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Mario Götze (rechts) soll seine Erfahrung an junge Mittelfeldspieler wie Oscar Højlund weitergeben. Foto: IMAGO / Jan Huebner

SGE4EVER.de-Kaderanalyse – Teil 3: Das zentrale Mittelfeld

Eine insgesamt ernüchternde Saison ist für die Eintracht aus Frankfurt zu Ende gegangen. Mit nur 44 Punkten beenden die Hessen die Spielzeit auf Platz 8. Das bedeutet, dass zum ersten Mal seit vielen Jahren keine Teilnahme am internationalen Geschäft möglich sein wird für die SGE. Intern laufen die Aufarbeitungsprozesse längst. Kürzlich trennte man sich von Cheftrainer Albert Riera, um den Verein für die neue Saison neu aufzustellen. SGE4EVER.de nutzt diese Zeit, um einmal auf den Kader zu schauen. Wer performte wie in der letzten Saison? Wer könnte bleiben, wer wird vermutlich Verkaufskandidat? Die Prognosen, die wir zu den Spielern abgeben sind derweil gestützt auf Gerüchte und die gezeigten Leistungen. Daher sind sie im Bereich der Spekulation anzusiedeln. Im dritten Teil der Kaderanalyse schauen wir auf das zentrale Mittelfeld der Eintracht.

Das zentrale Mittelfeld

Ellyes Skhiri: Bereits während der Saison 2024/25 kritisierten viele SGE-Anhänger die fehlende Athletik sowie die teils schwache Entscheidungsfindung im Aufbauspiel des Tunesiers. Dennoch verpflichtete Sportvorstand Markus Krösche keinen weiteren klassischen Sechser. Dass Skhiri im Spiel der Frankfurter zunehmend an Bedeutung verlor, zeigt sich auch in seinen Einsatzzeiten: Der 31-Jährige stand in der inzwischen abgelaufenen Spielzeit lediglich in rund der Hälfte aller Partien in der Startelf. 52 Prozent gewonnene Zweikämpfe sind in der Bundesliga zwar ein ordentlicher Wert, reichen im deutschen Oberhaus aber nicht für die Spitzengruppe. Zum Vergleich: Nicolai Remberg vom Hamburger SV entschied 61 Prozent seiner Zweikämpfe für sich, Kaishū Sano aus Mainz 63 Prozent und Atakan Karazor vom VfB Stuttgart sogar 65 Prozent. Es bestätigt sich also der Eindruck, dass Skhiri im defensiven Mittelfeld nicht mehr an das Niveau eines Bundesliga-Topspielers herankommt. Zuletzt setzte ihn Ex-Trainer Riera gegen den FC Bayern München, den 1. FSV Mainz 05, den FC Augsburg und den HSV als Innenverteidiger ein. In der ungewohnten Rolle zeigte er überwiegend solide bis gute Leistungen. Ob Skhiri damit womöglich seine neue Position gefunden hat?

Prognose: Das wird sich voraussichtlich bei einem anderen Verein zeigen. Er soll bei der SGE als Verkaufskandidat gelten, zudem brachte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ ihn zuletzt mit seinem Ex-Klub, dem 1. FC Köln, in Verbindung.

Hugo Larsson: Erst kürzlich musste Larsson einen sportlichen Tiefpunkt hinnehmen. Schwedens Nationaltrainer Graham Potter gab bekannt, dass er auf den 21-Jährigen für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko verzichten wird. Fairerweise spielte das Mittelfeldtalent nicht seine beste Saison mit dem Adler auf der Brust. In der Vergangenheit überzeugte Larsson als Box-to-Box-Spieler mit vielen Tiefenläufen, besonders unter Riera spielte er jedoch häufig als tiefstehender Sechser, der seine Position halten sollte. Wettbewerbsübergreifend sammelte der Schwede nur fünf Scorerpunkte. Eine Spielzeit zuvor waren es noch acht. Bereits unter der Leitung von Dino Toppmöller rückte zudem Larssons Krankheitsanfälligkeit verstärkt in den Fokus. Im Sommer will der Mittelfeldspieler mit einer Mandeloperation dagegen vorgehen. Larsson verpasste in dieser Saison zehn Spiele.

Prognose: Als er im Frühjahr den Lehrgang der schwedischen Nationalmannschaft besuchte, kursierten Zitate, in denen Larsson einen Wechselwunsch äußerte. Später dementierte er die Berichterstattung. Dennoch gilt ein Abschied bei einem passenden Angebot weiterhin als möglich.

