Kaum eine Thematik wird im Zusammenhang mit Eintracht Frankfurt derzeit so emotional diskutiert wie die Frage nach der neuen „Nummer 1“ im Tor. Seit dem Abgang von Vereinslegende Kevin Trapp ist in dieser Sache keine Ruhe eingekehrt. Kaua Santos wusste in der letzten Saison nicht restlos von sich zu überzeugen und fiel auch durch Verletzungen immer wieder lange aus. Jetzt patzte er kürzlich wieder gegen den Brendfort FC. Gleichzeitig wird allerdings auch Michael Zetterer kritisch gesehen, dessen Leistungen eher im Bereich „solide“ einzuordnen waren. Das Thema wird auch innerhalb der SGE4EVER.de-Redaktion unterschiedlich bewertet. Während unser Redakteur Folke einer weiteren Santos-Saison eher kritisch gegenübersteht, sieht Chefredakteur Florian das Ganze ein wenig anders.
Folke: Santos wird in Frankfurt nicht mehr funktionieren
Folke Müller: Eigentlich war ich immer ein großer Befürworter von Kaua Santos. Ich scheue mich auch nicht zu sagen, dass ich 2025 einer derjenigen war, die gut nachvollziehen konnten, weshalb Kevin Trapp abgegeben wurde. Einem so jungen Torwarttalent, das in Spielen wie gegen Besiktas Istanbul grandiose Leistungen erzielt hatte, jetzt den nächsten Schritt zu ermöglichen – das leuchtete mir ein. Natürlich wusste ich, dass Trapp riesige Handschuh-Abdrücke hinterlassen würde, aber ich traute Santos durchaus zu, diese auszufüllen. Nicht direkt, aber mit der Zeit. Doch innerhalb der letzten Saison kam es dann bei mir zu einem Umdenken. Immer wieder und immer öfter schlichen sich Patzer in das Spiel des Brasilianers ein, der schon seit Anbeginn seiner Zeit zwischen Wahnsinn und Genie zu pendeln schien. 54 Prozent abgewehrte Bälle, 32 Gegentore in 13 Spielen – Statistiken des Grauens. Allerdings hatte die SGE auch allgemein ein großes Abwehrproblem. Immer wieder schien die Hintermannschaft vollkommen überfordert zu sein. Santos war zum Teil zu bemitleiden bei all den Schüssen, die auf sein Tor gingen. Gleichwohl zeichnete er sich aber auch selten durch großartige Paraden aus. Dann die Verletzung, die ihn aus der Bahn warf.
Klar ist: Das ständige Hin- und her im Frankfurter Tor muss ein Ende haben. Die SGE muss sich auf eine Torwart festlegen und diesem das Vertrauen schenken. Nicht bei dem ersten Wackler darf schon getauscht werden. Ich bezweifle aber, dass die Eintracht sich oder dem Spieler einen Gefallen tut, wenn die Wahl auf Santos fällt. Ja, er ist sehr talentiert und hat großes Entwicklungspotenzial. Ihm das abzusprechen, wäre faktisch verkehrt. Ich glaube aber nicht, dass er dieses Potenzial in Frankfurt wird ausschöpfen können. In meinen Augen muss Santos den Verein wechseln, um in einem neuen Umfeld neu anfangen zu können. In Frankfurt wird er von überall mit Argusaugen beobachtet. Jeder Patzer wiegt schwer, direkt wird Kritik laut. Egal ob diese dann berechtigt ist oder nicht – es wird ihn weiter verunsichern. Natürlich bekommt der Spieler es mit, wenn das ganze Eintracht-Internet sich gegen ihn ausspricht. Auch die Körpersprache seiner Teamkollegen bei Gegentoren spricht Bände. Das ist daneben und spricht gegen den Teamgeist der Eintracht. Aber wenn die Spieler ihn vorwurfsvoll anstarren, anstatt ihn aufzubauen – wie soll das funktionieren? Wie soll ein so junger Kerl da so dringend benötigtes Selbstvertrauen fassen?
