Die Eintracht-Frauen haben das Spitzenspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 1:3 verloren und damit einen Rückschlag im Kampf um die oberen Tabellenplätze erlitten. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Amanda Ilestedt reichte es am Brentanobad nicht für einen Punktgewinn. Im Anschluss an die Partie sprachen die Torschützin, Erëlata Memeti und Trainer Niko Arnautis über die Gründe für die Niederlage, die fehlende Konsequenz im Angriff und den wachsenden Abstand zur Tabellenspitze.
Chancenverwertung und fehlende Konsequenz
Dabei waren die Frankfurterinnen zunächst gut in die Begegnung gestartet und konnten nach dem frühen Rückstand durch Ilestedts Kopfballtreffer wieder ausgleichen. Auch bis zur Pause war die Partie weitgehend ausgeglichen. Nach dem Seitenwechsel fehlte der Eintracht allerdings der Zugriff. Wolfsburg nutzte seine Möglichkeiten konsequenter und entschied das Spiel mit zwei weiteren Treffern für sich. Für Ilestedt lag genau darin ein wesentlicher Unterschied. Die Schwedin, die mit ihrem ersten Saisontor in der Bundesliga zwischenzeitlich auf 1:1 gestellt hatte, erklärte nach Abpfiff, dass die Gäste ihre Chancen besser genutzt hätten. „Das haben wir nicht so richtig gemacht heute“, räumte sie ein. Gerade in der zweiten Halbzeit sei die Eintracht häufig „einen Schritt zu spät“ gewesen. Auch das eigene Pressing habe nicht wie gewünscht funktioniert. Dabei hatte sich das Team für den zweiten Durchgang vorgenommen, an die Leistung vor der Pause anzuknüpfen.
Auch Cheftrainer Niko Arnautis sah seine Mannschaft zunächst gut in der Partie. Die Eintracht sei mit „enormer Intensität“ aufgetreten und habe sich auch vom frühen Rückstand nicht aus dem Konzept bringen lassen. Nach dem Ausgleich habe sein Team sogar leichte Vorteile gehabt und sei dem 2:1 näher gewesen. Entscheidend sei dann der Beginn der zweiten Halbzeit gewesen: „In der zweiten Halbzeit haben wir den Konter nicht gut zu Ende verteidigt, der Freistoß ist unglücklich und so liegen wir 1:3 zurück.“ Anschließend habe Wolfsburg die Führung souverän verwaltet. „Die entscheidenden Situationen waren heute auf Wolfsburger Seite“, bilanzierte Arnautis.
Ähnlich sah es Erëlata Memeti. Die Frankfurterin erinnerte daran, dass die Mannschaft sowohl zu Beginn als auch gegen Ende der ersten Halbzeit Druck aufbauen und sich einige Möglichkeiten erarbeiten konnte. Allerdings fehlte im letzten Drittel die nötige Konsequenz. „Wenn du dann die Tore nicht machst, dann ist es natürlich schwer, ein Spiel an sich zu reißen“, erklärte sie. Zudem habe die Eintracht zu viele zweite Bälle verloren und Wolfsburg dadurch Räume für schnelle Gegenangriffe ermöglicht. Auch in der Offensive sah Memeti Verbesserungspotenzial. Im Strafraum habe häufig die freie Anspielstation gefehlt, um Angriffe erfolgreich abzuschließen. Ihrer Einschätzung nach hätte es helfen können, den Ball im letzten Drittel länger in den eigenen Reihen zu halten und so mehr Spielerinnen nachrücken zu lassen. Letztlich habe es aber an herausgespielten Chancen und Toren gefehlt.
Abstand zur Spitze wächst, Eintracht will sich nicht stressen lassen
Durch die Niederlage beträgt der Rückstand auf den Tabellenzweiten aus Wolfsburg nun sieben Punkte. Für Memeti ist das zwar ärgerlich, dennoch sieht sie keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. „Wir dürfen uns davon nicht stressen lassen, weil erst im Mai abgerechnet wird und bis dahin ist noch ein bisschen Zeit“, betonte die Mittelfeldspielerin. Noch sei in der Saison vieles möglich. Entscheidend sei deshalb, dass die Eintracht den Fokus auf die eigenen Leistungen richte und in den verbleibenden Spielen möglichst konstant punkte. Es gelte, die Partie zu analysieren und aus den Fehlern zu lernen.
Auch Ilestedt machte keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung über das Ergebnis, richtete den Blick aber bereits wieder nach vorne. „Einfach weitermachen. Das ist der einzige Weg nach vorne“, erklärte die Schwedin. Die nächste Gelegenheit, eine Reaktion zu zeigen, bietet sich bereits am Mittwoch im Europa-Cup-Rückspiel gegen die PSV Eindhoven. Mit dem 2:0-Erfolg aus dem Hinspiel im Rücken wollen die Frankfurterinnen vor heimischem Publikum den nächsten Schritt in Europa machen.







2 Kommentare
Realistisch gesehen sollte des darum gehen den 3ten Platz zu festigen was schwer genug wird. Leverkusen und Bremen sind schon auch in Lauerstellung.
Und dann da zu sein, wenn Wolfsburg vielleicht doch mal eine schwache Phase hat.
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