Adi Hütter verlangt in München von seinem Team Leidensfähigkeit. (Bild: imago images / Sven Simon)

Wenn die Frankfurter Eintracht am Samstag um 15.30 Uhr in München auf den FC Bayern trifft, dann wartet dort ein Gegner in absoluter Top-Form. SGE-Trainer Adi Hütter meinte am Freitag sogar, dass der FCB derzeit „die beste Mannschaft der Welt“ sei. Und das aus gutem Grund: „Sie sind sehr gut in Schuss. Wenn man gegen Atletico Madrid nach 70 Minuten 4:0 führt und beginnen kann, zu wechseln, dann ist das beeindruckend“, sagte Hütter am Freitag auf der Pressekonferenz vor der Bundesligapartie und ergänzte: „Die Bayern werden immer Lücken finden, um sich durchzuspielen. Wenn wir die Seiten zumachen, spielen sie durchs Zentrum. Wenn wir höher stehen, spielen sie über die Kette. Und bei hohen Bällen und Standards sind sie auch gut.“ Selbst einen Bus vors eigene Tor zu stellen, würde nichts bringen. „Da genügen zwei Busse nicht“, lacht der Coach. Seine Mannschaft müsse auf alles gefasst sein. „Wir brauchen einen absoluten Sterntag und die Bayern einen vielleicht nicht ganz so guten Tag“, weiß Hütter.

Gezielte Nadelstiche für „Bonuspunkte“ setzen

Sein Team gehe entsprechend mit dem nötigen Respekt in die Partie. Aber dennoch freue man sich auch auf das Aufeinandertreffen mit dem deutschen Rekordmeister. Schließlich muss sich die SGE nicht kleiner machen als sie ist. Denn die Hütter-Elf ist in dieser Saison noch ungeschlagen und zeigte auch auswärts schon, was in ihr steckt. „Es geht um drei Punkte. Wir wollen uns entsprechend gut präsentieren und unsere Möglichkeiten suchen. Bayern ist der klare Favorit. Ich möchte aber, dass meine Mannschaft dennoch mutig ist und versucht, dort weiterzumachen, wo sie bei den letzten Auswärtsspielen aufgehört hat“, gibt Hütter die Marschroute vor. Wichtig sei, dass man versuche, nach vorne immer wieder kleine Nadelstiche zu setzen. Und: Die Eintracht muss eine gewisse Portion an Leidensfähigkeit mitbringen. Denn: „Wir werden leiden, da wir viel laufen und in die Zweikämpfe gehen müssen. Das wird die Basis für unser Spiel sein. Das wird für uns nicht angenehm werden“, erklärt der Trainer, der natürlich das bestmögliche Ergebnis erzielen will, aber auch weiß, dass Punkte gegen die Bayern „Bonuspunkte“ sind.

Abraham angeschlagen

Personell macht Hütter aktuell nur David Abraham etwas Sorgen. Der Kapitän wird von Problemen in der Kniekehle geplagt, die ihm beim Sprinten stören. Ob er gegen die Bayern spielen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Er reist auf jeden Fall mit nach München. Eine klare Absage erteilte Hütter indes auf die Frage, ob Neuzugang Amin Younes schon ein Startelf-Kandidat sei: „Nein“, so lautete die deutliche Antwort. Hütter sei aber mit seiner Verfassung und Entwicklung sehr zufrieden. Younes versuche, an sein Top-Niveau zu kommen. „Er hat schon gezeigt, dass er uns helfen kann und wird.“

Definitiv zu früh kommt dieses Spiel für Filip Kostic. Der Serbe kann zwar inzwischen schon wieder Lauftrainings absolvieren und arbeitet intensiv individuell an sich. „Aber ich warte lieber immer ein paar Tage länger, bevor ich jemanden nach einer Verletzung wieder reinnehme. Ich möchte nichts riskieren. Wenn er nach der Länderspielpause wieder bei 100 Prozent ist, wäre das super. Wir können auch ohne ihn Spiele zu gewinnen. Das ist für uns alle wichtig zu sehen“, erklärt Hütter.

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3 Kommentare

  1. Wird ein einfacher Aufgalopp in München und wir werden einen souveränen und nie gefährdeten 3:1 Auswärtssieg einfahren.

  2. spiele gegen die Bayern, vor allem in einer solchen Verfassung sind fast die „einfachsten“ niemand rechnet mit etwas, alles andere als eine Niederlage wäre überraschend.
    ich nehme gerne alle punkte mit, aber mit all der jahrelangen Erfahrung kann ich guten Gewissens behaupten: siege gegen Bayern waren für die kommenden darauf folgenden spiele meist schlecht (sieht man beispielsweise auch an Hoffenheim gerade), insofern verliere ich hier lieber und gewinne die nächsten…..

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