Steht häufig in der Kritik: Mittelfeldmann Gacinovic.

Nach dem 1:0-Heimsieg der Eintracht gegen Nürnberg am vergangenen Sonntag wurde, trotz des Erfolges, über einen Spieler kontrovers diskutiert. Und das nicht zum ersten Mal. Die Rede ist von Mijat Gacinovic. Verlorene Bälle, verpatzte Kontersituationen etc. Trotz dieser bekannten Schwächen bin ich der Meinung, dass er häufig zu negativ gesehen wird von der Fangemeinde.

Gacinovics Einstieg bei der SGE

Als Mijat Gacinovic im Sommer 2015 zur Eintracht wechselte, hatte ihn kaum einer auf dem Schirm. Ein junger Flügelflitzer (damals zwanzig Jahre alt), der vor seinem Engagement bei der Eintracht in seiner Geburtsstadt, dem serbischen Novi Sad spielte. Vielen wird es ähnlich wie mir gegangen sein, als der damalige Trainer Niko Kovac ihn in den Relegationsspielen gegen Nürnberg brachte: Wer ist Mijat Gacinovic und was macht er bei so wichtigen Spielen im Kader? In seinen sieben Bundesliga Einsätzen in der Saison 2015/2016 gelang es ihm in insgesamt 327 Einsatzminuten nämlich nicht, bleibende Eindrücke zu hinterlassen. Außer einer Gelben Karte vielleicht.

Gacinovics Jubel nach dem wichtigen Relegationstor gegen Nürnberg.

Die Relegationsspiele gegen Nürnberg wurden dann jedoch zu „Mijat-Gacinovic-Festspielen“. Mit einem klasse Tor im Hinspiel und einer Torvorlage zum wichtigen Tor im Rückspiel, hielt er das Team beinahe im Alleingang in der Erstklassigkeit. Logischerweise spielte er sich damit große Sympathien in der Fangemeinde ein. Doch dies sollte bei vielen Fans nicht von Dauer sein.

Was läuft falsch? – Eine Analyse

Wenn man über Gacinovic spricht, so kommen einem, neben dem legendären Lauf zum 3:1-Endstand im Pokalfinale 2018, häufig negative Bilder in den Kopf. Ballverluste im Aufbauspiel, die in direkter Folge zu Gegentoren führen, miserable Torabschlüsse und völlige Kopflosigkeit in vielen Spielsituationen. Immer wieder heißt es: Wenn Gacinovic es schafft, Konstanz in sein Spiel zu bringen, dann kann er ein ganz großer werden. Das heißt es seit nunmehr dreieinhalb Jahren. Mittlerweile ist er 24 Jahre alt und hat damit das Talentalter verlassen. Die Konstanz lässt er viel zu häufig immer noch vermissen.

Ein Offensivspieler wird an Scorerpunkten gemessen, doch Gacinovic erleidet ein ähnliches Schicksal in der Fangemeinde wie ein Mesut Özil lange Jahre im DFB-Team erlitt (Ich beziehe mich auf Özils Ruf vor dem Erdoğan-Eklat). Beide Spieler erfüllen ähnliche Rollen. Sie sind kreative Köpfe, die durch kluge Pässe gefährliche Situationen einleiten können. Sie sind sozusagen Vorlagengeber für die Vorlagengeber. So wie es bei Özil war, so ist es auch bei beim serbischen Nationalspieler: Viele sehen nicht, auf welche Weise er für sein Team arbeitet, weil er sich nicht mit Zählbarem belohnt. Und daher fallen Fehler auch umso mehr auf. Ein wesentlicher Grund, wieso Viele die beiden Spieler kritisch sehen. Einen Unterschied gibt es jedoch zwischen Özil und Gacinovic: Özils Pässe kamen in der Nationalmannschaft meistens an, während Gacinovic einfach zu häufig schlampige Abspiele abgibt.

