ChandlerIn den vergangenen Tagen wurde viel darüber diskutiert, wer den nach seiner 5. Gelben Karte gesperrten Timothy Chandler auf der rechten Verteidiger-Position im Spiel gegen die Wolfsburger ersetzen könne. Am Ende entschied sich Cheftrainer Thomas Schaaf für den erst 19-jährigen David Kinsombi, der nach Angaben des Trainers seine Sache im Ganzen auch sehr gut machte: „Gegen eine so starke linke Seite wie die der Wolfsburger hat David das gemacht, was man erwarten kann.“ Im nächsten Spiel gegen den FC Augsburg am kommenden Sonntag wird aller Voraussicht nach aber wieder der US-Nationalspieler seinen Platz einnehmen. Für dieses Spiel wird das Trainer-Team um Schaaf sich glücklicherweise keine Gedanken um eine Umstellung aufgrund einer Sperre machen müssen.

Aber wie sieht das Ganze eigentlich für die nächsten Wochen aus? Welcher Spieler steht bei der Eintracht kurz vor einer Sperre? Um in dieser Sache Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir für euch einmal die Fairplay-Tabelle der Eintracht-Spieler, anhand der Gelben Karten zusammengefasst. Das Ergebnis seht ihr hier –>

01. Aigner 5x
01. Chandler 5x
03. Anderson 4x
03. Hasebe 4x
03. Zambrano 4x
06. Ignjovski 3x
06. Oczipka 3x
06. Russ 3x
09. Seferovic 2x
09. Stendera 2x
11. Inui 1x
11. Kinsombi 1x
11. Madlung 1x
11. Medojevic 1x
11. Trapp 1x

HasebeStefan Aigner gegen Bayer Leverkusen und Timothy Chandler gegen den VfL Wolfsburg haben bereits ihre Sperre abgesessen und sind damit wieder weit entfernt von einer nächsten Gelbsperre (10). Doch nach den beiden gibt es eine Reihe an Spielern, vornehmlich aus der Defensiv-Abteilung, denen in den nächsten Wochen eine Sperre droht. Sowohl das Innenverteidiger-Duo aus Südamerika mit Carlos Zambrano und Bamba Anderson, als auch der Japaner Makoto Hasebe mit jeweils 4 Gelben Karten sind hierbei besonders gefährdet. Vor allem ein Ausfall des „Sechsers“ dürfte der Eintracht angesichts der mangelnden Alternativen wehtun. Aber auch die beiden Außenverteidiger Bastian Oczipka und Aleksandar Ignjovski, oder Allrounder Marco Russ sind mit jeweils 3 Gelben Karten gewarnt. Erstaunlich: Alexander Meier taucht in dieser Liste überhaupt nicht auf. Trotz 18 Einsätzen in der Bundesliga musste der Fußballgott noch kein einziges Mal verwarnt werden. Im Übrigen liegt die Eintracht mit derzeit 41 Verwarnungen (+1 Martin Lanig) an Platz 2 der meisten Gelben Karten. Nur der Hamburger SV (45) musste noch öfter verwarnt werden. Es darf sich also darauf eingestellt werden, dass die Eintracht in den nächsten Wochen, neben vermutlich anfallender Verletzungen, vor allem die gesperrten Spieler zu ersetzen hat. Es liegt an der sportlichen Abteilungen, ob sie es an den nächsten Spieltagen ähnlich gut auffangen kann, wie sie es im Falle von Timothy Chandler gegen den VfL Wolfsburg getan hat.

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10 Kommentare

  1. Also ich muß sagen, dass gestern der Schiri sehr viel gelb und auch unberechtigtes Gelb gegen uns gepfiffen hat. ZB. die Gelbe gegen Hasebe war absolut überflüssig.