Oscar Højlund: Højlund gelang in dieser Saison der Durchbruch in Frankfurt. In allen Wettbewerben (Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal) kam der 21-Jährige regelmäßig zum Einsatz. Unter Riera entwickelte sich der Däne im Saisonendspurt sogar zum Stammspieler. Lediglich am vorletzten Spieltag bei Borussia Dortmund bevorzugte der spanische Cheftrainer erfahrenere Optionen. Gegen Stuttgart fiel Højlund verletzungsbedingt aus. Gerade die bisher mangelnde Erfahrung bleibt beim jungen Mittelfeldspieler jedoch ein entscheidender Faktor: Zwar verfügt er über großes Potenzial, kann dieses bislang aber nicht konstant abrufen. Statistiken wie eine Passquote von 90 Prozent sprechen zwar für seine Qualitäten am Ball, defensiv besitzt der Däne allerdings noch Entwicklungspotenzial. Um eines Tages möglicherweise ein ähnlich kompletter Mittelfeldspieler zu werden, wie es Ex-Kapitän Sebastian Rode war, wird Højlund insbesondere bei den Zweikämpfen zulegen müssen. Von 116 Duellen gewann er lediglich 38 Prozent und in der Luft sogar nur 28 Prozent seiner Zweikämpfe. Das Positive aber: Während seiner insgesamt 1.219 Minuten auf dem Rasen wurde er zunehmend konstanter. Mit noch mehr Spielzeit dürfte er also mindestens zu einem guten Bundesliga-Spieler reifen.

Prognose: Højlund wird wahrscheinlich auch in der kommenden Saison für Eintracht Frankfurt auflaufen.

Mahmoud Dahoud: Häufig nicht im Spieltagskader, dennoch wettbewerbsübergreifend 19 Einsätze gesammelt – Dahoud war da, wenn die Frankfurter Eintracht ihn brauchte. Eigentlich war der 30-Jährige dabei nie der schwächste Spieler auf dem Feld, der Deutsch-Syrer schoss sogar zwei Tore und bereitete drei weitere vor. Zudem lief der eigentliche Mittelfeldspieler gegen Borussia Mönchengladbach und den FC Bayern München als alleinige Spitze auf, was seinen aufopferungsvollen Dienst für die Mannschaft unterstreicht. Sein Vertrag läuft am 30. Juni 2026 aus.

Prognose: Nach der Saison als Ergänzungsspieler endet für Dahoud die Zeit in Frankfurt. Sein Vertrag wird demnach nicht verlängert. Ein Wechsel in die US-amerikanische MLS gilt als mögliche Option.

Can Uzun: Der türkische Nationalspieler startete die Saison mit einem Knall: In den ersten sieben Pflichtspielen 2025/26 sammelte Uzun zehn Scorerpunkte (sechs Tore, vier Vorlagen). Daraufhin bremsten den 20-Jährigen mehrfach wiederkehrende Verletzungen aus. Nur vier weitere Treffer sowie zwei Vorlagen gelangen dem gebürtigen Regensburger in der restlichen Saison. Am Ende kann Uzun mit 16 Scorern aus 28 Partien zahlentechnisch trotzdem auf eine gute Spielzeit zurückblicken. Neben den Verletzungspausen wird ihn lediglich die Phase stören, in der Riera ihn aufgrund seiner Defensivarbeit aus der Startelf nahm. Tatsächlich lief der Kreativspieler in der Vergangenheit nicht immer jedem verlorenen Ball akribisch hinterher. Nachdem die Ergebnisse im Kampf um Europa ausblieben, setzte der Ex-Trainer allerdings notgedrungen doch wieder auf das offensive Ausnahmetalent.

Prognose: Geht es nach Krösche, bleibt Uzun am Main. Der Sportvorstand würde gerne die künftige Offensive um den 20-Jährigen aufbauen. Sollte jedoch ein Champions-League-Klub anklopfen, könnte die Verlockung für die Spielerseite zu groß werden.

Farès Chaïbi: Obwohl der algerische Nationalspieler im Winter zum Afrika-Cup reiste, verpasste er in der gesamten Spielzeit 2025/26 nur sechs Partien der Frankfurter Eintracht. Alle 38 restlichen Spiele bestritt der flexible Mittelfeldspieler und steuerte für die SGE drei Tore und zehn Vorlagen bei. Dass Toppmöller ihn zu Beginn der Saison als offensiveren Teil der Doppel-Sechs einsetzte, wird mit Blick auf seine Defensivwerte verständlich: Der 23-Jährige gewann in der Bundesliga 51 Prozent seiner Zweikämpfe. Trotz einer durchschnittlichen Körpergröße von 1,83 Metern überzeugte Chaïbi auch in der Luft und behielt in 46 Prozent dieser Duelle die Hoheit. Unter Riera spielte er dann wieder auf seiner gewohnten Position im offensiven Halbraum.

