Innenverteidiger Evan N’Dicka und Mittelfeldmann Sebastian Rode im gemeinsamen Zweikampf mit Dortmunds Paco Alcacer.

Ein Punkt gegen den Spitzenreiter geholt, am Ende sogar noch den Willen für einen Lucky Punch gehabt: Die Beteiligten auf Seiten der Hessen konnten nach dem 1:1 gegen Borussia Dortmund mit ihrer Leistung mehr als zufrieden sein. Auch der Gegner zollte nach dem Schlusspfiff der Performance Respekt. Der Erfolg gegen den BVB soll Selbstbewusstsein geben für die kommenden Wochen, die es in sich haben.

Evan N’Dicka: „Es war ein schwieriges Spiel am Anfang der ersten Halbzeit. Wir haben im ersten Durchgang schon viel zugelassen, aber uns dann reingekämpft. Wir sind dann verdient zum Ausgleich gekommen. Ich denke, es war über 90 Minuten ausgeglichen. Aber natürlich war es gegen einen solchen Gegner eine große Herausforderung. Ich weiß nicht, ob es gegen diese Offensive ein Gegengift gibt, aber wir haben uns gut reingebissen und in der zweiten Hälfte versucht, noch kompakter zu sein. Das ist uns gut gelungen. Wir waren gut aufgestellt, haben gut dagegen gehalten. Gegen den Spitzenreiter, der nur einmal verloren hat, einen Punkt zu holen, das ist ein guter Punkt. Jetzt kommen Leipzig und Gladbach. Da ist das auch ein guter Punkt für das Selbstvertrauen.“

… über seine Nichtberücksichtigung vergangene Woche: „Man muss sich immer neu beweisen. Niemand ist unersetzlich. Man muss sich immer wieder im Training anbieten und beweisen, jedes mal alles aus sich rausholen, ob im Training oder im Spiel.“

… über die Leistung von Neuzugang Martin Hinteregger: „Dafür, dass er erst ein, zwei Tage hier ist und nur einmal trainiert hat, war das gut. Er hat seine Sache sehr ordentlich gemacht und er wird uns enorm weiterbringen.“

Sebastian Rode: „Es war ein sehr intensives Spiel, in das wir sehr gut reingekommen sind. Dann hatten wir 20 Minuten, in denen wir viel zu viel zugelassen haben und glücklich sein konnten, dass wir nicht höher in Rückstand geraten sind. Nichtsdestotrotz haben wir uns wieder rausgekämpft und den Rest des Spiels ein sehr, sehr gutes Spiel geliefert. Wenn man Dortmund spielen lässt, dann haben sie eine brutale Qualität vorne und sind in der Lage, jede Mannschaft auseinander zu nehmen mit ihren schnellen Spielern. Nach dem 1:1 haben wir es geschafft, wieder besser in die Zweikämpfe zu finden, wieder kompakter zu stehen. War die ganze Woche schon besonders, hat mich sehr gefreut gegen die alten Kollegen zu spielen und auch zeigen zu können, dass ich auch ein guter Fußballer bin. Von daher bin ich so weit zufrieden. Haben einen Punkt geholt, eine sehr gute Leistung gezeigt, was im Hinblick auf die kommenden Wochen sehr wichtig war. Es ist bei mir noch ein bisschen Luft nach oben, aber ich bin froh, dass ich die 90 Minuten gut überstanden habe. Wir hatten am Ende noch einiges an Ballbesitz, wollten nochmal nachlegen, zuhause ist jederzeit ein Tor möglich.“

