Martin Hinteregger, der Abwehrchef der SGE, kehrte heute nach seiner rund 4-wöchigen Verletzungspause auf den Trainingsplatz zurück (Bild: Foto Rhode)

Abwehrchef Martin Hinteregger ist am Dienstag ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und konnte dabei sämtliche Übungen mitmachen. Beim anschließenden Abschlussspiel setzte er jedoch vorsichtshalber noch aus. Bis zum 24. Spieltag gegen Stuttgart stand der von Fans und Mitspielern liebevoll ‚Hinti‘ genannte Abwehrrecken in jedem Spiel in der Startelf und verpasste lediglich wenige Minuten gegen Schalke, als er wegen eines Pferdekusses ausgewechselt werden musste. Doch beim Abschlusstraining vor dem Spiel gegen Leipzig erlitt der Österreicher eine Faszienzerrung im linken Oberschenkel und war seitdem wochenlang zum Zuschauen verdammt.

Hinteregger seit einer Woche schmerzfrei

Beim so wichtigen Spiel am Samstag in Mönchengladbach, bei dem der abwandernde Frankfurter Trainer Adi Hütter eine Kostprobe seines Könnens abliefern darf, könnte der 28-jährige somit wieder zur Verfügung stehen. „Ich habe seit über einer Woche gar keine Schmerzen mehr und spüre auch kaum etwas“, so Hinteregger auf eintracht.de. Ob der Österreicher seinen Landsmann Stefan Ilsanker auf der zentralen Verteidigerposition der Dreierkette ablösen wird, steht gewiss noch in den Sternen. Sein letztes Spiel war vor ziemlich genau einem Monat, so dass er erst noch im Training die nötige Sicherheit für sein beinhartes Spiel finden muss. „Mit einem blöden Schritt“ könne leicht wieder etwas passieren, weshalb er nach Absprache langsam an die Intensität herangeführt werden soll.

Hinteregger: „Ich bin mit Abstand der schlechteste Verletzte“

Die Geduld, die gerade von Nöten ist, ist dabei nicht unbedingt Hintereggers Stärke. „Ich bin mit Abstand der schlechteste Verletzte. Ich muss mich beim Rehatrainer und der medizinischen Abteilung entschuldigen, weil ich manchmal schon nerve, weil es mir nicht schnell genug gehen kann und sie mich immer bremsen müssen. Aber wir hatten das gut hingekriegt. Jetzt sind sie mich zum Glück wieder los“, räumte der Österreicher augenzwinkernd ein. Fanliebling Hinteregger ist kein Spieler, der längere Verletzungsphasen gewohnt ist. Schließlich war seine letzte längere Verletzung, eine Sprunggelenksverletzung vor ca. 3,5 Jahren und er stand damals noch in Diensten des FC Augsburg.

„Wenn es so weitergeht, werde ich sicher fürs Wochenende eine Option sein“

Die Verletzung dauerte nach dem Geschmack des Österreichers etwas zu lange: „Ich war dann doch einige Wochen weg. Das Rehatraining hat nicht so viel Spaß gemacht, war aber hart und gut. Endlich bin ich zurück und freue mich umso mehr aufs Training.“ Ob Trainer Hütter am Samstag auf ihn zurückgreifen wird, sollte dennoch aus zweierlei Gründen nicht als selbstverständlich gewertet werden. Einerseits scheute Hütter in dieser Saison bei Rekonvaleszenten lieber das Risiko. Evan N’Dicka beispielsweise fiel zu Beginn der Saison mit einer Bänderverletzung auch für rund einen Monat aus und kam dann erst drei Wochen nach dem Einstieg ins Mannschaftstraining wieder zum Einsatz. Andererseits lieferte Hintereggers Nationalmannschaftskollege Ilsanker zuletzt bemerkenswert starke Partien als zentraler Verteidiger ab. Die derzeitige Abwehr wirkt eingespielt und der im Vergleich zu Hinteregger 5 cm größere Ilsanker (1,89m) wäre zudem gegen die 1,92m große Sturmkante Marcus Thuram im Größenvorteil. Wie auch immer Hütter sich entscheiden wird, Hinteregger bietet sich an: „Wenn es so weitergeht, werde ich sicher fürs Wochenende eine Option sein.“

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19 Kommentare

  1. Wurde das Video im Anschluss vom Gespräch mit Hütter gemacht? Für mich wirkte Hinti sehr zerstreut und iwie überfahren.
    Auch die Fotos vom Training vom ihm sahen nich wie nach ner Oberschenkelverletzungen sondern ehr von nem Entzug.