Prognose: Die sportlichen Verantwortlichen der SGE wollen Chaïbi wohl in diesem Sommer für Profit verkaufen. Im Sommer 2023 wechselte er für rund 10 Millionen Euro vom FC Toulouse nach Hessen. Sein derzeitiger Marktwert beträgt rund 15 Millionen Euro.

Love Arrhov: Riera erkannte, warum die Eintracht im vergangenen Winter rund 4,6 Millionen Euro für den heute 18-Jährigen investierte. Neben Lobeshymnen auf Pressekonferenzen, die Arrhovs Trainingsleistungen honorierten, schenkte der Spanier seinem Schützling auch dessen Bundesliga-Debüt. Wenig später durfte der flexible Offensivspieler in Augsburg sogar einmal starten, musste nach einer durchwachsenen Leistung jedoch zur Halbzeit für den erfahreneren Ansgar Knauff weichen. Insgesamt fünfmal stand Arrhov in seiner ersten Halbserie für die Eintracht auf dem Platz. Auch wenn er in der körperlich geprägten Bundesliga noch nicht nachhaltig zu überzeugen wusste, gilt sein Talent als unumstritten.

Prognose: In der kommenden Saison gilt es, Arrhov weiterhin behutsam aufzubauen, damit er mittelfristig eine prägende Rolle spielen kann.

Mario Götze: Er erzielte in der gesamten Saison kein Tor. Überhaupt suchte der 33-Jährige in der Bundesliga nur fünfmal den Abschluss. Dafür leitete Götze immerhin in der Champions League sowie im DFB-Pokal jeweils einen Treffer ein. Die Spielzeit verlief für den Routinier sowieso zweigeteilt: In der Champions League sah er 58 Prozent aller Einsatzminuten, in der Bundesliga kam der Weltmeister von 2014 auf lediglich 29 Prozent. Zudem spielte er wettbewerbsübergreifend insgesamt 29-mal (1.371 Spielminuten), in der Saison zuvor waren es noch 35 Einsätze (2.324). Das Älterwerden geht somit auch an einem Götze nicht vorbei. Nichtsdestotrotz stattete die Eintracht den offensiven Mittelfeldspieler erst kürzlich mit einem Zweijahresvertrag aus. Der Ex-Nationalspieler, Bayern- und Dortmund-Star, soll besonders den jungen Spielern seine Erfahrung weitergeben.

Prognose: Nach der Vertragsverlängerung ist ein Abgang von Götze in diesem Sommer ausgeschlossen.

11 Kommentare

Fallback Avatar 1. dale 24. Mai 26, 12:51 Uhr

Martel, 24 Jahre, ablösefrei
Lenz, 19 Jahre, 10 Mio
Amoako, 21 Jahre, 2 Mio

Alle 3 junge Deutsche Zentrale Mittelfeldspieler, bei allen 3 haben wir nicht zugeschlagen….

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Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 2. eldelabeha 24. Mai 26, 13:18 Uhr Zitat - dale Martel, 24 Jahre, ablösefrei Lenz, 19 Jahre, 10 Mio Amoako, 21 Jahre, 2 Mio Alle 3 junge Deutsche Zentrale Mittelfeldspieler, bei allen 3 haben wir nicht zugeschlagen…. Path

1. Du weißt gar nicht, ob wir an ihnen dran waren. Nicht zugeschlagen klingt so, als müsste die Eintracht nur mit den Finger schnippeln und dann kommen die Spieler freudestrahlend, egal was es sonst noch für Angebote gab.

2. Wir brauchen keine jungen Spieler, sondern erfahrene. Von allen dreien traue ich nur Lenz zu, mittelfristig stark genug zu sein, aber ob das bereits nächste Saison der Fall sein wird, ist fraglich. Bisher hat er nur in de zweiten Liga überzeugt und Beispiele wie Uzun zeigen, dass es dauern kann, bis man sich an das höhere Level angepasst hat.

Hoffenheim hat mit Avdullahu und Burger etablierte 6er, hinter denen er sich entwickeln kann.
Zudem kann ihm Hoffenheim EL bieten.