Er ist ein Spieler mit einer sehr hohen Spielintelligenz. Leider, so scheint es häufig, arbeitet sein Kopf schneller als seine Füße – dies bestätigte jüngst auch sein Trainer Adi Hütter. Er sieht die Lücke zum tödlichen Pass auf den einlaufenden Stürmer und sein Pass landet genau beim Abwehrspieler. Oder im Seitenaus. Oder im Toraus. Wenn er es hinbekommt, solche Fehler zu unterbinden und einfach mehr Ruhe am Ball zu entwickeln, sodass seine Füße hinter seinem Kopf herkommen, so kann er in der Tat ein extrem wichtiger Spieler für die Eintracht sein. Eine Sache macht Gacinovic nämlich absolut überragend: Das aggressive Anlaufen im Pressing. Von Filip Kostic mal abgesehen, gewinnt kaum ein Spieler so viele Bälle bei der Eintracht und leitet dadurch gefährliche Kontersituationen ein. Ist er also weit weg vom gegnerischen Tor, scheint er besser zu funktionieren. Dies lässt einmal mehr darauf schließen, dass er selbst es ist, der sich im Weg steht. Er macht sich zu viel Druck, wenn es um die entscheidenden Situationen geht und verliert dadurch seine Leichtigkeit und seine Spritzigkeit. Was Gacinovic braucht, ist eine Reihe von Erfolgserlebnissen, um richtig in die Spur zu finden.

Wichtig für die Mannschaft

Wieso aber habe ich trotz alle dem ein positives Bild von ihm? Mijat Gacinovic ist ein Musterprofi. In seinen dreieinhalb Jahren in Deutschland ist es ihm auf beeindruckende Art und Weise gelungen, ein nahezu perfektes Deutsch zu sprechen und nebenbei seinen Marktwert (laut transfermarkt.de) mehr als um das Siebenfache zu steigern: von 1,25 Millionen Euro auf Neun Millionen.

Gacinovic hat seinem Kapitän sprachlich einiges voraus.

David Abraham hingegen, der seit 2013 ununterbrochen in Deutschland spielt, gibt immer noch jedes Interview auf Spanisch – und das lange Zeit als Mannschaftskapitän. Wie oft ärgerte man sich in der Vergangenheit über solche Profis? Theofanis Gekas beispielsweise, der in der Abstiegssaison 2011 bei den Frankfurtern spielte, sprach kein einziges Wort Deutsch. Solche Spieler können einem Verein nicht deutlicher signalisieren, dass sie keine langfristige Zukunft im Club sehen, als die dort in dem Land gesprochene Sprache nicht zu lernen. Sicher, so funktioniert das Geschäft. Spieler kommen und Spieler gehen. Aber Gacinovic macht einen dermaßen engagierten Eindruck, dass es mich nicht wundern würde, wenn er seine Zukunft langfristig in der Mainmetropole sieht. Durch seine, für mich beeindruckenden Sprachkenntnisse fungiert er nicht selten als Dolmetscher für seine Landeskollegen und Freunde Luka Jovic, Filip Kostic und den kroatischen Ante Rebic. Dies sind alles Funktionen, die abseits des Platzes nicht zu unterschätzen sind. Auch war er ohne Murren bereit dazu, ins defensive Mittelfeld zu wechseln, als Kovac es für nötig hielt. Eine Aufgabe, die Gacinovic annahm und solide bewältigte. Lustlosigkeit ist für den Serben ein Fremdwort. Auch wenn ihm nicht alles gelingt, haut er sich jedes Mal komplett rein und gibt Alles. Gacinovic arbeitet viel für das Team und die Gemeinschaft und betont dabei immer wieder, dass er sich wünschen würde, erfolgreicher zu spielen, mehr Scorerpunkte zu sammeln und mehr Tore zu schießen. Und das wünschen wir uns alle auch – Sehnlichst.

Mein Appell an die Fangemeinde ist, dass man trotz seiner zu häufig mäßigen Leistung nicht vergisst, was Gacinovic für das Team tut. Sowohl auf, als auch neben dem Platz. Kritik muss erlaubt sein und ist wichtig, aber Geringschätzung hat ein Spieler, der so lernwillig und engagiert ist, in meinen Augen nicht verdient.

