten.
Eine Mannschaft ,,besser,, machen kann man nicht in drei Monaten . Dafür braucht es eine Saisonvorbereitung und eine Saison .
Aber eine Einstellung kann man grundlegend ändern .- und das ist Aufgabe nicht nur des Trainers sondern des Teams .
Die machen sich aber mit sich selbst mehr Gedanken
Also wenn man sich gegen eine Trennung entscheidet, dann kann das Spiel gegen Dortmund auch kein Endspiel sein. So mein Verständnis.
Etwas aufschlussreicher wäre vielleicht „gegen eine sofortige Trennung“.
Sollten die Medien aber recht haben, so würde sich das einreihen in die vergangenen Aktionen unserer sportlichen Leitung. Gegen Dortmund haben wir glaube ich auswärts nur einmal in den letzten 10 Jahren gewonnen. Da könnte man bequem jeden Trainer entsorgen.
Regst du dich genauso auf über die Hasstiraden gegen den Trainer? Oder nur, wenn jemand mit über 30 Jahren Berufserfahrung sich zu Wort meldet und letztlich das sagt, was dir fast jeder Fachmann sagen wird - nach den ersten 10 Spielen kannst du keinen Trainer fair beurteilen.
… Wie ich gerade vom Kommentator gehört hab auf zum nächsten Fußball Erdbeben… Hoffentlich, einfach ein tolles Spiel sehen und genießen
Absolut richtig, aber auch der Kutscher muss funktionieren !
Hier stimmt einfach die Chemie zwischen Mannschaft und Trainer nicht
Da argumentiere ich dagegen:
Dann hat die Chemie bei 3 Trainern nicht gestimmt. Und hier sollte man doch die Mannschaft hinterfragen. Bin da voll bei Stepanovic: System und Chemie ist das eine, die Lust- und Kampflosigkeit darf dennoch nicht fehlen.
Wenn alle kämpfen und Bock haben, aber 0 Torchancen rauskommen, dann reden wir über den Trainer.
Wenn bei jedem Zweikampf 2m Abstand zum Gegner sind und jedes Mal nach eigener Führung die Gegentore angeknipst werden, reden wir von Konzentration, auch hier nicht vom Trainer.
Man sieht mal wieder, wie krass die Medien die Stimmung beeinflussen. Am Anfang haben hier noch alle Riera gefeiert und seine positiven PKs gelobt. Klar die letzten Spiele waren nichts und das Spiel gegen Hamburg war richtig schlecht. Trotzdem wird jetzt, wo ständig darüber diskutiert wird, warum Spieler X oder Y nicht spielt und die Ergebnisse nicht passen, direkt die Entlassung gefordert. Das geht mir ehrlich gesagt viel zu schnell.
Gebt dem Mann doch erstmal eine richtige Vorbereitung und ein paar Spieler, die auch wirklich zu seinem Spielstil passen. Wenn’s dann immer noch nicht läuft, kann man immer noch über einen Trainerwechsel reden.
Und ganz ehrlich: Was ist daran schlimm, Spieler mal auf die Bank zu setzen, wen die Leistungen nicht stimmen, sie nicht genug nach hinten arbeiten oder körperlich nicht bei 100 % sind? Wenn ein Trainer sowas anspricht, sollte man das professionell aufnehmen und versuchen, sich zu verbessern. Wenn mein Trainer mir gesagt hätte, ich soll mehr auf Ernährung oder Fitness achten, hätte ich das gemacht und fertig. Egal ob es mir der Trainer oder der Co-Trainer gesagt hätte
Dass mal ein Burkardt, Götze oder Theate draußen sitz, finde ich daher jetzt auch nicht komplett unverständlich. Wirklich konstant gute Leistungen haben bisher alle drei nicht gezeigt. Und wenn ich nur mit einem Stürmer spiele und die Wahl zwischen Kali und Burkardt hätte, würde ich wahrscheinlich auch eher Kali bringen.
Ich verstehe aber natürlich auch, warum viele Burkardt feiern: deutscher Nationalspieler, Kämpfer, Identifikationsfigur und erinnert viele ein bisschen an Rode. Wahrscheinlich kassiere ich für die Meinung jetzt einige Dislikes. Aber für die Summe hätte ich persönlich wahrscheinlich einen anderen Spieler geholt.
Für mich fehlt ihm einfach etwas die Schnelligkeit und leider ist er auch ziemlich verletzungsanfällig. Das hat man diese Saison wieder gesehen und in Mainz war das ja auch schon öfter Thema. Wenn man mit 25 schon so viele Ausfälle hat, darf man sich schon fragen, wie das in ein paar Jahren aussieht.
Trotzdem ist und bleibt er natürlich ein guter Spieler.
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