Makoto Hasebe ist auf dem Platz der Denker und Lenker – aktuell ist er vor allem als Familienvater gefragt.

Ein normales Alltagsleben? Auch als Fußballprofi der SGE ist das derzeit undenkbar. Nachdem einige Teams in den vergangenen Tagen das Mannschaftstraining wieder aufgenommen haben, ist das Team der Eintracht nach den jüngsten positiven Corona-Tests bei zwei Spielern und zwei Staff-Mitgliedern auch in den nächsten Tagen noch in häuslicher Quarantäne.

Während einige Spieler aufgrund ihres Single-Daseins also vollkommen alleine sind, sieht das bei Makoto Hasebe anders aus. Der 36-Jährige lebt mit Frau und Kind in Frankfurt und erklärte im Interview mit der „Bild“ unter anderem, was das aktuell bedeutet. In dieser Zeit sind also nicht nur die Fähigkeiten des Defensivmannes auf dem Platz, sondern auch die als Familienvater gefragt: „Meine Frau und meine Tochter sind bei mir in Frankfurt. Der Kindergarten hat momentan natürlich auch geschlossen, also ist meine Tochter den ganzen Tag Zuhause. Wir kochen alle zusammen, reden viel miteinander, ich trainiere natürlich auch und halte mich fit.“ Das habe – vor allem nach den stressigen Wochen inklusive der vielen Spielen in der Bundesliga, dem DFB-Pokal und der Europa League – auch durchaus Positives, verriet der Japaner: „Zuhause ist es ruhig und wir genießen die Zeit als Familie zusammen. Zuletzt hatten wir alle nicht viel Zeit dafür, durch die vielen Spiele und die Reisen. In dem Fall ist das die positive Seite unserer Quarantäne.“

Gedanken an die Heimat

Trotz dieser positiven Seite ist dem Rechtsfuß natürlich auch die Gefahr, die das Virus hat, bewusst. Ihm sei es derzeit am wichtigsten, dass er mit seiner Frau und seiner Tochter zusammen ist. Seine nächste Reise in seine Heimat nach Japan sei schon für Ende Mai geplant, er betonte jedoch, dass er noch nicht wisse, ob er diese antrete – aus sportlichen und gesellschaftlichen Gründen: „Aber jetzt wissen wir natürlich nicht, wie die Saison weiterhin verläuft und auch allgemein, wie die Situation sich weltweit entwickelt.“ Um über die Geschehnisse auch in seiner Heimat auf dem Laufenden zu bleiben, sei er ständig im Austausch mit seiner Familie, erklärte er. „Natürlich trainiere ich weiterhin, ich lese viel und spiele sehr viel mit meiner Tochter. Da ich Botschafter von UNICEF Japan bin, stehe ich hier natürlich auch im engen Kontakt und tausche mich über die aktuelle weltweite Situation aus. Ich helfe so gut ich kann“, erklärte er.

Allgemein befindet sich die Welt in einer Krise, wie sie für die Menschen seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr dagewesen ist. Auch Hasebe betonte nun, dass die Menschheit hier zusammenhalten und zusammen kämpfen müsse. „Momentan wissen wir leider nicht, wie die Zukunft aussieht. Auch wenn die momentane Situation sehr schwierig ist und vor allem den Kopf belastet, müssen wir alle positiv denken und gemeinsam dagegen ankämpfen. Das Wichtigste ist, dass alle gesund bleiben und auf sich aufpassen“, appellierte der Japaner an seine Mitmenschen.

Karriereende wegen Corona?

Aber für den „Oldie“ im Eintracht-Team könnte die Corona-Krise nicht nur eine Verschiebung seiner nächsten Heimat-Reise bedeuten, sondern auch das Karriereende. Der Vertrag des Abwehrmannes läuft am 30. Juni dieses Jahres aus, über eine erneute Verlängerung wurde noch nicht entschieden. Er selbst betonte, dass ihm dies bewusst sei, er aber erst einmal abwarten müsse und diese Thematik derzeit nicht das Wichtigste sei: „So ist das Leben, wir können nichts machen und die Situation nicht ändern. Natürlich würde ich gerne weiter spielen. Aber erst mal steht im Vordergrund, dass die weitere Ausbreitung des Virus gebremst wird.“

Um für eine mögliche Fortsetzung dieser Saison und auch seiner Karriere bestmöglichst gewappnet zu sein, bereite er sich natürlich auch zuhause so gut wie möglich vor und halte sich fit. „Wir müssen das Beste daraus machen. Wir haben vom Verein beispielsweise ein Fahrradergometer nach Hause bekommen, können Stabilisations- sowie Mobilisationsübungen machen. Klar ist das nicht das Gleiche, wie draußen an der Luft zu joggen. Trotzdem können wir uns fit halten.“

Wenn die Saison also zu Ende gespielt wird, egal ob mit Fans im Stadion oder vor dem Fernseher, können sich die Anhänger der Hessen auf einen fitten Makoto Hasebe freuen – wie die letzten Jahre auch…

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6 Kommentare

  1. Ich bin absolut dafür Markoto zu verlängern.
    Der wird noch mit 40 spielen können.
    Ein Profi im wahrsten Sinne des Wortes!!!

  2. sehe ich auch so. Einen besseren bekommen wir nur für viel Geld, das wir derzeit nicht haben. Und auch wenn er nicht mehr jedes Spiel macht, selbst im Mittelfeld kann er immer noch überzeugen.

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