Wir brauchen im DM jemanden, der keine Anlaufzeit braucht und der Mannschaft direkt Sicherheit gibt. Den man immer den Ball geben kann, der ihn nicht verliert, sondern hält oder sich foulen lässt. Der taktisch gut geschult ist und weiß, wann er sich fallen lassen muss, wann er sich mal eine gelbe abholt, wann er attackiert und wann er Räume und Passwege zustellen muss.

Unsere Defensivschwäche hängt zu einem großen mit unserem schwachen DM zusammen. Larsson geht allen Zweikämpfen aus der Weg, Skhiri läuft sehr viel, aber hat defensive Schwächeren und Højlund ist taktisch limitiert.
Er ist ein super Wadenbeißer und hat gezeigt, dass er etwas mit dem Ball anfangen kann, aber er trifft zu oft die falschen Entscheidungen und hat kein gutes Positionsspiel - sowohl gegen als auch mit dem Ball.

Die Position muss für die nächste Saison unser Königstransfers werden.

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Fallback Avatar 3. culo blanco 24. Mai 26, 13:23 Uhr

Das ewige Quergeschiebe bleibt mir zusammen mit den viel zu vielen Doppelschlägen in Erinnerung von dieser Saison. Seit einigen Jahren ist das Problem bekannt, dass wir gegen defensive Gegner keine Lösungen finden. Weitergehen kann es nur mit denen, die meistens unter Beweis gestellt haben, dass sie eine Abwehr aufreißen WOLLEN, ob das dann klappt, ist eine andere Frage aber das ist die Grundlage und da habe ich zu oft zu viele gesehen, die einfach nur schnell den Ball loswerden wollen und das meist nach hinten.
Konzept brauchen wir, klar, aber Wille und Bereitschaft wollen glaube ich alle hier wieder sehen, dann braucht es auch nicht 30 Transfers.

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Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 250 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. Ob Stehblock, VIP-Loge, Currywurst oder Handkäs-Häppchen - Hauptsache SGE4EVER.de! Denn der User unterstützt das Onlinemagazin mit einem monatlichen oder jährlichen Betrag und genießt zudem besondere Vorteile: Werbefreiheit, Gewinnspiele etc. 4. huiwaeller50 24. Mai 26, 14:16 Uhr Zitat - eldelabeha 1. Du weißt gar nicht, ob wir an ihnen dran waren. Nicht zugeschlagen klingt so, als müsste die Eintracht nur mit den Finger schnippeln und dann kommen die Spieler freudestrahlend, egal was es sonst noch für Angebote gab. 2. Wir brauchen keine jungen Spieler, sondern erfahrene. Von allen dreien traue ich nur Lenz zu, mittelfristig stark genug zu sein, aber ob das bereits nächste Saison der Fall sein wird, ist fraglich. Bisher hat er nur in de zweiten Liga überzeugt und Beispiele wie Uzun zeigen, dass es dauern kann, bis man sich an das höhere Level angepasst hat. Hoffenheim hat mit Avdullahu und Burger etablierte 6er, hinter denen er sich entwickeln kann. Zudem kann ihm Hoffenheim EL bieten. Wir brauchen im DM jemanden, der keine Anlaufzeit braucht und der Mannschaft direkt Sicherheit gibt. Den man immer den Ball geben kann, der ihn nicht verliert, sondern hält oder sich foulen lässt. Der taktisch gut geschult ist und weiß, wann er sich fallen lassen muss, wann er sich mal eine gelbe abholt, wann er attackiert und wann er Räume und Passwege zustellen muss. Unsere Defensivschwäche hängt zu einem großen mit unserem schwachen DM zusammen. Larsson geht allen Zweikämpfen aus der Weg, Skhiri läuft sehr viel, aber hat defensive Schwächeren und Højlund ist taktisch limitiert. Er ist ein super Wadenbeißer und hat gezeigt, dass er etwas mit dem Ball anfangen kann, aber er trifft zu oft die falschen Entscheidungen und hat kein gutes Positionsspiel - sowohl gegen als auch mit dem Ball. Die Position muss für die nächste Saison unser Königstransfers werden. Path

"Wir brauchen im DM jemanden, der keine Anlaufzeit braucht und der Mannschaft direkt Sicherheit gibt. Den man immer den Ball geben kann, der ihn nicht verliert, sondern hält oder sich foulen lässt. Der taktisch gut geschult ist und weiß, wann er sich fallen lassen muss, wann er sich mal eine gelbe abholt, wann er attackiert und wann er Räume und Passwege zustellen muss."

