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Ellyes Skhiri spielte zuletzt als Innenverteidiger. Foto: Sebastian Schulte

Ellyes Skhiri: „Müssen bis zum Ende kämpfen“

Nach der unnötigen, aber verdienten 1:2-Niederlage gegen den Hamburger SV fand Ellyes Skhiri im „PwC Players Talk“ deutliche Worte – und richtete den Blick trotzdem noch einmal auf die letzten zwei Spiele in der Liga. Direkt nach dem Abpfiff hatte sich die Mannschaft von Eintracht Frankfurt gemeinsam mit Trainer Albert Riera im Kreis versammelt. Die Botschaft laut Skhiri war dabei eindeutig: „Einfach zusammenbleiben!“ Gerade in der aktuellen Phase sei das entscheidend, denn „die Situation ist nicht gut, es ist ein schwieriger Moment, sowohl für uns als auch für die Fans“. Für Skhiri ist klar: „Füreinander einstehen, Kopf oben behalten – wir haben noch zwei Spiele und müssen kämpfen bis zum Ende.“

Auch die Reaktionen von den Rängen gingen nicht spurlos an der Mannschaft vorbei. Pfiffe aus der Kurve seien „natürlich nicht einfach“, räumt der Mittelfeldspieler ein, zeigt aber Verständnis: „Wir verstehen die Kritik, denn sie ist angebracht.“ Trotzdem verliere man das große Ziel nicht aus den Augen: „Das ändert aber nichts daran, dass wir gemeinsam ein Ziel verfolgen.“

Im Vergleich zum Gegner habe es vor allem an der nötigen Konsequenz gefehlt. Während der Hamburger SV mit der Situation besser umging, sieht Skhiri die Eintracht in der Pflicht: „Es bleibt dabei, dass es bei uns um positiven Druck geht.“ Schließlich gehe es um „ein sehr schönes Ziel, nächste Saison im Europapokal vertreten zu sein“. Doch dafür müsse mehr kommen: „So ist es zu wenig. Wir müssen mehr dafür tun und leidenschaftlicher auftreten.“ Hamburg habe genau das gezeigt – „und sich entsprechend durchgesetzt“. Ein wiederkehrendes Problem sprach Skhiri ebenfalls offen an: die Gegentore kurz nach eigenen Führungen. „Eigentlich sollte allen klar sein, dass die ersten fünf, zehn Minuten nach der Führung enorm wichtig sind“, betont er. Genau dort habe die Eintracht Schwächen gezeigt: „Wir haben uns da nicht gut angestellt, müssen konzentrierter bleiben und den Fokus hochhalten.“ Solche Details entscheiden Spiele – und genau daran müsse die Mannschaft arbeiten. „Wir haben nach dem Rückstand zwar alles versucht, doch so weit muss es gar nicht erst kommen.“

Voller Fokus auf die letzten Chancen auf Europa

Bemerkenswert: Trotz der Niederlage zeigte Skhiri individuell eine starke Leistung und gewann gegen den HSV alle seine Zweikämpfe – wenn er auch beim 1:1 nicht gut aussah, als er aus weiter Entfernung auf der Torlinie getunnelt wurde. Dabei agierte er erneut in ungewohnter Rolle als Innenverteidiger. „Als gelernter Mittelfeldspieler ist das nicht meine Lieblingsposition“, gibt er zu. Doch für ihn steht das Team im Vordergrund: „Der Trainer braucht mich in der Abwehr, also versuche ich, diese Rolle bestmöglich auszufüllen.“ Seine Einstellung ist klar: „Jeder spielt gerne so viel wie möglich, da ist die Position zweitrangig.“ Dass er weiterhin zentral eingebunden ist, hilft ihm dabei: „Ich bin glücklich damit, zumal ich unverändert im Zentrum bin, nur eben eine Reihe weiter hinten.“