Autor Folke Müller

Folke MüllerFolke Müller kommt aus einem Elternhaus, in dem Fußball eigentlich absolut keine Rolle spielt. Dennoch fand er seine Liebe zur Eintracht im Alter von acht Jahren. Seitdem entgeht ihm kein Spiel mehr. Erst als langjähriger Leser von SGE4EVER.de auf der Seite unterwegs, ist er seit März 2019 als Redakteur tätig. Neben der Eintracht ist seine andere große Leidenschaft die Musik, der er sich von Kindesbeinen an verschrieben hat.

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32 Kommentare

  1. Sehe ich genauso. Im Pressing ist er unglaublich gut. Er läuft und kämpft , seine Einstellung ist top.

    Wenn er jetzt noch den Kopf hinbekommt, ist er ein überragender Spieler. Mir fehlt bei ihm die Ruhe , wenn er am Ball ist. Ich hoffe immer noch, das es klick macht. Er ist immer noch jung genug

  2. Wie ich kürzlich schrieb, man möchte ihn väterlich in den Arm nehmen und ab und zu ordentlich durchschütteln. So ist aber auch der allgemeinene Tenor. Niemand will ihm Böses, jeder wünscht ihm nur Gutes. Keiner übersieht die vielen guten Dinge, die er tut.

  3. Auch wenn ich mich in fast jedem Spiel mehrmals über ihn aufrege, so mag ich ihn trotzdem wegen der bereits oben genannten Eigenschaften. Ich würde mal behaupten, dass wir es auch ihm zu verdanken haben, wie gut Jovic, Kostic und Rebic sich bei der Eintracht entwickelt haben. Ihre Tore, Freude und Laufbereitschaft sind für mich zum Teil ein Verdienst von Gaci. Er ist ein sehr intelligenter und integerer Mensch, der nicht nur seine Interviews auf Deutsch gibt, sondern auch für seine Kollegen übersetzt. Ich glaube, dass er zu oft in wichtigen Momenten eine Idee zu viel hat. Vielleicht kann ein Mentaltrainer da helfen.

  4. Das sehe ich ähnlich! Mir kommt Mijat leider oft zu schlecht weg. Es ist so ähnlich wie früher bei AM14 oder Benni Köhler die oft als Sündenböcke da standen um dann später in den Eintracht-Olymp befördert zu werden.
    Ich mag die Spielweise von Mijat und hoffe, dass er etwas ruhiger und konzentrierter wird. Er hat uns schon oft geholfen und wird es mit absoluter Sicherheit noch viele Male tun!

  5. Bei Ante hat es ja auch gedauert bis es klick gemacht hat. In Mijats Alter war er noch besserer Durchschnitt. In den letzten beiden Jahren ist er richtig explodiert. Das wünsche ich Mijat auch

  6. Aufgrund seiner Art wird Gaci mMn zumindest im Forum selten zu einem Sündenbock gemacht – so zumindest mein Eindruck. Ich glaube schon, dass er viele Sympathien genießt und auch Anerkennung! Wenn ich denn welche hätte würde ich mir bei den vielen 4:3-Kontersituationen sämtliche nicht vorhandenen Haare raufen, sobald Gaci an den Ball kommt, weil man dann eigentlich schon mal gemütlich sein Bier wegbringen kann. Nein, das ist schon wieder böse und übertrieben. Aber es fehlt uns aktuell einfach zu oft der letzte Pass. Das ist ja auch nicht so ganz einfach. Das alleine auf Gaci zu projezieren ist unfair – vor allem weil er sich wenigstens traut und es versucht. Aber so ein Pass-Monster würde uns schon gut tun …

  7. Ihr habt’s ja alle schon geschrieben, deshalb nur noch den brennenden Wunsch, dass er zum Ende dieser denkwürdigen Saison DEN Hammer auspackt, den er in den wichtigsten Spielen (NBG/Pokal) stets parat hatte. Endspiele kann er ja :o))

