Djibril Sow und Erik Durm sind zwei der fünf neuen Gesichter bei der SGE.

Seit Sonntag weilt die Eintracht im Trainingslager in der Schweiz. Mit dabei auch die vier Neuzugänge der Adler: Dejan Joveljic, Djibril Sow, Erik Durm und Dominik Kohr. Rodrigo Zalazar wurde nach seiner Verpflichtung gleich an Korona Kielce weiterverliehen. Was können die Adler-Fans von den Neuzugängen erwarten? SGE4EVER hat bei Experten nachgefragt. Wo liegen Stärken und Schwächen? Wie passen die Neuen charakterlich ins Team? Unsere Experten haben als Journalisten, Fans und Ex-Profis ihre Wege seit Jahren verfolgt und geben die Antworten.

  • Dejan Joveljic (Roter Stern Belgrad/5 Mio.)

 

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Glücklich beim neuen Club – auf gehts Eintracht! @eintrachtfrankfurt

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Im Interview mit SGE4EVER sagte Ex-Eintracht-Profi Slobodan Komljenovic über seinen Landsmann: „Dejan ist ein sehr talentierter Junge. Er wird wie Luka Jovic seine Anlaufzeit brauchen, aber die Zeit kriegt er.“ Der Trainer von Rot-Weiß Frankfurt warnt vor zu viel Erwartungshaltung zu Beginn, denn es sei etwas anderes in Serbien zu spielen, wo man nur zwei, drei starke Gegner hat, oder eben in der Bundesliga. Aber der Schwiegersohn von Dragoslav Stepanovic ist auch überzeugt: „Hinter Haller und Paciencia wird er sich entwickeln.“

  • Erik Durm (FC Huddersfield/ablösefrei)

 

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Heute vor 3 Jahren #diemannschaft

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Rechts, links, vorne oder hinten: Er spielt, wo er gebraucht wird, sagt DER WESTEN-Sportredakteur Daniel Sobolewski über Erik Durm. „Engagiert, unaufgeregt, ohne große Fehler – aber auch ohne die großen Sternstunden. Seine Vielseitigkeit ist vielleicht auch seine Schwäche: In Dortmund konnte er alles spielen, hatte aber überall einen Konkurrenten vor sich, der Experte auf seiner Position war“, erklärt der BVB-Anhänger. „In Huddersfield war es das gleiche. So blieb die Rolle als ‚Lückenfüller‘. In der wird er für die Eintracht spätestens dann richtig wertvoll, wenn sich personelle Ausfälle mehren.“ Nach etwas pechbehafteten Jahren mit Verletzungen und sportlichen Talfahrten wird der 27-Jährige dankbar sein, die Chance auf einen Neustart in der Bundesliga bekommen zu haben – und sich nicht aufspielen, wenn mal nur ein Bankplatz für ihn übrig bleibt, glaubt Sobolewski. Und sowieso: „Einen Weltmeister kann man immer gebrauchen.“

  • Dominik Kohr (Bayer Leverkusen/8,5 Mio.)

 

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Ein lachendes und ein weinendes Auge hat Bayer Leverkusen-Fan Milan Scholz nach dem Abgang von Dominik Kohr zur SGE: „Also für knapp 10 Millionen für einen Ersatzspieler ist aus Leverkusener Sicht natürlich ein überragender Transfer. Meiner Meinung nach mal wieder auf Simon Rolfes‘ Transfergeschick zurückzuführen.“ In Erinnerung bleibt für ihn aus spielerischer Sicht sein überragendes Solo letztes Jahr im DFB-Pokal gegen Werder. „Ansonsten sind natürlich in erster Linie seine Grätschen und gewonnene Zweikämpfe in Erinnerung geblieben“, so der Sport-Student und Juniorenfußball-Trainer. Der Wechsel sei aus Sicht Kohrs verständlich, so Scholz: „Für Leverkusen ist es natürlich schade mal wieder ein Eigengewächs zu verlieren, ich hatte immer hohe Sympathien für ihn! Ich denke, dass er gut zur Eintracht passt!“

  • Djibril Sow (Young Boys Bern/9 Mio.)

