Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Albert Riera will mit der Eintracht ein unangenehmer Gegner für RB Leipzig sein. Foto: IMAGO / Christian Schroedter

Riera vor dem Spiel gegen RB Leipzig: „Mein Ziel ist es, mit dem Team zu fliegen“

Nach dem knappen 1:2-Ausärtssieg in Wolfsburg will die Eintracht beim Heimspiel gegen RB Leipzig die nächsten wichtigen Punkte für den Einzug ins internationale Geschäft holen.  Um gegen den Tabellenvierten zu bestehen, wird es aller Voraussicht nach aber wohl mehr als nur eine gute Halbzeit brauchen. Wenn die SGE aber ihre Spielfreude aus weiten Teilen der Partien gegen Köln und Wolfsburg beibehält und ihre Leistung über die komplette Spielzeit konstanter abruft, kann sie auch gegen die Sachen etwas Zählbares mitnehmen.

Jean-Matteo Bahoya, Rasmus Kristensen und Nnamdi Collins werden dem Kader morgen noch nicht zur Verfügung stehen. Bei Kristensen rechnet sich Riera dafür aber Chancen aus, dass er schon kommende Woche wieder im Kader stehen könnte. Unklar ist außerdem noch, ob Ritsu Doan gegen Leipzig dabei sein wird, dafür aber aus einem schönen Grund: Die Frau des Flügelspielers erwartet in den nächsten Tagen eine Tochter. „Für mich kommt der Mensch vor dem Fußballspieler. Natürlich ist seine Tochter wichtiger.  Aktuell steht er noch im Kader, wenn es soweit ist, hat er aber natürlich die Erlaubnis von mir, im Krankenhaus zu sein“, erklärte der Trainer.

„Werden ein komplettes Team sein müssen“

Nach überstandener Verletzungspause spielte Can Uzun bisher nur eine untergeordnete Rolle unter Riera. Der Spanier, der Uzun zuletzt für seine Defensivarbeit kritisierte, begründete das auch mit der Form der aktuellen Stammspieler: „Uzun macht es sehr gut. Dasselbe gilt aber auch für Spieler wir Burkardt, Kalimuendo und Chaibi“, sagte er und fügte hinzu: „Meine Identität ist, mit dem Ball genauso aufmerksam wie ohne zu sein. Wenn du vorne gut bist, aber hinten nicht, wirst du vielleicht drei Tore schießen, aber auch vier kassieren. Die Mannschaft hat verstanden, dass beides für mich wichtig ist. Morgen werden wir in diesen Bereichen ein komplettes Team sein müssen.“

Auch für Younes Ebnoutalib reichte es nach seiner Rückkehr in die Mannschaft bisher nur für Kurzeinsätze. Mit Kalimuendo und Burkardt ist die Konkurrenz im Sturm der Eintracht aber auch enorm hoch. „Momentan kommt Ebnoutalib eher von der Bank, weil Burkardt auch ein fantastischer Spieler ist, der über hervorragende Attribute verfügt“, stellte Riera klar. Der Spanier hob aber auch die Rolle der Spieler hervor, die nicht von Beginn an starten: „Das Team hat schon in den letzten Wochen gezeigt, dass die Spieler, die von der Bank kommen, auch sehr wichtig sein können. Viele Tore sind erst durch Joker gefallen. Ich will, dass sich jeder Einwechselspieler wichtig fühlt, denn in den nächsten Partien werden wir jeden von ihnen brauchen.“

„Fußball findet in der Gegenwart statt“

Dem Hinspiel in Leipzig, das die Eintracht mit 0:6 verlor, möchte Riera keine große Bedeutung beimessen: Fußball findet in der Gegenwart statt. Diese Partie war vor vielen Monaten. Wir spielen nicht mehr so wie damals. Jetzt fokussieren wir uns nur auf morgen.“ Dieses Mal möchte der Trainer bewirken, dass die Mannschaft ein unangenehmerer Gegner für RB wird: Leipzig  fühlt sich mit dem Ball sicherer als ohne. Deshalb wollen wir mehr Ballbesitz mehr als sie haben. Wenn die Spieler müde sind, sollen sie sich lieber mit dem Ball als ohne ausruhen.“ Zudem möchte er die Fehler des zweiten Durchgangs gegen Wolfsburg vermeiden: „Wenn wir 2:0 führen, müssen wir auf das dritte Tor gehen. Der beste Weg, um Teams wie Leipzig weh zu tun, ist, selber das Spiel zu machen.“

Darüber hinaus betonte der Spanier Wichtigkeit des Verhaltens nach Ballverlusten für seinen Spielstil. Gegen Leipzig müssen wir defensiv sehr gut sein. Wenn wir den Ball verlieren, müssen wir ihn so schnell wie möglich zurückgewinnen“, bekräftigte er. „Sie werden mehrere Eins-gegen-eins-Situationen auf den Flügeln erzwingen. Wir haben diese Woche trainiert, die Stärken von Leipzig anzugehen. Unser Ziel ist, dass man diese auf dem Platz nicht sehen wird. Stattdessen müssen wir unsere Stärken zeigen. Deswegen dürfen wir ihnen gegen den Ball nur wenig Zeit zum Denken geben.“