  8. In Baku schießt uns Gaci zum Titel und steigt noch weiter in den Eintracht-Olymp 🙂

    Wir benötigen auf seiner Position definitiv noch einen weiteren passsicheren Spieler, aber Gaci benötigen wir auf jeden Fall aus den vielen oben genannten Gründen.
    Seine Qualitäten scheint ja auch Mladen Kristajic zu schätzen, sonst würde er nicht für Serbien spielen (und das häufig in der Startelf).
    Von ihm hat man noch nie irgendeine negative Presse gelesen, er meckert nicht (zumindest nach Außen) wenn er auf der Bank sitzt und ich mag einfach Spieler, die nicht nur gegen den Ball treten können, sondern auch etwas in der Birne haben.

  9. Inter muss wohl großen Gefallen an Kostic gefunden haben. Laut Italienischer Presse sehen sie ihn als Perisics Nachfolger im Falle seines Weggangs

  10. Im Prinzip ist es doch ganz einfach mit dem Mijat.
    Mein Rat an ihm wäre, schneller und genauer abspielen, und seine quir­ligkeit ohne den Ball einsetzen. (frei­wer­dende Anspielstation, Doppelpass usw.)
    Dann wird der Gegner sein Waterloo erleben.
    Davon abgesehen ist er jetzt schon ein sehr guter Spieler

  11. Sehr wichtig gegen den Ball, mit dem Ball nur schwer erträglich. Hoffentlich holen wir im Sommer einen spielstarken 10er und behalten Mijat als Backup. Mit 24 langsam aber sicher ein ewiges Talent.

  12. @5: Sehe ich ähnlich, auch ein Alex Meier war hier lange nicht unumstritten.

    Sicherlich sind es sehr unterschiedliche Spielertypen, aber ich möchte einen MG nur ungerne missen bei der Eintracht. Offensiv ist denke ich alles gesagt, die Art wie dann und wann ein Ball verloren geht kann schon zum Haareraufen verleiten. Aber es sind immer wieder auch Zuckerpässe oder im Zweifel auch mal Tore dabei. Wie in Rom. Oder in Berlin. Oder in Nürnberg.

    Was mir aber noch besser gefällt ist die dynamische Art und Weise, wie er auch an der eignen Eckfahne noch in Zweikämpfe geht, Bälle abläuft -kurze, eine Aggressivität ins Spiel bringt, ohne dabei grobe Fouls zu begehen.

  13. Dynamik, Einsatz, Willen und Spiel gegen den Ball sind herausragend. Mit dem Ball wird’s dann leider manchmal ziemlich zerfahren. So kann man sich leider ein grandioses Spiel mit solchen Aussetzern immer wieder zerstören. Ich hoffe das er da noch etwas ruhiger wird. Wie hatte schon vor vielen Monaten einer der User hier geschrieben: Wenn das Spiel mit dem Ball auch noch perfekt wäre und er diesen Schlendrian nicht hätte, würde er vermutlich auch nicht mehr bei Eintracht Frankfurt spielen…. Guter Typ, guter Charakter, hoffe er bleibt noch eine Weile !

  14. Mäßig ist die Leistung von Gaci nicht. Und Schlendrian passt gar nicht, sorry.
    Die Asynchronität zwischen Kopf und Füßen in potenziell entscheidenden Offensivaktionen beschreibt sein Problem, finde ich, ganz gut. Ich denke auch, dass er das in nicht allzu ferner Zukunft in den Griff bekommen wird. Wie bereits erwähnt, würde eine persönliche Erfolgsserie enorm helfen.
    Als er gegen Inter ausgewechselt wurde/werden musste, erklangen deutliche „Mijat Gacinovic“-Gesänge von den Rängen. Das hat mir sehr gefallen.
    Unterm Strich gelingt ihm als einem der am flexibelsten einsetzbaren SGE-Spieler viel mehr als ihm misslingt.
    Noch ein bisschen mehr Geduld und ganz viel Anerkennung für ihn – das haben die meisten Fans erkannt. Weiter so!

  15. Schön, das wir aller einer Meinung sind! Als ich die Überschrift las, habe ich mir sofort eine Gaci-Verteidigungsstrategie zurecht gelegt, die ist aber bis jetzt Gott sei Dank gar nicht nötig!