Gelson Fernandes: „Es war ein intensives Spiel gegen eine sehr gute Mannschaft, die richtig viel Qualität hat. Man hat gesehen, warum sie Erster sind. In der zweiten Hälfte haben wir es taktisch besser als in der ersten gemacht. Da hatten sie mehr Raum, konnten uns mit den Kontern wehtun. Wir mussten kompakter sein und Reus aus dem Spiel nehmen. Da haben wir das Pressing besser ausgespielt im richtigen Moment. Wir können mit dem Punkt leben. Schade, dass wir nicht noch ein Tor machen konnten, aber das ist okay. Wir haben gegen einen guten Gegner gespielt, jetzt müssen wir so weitermachen, sonst haben wir gegen die kommenden Gegner keine Chance. Wenn wir keinen Powerfußball spielen, ohne Tempo, dann sind wir eine ganz normale Mannschaft. Das ist unser Fußball. Das ist das Frankfurter Spiel. Anders können wir nicht. Es macht Spaß, so zu spielen. Die Dortmunder wussten, dass es hier nicht einfach ist. Wir müssen weiter so arbeiten, damit wir die Euphorie behalten. Jetzt müssen wir uns gut erholen. Es wäre gut, wenn wir jetzt auch etwas in Leipzig mitnehmen könnten.“

… über Hintereggers Leistung: „Er hat das gut gemacht. Wenn du nach zwei Tagen spielst, kennst du noch nicht mal die Namen der Spieler.“

… über die frühe gelbe Karte: „Das war eine dumme gelbe Karte. Ich weiß nicht, ob meine Hand oben war. Danach hatte ich Angst eine Grätsche zu machen und den Platzverweis zu bekommen.“

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): „Es war ein sehr interessantes Spiel mit viel Intensität. Haben sehr kompliziert gespielt am Anfang. Frankfurt hat sehr gut gepresst. Es war schwer, das Spiel zu machen. Es war ein sehr gutes Spiel. Beide Mannschaften haben probiert zu gewinnen und wollten gewinnen. Wir sollten in drei, vier Aktionen besser spielen, wir wollten unbedingt gewinnen, aber müssen das 1:1 akzeptieren.  Am Ende machen wir einen Punkt, die Eintracht macht einen Punkt. So ist das manchmal. Man hat gesehen, dass es schwer ist gegen Frankfurt zu spielen. Alle Spiele sind sehr, sehr schwer. Das ist sehr, sehr gut für die Bundesliga.“

… über Sebastian Rode: Er war leider in Dortmund sehr, sehr oft verletzt, fast jede Woche. Das war sehr schwer für ihn. Ich bin froh für ihn, und habe ihm nach dem Spiel gesagt, dass es das wichtigste ist, dass er nicht mehr verletzt ist.“

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): „Ich habe auch ein absolut tolles Bundesligaspiel gesehen, zweier Mannschaft, die unglaublich viel Dynamik in ihren Reihen haben. Dortmund hat sicherlich die feinere Klinge, aber was mich besonders gefreut hat, wir haben bis zur letzten Minute gefightet. Im Vergleich zu den letzten beiden Spielen konnte ich mit der Leistung sehr zufrieden sein. Dortmund muss höher zwischenzeitlich führen, aber in der zweiten Halbzeit können wir von einer gerechten Punkteteilung sprechen.“

Die Leistung der Spieler könnt ihr wie immer hier bewerten.

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9 Kommentare

  1. Bin bockstolz auf unsere SGE und und mit dem Punkt zufrieden.

    Zwischenzeitlich haben wir böse geschwommen, kamen dann aber durch viel Herz und Kampf zurück.

    Dortmund ist weiß Gott keine Laufkundschaft und da nen Punkt einzutüten ist aller Ehren wert 🙂

    Forza SGE

  2. Super gespielt und verdient einen Punkt mitgenommen. Weiter so, Hinteregger hat seine Sache gut gemacht.

  3. Das einzige was ich zu sagen habe, ist ……klasse Leistung der Mannschaft

    Rebic ist einfach eine Maschine !!!

  4. mal wieder ein richtig richtig gutes Spiel unserer Eintracht und genau zur richtigen Zeit für das brutal schwere Programm.