„Wir wollen den bestmöglichen Koeffizienten für Europa“

Aus Eintracht-Sicht liefen die Viertelfinal-Spiele der europäischen Wettbewerbe sehr erfolgreich. Die Chancen, dass der siebte Platz fürs internationale Geschäft reichen wird, stehen aufgrund des Weiterkommens der Bayern und des SC Freiburg, sowie den Niederlagen mehrerer spanischer Vereine nun sehr gut .Auch Riera hat die Geschehnisse mitverfolgt: Natürlich habe ich die Spiele gesehen. Gestern habe ich Freiburg unterstützt, obwohl sie gegen ein spanisches Team gespielt haben. Wir wollen den bestmöglichen Koeffizienten für die Bundesliga. Darüber reden wir aber nicht mit der Mannschaft. Meine Gespräche mit den Spielern handeln darüber, wie wir uns selber in technischen und taktischen Aspekten verbessern können.“

Als negativ empfinde er den Druck, sich für den internationalen Wettbewerb qualifizieren zu müssen, nicht – im Gegenteil: Wir spielen darum, nächste Saison international vertreten zu sein. Das ist ein positiver Druck für uns, weil wir um etwas Schönes spielen. Die Spieler haben das verstanden. Jetzt stehen fünf Endspiele an. Die drei Heimspiele müssen wir gewinnen. Darüber hinaus haben wir letzte Woche gezeigt, dass wir auch auswärts siegen können.“

Der Schwere der kommenden Aufgabe zeigte sich Riera bewusst, ein gutes Gefühl habe er dennoch: Leipzig hat ein fantastisches Team, das schwer zu schlagen sein wird. Ich glaube aber, dass wir das schaffen können“, sagte der Trainer, der laut eigener Aussage noch Großes mit der Eintracht vorhat: Wir sind Adler. Mein Ziel ist, mit dem Team zu fliegen.“

 

 

5 Kommentare

Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. Ob Stehblock, VIP-Loge, Currywurst oder Handkäs-Häppchen - Hauptsache SGE4EVER.de! Denn der User unterstützt das Onlinemagazin mit einem monatlichen oder jährlichen Betrag und genießt zudem besondere Vorteile: Werbefreiheit, Gewinnspiele etc. 1. Block42 17. April 26, 18:02 Uhr

 „Wir sind Adler. Mein Ziel ist, mit dem Team zu fliegen.“ Ein richtiger guter Satz, den man natürlich auch gleich wieder falsch verstehen kann, aber gerade gegen die Bullen ein schönes Bild! Auf geht's Eintracht! Kämpfen, Fliegen und Siegen!

0
Fallback Avatar 2. einesgehtnochrein 17. April 26, 18:48 Uhr Zitat - Block42  „Wir sind Adler. Mein Ziel ist, mit dem Team zu fliegen.“ Ein richtiger guter Satz, den man natürlich auch gleich wieder falsch verstehen kann, aber gerade gegen die Bullen ein schönes Bild! Auf geht's Eintracht! Kämpfen, Fliegen und Siegen! Path

Wollte ich auch gerade schreiben.

0
Fallback Avatar 3. einesgehtnochrein 17. April 26, 18:50 Uhr

Kicker: Aufgrund der aktuellen Konstellation sind für Bundesliga sogar neun statt der sechs festen Europacup-Startplätze im Bereich des Möglichen.

0
Fallback Avatar 4. deraldesack 17. April 26, 19:03 Uhr Zitat - Block42  „Wir sind Adler. Mein Ziel ist, mit dem Team zu fliegen.“ Ein richtiger guter Satz, den man natürlich auch gleich wieder falsch verstehen kann, aber gerade gegen die Bullen ein schönes Bild! Auf geht's Eintracht! Kämpfen, Fliegen und Siegen! Path

Wenn wir uns für einen Europacup qualifizieren, wird Albert definitiv mit der Mannschaft fliegen.
Mit dem Flugzeug zu den Auswärtsspielen.

0
Fallback Avatar 5. denrittsge 17. April 26, 19:17 Uhr

Ich finde, die Aussagen sind grundsätzlich natürlich richtig. Allerdings beraubt die Ausrichtung dann doch etwas die Eintracht DNA der letzten Jahre. Hinten stabil stehen ist das eine aber ich denke vorne muss eben auch was gehen. Das habe ich unter dem neuen Trainer bisher wirklich vermisst. Entsprechend ist es natürlich auch symptomatisch, dass unsere Offensivspieler völlig außer Form kommen. Vielleicht ist es im Sinne der Festigung von Platz 7 richtig aber schön anzuschauen Ist es nicht aus meiner Sicht.

0

Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.