Im ersten Heimspiel der neuen Saison ist Eintracht Frankfurt nach einer starken ersten Halbzeit mit einer verdienten 1:0-Führung in die Pause gegangen. Vom Doppelschlag der Augsburger kurz nach Wiederanpfiff konnte sich die SGE im zweiten Durchgang nicht erholen und ging schlussendlich mit 1:4 unter. Damit wartet die Eintracht nach zwei Spieltagen noch auf ihren ersten Sieg.
SGE4EVER.de hat die Stimmen nach der Partie zusammengefasst:
Markus Krösche (Sportvorstand Eintracht Frankfurt): „In der ersten Halbzeit haben wir es richtig gut gemacht. Wir hatten eine hohe Intensität, haben uns viele Chancen rausgespielt und hinten wenig zugelassen. Mit dem Doppelschlag in der zweiten Halbzeit hat das Spiel eine ganz andere Wendung genommen und dann sind wir nicht mehr richtig ins Spiel gekommen und am Ende gegen effektive Augsburger leider verloren.“
„Wir sind momentan nicht stabil genug. Daran müssen wir arbeiten. Zwei Tore in einer Minute dürfen uns nicht passieren. Dann dürfen wir nicht den Faden verlieren, sondern müssen bei uns bleiben. Das haben wir nicht geschafft und Augsburg hat das effektiv ausgenutzt.“
Über Atubolus Fehler vor dem 1:2: „Das passiert im Fußball. Er hat gegen Union ein sehr gutes Spiel gemacht, jetzt hat er mal einen Fehler gemacht.“
Über die Außenverteidiger: „Wir haben junge Spieler und mit Elias Baum ein Eigengewächs. Wir vertrauen denen. Jetzt haben wir verloren, aber deshalb dürfen wir nicht alles in Frage stellen.“
„Mit Adi haben wir jetzt einen neuen Ansatz. Das muss sich einspielen. Wir haben eine neue Zentrale. Das braucht halt manchmal ein bisschen Zeit. An den Dingen arbeiten wir jetzt ganz normal weiter und dann werden wir da auch stabiler werden.“
Über die Chancen in der ersten Halbzeit: „In den Situationen müssen wir Tore machen, dann haben wir mehr Ruhe. Aber es ist eine junge Mannschaft, die sich entwickeln muss, und dann werden wir auch in diesen Situationen bessere Entscheidungen treffen.“
Über das Debüt von Brassier: „Er war sofort drin und hat ein richtig gutes Spiel gemacht. In der Innenverteidigung und Onyedika spielt sich das jetzt ein. Das braucht Zeit, aber die geben wir ihnen.“
Jonathan Burkardt (Eintracht Frankfurt): „Das war sehr bitter und tut sehr weh, hier im ersten Heimspiel. Wir kommen aus der Halbzeit, liegen auf einmal hinten und wissen gar nicht, was da passiert ist. Dann bekommen wir noch das dritte und vierte Tor. Das muss einfach nicht sein. Da muss man auch einfach mal das 2:1 halten und dann auf den Ausgleich drängen. Augsburg war in der zweiten Halbzeit deutlich reifer. Wir befinden uns in einem Prozess mit dieser Mannschaft, die einen großen Umbruch erlebt hat. Trotzdem sollte so etwas nicht passieren. Wir waren in der zweiten Halbzeit nicht kompakt und zu weit auseinander. Augsburg hat sich immer wieder vor unsere Abwehrkette gespielt und wir haben das überhaupt nicht in den Griff bekommen. Das war viel zu wenig.“
Über die Elfmeter-Situation: „Ich weiß, dass ich den Ball spiele. Finn Dahmen trifft mich in dem Moment. Der Schiedsrichter hat gesagt, dass wir beide am Ball waren. Es ist super schwer zu sehen. Aber es sieht schon so aus, als würde ich den Ball zuerst spielen. Ich denke, man kann hier auf den Punkt zeigen.“
Adi Hütter (Cheftrainer Eintracht Frankfurt): „Die Enttäuschung überwiegt. Das war nach der ersten Halbzeit so nicht zu erwarten. Da haben wir das Spiel dominiert. Wir müssen in der ersten Halbzeit die Führung ausbauen. Und in der Bundesliga kann man es sich nicht erlauben, das Spiel in einer Minute aus der Hand zu geben. Nach dem dritten Tor war es vorbei. 45 Minuten reichen nicht. Es ist natürlich ein Prozess. Aber am Ende verlieren wir mit 1:4 zuhause. Es zählen die Ergebnisse. Wir haben in Berlin geführt und das Spiel noch aus der Hand gegeben. Heute spielen wir in der ersten Halbzeit, wie ich mir Fußball vorstelle. Aber das muss man eben über einen längeren Zeitraum auf den Platz bringen. Das darf uns nicht passieren. Natürlich ist es ein Umbruch. Natürlich versuchen wir junge Spieler einzubauen, die auch Fehler machen. Das ist ganz normal. Die Fehler wurden heute bitter bestraft. Das geht für mich auch nicht in der Form. Trotz allem möchte ich viele positive Dinge aus der ersten Halbzeit erwähnen. Hier haben wir ziemlich alles richtig gemacht. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder du steckst den Kopf in den Sand oder man lernt daraus.“
„Was mich extrem stört, ist, dass wir uns nicht mehr gefangen haben. Wir müssen uns da stabilisieren und dann wieder nach vorne spielen. Vor unseren Heimfans müssen wir dann mehr Torchancen herausspielen. Das ist uns nicht gelungen. Deswegen ist die Enttäuschung riesig. Wir müssen daran arbeiten, dass wir besser werden. Zusammengefasst. Erste Halbzeit, positiv. Zweite Halbzeit, fürchterlich.“
Mario Götze (Eintracht Frankfurt): „Am Ende haben wir eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Da müssen wir aber einfach mehr aus unseren Torchancen machen. Dann kommen wir ganz schlecht aus der Halbzeit und verlieren den Faden. Hintenraus haben wir nicht die Energie aufgebracht, um nochmal zurückzukommen. Auch in Berlin haben wir 70 Minuten ein gutes Spiel gemacht, heute 45 Minuten. Wir sind auf einem guten Weg. Es geht jetzt darum, dass zu konservieren und 90 Minuten auf den Platz zu bringen. Die drei Punkte haben wir uns heute nicht geholt. Der Spielverlauf darf uns in der Form auch einfach nicht passieren. An diesen Dingen müssen wir arbeiten. Nichtsdestotrotz war der Großteil der beiden Spiele gut. Das darf man nicht vergessen und darauf müssen wir uns fokussieren. Wir müssen hart arbeiten. Jedes Spiel wird wichtig für uns werden. Egal gegen wen und wo. Da müssen wir alles in die Waagschale werfen und jeden Tag ans Limit gehen.
