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Die Eintracht muss einige richtungsweisende Entscheidungen treffen. Axel Hellmann nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Foto: IMAGO / STEINSIEK.CH

Eintracht vor Neuausrichtung: Wer übernimmt die sportliche Führung?

Bei der Frankfurter Eintracht scheint ein neues Kapitel zu beginnen. Der bisherige Sportvorstand Markus Krösche hat den Verein verlassen und mit ihm gehört wohl auch die aktuelle Transferstrategie der Vergangenheit an. Zeitgleich läuft die Nachfolger-Suche auf Hochtouren. Einiges zu tun also für den neu ernannten Vorstandsvorsitzenden Axel Hellmann.

Hugo Ekitiké, Omar Marmoush, Randal Kolo Muani oder Willian Pacho.: Sie alle haben in der jüngsten Vergangenheit nicht nur die Fans der SGE begeistert, sondern auch viel Geld in die Vereinskassen gespült. Mit dem richtigen Scouting, klugen Verpflichtungen und geschickten Verhandlungen hat die Eintracht in den vergangenen Jahren immer wieder riesige Transfercoups erzielen können. Dieser Weg wurde bereits von Fredi Bobic installiert und von Markus Krösche erfolgreich weitergeführt. In Zukunft soll nun allerdings eine etwas veränderte Richtung eingeschlagen werden, wie Axel Hellmann auch auf der gestrigen Mitgliederversammlung bestätigte: „Das Geschäftsmodell hat sich verändert.“ Das habe insbesondere der vergangene Transfersommer gezeigt. In den letzten Jahren war insbesondere die Premier League bekannt dafür, enorme Ablösesummen im Ausland auszugeben. Auf der Insel gibt es aber mittlerweile ein Agreement. Die Klubs haben sich darauf verständigt größere Investments im Inland zu tätigen. Das geschieht zum einen mit Blick auf die eigenen Gelder und strenge Finanzregeln. Dazu soll das Geld aber auch innerhalb der Premier League zirkulieren und nicht ins Ausland fließen. Auch der aufkommende Markt in Saudi-Arabien hat durch die Situation im Nahen Osten gelitten.

Diese Entwicklungen hat die gesamte Fußball-Branche zu spüren bekommen. „Wir müssen unsere Abhängigkeit auf der wirtschaftlichen Seite von Transfererlösen systemisch reduzieren“, so Hellmann. „Fertige Spieler mit europäischer Qualität werden wir uns nie bis zum 18. Kaderplatz leisten, sondern wir werden immer auf junge Kräfte setzen.“ Die zukünftigen Transferaktivitäten sollen aber keine komplette Abkehr vom bisherigen Konzept darstellen. Internationale Talente sollen weiterhin an den Main gelotst werden. Allerdings will der Verein in Zukunft noch mehr auf das eigene Nachwuchsleistungszentrum setzen. „Die Preise für junge Talente sind brutal gestiegen, die Abnehmer am Markt haben sich stark reduziert“, pflichtete der wiedergewählte Präsident Mathias Beck bei. „Wir werden unseren Fokus stärker auf den deutschen Markt richten.“ Mit jungen Spielern, insbesondere aus dem Rhein-Main-Gebiet, soll auch die Eintracht-Identität gestärkt werden.

Kein vereinsloser Nachfolger

Klar ist damit schon jetzt, dass der zukünftige Krösche-Nachfolger große Herausforderungen bewältigen muss. Die „Bild“ berichtet von drei Top-Kandidaten. Demnach sollen Joti Chatzialexiou von Nürnberg, Christoph Spycher von Bern und Benjamin Weber von Augsburg auf der Liste der Hessen stehen. Ein vereinsloser Sportvorstand soll aktuell nicht in Frage kommen. Das deckt sich mit den Informationen des „kicker“, der ebenfalls Marcel Schäfer von Leipzig ins Gespräch bringt. Die Gespräche mit den möglichen Kandidaten sind angelaufen. Mit einer schnellen Verpflichtung soll im Verein aber niemand rechnen. Bereits am gestrigen Montag hatte „Sky“ darüber berichtet, dass der ehemalige Eintracht-Profi Spycher die Wunschlösung der SGE sei. Auch der 48-Jährige soll offen für den nächsten Schritt sein. Die Schweizer Zeitung „Blick“ widerspricht allerdings einer möglichen Einigung. So soll ein Abgang von Spycher von den Young Boys ausgeschlossen sein. Auch weil der 149-fache Adlerträger seinen Aktienanteil von etwa zehn Prozent an der YB-Holding dann abgeben müsste.