Mit Blick auf die verbleibenden Spiele gegen Dortmund und Stuttgart macht Skhiri deutlich, dass noch alles möglich ist. Die Bundesliga habe zuletzt einmal mehr gezeigt, „dass die Tabelle nicht über den Spielausgang entscheidet“. Nach der Niederlage gegen Hamburg sei das schmerzhaft deutlich geworden – doch genau daraus könne man auch Hoffnung ziehen: „Es kann auch umgekehrt laufen.“ Klar ist für ihn: „Die letzten beiden Spiele sind nicht nur schwer, sondern auch extrem wichtig.“ Die Marschroute für den Saisonendspurt formuliert Skhiri unmissverständlich: „Wir werden viel arbeiten, um in Dortmund gewappnet zu sein und drei Punkte zu holen.“

6 Kommentare

Fallback Avatar 1. frankfurter jung 04. Mai 26, 09:13 Uhr

Guten Morgen in die Runde. Shkiri hat Recht, er nennt allerdings elementares, zum Rüstzeug
eines Profis gehörendes. Solche Erkenntnisse, Absichtsbekundungen wiederholen sich ständig, ohne umgesetzt zu werden. Natürlich wiederholen sich auch die Inhalte unserer diesbezüglichen Kommentare, weil sich nichts ändert. Unabhängig vom wechselnden Trainerteam gelingt es in dieser Saison einfach nicht, konstant Fußball auf einem höheren Level zu spielen. Das macht doch sehr nachdenklich. Wie kommt Eintracht wieder in die Spur und mit welchem Personal? Wenn es nur mit einem (sich wohl anbahnenden Trainerwechsel?) erfolgen könnte, wäre es einfach, man wird wohl tiefer graben müssen.

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Avatar 2. SGE-SCOPE 04. Mai 26, 09:39 Uhr

Ich kann es nicht mehr hören oder lesen. Erst waren es 5 Endspiele, jetzt sind es noch 2. Die Mannschaft weiß worum es geht, man gibt alles für das gemeinsame Ziel... Blablabla.
Wahrscheinlich ziehen die Streichhölzer und wer verliert muss die Durchhalteparolen für die Fans rausposaunen, deren Halbwertzeit bis zu den "Stimmen nach dem Spiel" besteht. Gähn! Murmeltiertag war doch schon im Februar.

Gruß SCOPE

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Fallback Avatar 3. Sammy94 04. Mai 26, 09:54 Uhr

Wir haben doch alles diskutiert

Krösche und Hellmann raus, Dino zurück und alles werd gut.

Gude...

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Avatar 4. windstorm 04. Mai 26, 10:03 Uhr Zitat - SGE-SCOPE Ich kann es nicht mehr hören oder lesen. Erst waren es 5 Endspiele, jetzt sind es noch 2. Die Mannschaft weiß worum es geht, man gibt alles für das gemeinsame Ziel... Blablabla. Wahrscheinlich ziehen die Streichhölzer und wer verliert muss die Durchhalteparolen für die Fans rausposaunen, deren Halbwertzeit bis zu den "Stimmen nach dem Spiel" besteht. Gähn! Murmeltiertag war doch schon im Februar. Gruß SCOPE Path

Leider muss man hier zustimmen.
Hab mal wirklich 0,0 Bock die letzten beiden Spiele zu schaun (machs aber wie alle andern hier trozdem, wir wissen ja wie wir um unsere Eintracht mitleiden müssen/wollen). Zu oft wurde diese Saison verkündet das man sich jetzt am Riemen reißen will usw. Und jedes weitere Spiel denkt man sich: ay gut, schlimmer gehts ja nicht als letzte Woche.... kurz darauf fällt die Kinnlade noch weiter in den Keller.
Frage mich ehrlich wie wir momentan auf dem 8ten Platz stehen können... unsere Leistungen sind seit Wochen Abstiegsniveau, so ehrlich muss man es leider formulieren.

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Was soll er auch sagen, wenn alles gesagt ist. Da wird im Moment keiner freiwillig Interviews geben und alle werden froh sein, wenn die Saison endlich vorbei ist, egal ob Spieler, Trainer oder Vorstand.

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Fallback Avatar 6. Muetzelchen 04. Mai 26, 10:55 Uhr

Mir wäre es lieber, die Spieler und der Trainer würden schweigen und am Freitag, das Spielen bzw das Coachen für was sie bezahlt werden. Vielleicht habe ich am Samstag das falsche Spiel verfolgt, aber alles versucht, ich glaub ich muß zum Augenarzt!

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