Gegen Düsseldorf muss Eintracht-Trainer Adi Hütter wieder einmal an der Aufstellung drehen und rotieren. (Foto: imago/Jan Huebner).

Das torlose Remis gegen Inter Mailand ist keine 24 Stunden her, doch Eintracht-Trainer Adi Hütter befasst sich schon längst mit dem nächsten Gegner. Am Montag (20:30 Uhr) trifft Eintracht Frankfurt auf Fortuna Düsseldorf, die den elften Tabellenplatz belegen. Das Auswärtsspiel zwischen den Achtelfinal-Begegnungen mit Inter will Hütter auf keinen Fall unterschätzen.

Europa sorgt für Gänsehaut – Fokus liegt auf Düsseldorf

Freitag stand das übliche Regenarationstraining an. Am Samstag gibt der Österreicher seinen Spielern frei. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es gut tut auch mal abzuschalten“, meinte Hütter. An ihrem freien Tag hat die Mannschaft auch Zeit, die Eindrücke von der Choreografie im gesamten Stadion nochmal sacken zu lassen. Der SGE-Coach ließ die Szenen vor Anpfiff nochmal Revue passieren: „Wenn du die Stufen hoch gehst, auf den Rasen kommst und die Choreografie siehst, ist das etwas ganz besonderes. In Europa sind diese Fans einmalig und fantastisch. Ich bedanke mich auch nochmal für die Stimmung. Nicht nur die Spieler und Fans im Stadion hatten Gänsehaut, ich denke das hatten auch diejenigen vor den Fernsehern. Nochmal ein großes Kompliment!“

Aber all das ist seit heute wieder Vergangenheit. Der Fokus liegt jetzt auf Fortuna Düsseldorf. Hütter weiß, dass es eine schwere Auswärtspartie für die Adlerträger wird, da beide Teams mit bislang 13 Punkten eine mehr als ordentliche Rückrunde spielen. Unterschätzen wird man den Gegner nicht. „Wir kennen die Gefahren in diesem Spiel. Düsseldorf führt sehr viele Zweikämpfe und schlägt über die Seiten Flanken ins Zentrum. Wir müssen weit weg von unserem Tor stehen, die Zweikämpfe annehmen und eine hohe Bereitschaft zeigen. Wir haben zwar die Qualität, davon bin ich überzeugt, aber mit Dodi Lukebakio hat Düsseldorf auch einen sehr gefährlichen Spieler“, warnte Hütter. Nach der 1:7-Pleite im Hinspiel, bei der Frankfurts Luka Jovic gleich fünfmal traf, wird die Fortuna heiß auf das Rückspiel sein. Hütter erwartet daher ein emotionales Spiel und hat großen Respekt vor Ex-Frankfurt-Trainer Friedhelm Funkel, seinem Kollegen aus Düsseldorf. „Die Chemie zwischen der Mannschaft und dem Trainer stimmt, deshalb sind sie in letzter Zeit so erfolgreich. Mit dem Abstieg haben sie nichts zu tun., weil sie eine eingeschworene Einheit sind. Es wird kein einfaches Spiel für uns“, betonte der 49-Jährige, der zudem mit einem Einsatz von Aymen Barkok rechnet. Der 20-Jährige ist von der Eintracht an Düsseldorf bis Saisonende verliehen. Die Rheinländer besitzen eine Kaufoption.

Abraham und Rebic fehlen weiter – Hütter kündigt Rotation an

Geliehen ist auch Sebastian Rode. Allerdings an die Eintracht. Die BVB-Leihgabe überzeugte den SGE-Coach auch gegen Inter Mailand wieder einmal. „Er belebt unser Spiel, ist aber noch nicht bei 100 Prozent. Das kann er aber auch nicht nicht sein, weil er in Dortmund wenig Spielpraxis hatte und auch verletzt war. Die Art und Weise wie er rackert und technisch versucht, die Bälle vertikal zu spielen, gefällt mir sehr gut“, lobte Hütter den Mittelfeldspieler. Viel rackern und Bälle erobern will auch Ante Rebic bald wieder. Der Kroate ist derzeit noch in Belgrad bei einem serbischen Arzt seines Vertrauens. „Es wäre schön, wenn er im Rückspiel gegen Mailand wieder eine Option ist“, so Hütter. Für das Auswärtsspiel in Düsseldorf fällt Rebic ebenso aus wie Kapitän David Abraham. „Er ist zwar auf dem Weg zurück, aber für Montag nich kein Thema“, verriet der 49-Jährige.

Hasebe mit Nasenbeinbruch – Fragezeichen hinter Touré

Ebenfalls fraglich für Montag ist auch Makoto Hasebe. Der Japaner erlitt am Donnerstag, von sämtlichen Medien nach dem Spiel unbemerkt geblieben, bereits in der Anfangsphase einen Nasenbeinbruch, spielte aber die 90 Minuten durch. „Wir können von einem Nasenbeinbruch ausgehen“, bestätigte Hütter, der die Leistung des Japaners gegen die Mailänder unter diesem Gesichtspunkt gar nicht hoch genug bewerten konnte. Trotz allem bestehe aber die Chance, dass Hasebe am Montag in Düsseldorf mit einer Schutzmaske wieder auflaufen könnte. Allerdings will Hütter kein Risiko eingehen und meinte vielsagend: „Wenn am Montag noch die Gefahr besteht, dass er für Donnerstag ausfallen könnte, weiß ich was ich zu tun habe.“ Aber auch unabhängig von der Personalie Hasebe kündigte Hütter gegen die Fortuna Rotation an, wovon unter anderem auch Almany Touré profitieren könnte. Aber auch dessen Einsatz ist noch nicht gesichert. „Sein Oberschenkel hat im Training hinten zugemacht, darum haben wir ihn als Vorsichtsmaßnahme aus dem Mannschaftstraining rausgenommen. In den nächsten Tagen führen wir ihn wieder an die Mannschaft heran und dann schaue ich, ob er Montag ein Thema ist“, sagte Hütter.