Bei der Eintracht soll man aber auch für den Fall planen, dass bis zur Wintertransferperiode noch kein neuer Sportvorstand vorgestellt werden kann. In diesem Fall könnten laut der „Bild“ Axel Hellmann, der die Aufgaben des Amtes interimsmäßig übernimmt, und Sportdirektor Timmo Hardung den Verein durch das Transferfenster führen. Das würde dafür sprechen, dass Hardung vorerst trotz des Krösche-Abschiedes weiterhin in den Frankfurter Planungen eine Rolle spielt. Im vergangenen Sommer war der 36-Jährige ebenfalls mit einem Wechsel zum AC Mailand in Verbindung gebracht worden. So oder so stehen herausfordernde und richtungsweisende Monate vor den Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt. Wer auch immer den Job antreten wird, muss große Fußstapfen füllen und soll den Verein für die kommenden Jahre aufstellen.

13 Kommentare

Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 1. Italo-Hesse 20. Oktober 26, 19:01 Uhr

Die italienischen Gazzetten schreiben, dass Krösche Hardung mit nach Mailand nehmen möchte....sogar als Teil seiner Forderung

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Avatar 2. okocha4life 20. Oktober 26, 19:42 Uhr Zitat - Italo-Hesse Die italienischen Gazzetten schreiben, dass Krösche Hardung mit nach Mailand nehmen möchte....sogar als Teil seiner Forderung Path

Schade, ich hätte echt gerne rausgefunden, was genau er so macht. Habe ihn in all den Jahren nur Füller verteilen sehen

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Avatar 3. SGE-SCOPE 20. Oktober 26, 20:14 Uhr

Wenn sie dafür (Füller verteilen und Ghettocheck machen) noch einen brauchen... Ich traue mir das zu. 🤛 🖋️
Übrigens möchte ich den Kolo Muani Transfer doch nicht in die Bewertung von Krösches Arbeitszeugnis einfließen lassen (ohne seine Verdienste zu schmälern), 90% davon sind noch Ben Mangas Werk.

Gruß SCOPE
Ohne

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Fallback Avatar 4. osthessenadler 20. Oktober 26, 21:15 Uhr

@3
Da bin ich bei dir. Der „Perlentaucher“ Manga hat ihn entdeckt. Krösche war erst ein paar Wochen da und wenn ich nicht recht erinnere hat Axel den Transfer in der Hauptverantwortung finalisiert.

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Fallback Avatar 5. einesgehtnochrein 20. Oktober 26, 21:33 Uhr

Ekitike war Scouting? Ich dachte immer, PSG hätte uns den ungeliebten Sohn angeboten, da wir ohne Stürmer dastanden.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 6. Boris 20. Oktober 26, 21:39 Uhr Zitat - einesgehtnochrein Ekitike war Scouting? Ich dachte immer, PSG hätte uns den ungeliebten Sohn angeboten, da wir ohne Stürmer dastanden. Path

Quatsch, an dem war die Eintracht schon seit Jahren dran

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Fallback Avatar 7. einesgehtnochrein 20. Oktober 26, 21:52 Uhr Zitat - Boris Quatsch, an dem war die Eintracht schon seit Jahren dran Path

Das halte ich für eine Fehlinformation. Der erste Kontakt fand im August 2023 statt. Zu dieser Zeit erzwang RKM seinen Abgang zu PSG. PSG wollte ihn damals unmittelbar an uns verkaufen, da sie keine Verwendung für ihn hatten und in die zweite Mannschaft degradiert hatten. Ekitike wollte aber unbedingt in die Premier League und verweigerte die Zusage. So kam er erst in der darauffolgenden Winter Transferperiode leihweise zu uns.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 8. Boris 20. Oktober 26, 22:27 Uhr Zitat - osthessenadler @3 Da bin ich bei dir. Der „Perlentaucher“ Manga hat ihn entdeckt. Krösche war erst ein paar Wochen da und wenn ich nicht recht erinnere hat Axel den Transfer in der Hauptverantwortung finalisiert. Path