Als Santos in der Saison 2024/2025 die ersten Einsätze für Frankfurt sammelte, da hatte er dieses Selbstvertrauen. Unbekümmert pflückte er die Bälle runter und hielt Schüsse fest in seiner Hand, die andere Keeper zur Seite abgewehrt hätten. Wenn er aus dem Tor rausstürmte, dann mit allem was er hatte und er zog durch. Für all solche Dinge braucht man Selbstvertrauen. Das hat er nicht mehr. Wenn Santos heute aus dem Kasten herauskommt, entscheidet er sich manchmal auf halbem Wege dazu, doch zurückzueilen und macht eine ohnehin brenzlige Situation noch schlimmer. Seine Unsicherheit ist ihm an jeder Faser seines Körpers anzusehen. Das tut weh und mir persönlich auch sehr leid, denn er hat das Zeug dazu, mal ein großer Torhüter zu werden. Ich glaube aber nicht, dass das in Frankfurt noch gelingen kann. Ich traue ihm eine große Karriere zu – leider nicht mehr bei der Eintracht. In meinen Augen müssen die Hessen jetzt Klarheit im Tor schaffen und eine neue Nummer 1 verpflichten. Vielleicht ja tatsächlich Noah Atubolu vom SC Freiburg. Diese Personalie brachte der „Kicker“ unlängst ins Spiel. Eine weitere Saison mit einem Unruheherd zwischen den Pfosten kann man sich am Main nicht mehr leisten.
Florian: Frankfurt ist dafür bekannt, dass junge Spieler Zeit und Vertrauen bekommen
Florian Bauer: Meiner Meinung sollte die Frankfurter Eintracht weiterhin auf Kaua Santos setzen. Ja, er hat gegen Brentford einen Fehler gemacht. Ja, er sah in der letzten Saison einige Male nicht gut aus. Aber: Kaua Santos hat unbestritten das Talent, um Bundesliga-Keeper zu werden – und ein verdammt guter noch dazu. Jeder von uns hat noch vor Augen, wie er in seinen ersten Spielen für die SGE überzeugt hat. Beim 3:3 gegen den FC Bayern München, als er in der Nachspielzeit einen unhaltbaren Ball hielt, beim Auswärtssieg in Istanbul, als er die SGE mit mehreren Weltklasse-Paraden im Spiel hielt. Diese Spiele haben gezeigt, dass er – wenn er das Vertrauen bekommt – ein richtig guter Keeper ist. Und genau um dieses Vertrauen wird es auch in Zukunft gehen – auch und vor allem von den Fans.
In der vergangenen Saison kam er aus einer schweren Verletzung, er wurde von Beginn an kritisch beäugt, jede Bewegung wurde bewertet. Dazu war die Erwartungshaltung immens. Kann ein junger Spieler so Vertrauen bekommen? Die Antwort ist ganz klar: Nein. Es sollte nicht darum gehen, Santos bei jedem Fehler niederzumachen, sondern darum, ihm Vertrauen zu schenken, wenn er einen Fehler macht. So etwas gehört zur Entwicklung eines jungen Spielers. Ironischerweise wird jetzt ein Transfer von Noah Atubolu zur SGE diskutiert. Wenn man sich an die Anfänge des Torhüters in Freiburg zurückerinnert, so denkt man an viele Patzer, Unsicherheiten und Probleme. Und jetzt? Ist er einer der besten Keeper Deutschlands. Und warum? Weil er Vertrauen bekommen hat. Weil man im Breisgau sicher war, dass er das Potenzial hat und auf ihn gebaut hat. Ein Gegenbeispiel wäre Michael Rensing vor einigen Jahren beim FC Bayern. Der hat kein Vertrauen bekommen und wurde von Beginn an zu kritisch gesehen und regelrecht fertig gemacht. Er bekam auch von den Fans keine Zeit, kein Vertrauen und keine Unterstützung. Eintracht Frankfurt war dafür bekannt, dass die Spieler Zeit bekommen und die Fans hinter der Mannschaft stehen. Bei Kaua Santos sind derzeit eher FC-Bayern-Vibes angesagt, das geht so nicht. Lasst uns Kaua Santos eine volle Saison geben und zeigen, dass die Unterstützung und der Zusammenhalt einen Spieler besser machen. Er wird Fehler machen, das ist bei solch einem jungen Spieler normal. Er wird aber auch gut halten. Dann, da bin ich mir sicher, bekommt die SGE einen Keeper, der mehr Punkte rettet als kostet.






25 Kommentare
Wie seht ihr das? Lasst es uns wissen!
Santos ist für mich jemand, den man nach Belgien verleihen sollte. Das ist für ein klassischer Fall, wo ein Tapetenwechsel gut tun würde und er gestärkt hervor gehen kann.
Santos hat während des Trapp-Ausfalls Top-Leistungen gebracht und uns sicherlich auch Punkte gebracht und gehalten.