Umstrittenes Montagsspiel

Die von der DFL eingeführten Montagsspiele sind vor allem bei den Fans nicht gerne gesehen. Adi Hütter nimmt es eher gelassen. „Ich beschäftige mich nicht mit Sachen, die ich nicht beeinflussen kann. Der Terminkalender ist nun mal so“, sagte der Österreicher. Wichtiger sei es für ihn, für das nächste Spiel eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen. Zwar ist für den 49-Jährigen das nächste Spiel immer das wichtigste, aber mit einem Auge schielt auch Hütter schon auf den kommenden Donnerstag: „Nach dem Spiel am Montag werden wir uns schnellstmöglich auf das Rückspiel in Mailand vorbereiten.“

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11 Kommentare

  1. OT
    Weiß jemand was mit Perisic ist? In Nitro wurde gestern über einen Muskel(faser)riß gesprochen???
    Und was ist eigentlich mit Lucas Torro??? Der war doch schon im Mannschaftstraining, oder?

  2. Eine Zwickmühle .Eigentlich ein Spiel zum durchrotieren. Hasebe,Rode,da Costa,Kostic,Jovic ,die müssten pausieren.Hasebe wird es auch wegen der frischen Verletzung.Aber wir brauchen dringend die 3 Punkte.
    Nach den vielen Unentschieden müssen gegen D´dorf,Nürnberg und den VFB 3er her.

  3. Nötig wäre es, denn d’dorf ist total im Aufwind und wird nichts verschenken. Kämpfen können die anderen Auswechselspieler auch und werden sicher alles dafür tun. Also hoffen wir mal das es gut geht.

  4. Hütter ist dann ja nun anscheinend durch den Verweis auf die Tribüne auch für das Rückspiel an der Seitenlinie gesperrt. Damit ist der Schiri bei mir nochmal eine Nummer durch. Sicher sind da mit dem Tritt gegen die Wasserflasche die Emotionen mit ihm durch. Aber dafür auf die Tribüne? Da hätten es sicher auch zwei ermmahnende Worte getan, Adi Hütter scheint ja jetzt nun wirklich kein unvernünftiger Mensch zu sein. Ob der Schiri das im Voraus weiß oder nicht ist egal. Probieren sollte er es.

  5. Wahnsinn! Wenn ein solches Innenraumverbot zwingend auch eine Sperre für das nächste Spiel nach sich zieht, dann lässt sich das gar nicht anders als eine überharte Entscheidung des Schiedsrichters ansehen! Spaletti tobt doch auch die ganze Zeit (ermahnungslos!) an der Seitenlinie entlang.

    Ich sehe das tatsächlich im ersten Moment als erhebliche Schwächung an. Zwar hat man Hütter bis jetzt nicht als den großen In-Game-Coacher erlebt, aber der Eindruck kann auch täuschen. Und vor allem hat man regelmäßig gesehen, dass er die Mannschaft auch in der HZ erreicht (und eine Ansprache in der HZ ist doch dann ebenfalls ausgeschlossen, oder?). Auch dass Hütter jetzt ausgeführt hat, dass er und seine Assistenten ähnlich denken, beruhigt mich nicht so richtig.

    Einziger positiver Effekt: Vielleicht gibt das der Mannschaft noch mal die nötige Extra-Wut…

  6. Was ist denn eigentlich aus den Hitlergrüßen auf Zypern da Costa gegenüber geworden? Die letzten Nachrichten, die ich diesbezüglich mitbekommen habe, waren à la „Limassol droht Ärger“ – wars’s das? Starke Prioritätensetzung, UEFA!

  7. apropos UEFA und Priorität, Adi muß als Strafe für seinen Tritt gegen die Wasserflasche im Rückspiel über das ganze Spiel auf die Tribüne.
    Wenn ich schon den Platzverweis gestern absolut lächerlich fand, fehlen mir jetzt die Worte über diese Strafe.

  8. Die UEFA ist ein Dreckshaufen, bestehend aus lauter ‚Ehrenmännern – gerade zum Weltfrauentag: sind bei denen eigentlich auch Frauen angestellt? – steck sie alle in einen Sack und hau drauf und du triffst immer den Richtigen. Meine Meinung zu dem ‚Verein‘ darf ich ja wohl noch äußern.

  9. Das lutscht doch ehrlich gesagt schon wieder Schw… !

    Ohne „gelbe Karte“ wird Hütter direkt auf die Tribüne geschickt und fehlt nächstes Spiel.

    Dieser Schiedsrichter verdient ein paar Tritte in die Nüsse, so hab ich das Gefühl.

    Die schauen sich doch auch die wichtigsten Szenen in der Halbzeit an. Doch dann einfach mit zweierlei Maß zu messen bei der Elfmeterentscheidung und ohne ein Wort mit A.H gewechselt zu haben auf die Tribüne schicken. Das ist für mich parteiisch und asozial. Dieser Mensch sollte besser in seiner nationalen Liga bleiben.

    Wir wurden da gestern einfach beschissen. Der Schiedsrichter hat bestimmt vom Trouble bei Inter gehört und will „Chancengleichheit“ schaffen.

    Es ist einfach zum Kotzen wie viel Einfluss ein Schiedsrichter haben kann.

    Klar hatten wir unsere Möglichkeiten gestern, eine bessere Ausgangslage herzustellen, dennoch sollte es nicht 11 gg 12 laufen.

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