Es war jetzt nicht so, als ob Krösche daran unbeteiligt gewesen wäre, aber Kolo hatte die Eintracht auch jahrelang beobachtet und auf das Auslaufen des Vertrages spekuliert. Das war also schon lange der Plan, den Krösche dann umgesetzt hat.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 9. Boris 20. Oktober 26, 23:15 Uhr Zitat - einesgehtnochrein Das halte ich für eine Fehlinformation. Der erste Kontakt fand im August 2023 statt. Zu dieser Zeit erzwang RKM seinen Abgang zu PSG. PSG wollte ihn damals unmittelbar an uns verkaufen, da sie keine Verwendung für ihn hatten und in die zweite Mannschaft degradiert hatten. Ekitike wollte aber unbedingt in die Premier League und verweigerte die Zusage. So kam er erst in der darauffolgenden Winter Transferperiode leihweise zu uns. Path

Also beobachtet hatten sie ihn schon länger, das heißt natürlich nicht, dass sie ihn deswegen unbedingt haben wollten. Die Eintracht hat zig Stürmer auf dem Zettel, die talentiert sind, aber bei einem anderen Verein auf der Bank oder gar der Tribüne sitzen. Voraussetzung für einen Wechsel von einem großen Verein muss ja immer sein, dass der Spieler da nicht mehr zufrieden ist. Die Eintracht beobachtet immer alle auslaufenden Verträge, denn wenn man einen Spieler ablösefrei oder mit auslaufendem Vertrag holt, dann wird man wahrscheinlich Gewinn machen. Wenn natürlich ein Verein mit größeren finanziellen Mitteln dazwischen kommt, ist das Thema abgehakt. Am Fabio Silva war die Eintracht auch dran, bis der BVB kam. Deswegen muss man ohnehin immer mehrere Eisen im Feuer haben.

"spokesman Axel Hellmann commented on the club’s wish to bring Ekitike to the Bundesliga: “It is known that we were already interested in the player in the summer. We are monitoring the whole thing closely, but we also have a financial framework that must be adhered to, and that does not consist of the transfer fee but, above all, the salary structure."

https://www.getfootballnewsgermany.com/2024/eintracht-frankfurt-agree-terms-with-psgs-hugo-ekitike/

Die Eintracht war also offensichtlich schon früher dran, nur wollte Ekitiké eben keine Gehaltseinbußen akzeptieren. Deswegen hat man ja auch Tel nie gekriegt, der kann einfach woanders schon 10 Mio kassieren und hat keinen Bock für 1/3 zu arbeiten. So läuft das bei vielen, die entweder schon mehr verdienen können, sich eventuell überschätzen oder schlecht beraten sind.

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Fallback Avatar 10. Reebok 21. Oktober 26, 09:52 Uhr

Nochmal zum eigentlichen Thema: Ich hoffe, dass zeitnah ein sportlich Verantwortlicher kommt, der auch ein gewisses Gewicht einbringt. Ich halte aus prinzipiellen Gründen eine sehr große Machtkonzentration bei einer Person für nicht förderlich.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. Der User ist ein Dauersupporter und drückt seine Wertschätzung gegenüber SGE4EVER.de durch einen monatlichen oder jährlichen Betrag aus - der Bembel ist also stets gefüllt - Prost! 11. Fozzi 21. Oktober 26, 12:05 Uhr Zitat - einesgehtnochrein Das halte ich für eine Fehlinformation. Der erste Kontakt fand im August 2023 statt. Zu dieser Zeit erzwang RKM seinen Abgang zu PSG. PSG wollte ihn damals unmittelbar an uns verkaufen, da sie keine Verwendung für ihn hatten und in die zweite Mannschaft degradiert hatten. Ekitike wollte aber unbedingt in die Premier League und verweigerte die Zusage. So kam er erst in der darauffolgenden Winter Transferperiode leihweise zu uns. Path

"Der erste Kontakt fand im August 2023 statt."