Durch die schwere Verletzung ist er nicht mehr der Alte und kann nicht an seine Leistungen anknüpfen. Also das Potential ist hier defitniv vorhanden, aber vielleicht braucht er ein funktionierendes Team, was selbst nicht im Wandel ist. Daher wäre ähnlich wie Kamada und Tuta sein Weg über eine Leihe und regelmäßige Spielzeit sich wieder dahin zu bringen, wo er einmal war. Weg vom Fokus der Eintracht.
Er braucht vielleicht auch einen anderen Torwarttrainer, der einfach mal anders mit ihm arbeiten, ggf. auch sportpsychologisch, da ggf. auch hier etwas im Argen liegen kann. Insbesondere nach einer schweren Verletzung braucht man hier eine andere Betreuung.
die unnötigste Baustelle der letzten 20 Jahre...hier hat man wohl zu sehr an die möglichen Millionen gedacht....ich hätte Trapp noch behalten und Santos dahinter oder per Leihe in Ruhe aufgebaut....aber mich fragt, zum Glück, ja keiner
Weder Zetterer noch Santos haben überzeugt. Es wäre besser gewesen Zetterer abzugeben und einen soliden Backup zu holen, der für 10 Spiele in der Saison stabile Leistungen zeigen kann. Dafür war er eigentlich gedacht und anfangs hat das auch ganz gut geklappt aber mit zunehmender Dauer wackelte auch er immer bedenklicher. KS hat den Sprung noch nicht geschafft. Wahrscheinlich kam der Einstieg einfach zu früh. Hätte KT die letzte Saison noch gespielt und man Santos die Gelegenheit gegeben sich beispielsweise im Pokal zu beweisen, wer weiss..
warum schon wieder draufhauen bei santos????
macht sich jemand mal gedanken um unsere abwehr??
ist doch klar das du da als tormann da nervös wirst!
für mich ist der junge sehr gut und muss unterstützt werden
macht man die abwehr wieder klar pasiert das so nicht mehr
der weiß doch garnicht wem er den ball geben soll so unsicher sind die hinten
da muß jemand rein der die anderen mitnimmt
laut und deutlich!!!!! und nicht nur dumm schauen .wir haben keinen mehr der mal auf den putz haut!!!!!! das ist der größte schwachpunkt
Für die Abwehr ist es ganz wichtig, dass sie wissen, hinter ihnen steht jemand mit Ruhe, Ausstrahlung, Verlässlichkeit, alles, was Santos meines Erachtens nicht oder ganz wenig hat. Er hat nur deshalb so großes Entwicklungspotential, weil ihm noch so viel fehlt. Wir spielen in der Bundesliga und können keinem Talent im laufenden Betrieb die grundlegenden Fähigkeiten eines Torhüters beibringen. Vielleicht klappt es anderswo besser, ich gönne ihm das.
Ich schätze, dass aus psychologischer Sicht ein Tapetenwechsel für Santos angeraten wäre. Der Santos vom August 2026 ist nicht mehr der, der Trapp teilweise glänzend während dessen Verletzung vertreten hat.
Ob auch mal das Thema Zimbo hinterfragt werden muss? War ja schon interessant, dass Trapp bei seinem Besuch in Mainz zum Testspiel sich dann eher mit Moppes Petz traf …
Ob es nun Atubolu werden soll (der ja zumindest bewiesen hat, dass er eine Nummer eins ist) oder jemand anderes? Hätten wir Nyland holen sollen?
Krösche wird liefern (müssen).
Meiner Meinung nach darf ein junger Torwart fehler machen, aber nicht solche Fehler welche Kaua macht. Das sind Grundlagen die ein Torhüter beherschen sollte.
Zwei Wochen vor Pflichtprogramm wird über den TW diskutiert. Unnötig das ganze.
Fällt wie in brentfort gleich ein Gegentor - so passieren diese Geschichten wie beim 0:2 u. 0:3 ...
Es ist ja Monate vorher klar gewesen das Santos keine Nr 1ist und der Koch kein Abwehrchef. Das auf der IV jemand kommen muss der offensichtlich Theate ersetzen soll (der reißt sich arsch nicht mehr auf) ist doch klar...es muss aber ein Leader Typ sein. Wenn man hradecky kriegen kann dann her mit ihm....der aus Freiburg wirds nicht werden....
Als Santos Fan und wirklich langer Befürworter komme ich aktuell zum Ergebnis, dass ein Torwartwechsel richtig und wichtig wäre.