 

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First Training

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FAZ-Volontär Niklas Zimmermann verfolgte als Fan von Young Boys Bern seit zwei Jahren die Karriere von Djibril Sow: „Ich habe Djibril Sow als sehr kompletten Spieler wahrgenommen. Er lenkt das Spiel, läuft aber auch sehr viel und scheut die Zweikämpfe nicht. Für einen zentralen Mittelfeldspieler ist er sehr schnell.“ Er sei kein statischer Ballverteiler, sondern einer, der auch mal mit dem Ball in die Tiefe gehe. Erst letzte Woche sprach Zimmermann für die „Frankfurter Allgemeine“ mit Young Boys-Sportchef Christoph Spycher. Der ist sich sicher: „Sow wird der Eintracht und den Fans in den nächsten Jahren viel Freude bereiten.“ Zimmermann glaubt, dass Sow mit Dominik Kohr die neue Eintracht-Achse bilden könnte. „Bei Bern hatte er anderthalb Jahre den physisch starken Sekou Sanogo neben sich. Sie haben sich auf der Doppelsechs ideal ergänzt. Vielleicht ist Dominik Kohr ein solcher, physisch starker Partner für Sow.“

  • Rodrigo Zalazar (FC Malaga B/ablösefrei, ausgeliehen an Korona Kielce)

„Ich denke, er braucht ein bisschen Zeit“, sagt Guillermo del León, Fußballfan aus Uruguay über den an Korona Kielce verliehenen Rodrigo Zalazar. „Er ist ein offensiver Mittelfeldspieler mit einer starken Physis und besitzt eine spektakuläre Ballkontrolle. Er muss sich eingewöhnen, dann kann er eine tolle Entwicklung nehmen“, ist er überzeugt.

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15 Kommentare

  1. Eigentlich schon eine ganz gute Mischung. Die Neuen passen gut in dieses Team. Keine abgehobenen Selbstdarsteller sondern Teamplayer.

    Leider ist die Vorbereitungszeit sehr kurz um wirklich zu einem Team zusammen zu wachsen, wo jeder die Laufwege und spielerischen Gepflogenheiten des Anderen kennt.

    Um so wichtiger sind solche Spiele wie das Morgen gegen die Young Boys, eine an sich ganz gute Truppe. Hoffe das Spiel wird in Eintracht TV gezeigt.

  2. Es scheint, dass die Quoten von RTL und Nitro letzte Saison bei unseren El-Spielen dafür gesorgt haben, dass Eintrachtspiele für die Sender interessant geworden sind.

  3. Wie ist Eure (Redaktion und Forum) Einschätzung?
    Nehmen wir an, wir verkaufen keinen mehr der richtig Kohle bringen würde (Rebic, Haller etc.), könnten wir dann a) die bisherigen Transfers stemmen ohne klamm zu sein und b) vor allem auch die gewünschten Transfer Trapp, Hindi und Rode?

  4. @6: Ja, wenn die kolportierten Ablösesummen in etwa stimmen, dann dürften wir uns auch ohne Rebic Transfer Rode, Hinti und Trapp noch leisten können, dank der Jovic Millionen würde ich sogar davon ausgehen, dass dann noch 5-10 Millionen in der Kasse wären, für einen weiteren Transfer/als Rücklage für die Winterpause/für zukünftige Transfers. Einen Stürmer, der 10-15 Tore „garantiert“ würden wir dafür aber nicht mehr bekommen… (bzw. nur auf Leihbasis/mit Rückkaufoption/hoher Beteiligung am Weiterverkauf etc.)

