Eintracht Frankfurt lieferte zumindest zum Ende hin noch ein spannendes Spiel bei Bayern München ab, in welchem die Hoffnung bestand, tätsächlich etwas Zählbares beim Tabellenführer mitzunehmen. Auch wenn es wieder eine Niederlage setzte, gibt die Art und Weise des Auftritts Anlass zur Hoffnung auf Weiterentwicklung. Chefcoach Albert Riera sprach sogar von einem Boost, den dieses Spiel der Mannschaft geben werde. Nun stehen die Wochen der Wahrheit an. Bereits kommende Woche geht es ins direkte Duell mit dem SC Freiburg, den aktuell größten Konkurrenten um Platz 7.
Elles Skhiri musste den Ausfall von Kapitän Robin Koch in der Innenverteidigung übernehmen. Mo Dahoud startete wieder als „Falsche Neun“ in vorderster Front. Arnaud Kalimuendo begann nach seiner Schulterblessur als Einwechselspieler. Außerdem rutschten Oscar Hojlund und Nnamdi Collins in die erste Elf, in welcher Rasmus Kristensen und Mario Götze fehlten.
An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen Bayern München der vierzehn zensierten Spieler den Wert 3,21. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie.
Die Einzelnoten der über 380 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:
Jonathan Burkardt: Kam nach seiner Verletzungspause von der Bank und sorgte sofort für einen emotionalen Moment. Übernahm Verantwortung vom Punkt und verwandelte den Elfmeter souverän, was der Eintracht noch einmal Hoffnung gab. Im Spiel danach merkte man ihm fehlende Rhythmus und Spritzigkeit an, dennoch war sein Auftritt ein positives Signal für die kommenden Wochen. Ein wichtiger Schritt zurück auf den Platz.
Arnaud Kalimuendo: Der nächste Einwechsler, der frischen Wind brachte und sich in die Torschützenliste eintrug. Kalimuendo profitierte von Kimmichs Katastrophenpass im Strafraum und nährte die Hoffnungen, dass Frankfurt noch zu Punkten kommen könne. Ein Doppelsturm mit Burkardt wird sicherlich neuen frischen Wind bringen.
Nathaniel Brown: Durfte erstmals als Kapitän auflaufen. Große Auszeichnung von Albert Riera, der große Stücke auf ihn hält. Spielerisch bekam er von den Bayern aber immer wieder die Grenzen aufgezeigt. Verantwortung trug er aber trotzdem und ließ alles auf dem Platz, was möglich war.
Mario Götze: Beinahe wäre ihm das 3:3 gelungen. Seine Einwechslung brachte trotzdem neuen Schwung in die Mannschaft. Es ist weiterhin noch viel Sand bei ihm im Getriebe, aber möglicherweise blüht er ja jetzt unter seinem neuen Coach wieder auf.
Ellyes Skhiri: Als Innenverteidiger in die Partie gegangen. Machte das gar nicht so schlecht. Denn verteidigen kann er ja grundsätzlich. Vielleicht steht ihm die Position sogar besser zu Gesicht als auf der klassischen Sechs?
Aurelé Amenda: Erlebte einen schwierigen Nachmittag und wirkte bei mehreren Gegentoren unglücklich. Hatte zwar einzelne solide Klärungsaktionen, blieb insgesamt aber unsicher und strahlte nicht die nötige Stabilität aus. Für ihn ein Spiel, aus dem er lernen muss.
Nnamdi Collins: Begann ähnlich unsicher wie Kollege Amenda, fing sich im Laufe des Spiels aber deutlich. Gerade spielerisch ging es für ihn auch immer mit nach vorne und er suchte immer den direkten Weg in die Spitze.
Hugo Larsson: Viel Laufarbeit für das Zentrum der SGE. Viele Zweikämpfe gepaart mit stressigen Situation. Insgesamt machte er seinen Job ganz passabel. Aber die Bayern sind eben auch eine andere Nummer.
Oscar Hojlund: Im Spielaufbau fehlten Präzision und Dynamik, zudem ging er in den Duellen häufig unter. Offensiv hatte er eine große Möglichkeit an den Ball zu kommen, bevor Burkardt den Pfosten traf. War auf dem Feld aber auch immer wieder auf einer anderen Position zu verorten.
Jean-Matteo Bahoya: Die Bayern hatten ihn komplett im Griff. Seine Geschwindigkeit war nie ein Faktor und durchsetzungsstark war er leider noch nie im Zweikampf. Gebrauchter Tag für Bahoya.
Ayoube Amaimouni-Echghouyab: Ähnlich sieht das auch bei Amaimouni-Echghouyab aus, der viel Lehrgeld zahlte. Was will man aber auch erwarten. Der Youngster spielte vor wenigen Wochen noch in der 3. Liga.
Kaua Santos: Ja, beim ersten Gegentor sah er wieder unglücklich aus. Müßig zu diskutieren, ob dieser Ball haltbar war oder nicht. Sicherlich hat er hier und da ganz guten agiert und keine groben Patzer gehabt. Summa summarum aber auch kein Auftritt, bei dem gesagt werden kann, dass er sich auszeichnen konnte.
Mo Dahoud: Gab wieder die falsche Neun. Ungewohnte Position für ihn, keine Frage. Ein halbwegs gefährlicher Kopfbll sprang heraus. Ansonsten offensiv ohne großen Impact.
Ritsu Doan: Bleibt weiterhin ein Sorgenkind. Kommt irgendwie nicht aus diesem Tal heraus. Zu viele Ballverluste, keine Ideen, keine „Aha“-Momente mehr. Beim Japaner hat der berühmte Schalter noch nicht klick gemacht.






Ein Kommentar
Gehe ich so mit. Trotz Notabwehr keiner hinten schlechter als 3,5, wann hatten wir das zuletzt gegen Bayern. Und beide Stürmer je ein Tor mehr als Diaz und Olise, top. Um Kane auszuschalten fehlt uns halt der alte Hase.
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