    Das soll nich böse gemeint sein, oder schwarzmalerei oder ähnliches.
    Hab nur das Gefühl ihn hats derbe getroffen.

    Hoffentlich lassen unsere Adler Taten folgen und versolen Adis neuem Team so dermaßen den Arsch, dass selbst er sich denkt, oh je was ne Trümmertruppe hab ich mir da angelacht

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  2. Ich bekomme es noch nicht ganz zusammen:

    Auf der einen Seite schreibt Hessenschau DE, dass Ralf Rangnick nicht die Lösung Nummer eins ist, während die Bild-Zeitung schreibt, dass die Eintracht – Verantwortlichen die Erfolgsaussichten als noch gering einschätzen. Letzteres klingt so, dass die Eintracht gerne wollte, dass Rangnick sich aber eventuell ziert. In der erstgenannten Meldung klingt es dagegen so, dass die Eintracht selbst eine andere Lösung favorisiert.

    Hat jemand Informationen?

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  3. … Bezug auf obigen Zeit-Artikel: – Hütter – ehrlicher Mensch = naja
    – es geht um Eintracht Frankfurt = eben also dann ohne Adolf & Fred!
    Bin mir bloß mit Rangnick nicht so sicher? Sportlich wahrscheinlich eine Toplösung, aber bei welchem Verein war er noch nicht – analog Favre?

    Bin mal richtig gespannt wer da noch aus dem Hut gezaubert wird, als Favorit (lt. HR ja nicht RR)!
    Dann, mal auf zu den nächsten drei Punkten bei den Pony`s – Forza SGE

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  4. Stindl fraglich, er falle bis auf Weiteres aus.

    Das wäre für die Gladbacher eine erhebliche Schwächung.

    Zu Herrn Hütter (und seiner Stellungnahme) möchte ich mich nicht mehr äußern. Er macht es so nicht besser, wirklich nicht.

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  5. ‚…gerader und ehrlicher Mensch bin‘.
    Ha, ha, ha.
    Maaaaannnn, sag doch einfach ‚ich hab gelogen‘, dann wärst du gerade und ehrlich.
    Warum verkauft ihr die Leute für dumm?

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  6. Hütter hat eine sehr enttäuschende Seite gezeigt. Geld regiert die Welt, noch viel mehr die Fussballwelt. Wäre ich auch so? Wahrscheinlich. Eine Million mehr? Zack, alles stehen und liegenlassen. Was interessieren mich die Menschen, die ich enttäuscht zurücklasse?
    Rangnick wäre super.

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  7. Mit Hinti sind wir personell wieder flexibler. Das ist gut.

    7 Punkte aus 6 spielen sollen für die CL reichen. Daher in ich tiefenentspannt. Das wird klappen.

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  8. Eine Lösung wäre noch schlimmer als Rangnick, nämlich Bierhoff als Bobic – Nachfolger und Löw als neuer Trainer:-)))
    Das wärs doch hahaha.

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  9. Sport1.de:

    „Vorstand Axel Hellmann macht Hütter auch keinen Vorwurf: „Der Trainermarkt ist erst nach dem Zeitpunkt dieser Aussage in Fahrt gekommen ist. Ich habe keinen Zweifel, dass Adi Hütter, als er diese Aussage getroffen hatte, vorhatte, bei Eintracht zu bleiben.““

    Hmm…

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  10. @13
    Was soll er denn sagen?!
    Hütter hat doch schon zugegeben, dass er mit dem Bekenntnis einfach nur für Ruhe sorgen wollte.
    Hellmann will das Thema medial einfach abschließen um den Fokus auf die sportlichen Zielen zu lenken…