Sehr richtig. Das Problem: Solche Leute wachsen nicht auf den Bäumen und man kann sie sich auch nicht backen. Bezahlbar müssen sie zudem auch noch sein. Und die Konkurrenz ist groß. Wird also schwierig. Aber ich würde mich freuen, wenn wir so einen an Land ziehen könnten.

Ich erinnere mich da an den "Coup" damals mit Kevin Prince Boateng: Zenit überschritten, nicht mehr der allerschnellste, hielt auch selten volle 90 Minuten durch - aber Überblick hatte er, kämpfen konnte er wie ein Löwe und vor allem: Er war ein absoluter Leader. Ohne ihn hätten wir den Pokal 2018 nicht gewonnen. So einer fehlt uns.

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Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 5. eldelabeha 24. Mai 26, 14:30 Uhr Zitat - huiwaeller50 "Wir brauchen im DM jemanden, der keine Anlaufzeit braucht und der Mannschaft direkt Sicherheit gibt. Den man immer den Ball geben kann, der ihn nicht verliert, sondern hält oder sich foulen lässt. Der taktisch gut geschult ist und weiß, wann er sich fallen lassen muss, wann er sich mal eine gelbe abholt, wann er attackiert und wann er Räume und Passwege zustellen muss." Sehr richtig. Das Problem: Solche Leute wachsen nicht auf den Bäumen und man kann sie sich auch nicht backen. Bezahlbar müssen sie zudem auch noch sein. Und die Konkurrenz ist groß. Wird also schwierig. Aber ich würde mich freuen, wenn wir so einen an Land ziehen könnten. Ich erinnere mich da an den "Coup" damals mit Kevin Prince Boateng: Zenit überschritten, nicht mehr der allerschnellste, hielt auch selten volle 90 Minuten durch - aber Überblick hatte er, kämpfen konnte er wie ein Löwe und vor allem: Er war ein absoluter Leader. Ohne ihn hätten wir den Pokal 2018 nicht gewonnen. So einer fehlt uns. Path

Natürlich sind die nicht leicht zu finden, aber es gibt sie. Und da spreche ich vor allem von einem Typus. Dass wir uns keinen 30+ Mio.-Transfer leisten können, ist ja klar.
Boateng sprichst du selbst an, Schwegler war so einer, Rode später, Chris, teils Hasebe und Mo in ihrer Prime.
Ich hab ja schon früher gesagt, Typ Goretzka.

Gerne jemanden Ende 20, 30 Jahre alt. Jemanden bei dem es nicht mehr für die CL reicht, der vielleicht davon profitieren könnte, dass es erstmal keine englischen Wochen gibt. Im idealfall kann Højlund von ihm lernen und sein Nachfolger werden.

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Fallback Avatar 6. culo blanco 24. Mai 26, 14:44 Uhr Zitat - eldelabeha Natürlich sind die nicht leicht zu finden, aber es gibt sie. Und da spreche ich vor allem von einem Typus. Dass wir uns keinen 30+ Mio.-Transfer leisten können, ist ja klar. Boateng sprichst du selbst an, Schwegler war so einer, Rode später, Chris, teils Hasebe und Mo in ihrer Prime. Ich hab ja schon früher gesagt, Typ Goretzka. Gerne jemanden Ende 20, 30 Jahre alt. Jemanden bei dem es nicht mehr für die CL reicht, der vielleicht davon profitieren könnte, dass es erstmal keine englischen Wochen gibt. Im idealfall kann Højlund von ihm lernen und sein Nachfolger werden. Path

Das Profil wurde ja schon x Mal beschrieben, das Problem ist aber tatsächlich der Preis. Das Beispiel Froholdt (Spieler des Jahres in Portugal) zeigt ja, dass diese Spieler schon in jungen Jahren sauteuer sind. Der MW war letzten Sommer ungefähr 10m, hat Porto aber 20+ gekostet und das war ein krasser Gamble, da bisher nur in DK gespielt.
Und dann sollte er ja Erfahrung haben, gerne Ende 20, also Typ Xhaka, der aber lieber zu nem englischen Aufsteiger geht als mit LEV CL zu spielen.
Das zeigt die Problematik, ich bin mir sicher, dass Krösche gesucht hat, auch wenn er gesagt hat "brauchen wir nicht".
Bin sehr gespannt, wer es wird, die Diskussion zieht sich ja seit Jahren.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 7. Boris 24. Mai 26, 15:05 Uhr