Also bitte, das ist doch nicht dein Ernst! Ekitike hat in Frankreich U20 und U21 gespielt. Was hätten wir denn für ein Scouting, wenn der Spieler nicht längst vor 2023 schon Mal auf dem Radar erschienen wäre. Wir scouten, soweit ich weiß, ua U17 und U19 Turniere. Solche Spieler tauchen doch bei uns nicht erst auf, wenn PSG uns den Spieler präsentiert.

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Fallback Avatar 12. mainhesse 21. Oktober 26, 14:38 Uhr

"Auf der Insel gibt es aber mittlerweile ein Agreement. Die Klubs haben sich darauf verständigt größere Investments im Inland zu tätigen. "

Das ist doch Nonsens.
Teure Tranfers aus der Bundesliga wie Marmoush, Woltemade oder Wirtz waren mehr oder weniger Flops. Deshalb geben die reichsten PL-Clubs Summen in dieser Größenordnung lieber aus für Spieler. die in der PL schon geliefert haben.
Es gibt dort aber genügend Mittelklasseclubs, die problemlos 20 oder 30 Mio Ablöse zahlen können zusätzlich zu Gehältern, die sich in Deutschland nur die Spitzenclubs leisten können. Angesichts der enorm gestiegenen Ablösen für Talente ist dann der Nettogewinn beim Wechsel solcher Spieler nicht mehr sehr lukrativ. Zumal ja viele Talente nie im Wert steigen.

Ich würde mir deshalb bei der Eintracht für die Zukunft eine Transferstrategie wünschen, die nicht mehr die Entwicklung einzelner Spieler, sondern die Entwicklung der Mannschaft in den Mittelpunkt stellt.

Als Bobic seinerzeit Prince Boateng geholt hat, gehörte ich auch zu denen, die lästerten.
Was will er denn mit dem alten Kerl. Der hat seine besten Zeiten schon lange hinter sich und kostet nur Geld.
Aber im Gegensatz zu mir hat Bobic genau erkannt:
Boateng kann durch seine Erfahrung und Führungsqualitäten die ganze Mannschaft stärker machen. Ich behaupte mal, ohne ihn wären wir 2018 niemals Pokalsieger geworden.
Spätestens im Endspiel hätten wir den Bayern nicht viel entgegenzusetzen gehabt.
Und er hat ja nicht nur den Ball lang geschlagen, er war auch mit Abraham und Hasebe der Turm in der Abwehrschlacht.

Unsere aktuelle Mannschaft hat viel Talent, besonders in der Offensive. Aber so ein Typ fehlt.

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Fallback Avatar 13. einesgehtnochrein 21. Oktober 26, 19:28 Uhr Zitat - Fozzi "Der erste Kontakt fand im August 2023 statt." Also bitte, das ist doch nicht dein Ernst! Ekitike hat in Frankreich U20 und U21 gespielt. Was hätten wir denn für ein Scouting, wenn der Spieler nicht längst vor 2023 schon Mal auf dem Radar erschienen wäre. Wir scouten, soweit ich weiß, ua U17 und U19 Turniere. Solche Spieler tauchen doch bei uns nicht erst auf, wenn PSG uns den Spieler präsentiert. Path

Doch, das meine ich ernst. Zumindest habe ich dazu kein Artikel gefunden und auch Ekitike hat dazu nie etwas verlauten lassen.
Und dennoch finde ich die Transferbilanz von Bobic sehr gut, wenngleich er auch ein paar Fehleinkäufe zu verzeichnen hatte. So gehen Jovic (19 Jahre, 22,3 Mio. Ablösesumme), Tuta (19/0), Ndicka (18/5,5), Kamada (20/1,6), Wolf (21/0,5), Haller (22/12), Rebic (22/4,5), Sow (22,14), Silva (23/Tausch mit Rebic), Zalazar (19/0, heute 30 Mio.), Kostic (25/6,3), Hinteregger (26/9), Trapp (28,7) und Rode (28/4) auf sein Scouting bzw. das von Manga zurück. Hinzu kommt das Einleiten des ablösefreien RKM Deals bei einem Marktwert von 16 Mio.

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