Jedoch nicht zu Zetterer, der bei allem Respekt, auf BuLi Mittelmaß ausgereizt ist. Santos hat hingegen das deutlich größere Talent, jedoch (noch) zu viele Klöpser drinnen.
Das können wir uns aktuell nicht leisten, da unsere Abwehr in einem mehr als desolaten Zustand ist. Koch bekommt es nicht hin, den „Laden“ hinten zu führen und zu organisieren. Daher sind wir seit geraumer Zeit löchriger als ein Schweizer Käse.
Und da jeder Gegner (gefühlt) 10 bis 15 Grosschancen hat, was niemals sein dürfte, brauchen wir hinten eine absolute Bank, um dieses Malus halbwegs kompensieren zu können.
Die Abwehr ist das Hauptproblem und hier ist Koch als erstes zu nennen aber ihn bekommen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht weg und daher müssen wir hinten im Tor nachrüsten.
Damit ist das Problem jedoch nicht gelöst, denn aufgrund der Schwäche von Koch benötigen wir zudem einen erfahrenen Abwehrorganisator hinten, der unseren Kapitän Robin Koch an die Hand nimmt. Wenn das Zentrum hinten wieder steht, wird sich das auch förderlich auf unsere jungen Aussenverteidiger auswirken, die dann vernünftig abgesichert werden und auch für das Zentrum davor.
Die gesamte defensive Statik stimmt aktuell nicht, was nicht am System liegt sondern am vorhandenen Personal.
Batsi, laut einer Zeitung mit 4 Buchstaben, wohl fix nach FC Abha (Saudi Arabien).
Einer weniger auf der Payroll...sind aber noch ein paar übrig!
Übrigens ist bei besagter Zeitung bei Gewinner/ Verlierer der jeweiligen Vereine nicht Santos der Verlierer. Der Gewinner natürlich auch nicht ;-)
Nichts gegen Santos, ich find ihn menschlich und als Erscheinung super - aber habt ihr euch mal seine Statistiken angesehen?
30 Spiele in der BL, EL und CL... 61 Gegentore
13 Spiele Regionalliga... 17 Gegentore
Das ist nicht normal. Überhaupt nicht normal. Und dass dir dann als Abwehrspieler gegen starke Gegner irgendwann der Stift geht, das Mittelfeld nicht mehr weiß, ob man nicht lieber Attacke nach vorne geht - weil man eh 3 Tore schießen muss... Und die Stürmer doppelt so häufig treffen müssen...
Man hat bei Santos nur die Kohle gesehen, die er in 5 Jahren wert werden könnte.
Und hier kommen wir zu Theate.
Es heißt immer, er habe Probleme im Team. Hätte ich auch. Wenn es sich darauf bezieht, dass er den Torwart und das DM kritisiert, dann ist das absolut nachvollziehbar und ein Fakt. Sollte er hierfür rasiert worden sein, dann wäre es an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Oder denkst ihr, die "Charakter-Spieler" wie Andrich, damals Abraham oder Boateng hätten ihr Maul gehalten? Sicherlich nicht.
Ernst-Maßnahmen:
- Santos weg
- neuer gestandener Torwart her
- Theate wieder einbinden
- neuer IV, der auch RV spielen kann
Danach kannst du - wenn die viel zu teuren Spieler wie Skhiri und Co. weg sind - durch die Verkäufe von Bahoya und Chaibi noch versuchen, Kalimuendo und nen DM/RV zu holen.
Hier sind echt soviel Fehler in der Kaderplanung gemacht worden , dass es schon erschreckend ist. Kein Glanzlicht von Krösche...
Ich habe auch meine Zweifel, ob Santos bei allem Potential in Frankfurt noch mal die Kurve kriegt. Aber vielleicht wäre schon ein neuer und besserer Torwarttrainer hilfreich.
Wenn man einen neuen Torwart holt, muss das eine klare Nummer 1 sein.
Die Chance, Ortega zu holen hat man verstreichen lassen. Lukas Hradecky ist wohl immer noch zu haben. Beide in einem Torwartalter, bei dem noch ein paar Jahre Spitzenleistungen zu erwarten sind.
Atubolo wäre dagegen eine Dauerlösung.
Ich kann nicht nachvollziehen, warum für die wichtigste Position im modernen Fußball 20 Mio als zu hoch angesehen werden. Das wäre günstiger als man für Wahi gezahlt hat oder für Kalimuendo zu zahlen bereit war.