„Wir wussten, dass Augsburg eine gute Mannschaft hat, das haben sie stellenweise in der zweiten Halbzeit auch gezeigt. Das haben wir heute halt nicht geschafft und wir wissen, dass jedes Spiel schwierig werden wird. Wir müssen immer ans Limit gehen. Ob auswärts oder zu Hause, egal gegen wen.“
Manuel Baum (Cheftrainer FC Augsburg): „Wir hatten heute eine unfassbar gute Bank. In der ersten Halbzeit waren wir zwar dran, aber nicht drin. Da müssen wir uns bei Dahmen bedanken. Er hat uns da im Spiel gehalten. Wir hatten keinen Mut mit Ball. Gegen Ende der ersten Halbzeit haben wir umgestellt. Da hatten wir sie dann. Das haben wir im zweiten Durchgang dann alles besser gemacht.“
Arijon Ibrahimovic (FC Augsburg): „Der Trainer hat in der Pause eine gute Ansprache gehalten. Wir haben an uns geglaubt und haben gemerkt, dass hier und heute einiges drin ist. Das hat sich ausgezahlt. Wir sind einfach eine Einheit und halten zusammen.“
Finn Dahmen (FC Augsburg): „Burkardt ist einer meiner besten Freunde. Heute war ich der mit dem glücklichen Ende, aber es freut mich, dass er fit ist und so eine wichtige Rolle bei der Eintracht spielt. Ich bin mir sicher, er wird noch sehr viele Tore schießen.“
„Es war eine ganz schlechte erste Halbzeit von uns. Mit welchem Selbstverständnis wir dann wieder rausgehen, zeigt einfach unsere Qualität.“
Über den potenziellen Elfmeter in der zweiten Halbzeit: „Ich bin schon klar am Ball dran. Das ist für mich kein Elfmeter.“
Quelle: DAZN, Eigene






2 Kommentare
Die Enttäuschung sitzt tief.
Augsburg ist seit einigen Monaten keine Laufkundschaft.
Das war in der ersten Albzeit, erfrischender Fussball.
Wenn man statt mit 2 oder 3 Toren Vorsprung, mit nur einen in die Halbzeit geht, kann sowas sehr teuer werden.
0-4 in einer Halbzeit ist unmöglich schön zu reden.
Jedoch, selbst wenn noch ein paar schwere Momente auf uns zukommen werden, erkennt man schon sehr klar das hier etwas wachsen kann.
Vorläufig werden wir, mit den grauen Mäusen, hinten stehen.
Die nächsten Wochen haben wir ein schweres Program.
Wir brauchen jetzt Ruhe und Zusammenhalt, besonders, wir, hier im Forum.
Wir werden die Stimmung der nächsten Wochen mit beeinflussen.
Die Transferphase war nicht begeisternd aber daran liegt es, so ehrlich muss man seien, nicht.
Wir hatten anfangs der zweiten Halbzeit Pech, waren nicht in der Lage gefestigt weiter zuspielen.
Die Mannschaft braucht Zeit und ein echter Fan wird sie ihr auch geben.
Den Beigeschmack ablegen und wieder mit kleinen Brötchen anfangen.
Jetzt haben wir leider gegen den Tabellenführer verloren =)
Adi und sein Team werden dass schon packen.
Er hat es gesagt : "Erste Halbzeit positiv, zweite fürchterlich".
Fussball bleibt die schönste Nebensache der Welt.
Auf geht's, wir sind Eintracht.
Wünsche euch allen eine erfolgreiche Woche im echten Leben.
Das Positive mitnehmen, an den Mängeln arbeiten und jetzt noch nicht gleich wieder alles infrage stellen.
Nächste Woche in Mainz wird's besser werden.
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