  16. Off-Topic ein Schmunzler für zwischendurch (quelle spiegel.de)

    Die üblichen Choreos des sogenannten Fanklubs Nationalmannschaft bleiben aber immer noch hinter dem zurück, was Fans von Eintracht Frankfurt beim Training zeigen.

  17. Ob es bei Gaci jemals „Klick“ macht, oder nicht: ich liebe diesen Spieler und betrachte ihn als Eintrachtler.

  18. anderes Thema: ein Artikel zu seinen Beraterfirmen wäre auch mal interessant. Das Buch Footballleaks widmet sich in einem Kapitel u.a. auch Mijat und seinem dubiosen Wechsel zu uns. Sein Marktwert ist nicht besonders relevant, da der Eintracht wahrscheinlich eh nicht viel übrig bleibt, wenn man Autor und Spiegeljournalist Raphael Buschmann glauben darf.

  19. Gacinovic spielt sehr Wechselhaft. Gleich nach seinem Wechsel und den ersten Auftritten bei uns, konnte man sein Talent sehen, dann gings bergab, danach wieder bergauf, dann kam wieder ne Phase wo nicht viel zu sehen war und seit 3-4 Wochen halte ich ihn wieder für überragend. Etwas mehr Coolness und wenn er es schafft, 3-4 Spieler auf sich zu ziehen, nicht das Dribbling versuchen, sondern da den Ball rechtzeitig abspielen – dann wäre es richtig top. Er ist jung, kann sich noch entwickeln und es hängt bei ihm auch immer von den Mitspielern ab. Da bin ich zuversichtlich, dass wir an ihm noch viel Freude haben werden.

    Wo ich inzwischen leider jede Hoffnung aufgegeben habe, ist Stendera. Ich ärgere mich zwischenzeitlich schon, wenn er nur auf der Bank sitzt. Alle Aufträge im letzten Jahr waren in meinen Augen ne Frechheit und es kann nicht nur an der fehlenden Spielpraxis liegen. Wenn er noch 10Min im Spiel ran darf ist er in meinen Augen der Spieler mit der wenigsten Energie, der wenigsten Dynamik. Von seinem guten Schuss scheint nichts übrig zu sein und wahnsinnig viel Disziplin scheint er nicht zu haben bei der Statur als Profisportler. Tradition und Eigengewächs hin oder her aber da ist der Zug längst abgefahren. Dann doch lieber Barkok oder Kamada auf seiner Position – oder eben die 5-6 anderen Spieler die ohnehin schon da sind. In der 2. Liga wird sich schon was finden.

  20. Super Typ, unbändiger Einsatzwille. Klar muss er an sich arbeiten, aber dafür gibt es Trainer. Wichtiger Teil des Teams. Vielleicht mehr Kraft- und Schusstraining.

  21. Gacinovic ist in meinen Augen für die Eintracht ein unverzichtbarer Klassespieler, einer mit einer Top-Einstellung.

    Vielleicht wird er nie der absolute Hero, der ein Spiel ganz alleine gewinnt. Aber ein Kämpfer wie er, der immer draufgeht und nie aufgibt, andere puscht und mitzieht, und dann doch das ein oder andere Mal durch Genialität glänzt und dem Team den Sieg sichert, den braucht jede Spitzenmannschaft.

    Gacinovic ist bestimmt nicht ein „ewiges Talent“, auch kein Wunderkind wie vielleicht Jovic , Jason Sanches oder Mbappe – jedoch ist er schon recht abgeklärt und auch schon extrem wertvoll, so wie er ist.

    Ich bin Fan von ihm.
    Natürlich kann er sich noch durch mehr Ruhe in hektischen Vorwärtssituationen und vielleicht durch „weniger Denken“ bei Abschlüssen vorm Tor verbessern. Er ist noch jung, er kam als Milchbubi und ist heute ein gestandener Buli- und Nationalspieler – die nächsten Entwicklungsschritte wird er auch noch schaffen.