Bzgl. Theate ...man darf den Mund aufreißen wenn man mit Leistung vorangeht....die Leistungen waren zuletzt nicht der Brüller....erste Saison hat es bei ihm gepasst...was zuletzt passiert ist, ist mir unerklärlich......ich glaube nicht das er am ersten September noch bei der Eintracht ist....
Grad mal rumgestöbert bei Tm nach ablösefreien IV, da fällt Diogo Leite sofort ins Auge. Fand den damals so schlecht nicht, kennt die Liga und mit 27 eigentlich auch erfahren genug.
Vielleicht auch ne Option um mit Santos da hinten besser kommunizieren zu können. Idk.
Bei allen Respekt dem Spieler gegenüber. Ich denke wir alle sind der Meinung das Kali gut war. Er hatte seine Momente, aber auch mehre Spiele welche "naja" waren.
Ist schwer zu bewerten weil alle letzte Saison unterirdisch waren. Aber es war nicht so das Kali uns getragen hat.
Würden wir hier 10 Mio investieren, würde jeder sagen klar, das ist es wert. Leider reden wir hier von 20 - 30 Mio. Und das ist er, so ehrlich muss man sein, einfach nicht wert.
Beide Kommentatoren haben fundierte Gründe für Pro und Contra. Aber nach der Risikoabwägung sollte nun eine neue Nr.1 her. Es sind bei Santos ja keinesfalls nur die zu häufigen Schnitzer, es kommt sein insgesamt unsicheres Auftreten hinzu. Vielleicht ploben schon bald eine Neuverpflichtung und der Wechsel Zetterer's auf. Santos wird bleiben und Zimbo vielleicht mittelfristig nicht.
Weiß nicht. Klar hatte Theate auch Hardcore-Böcke drin, aber wenn du so nen "Torwart" hinten drin hast, dein Kapitän selbst lethargisch übern Platz schlürft, und ein Skhiri vor dir immer ne halbe Sekunde zu langsam im Kopf ist - dann verstehe ich, dass mal jemand aufm Tisch haut.
Wie oft war die Situation, 2 Gegentore direkt hintereinander, Kaua guckt traurig aus der Wäsche, Koch scheints egal zu sein, Skhiri scheints egal zu sein... Und die Youngster Brown, Collins und Amenda haben in solchen Situationen genügend mit sich selbst zu tun.
Da gab's nur Kristensen, Theate und Zetterer die mal abgefuckt aufm Platz waren.
Das ist unfassbar... Kristensen war zum Ende verletzt und wahrscheinlich heilfroh, dass er aus der manischen die-Stimmung-muss-stimmen Stimmung abhauen konnte... Theate und Zetterer hat man als Persona non Grata auserchoren.
Und das ist genau der Grund, warum wir lethargisch untergehen. Weil es 50% der Mannschaft nicht juckt - und die Hälfte der anderen 50% das Maul halten, weil die andere Hälfte (als sie es taten) Konsequenzen erfahren hat.
Das ist toxisch - und trifft bei der Mannschaft 100 prozentig zu
So ist es, dazu braucht es Autorität und Vorbildfunktion. Beides hatte Theate leider nicht mehr. Schade, dass er nach starken Leistungen so konstant eingebrochen ist, auch taktisch eröffnete er dem jeweiligen Gegner "tolle" Möglichkeiten. Nicht mehr gut genug und zu teuer, schade. Aber so wird er gehen (und auch müssen).
An Zetterer soll Leeds dran sein.
Und wir haben wohl Atubolo im Auge und auch mal bei Zetterström angefragt.
Rein von den Namen muss die Sachlage klar sein: Zetterström kommt, Zetterer geht.
Kaua auf die Bank.
Es würde auch passen, weil Zetterström kein deutsch spricht. Muss schon verwirrend für die Abwehr sein, wenn die Anweisungen mal auf Deutsch, mal auf English kommen. So gäbs Klarheit.
Ich hoffe noch, dass Zimbo geht und ein guter TW-Trainer kommt. Denn eins ist klar: es wurde in der Vergangenheit zu oft aufs falsche Pferd gesetzt. Der Einstieg von Kaua letztes Jahr war viel zu früh .. und ein Zetterer war bis zu dem Zeitpunkt safe. Es fehlt Zimbo m.E. an der richtigen Einschätzung der Spielerfähigkeiten.
Santos fehlt jegliche Spielpraxis , Erfahrung ,Strafraumbeherrschung und Abstimmung zur Abwehr.Nichts gegen ihn persönlich aber für eine Nr.1 in Liga 1 reicht es nicht.In seinem Fall sollte man auch mal den TW Trainer hinterfragen .Man hört oder liest immer wie gut er im Training sein soll.Im Spiel sieht es leider anders aus.