Es ist mir auch unbegreiflich, warum Krösche generell kein Geld in die Hand nimmt und einfach einen fertigen DM in seiner Prime holt. Viele kommen natürlich gar nicht erst infrage, weil u.a. in der Premier League die Gehälter zu hoch sind. Doch es kann doch nicht sein, dass sich nicht ein DM finden lässt, der für die Eintracht spielen würde. Der Däne Morten Frendrup(25 Jahre) beispielsweise spielt für Genua, die sind 15ter geworden und der Kader wir auf 150 Mio. geschätzt, d. h. er spielt nicht international und das Gehalt kann nicht bombastisch sein. Ähnlich ist es beim Belgier Mandela Keita(24 Jahre), der spielt für Parma und die sind auf Platz 12 gelandet. Beide haben einen Marktwert von ca. 18 Mio., das ist halbwegs im Rahmen und das Gehalt wäre da auch zu stemmen. Frendrup hat beispielsweise nur noch Vertrag bis 2028, daher kommt Genua langsam unter Zugzwang.

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Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 8. eldelabeha 24. Mai 26, 15:25 Uhr Zitat - culo blanco Das Profil wurde ja schon x Mal beschrieben, das Problem ist aber tatsächlich der Preis. Das Beispiel Froholdt (Spieler des Jahres in Portugal) zeigt ja, dass diese Spieler schon in jungen Jahren sauteuer sind. Der MW war letzten Sommer ungefähr 10m, hat Porto aber 20+ gekostet und das war ein krasser Gamble, da bisher nur in DK gespielt. Und dann sollte er ja Erfahrung haben, gerne Ende 20, also Typ Xhaka, der aber lieber zu nem englischen Aufsteiger geht als mit LEV CL zu spielen. Das zeigt die Problematik, ich bin mir sicher, dass Krösche gesucht hat, auch wenn er gesagt hat "brauchen wir nicht". Bin sehr gespannt, wer es wird, die Diskussion zieht sich ja seit Jahren. Path

Aber Frohholdt ist doch gerade nicht, was ich meine. Der war 19 als wir ihn wollten und galt schon damals als riesen Talent. Wie du schon sagst, war es ein Gamble. Viel Einsatz, hohes Risiko mögliche hohe Rendite.

Das will ich ja eben im DM nicht. Ich hatte im Winter auch schon Mal Altimira von Betis genannt. Der hat dort seinen Stammplatz verloren, ist nicht der schnellste, aber taktisch ausgezeichnet und zweikampfstark. MW: 20 Mio. Mit 24 sogar noch vergleichsweise jung.

Klar, vielleicht war man dran und er wollte nicht wechseln. Oder Betis wollte ihn nicht abgeben, aber dass es dieses Profil nicht im bezahlbaren Rahmen geben sollte, sehe ich nicht.

Und mir etwas Weitsicht hätte man diese Saison auch schon jemanden mit diesem Profil aufbauen können. Wir haben in den letzten Jahren so viele Spieler für das OM geholt (Chaib, Uzun Lisztes, Aaronson, jetzt Arrhov). Im DM ist kaum etwas passiert, obwohl man mit Rode, Jakic, Tuta, Ilsanker ZK-starke Spieler in der Zentrale verloren hat.

Ich habe durchaus verstanden, dass man sie abgibt. Tuta, Ilsanker und Jakic haben unseren Ansprüchen nicht genügt, aber dann muss ich doch jemanden holen, der diesen Part übernehmen kann. Højlund ist der einzige DM/ZM, der in Zweikämpfen geht. Und im OM haben wir ja auch keinen mehr wie Boateng, sondern Uzun, Chaibi, Götze und Arrhov, die eine gute Übersicht und ein feines Füßchen haben, aber bisher nicht durch bissige ZK aufgefallen sind.

Und ich verstehe bis zu einem gewissen Grad auch Krösche. Uzun uns Arrhov waren Chancen, sie er nutzen wollte, entwickeln sie sich fur, bringen sie viel Geld, einen Götze kann man immer gebrauchen und hat vor allem auch Strahlkraft mitgebracht, aber hier ist die Balance verloren gegangen.

Die Lücke wurde vor der Saison von vielen angesprochen, aber er hat gehofft, dass es auch so geht.
Ich habe von Doan wie wir alle vermutlich, viel mehr erwartet, aber hier hatten wir mit Knauff schon einen guten Mann. Da hätte ich bei unserem klammen Geldbeutel nicht über 20 Mio. in die Hand genommen, wenn ich noch größere Baustellen habe.