  22. @4. Yep. Ich denke ebenfalls, dass Gacinovic ein entscheidender Faktor für das „Funktionieren“ und das Wohlfühlgefühl von Jovic, Kostic und Rebic ist.

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  23. @22. Marfj2k:

    Wo ich inzwischen leider jede Hoffnung aufgegeben habe, ist Stendera. Ich ärgere mich zwischenzeitlich schon, wenn er nur auf der Bank sitzt. Alle Aufträge im letzten Jahr waren in meinen Augen ne Frechheit und es kann nicht nur an der fehlenden Spielpraxis liegen. Wenn er noch 10Min im Spiel ran darf ist er in meinen Augen der Spieler mit der wenigsten Energie, der wenigsten Dynamik. Von seinem guten Schuss scheint nichts übrig zu sein und wahnsinnig viel Disziplin scheint er nicht zu haben bei der Statur als Profisportler. Tradition und Eigengewächs hin oder her aber da ist der Zug längst abgefahren.

    Marfj2k: Da bin ich (leider) völlig bei Dir!
    In der Sommerpause wird für Stendera und Hrgota das Kapitel SGE beendet sein.

  24. @22. Marfj2k:

    Entschuldigung, aber Deinen Beitrag zu Stendera finde ich eine Frechheit.

    Warst Du in Mailand dabei und hast die letzten 20 Minuten des Spiels noch mitbekommen?
    Bis auf den einen Ballverlust ganz am Anfang, als er reinkam, hat er in meiner Erinnerung jeden Ball zum Mann gebracht, hat sich reingehauen, Zweikämpfe gewonnen, den Ball gut verteilt, super kombiniert und damit die Mailänder laufen lassen, ihnen den Wind aus den Segeln genommen.

    Ich jedenfalls habe mich über das Weiterkommen sehr gefreut, und auch er hatte daran seinen Anteil.
    Ob er über den Sommer hinaus bei uns bleibt, weiß ich nicht, ich hätte aber bestimmt nichts dagegen.

    Bitte schau Dir die letzten 20 Minuten nochmal an und überdenke dein Urteil.

    Zu Gaci, ich finde ihn gut, Top Einstellung und viele gute Sachen dabei, wie bereits in zahlreichen Kommentaren geschrieben. Luft nach oben, klar – aber das ist doch das Schöne!

  25. @29 10er: guter Punkt. Es wurde nach seinem Mailand einsatz praktisch nichts über Stendera geschrieben. Wie hat er sich denn nun geschlagen eigentlich? Einzelbeobachtungen von den Spielern gingen in der Pyro-Debatte sehr unter. Schade. (auch wenn es hier OT ist, sorry…)

  26. @10: gestern hab ich’s noch geschrieben, dass es nur ne frage der zeit ist, wann Kostic bei den angeboten mit auftaucht. MM ein Riesenkicker.
    Gaci lieben wir alle, vllt ganz gut, dass er (noch) nicht perfekt ist, dann bleibt er uns noch ne Weile erhalten. Aber vllt wirklich mal en mentaltrainer bezüglich torabschluss, dass könnte vllt hilfreich sein. Fakt ist, in der Relegation war er entscheidend gg die Bauern hat er die Kirsche auf die Torte gesetzt. Damit hat sich der gute schon jetzt unsterblich gemacht. Und ich sehe es auch so, dass er neben dem Platz bei der Integration von Ante, Luka und Filip vorzügliche Arbeit macht. Glaubt mir, ALLE andren Vereine wären froh, ihn in ihren Reihen zu haben.

  27. Ich liebe den Typ. So sympathisch, bemüht und ein toller Spieler.

    Seine überhastetes Offensivspiel und die daraus resultierenden Fehler sind leider eine Gewohnheit, aber immerhin hat er Ideen. Sogar gute. In 50/50 Situationen entscheidet er sich oftmals nur nicht richtig. Das wissen wir, so wie er, aber auch erst hinterher. Um so toller, dass ihm jeder zehnte Todespass dann doch irgendwie gelingt und zu einer gefährlichen Chance wird.

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