Wenn Eintracht Frankfurt tatsächlich Ansprüche hat muss eine neue erfahrene Nr.1 her und zwar sofort .
Also ich gehe da mit Florian. Nur weil einige hier nicht gerade mit Geduld gesegnet sind eine mit Talent ausgestatteten TW abzuschiessen halte ich für grundverkehrt.
Vielleicht sollten wir alle mit einer etwas realistischeren Erwartungshaltung an die Truppe und die kommende Saison rangehen. Dass die bisherigen Testspiele durchweg gewonnen wurden und Adi sich insgesamt bei seinem Rückkehr-Einstand mit sehr aufgeräumtem, zuversichtlichen Mindset präsentiert hat, könnte womöglich den Eindruck erwecken, wir wären schon raus aus dem Gröbsten, also insbesondere aus der spielerischen und mentalen Misere der letzten Saison - die, das möchten wir wohl zurecht auch ganz schnell verdrängen, mit einem menschlich-fachlich-medialen Übungsleiterdesaster zuende gegangen ist.
Weshalb genau sowas wie gg. Brentford herauskommt, wer weiß das schon ganz genau.
Ich könnte mir vorstellen, dass im Team nach Dinos u. Alberts Herangehensweise und nun mit Adis spezieller Spielidee, zudem den Abgängen, den diversen Zugängen, aber auch durch die physische u. mentale Erschöpfung eines intensiven Trainingsprogramms, bei vielen Spielern, nicht nur den Rookies, einfach Energie und Frische fehlen. So sah das jedenfalls aus. Und dann kommt dazu, dass der Kader definitiv noch nicht vollständig ist: das wird seit Wochen allseits konstatiert und es ist evident. Zudem befinden sich 3-5 Profis entweder unmittelbar vor Abgang oder zwischen Baum und Borke - kurz: der Kader ist aktuell ein schieres Provisorium, ohne einen einzigen Anführer: eigentlich BL-untauglich.
Ob Robin seiner Rolle als Kapitän und Boss auf dem Feld, was er selbst mit dem Brustton der Überzeugung erneut verbal und öffentlich verkündet hat, jemals wirklich gerecht werden kann, konnte man auch bei der jüngsten 0:7-Gala nicht erahnen.
Nein, auch das Kaua-Bashing hilft nicht und ist m.E. derzeit nicht das kardinale Thema. Auch, dass jetzt auch noch Zimbo in Frage gestellt wird, der mit seinem Team jederzeit mit Kusshand sofort bei nem anderen Premium-Club einsteigen könnte, bringt kein bißchen mehr Analyse in die Lage. Kaua benötigt, das sage ich seit langem, einen guten Mentalcoach - und zwar völlig unabhängig, ob er Nr 1 oder 2 ist, ob er bei uns oder anderswo trainiert. Irgendjemand hat ihn 'Zappelphilipp' genannt und das trifft es perfekt. Ja, Einsatzzeit und Erfahrung sind das Wichtigste für ihn und alle Goalies, aber Kaua hat zusätzlich durch seine Verletzung, das suboptimale TW-Wechseldich der Vergangenheit und nicht zuletzt durch seine exquisiten Ziele ("Weltbester Torhüter") m.E. eine besondere Disposition für ein mentales Coaching. Er sollte selbst drauf kommen, wenn er es nicht schon in Anspruch nimmt.
Wir hatten über die letzten 10 Jahre strategische und mentale Köpfe wie Hinti, David, Makoto, Seppl, Kevin und einige andere... solche sind nicht konsequent nachverpflichtet worden. Robin u. Jonny sind mit der Situation der letzten eineinhalb Jahre wohl zurecht überfordert - unsere 2 allerbesten Freunde Timmy und Mario nehme ich da mal raus, die haben sicherlich wesentlichen Impact auf Teamspirit und Vibrations, sind aber keine Führungspersönlichkeiten im strategischen Sinn.
Also lasst uns doch mal noch 10 Tage warten.
Eigentlich hätte es diese Blamage nicht gebraucht, um den dringenden Rekrutierungsbedarf zu bestätigen.
Aber vielleicht hilfts ja doch irgendwie.
Also Talent würde ich nicht sagen, er ist ganz gut, aber für die bl langt es meiner Meinung nach nicht.
Und was hab ich ihn gefeiert in den ersten Spielen als trapp Ersatz.
Guter Kommentar.
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