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  11. Nein, das hat er nicht. Er hat nicht gesagt, dass er das gesagt hat, um für Ruhe zu sorgen. Er hat lediglich gesagt, dass seine Aussage im Nachhinein dafür gesorgt hat, dass Ruhe herein gekommen ist. Das ist etwas anderes. Im ersten Fall würde das bedeuten, dass er die Aussage getätigt hat, um Ruhe reinzubringen. Im zweiten Fall bedeutet das, dass er die Aussage getätigt hat, weil er es auch so gemeint hat. Und danach sieht es aus, auch nach seiner Äußerung. Und damit muss er sich an dieser Äußerung auch messen lassen, finde ich.

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  12. Wenn er das von vornherein gesagt hätte, um Ruhe reinzubringen, hätte er ja nicht begründen müssen, warum sich nach seinem Bekenntnis viel geändert hat. Diese Veränderungen hat er ja gerade als Grund angeführt, dass er sich zu einem Wechsel entschlossen hat. Gründe, um auch das noch einmal anzuführen , sind für ihn: Bobics Weggang und das Angebot aus Gladbach. Bewerten möchte ich das jetzt nicht mehr.

    So, war ein langer aufregender Tag, euch allen alles Gute!

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  13. Er hat im Februar gesagt er bleibt und vor 1 Woche, das sich daran nichts geändert hat, und zusätzlich seine Witze gemacht wegen Alonso. Sich jetzt als Ehrenmann verkaufen wollen der nicht gut aussieht? Lachhaft. Am Samstag soll bitte Broich an der Seitenlinie stehen. Der hat es nicht mehr verdient den Adler zu tragen.

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  14. @15
    Da stimme ich dir zu, gerade von Hütter der ja selbst eigentlich ( seine Aussage) ein gradliniger Typ ist , ist es um so unverständlicher. Im Nachhinein mit positiven Ergebnissen dies dann ( von wem auch immer) zu rechtfertigen macht die Sache an sich nicht besser.
    Dafür werde ich ihn bestimmt auch nicht beklatschen wenn er als Fohlentrainer ins Waldstadion kommt.

    Worüber ja kaum einer komischerweise spricht, er hat ja sein Vertrag auch vor nicht ewig langer Zeit verlängert, zwar mit AK, aber eigentlich verlängert man doch auch kein Vertrag um dann zu gehen. Und bei der hohen AK erst Recht nicht. Das ist auch alles anders als gradlinig. Zumal die AK wohl eher für Angebote von Spitzenclubs über uns gedacht war, weil normalerweise ( ohne die Rosemillionen) zahlt Gladbach kaum 7,5 Millionen für einen Trainer.

    Aber wir können es nicht mehr ändern, deswegen abhaken und nach vorne schauen. Das er sich nochmal voll rein haut sollte das Mindeste sein. Bitte schnell die Nachfolge regeln dann ist Ruhe im Karton. Das wäre z.B. mit der Doppelfunktion RR schnell passiert. Das Duo Mislintat und ten Hag nehme ich aber auch gerne.

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  15. Wir haben Hinti, einen anständigen, ehrlichen Kerl, kein sich windendes Weichei aus Österreich.
    Hinti ist ein stolzer Adler, der die SGE und ihre Fans zu schätzen weiß.
    Einer von uns, zum Anfassen, der auch mal einen Fan im Auto mitnimmt.
    Hütter ist leider kein Adler, er hat es versäumt, zu einem Idol zu werden.
    Dass er geht, mit AK, okay.
    Aber, wie er geht, erbärmlich.
    Zum Zeitpunkt seines Treubekenntnises zur SGE war bereits klar, dass Bobic und Hübner die Eintracht verlassen werden.
    Auch die nichtzustande gekommene Verpflichtung seines Kumpels Spychers rechtfertigt sein Handeln nicht. Viel Spass in der Provinz, ohne CL, EL.
    Er geht nicht aufrecht, er geht durch die Hintertür.
    Es wird eine Zitterpartie für Hütter im wahrsten Sinne des Wortes am Samstag gegen seinen neuen Club.

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