Und im Winter hat man dann keiner zwei Stürmer und einen RA geholt. Auch hier wieder verständlich, Jupp war günstig, Kali als Leihe bezahlbar und bringt eine gewisse sichere Klasse und Ebnou wollte man als Frankfurter Bubb halt auch haben, solange er nicht bezahlbar ist.

Aber teils habe ich das Gefühl, dass Krösche mehr darauf achtet, Chancen zu nutzen als darauf zu achten, dass wir einen funktionierenden und ausgeglichenen Kader haben.

Ich hoffe, er hat daraus gelernt, ich halte ihn insgesamt weiterhin für einen Glücksfall.

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Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 9. eldelabeha 24. Mai 26, 16:02 Uhr Zitat - Boris Es ist mir auch unbegreiflich, warum Krösche generell kein Geld in die Hand nimmt und einfach einen fertigen DM in seiner Prime holt. Viele kommen natürlich gar nicht erst infrage, weil u.a. in der Premier League die Gehälter zu hoch sind. Doch es kann doch nicht sein, dass sich nicht ein DM finden lässt, der für die Eintracht spielen würde. Der Däne Morten Frendrup(25 Jahre) beispielsweise spielt für Genua, die sind 15ter geworden und der Kader wir auf 150 Mio. geschätzt, d. h. er spielt nicht international und das Gehalt kann nicht bombastisch sein. Ähnlich ist es beim Belgier Mandela Keita(24 Jahre), der spielt für Parma und die sind auf Platz 12 gelandet. Beide haben einen Marktwert von ca. 18 Mio., das ist halbwegs im Rahmen und das Gehalt wäre da auch zu stemmen. Frendrup hat beispielsweise nur noch Vertrag bis 2028, daher kommt Genua langsam unter Zugzwang. Path

Bei Spieler aus Italien ist in der Tat das Gehalt ein Problem. Die mussten eine Zeitlang keine Steuern zahlen, daher war das Netto also viel höher und wir müssten fast das Doppelte zahlen.

Die Regelung wurde inzwischen zwar wieder aufgehoben, aber gilt noch für alte Verträge.

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Fallback Avatar 10. Jay-Jay83 24. Mai 26, 16:18 Uhr

Uzun ist für mich Angreifer durch und durch, den würde ich aufgrund seiner hohen Positionierung, seines Vorwärtsdrangs und der Abneigung gegenüber Defensivarbeit nicht zum Zentrum zählen, aber das nur nebenbei.

Die große Frage für mich ist geworden: Wer sagt, dass diese Mannschaft das spielerische Rüstzeug hat, um 2/3 der Bundesliga spielerisch zu dominieren?
Krösche wurde bereits vor Monaten auf den fehlenden 6er angesprochen und bestand darauf, die Qualität wäre ausreichend.
Ausreichend für was? Um um die internationalen Plätze mitzuspielen? - Eventuell.
Um das auf Krampf über Ballbesitzfußball zu tun - Nein. Uns wurde ja teilweise regelrecht der Ball freiwillig überlassen, weil man sicher sein konnte, das uns wenig damit einfällt.

Der auf mich oft lethargisch wirkende Chaibi wurde trotzdem mit deutlichem Vorsprung bester Vorbereiter unter unseren zentralen Mittelfeldspielern, das sagt schon einiges. Als wirklich durchsetzungsstarker Zweikämpfer hat sich gar keiner hervorgetan. Hinten durchlässig, vorne ideenlos.

Rückblickend hat Krösche da für mich Spielern unrealistische Vorgaben gemacht, die deren fußballerische Fähigkeiten gar nicht hergeben. Welches Duo will man bei Mainzer Manndeckung gegen Sano und Amiri stellen und "dominanten Ballbesitzfußball" spielen? Im Leben nicht.
Dino hat dieses Mittelfeld nicht zum funktionieren gebracht, Interimstrainer und Riera genauso wenig und ich habe die ganze Saison auf den Beweis gewartet, dass dieses Mittelfeld es grundsätzlich könnte. Noch habe ich es nicht gesehen.

Deswegen wird dieses Mal mein Hauptaugenmerk darauf liegen, wie Krösche mit dieser Position umgeht. Hier erwarte ich eine klare Verstärkung und das sollte möglich sein, wenn das Duo Amiri/Sano zusammen 3,5 Mio gekostet hat.