    Mehr Sorgen als die Mittel, die für Investitionen zur Verfügung stehen, machen mir aber die Gehälter. Da wäre es m.E. wichtig, noch einige von der Gehaltsliste zu bekommen, denn Sow, Kohr und Durm werden alle drei nicht ganz unten bei uns im Gehaltsgefüge stehen, Rode, Trapp und Hinti auch nicht, Haller bräuchte wahrscheinlich eine Gehaltsanhebung, wenn man ihn Halten oder gar Verlängern möchte… Da müsste unser Kader etwas schmaler werden und v.a. einige Gutverdiener, die zuletzt keine bedeutende Rolle mehr gespielt haben, sollten wir von der Gehaltsliste bekommen (Stendera, auch in seinem Interesse, damit die Karriere hoffentlich noch einmal richtig in Gang kommt).

  5. @1. Ja. Die Zeit sich ins Team zu integrieren ist knapp. Aber die neuen machen alle einen klaren Eindruck.

    Etwas schade ist, dass jetzt in der kurzen wichtigen Vorbereitungsphase Trapp als Leader sowie auch Hinti und Rode als Vorbilder für Kampf und Einsatz nicht dabei sein können.

    #freehinti

    Forza SGE!

  6. Ich finde es zum jetzigen Zeitpunkt nicht schlimm, dass Hinti, Trapp und Rode fehlen. Jetzt sind die anderen gleich gefordert bzw. bekommen eine Chance, sich zu zeigen. Vor allem auf 2 Spiele, auch wenn man die nicht todernst nehmen wird, von Rönnow bin ich gespannt.

  7. @911:
    Ich nehme mal an, Du meinst mit „den 2 Spielen“ den schweizerischen Uhrencup….?
    Die Qualispiele wird die SGE ganz sicher dann sehr ernst nehmen und dafür brauchen wir Trapp und Hinti definitiv.
    Egal ob Niš oder Tallin, die können beide kicken und wir haben viel vor.

  8. @11: ja klar, für die Qualifikation wäre die größere Auswahl die bessere Auswahl. Vor allem der Reuter wird das auch wissen. Aber erstmal schauen, das aktuell vorhandene Spielermaterial kann ja auch kicken. Auf jeden Fall freue ich mich auf die anstehenden Tests im TV.

  9. Mir wäre es zwar auch lieber wenn der Kader schon stehen würde und alle mittrainieren, da es bis zum ersten Pflichtspiel wirklich nicht mehr weit hin ist aber wir hatten auch schon schwierigere Zeiten. Durm, Kohr und Sow waren alle in der Bundesliga, haben keinerlei sprachliche, klimatischen oder kulturellen Anpassungsschwierigkeiten. Bei Hinti, Trapp und Rode wäre es noch einfacher und schneller. Ein Kamada findet sich in Europa inzwischen wohl auch ganz gut zurecht. Einzig Jovelic würde ich noch etwas mehr Zeit zugestehen wollen. Ich hoffe, dass wir mit Tawatha, Stendera und evtl. Willems und Cavar noch ein paar Leute von der Gehaltsliste bekommen und ggf. noch ein wenig Ablöse generieren können. Ein bisschen schade finde ich, dass Nicolai Müller so chancenlos scheint. Er hatte sowohl bei uns als auch in Hannover einen guten Eindruck gemacht. Ich sehe ihn jetzt nicht direkt als Stammspieler aber als Backup für den Sturm oder die Außenbahn halte ich ihn durchaus für tauglich und auch für eine Verstärkung.

  10. Trapp und Hinti wären jetzt bzw. demnächst schon wichtig, da bei Standards etc. ja schon geübt wird , wer wo zu stehen hat, wer die Abwehr dirigiert, Kommandos gibt und wie das Zusammenspiel funktioniert. Jeder Torwart ist da auch anders. Ich hoffe es gibt bald eine Entscheidung.

    #freehinti

  11. @13. Marfj2k:
    In Punkto Müller gebe ich Dir völlig recht!
    Vor allem, weil er sich tatsächlich professionell verhält, und zwar in allen Belangen.
    Außerdem ist Müller immer mal für ein Tor gut und kompromislos vor der Kiste.
    Bei Stendera beispielsweise, sehe ich das völlig differenziert.
    Da ist Stagnation angesagt.

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