  2. Sperren sind doch wohl verhandelbar, da geht es zu, wie auf dem Jahrmarkt. Das hat doch gerade der „Fall“
    Huntelaar wieder gezeigt. Für Tätlichkeit gibt es eine Mindestsperre. Kaum macht Schalke den Mund auf, schon kennt der DFB die festgeschriebenen Vorgaben nicht und knickt ein. Wie armselig. Übrigens, für das Vogelzeigen des Hunters gegenüber dem Schiri gab es überhaupt keine Sperre. Unser Seferovic bekam für seine „Fernglas-Andeutung“, die eher in Richtung Stadiondach ging, 1 Spiel Sperre. Also bitte, Herr Bruchhagen, Herr Hübner, Herr Schaaf, gerne auch Herr Hellmann (je mehr, umso besser) bei Sperre-Androhungen deutlich in die Öffentlichkeit gehen und dem Strafmaß konsequent widersprechen. Nur so scheint es zu gehen, traurig genug DFB.

  3. Nachtrag:…ich meine logischerweise nicht die Gelb-Rot-Sperren. Da ist der DFB bisher m.W. konsequent geblieben.

  4. @babenhaeuser

    5 Gelbe : 1 Spiel Sperre

    Gelb-Rot: 1 Spiel Sperre

    Rote Karte: Durchaus verhandelbar da vom Sportgericht festgelegt mit der Möglichkeit seitens des Vereins Einspruch einzulegen. Und der Einspruch von Schalke war absolut gerechtfertigt denn die Strafe war einfach zu hart.
    Bei der Tatsachenentscheidung gegen Seferovic wurde die Mindeststrafe von 2 Spielen Sperre auch reduziert da die Entscheidung zu hart war. Aber eine tatsachenentscheidung kann nicht rückgängig gemacht werden.

    Ich finde die Vorgehensweise hier seitens DFB absolut in Ordnung ( P.S. man hätte Seferovic übrigens auch wegen der Tugce-Aktion bestrafen können…also bisl Fingerspitzengefühl war wohl vorhanden.)

  5. Was lernen wir daraus?
    Alle die gelben Karten sammeln und vorm Bayern-Spiel die 5. abholen :-p

  6. Also ich finde das Vorgehen vom DFB auch absolut in Ordnung! Huntelaar hat ja keine Tätlichkeit begangen, sondern lediglich ein grobes Foulspiel! 4 Spiele sind da voll in Ordnung!
    @nicknackman: Ich fande die Verwarnung für Hasebe auch voll in Ordnung, da er am Anfang gleich ein Handspiel gemacht hat und danach noch zweimal gefoult hat. Da macht es dann eben auch die Summe der Fouls!

  7. Danke für die Info zu Benny Köhler – da erkennen wir, dass es Wichtigeres gibt ! Alles Gute Benny !

    zum Schiedsrichter:
    zuerst habe ich auch bei einigen Kleinigkeiten gestöhnt, doch mit fortschreitender Spielzeit wurde deutlich, er fährt eine klare Linie auf beiden Seiten und alle gelben Karten waren o.k.
    Von mir hier keine Kritik, der Schiri hat einen guten Job gemacht.

  8. @manni8383

    danke für die Belehrung, du bist ja wohl ein ausgemachter Rechtsexperte, alle Achtung…
    vielen Dank für deine Mühe…

    zur Sache: der Kontrollausschuss hatte die Aktion als Tätlichkeit bewertet und 6 Spiele Sperre gefordert. In der Regel urteilt das Sportgericht des DFB entsprechend. Übrigens, im Netz wird darüber durchaus kontrovers diskutiert. Die Tugce-Aktion sollte doch wohl hier nicht angeführt werden, die Vorkommnisse sind
    erschütternd und sollten nicht in Verbindung mit einer eventuellen Sanktion für das bemerkenswerte Verhalten Seferovics missbraucht werden. Man muss ja nicht alles hinterfragen und schlaureden.

    @dieter

    sehe ich genauso, Schiri und Assistenten haben insgesamt eine gute Leistung gezeigt, die sehr knappe Abseitsentscheidung bei nicht anerkannten Wolfsburger Tor zu erkennen, das war schon absolute Klasse.

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