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Fallback Avatar 11. culo blanco 24. Mai 26, 16:19 Uhr Zitat - eldelabeha Aber Frohholdt ist doch gerade nicht, was ich meine. Der war 19 als wir ihn wollten und galt schon damals als riesen Talent. Wie du schon sagst, war es ein Gamble. Viel Einsatz, hohes Risiko mögliche hohe Rendite. Das will ich ja eben im DM nicht. Ich hatte im Winter auch schon Mal Altimira von Betis genannt. Der hat dort seinen Stammplatz verloren, ist nicht der schnellste, aber taktisch ausgezeichnet und zweikampfstark. MW: 20 Mio. Mit 24 sogar noch vergleichsweise jung. Klar, vielleicht war man dran und er wollte nicht wechseln. Oder Betis wollte ihn nicht abgeben, aber dass es dieses Profil nicht im bezahlbaren Rahmen geben sollte, sehe ich nicht. Und mir etwas Weitsicht hätte man diese Saison auch schon jemanden mit diesem Profil aufbauen können. Wir haben in den letzten Jahren so viele Spieler für das OM geholt (Chaib, Uzun Lisztes, Aaronson, jetzt Arrhov). Im DM ist kaum etwas passiert, obwohl man mit Rode, Jakic, Tuta, Ilsanker ZK-starke Spieler in der Zentrale verloren hat. Ich habe durchaus verstanden, dass man sie abgibt. Tuta, Ilsanker und Jakic haben unseren Ansprüchen nicht genügt, aber dann muss ich doch jemanden holen, der diesen Part übernehmen kann. Højlund ist der einzige DM/ZM, der in Zweikämpfen geht. Und im OM haben wir ja auch keinen mehr wie Boateng, sondern Uzun, Chaibi, Götze und Arrhov, die eine gute Übersicht und ein feines Füßchen haben, aber bisher nicht durch bissige ZK aufgefallen sind. Und ich verstehe bis zu einem gewissen Grad auch Krösche. Uzun uns Arrhov waren Chancen, sie er nutzen wollte, entwickeln sie sich fur, bringen sie viel Geld, einen Götze kann man immer gebrauchen und hat vor allem auch Strahlkraft mitgebracht, aber hier ist die Balance verloren gegangen. Die Lücke wurde vor der Saison von vielen angesprochen, aber er hat gehofft, dass es auch so geht. Ich habe von Doan wie wir alle vermutlich, viel mehr erwartet, aber hier hatten wir mit Knauff schon einen guten Mann. Da hätte ich bei unserem klammen Geldbeutel nicht über 20 Mio. in die Hand genommen, wenn ich noch größere Baustellen habe. Und im Winter hat man dann keiner zwei Stürmer und einen RA geholt. Auch hier wieder verständlich, Jupp war günstig, Kali als Leihe bezahlbar und bringt eine gewisse sichere Klasse und Ebnou wollte man als Frankfurter Bubb halt auch haben, solange er nicht bezahlbar ist. Aber teils habe ich das Gefühl, dass Krösche mehr darauf achtet, Chancen zu nutzen als darauf zu achten, dass wir einen funktionierenden und ausgeglichenen Kader haben. Ich hoffe, er hat daraus gelernt, ich halte ihn insgesamt weiterhin für einen Glücksfall. Path

Deine Einschätzung sind wie immer gut begründet und nachvollziehbar, was die Planung von Krösche angeht. Ich sehe ihn auch weiterhin positiv und finde es albern, ihn vom Hof jagen zu wollen zumal die Frage ist, wer da bitte das Upgrade zu ihm sein soll.
Zurück zur Frage - Froholdt war jetzt eher das Beispiel, wieviel schon Talente kosten, die "Fertigen" z. B. aus Italien oder Spanien, die genannt wurden, sind dann eben auch irgendwo ein Gamble, sicher gut ausgebildet und ein paar Spiele auf dem Buckel aber ob jemand aus dem unteren Mittelfeld dieser Ligen dann uns wieder nach Europa bringt, ist ja auch alles andere als sicher und alles darüber wiederum kaum bezahlbar.
Also ja, ich würde es auch mit einem sagen wir mal Altamira probieren, anders geht es ja nicht.
Ich hoffe und glaube, dass die Schüsse von Krösche wieder sitzen aber in dieser schwierigen Gemengelage will ich nicht zu kritisch sein, gibt bestimmt einfachere Jobs. Auf jeden Fall immer sehr angenehm, mit dir zu diskutieren.

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