    Was ist in unserer Kurve los ? Gegen Freiburg und auch heute, keine gute Stimmung eigentlich auch schon gegen Bayern nicht. Diverse Möchtegernfans in der Kurve, ziehen schon nach dem Schlusspfiff aus dem Block ab bevor die Mannschaft in die Kurve kommt! Wohl auch der Grund, dass es heute Fratzengeballer gegeben hat. Es darf nicht sein, dass unser Block zu einem Fanblock wie in Wolfsburg oder Hoffenheim verkommt. Wer nur in den Steher geht weil es dort Preiswert ist und nicht supported, soll doch lieber zuhause bleiben und nicht denen den Platz weg nehmen die supporten wollen. Irgendwas läuft da gerade gewaltig schief. Unsere Mannschaft reißt sich heute den Arsch auf und dann sowas. Ich glaube es ist der 36er da machen gerade mal die Hälfte der Stehenden mit beim Support das kann doch nicht sein.

  5. Ich habe das Spiel heute im TV geguckt und da kam eine sehr gute Stimmung rüber. Wurde auch mehrfach von den Moderatoren in Sky und ARD erwähnt.

  6. @4
    Ich komme aus Würzburg.
    Folgende Auszüge aus dem Bahnfahrplan.
    17:54 ICE Richtung München über Würzburg
    18:24 RB Regio über den Spessart nach Würzburg (Grausame Fahrerei)
    18:24 IC Richtung Passau (Abfahrt Frankfurt Süd)!!
    19:54 ICE Richtung München

    .
    .
    .
    Berechne Gehweg zum GD.
    Berechne Fahrzeit nach dem Spiel mit S-Bahn zum HB FFm. Steht die S-Bahn lange oder nicht
    Frage?
    Wann geht Du dann aus dem Station?
    Ich bin 59 Jahre alt, und habe keine Lust 1 1/2 Stunden Bahnhof FFm auf 19:54 zu warten.
    Darum lieber kurz nach dem Schlusspfiff.
    Meine erfahrung hat mir gezeigt, das das grad so hinhaut. Manchmal klappt es aber nicht.

    Schade das die Bahn keine vernünftige Verbindung um 19:00 anbietet.

  7. Hätzfelder
    immerhin wartest Du (ich bin so frei) noch bis zum Schlusspfiff. Es gibt auch einige, die verlassen schon Minuten vor dem Schlusspfiff den Platz (gegen Dortmund beim Stande von 1:1). Ich spreche jetzt aber gar nicht das Fanverhalten allgemein im Stadion an. Es geht mir gerade nur um die Steher. Ich weiß nicht warum es so ist, woran es liegt, kann auch nur Vermutungen anstellen, aber etwas ist anders in den letzten Wochen und Monaten. Ich sitze auf dem Balkon über den Stehern und das seit 1 1/2 Jahren ununterbrochen und es sind mittlerweile einfach einige bei den Stehern die so gut wie gar nicht supporten. So etwas kenne ich einfach nicht. Der Rest in der Nord-West Kurve wird von den Stehern immer mit angetrieben, die Stimmung schwappt automatisch von den Stehern zum Rest der Kurve. Es fällt nicht nur mir auf, sondern auch meinen Stadionkumpels die neben mir sitzen, gerade der 36 fällt von den restlichen Stehblöcken ab. Vielleicht stehen auch in den Blöcken 38-42 die „Platzhirsche“ in den 36 vielleicht einige Tageskarten (ich weiß es nicht). Definitiv ist die Stimmung schon wesentlich besser gewesen und wie schon geschrieben, bin ich da nicht alleine mit dieser Meinung. Es ist noch gar nicht so lange her, da hatten wir gegen Bayern oder Dortmund einen Hexenkessel, dagegen sind die Spiele in dieser Saison gegen die Bayern und den BvB ein Schatten vergangener Hexenkessel gewesen :-). Vielleicht sind wir Fans auch schon zu verwöhnt oder liegt es an der Kälte oder an den Liedern die angestimmt werden? Ich weiß es nicht.

  8. @4
    Die Stimmung ist bis auf die EL schon lange schlecht und vor allem immer dasselbe.

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